Bieber | Loving Dr. Hopeless | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten

Reihe: Angelis Memorial Hospital

Bieber Loving Dr. Hopeless


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7517-3765-4
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten

Reihe: Angelis Memorial Hospital

ISBN: 978-3-7517-3765-4
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Er kennt meine dunkle Seite und er fürchtet sich nicht davor.

Nichts wünscht sich Persephone mehr als ein Zuhause. Wirklich geborgen fühlt sie sich aber nur bei ihrem Nachbarn Link. Hier hat sie das Gefühl, geliebt zu werden. Doch dann trennen sich ihre Wege ...

Elf Jahre später arbeitet Persephone im renommierten Angelis Memorial Hospital in New York. Sie glaubt alles zu besitzen, wovon sie immer geträumt hat. Bis sie eines Tages vollkommen unerwartet Link über den Weg läuft. Er ist der neue CEO des Memorial Hospital. Als Persephone ihn sieht, wird sie augenblicklich von tiefer Sehnsucht und brennender Leidenschaft überwältigt. Doch sie kann ihr Herz nicht öffnen. Denn gerade als sie Link mehr als jeden anderen Menschen auf der Welt gebraucht hätte, hat er sie damals im Stich gelassen. Während Persephone eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt, tauchen weitere dunkle Schatten auf - und sie muss sich endlich ihrer Vergangenheit mit Link stellen ...

Ein spannender und verführerischer Second-Chance-Liebesroman: Der dritte und abschließende Band der Romance-Reihe rund um die heißen Ärzte und Inhaber des New Yorker Angelis Memorial Hospitals.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Cassia Bieber wurde 1984 in Brasilien geboren, verlor aber ihr Herz an Hamburg. Jahrelang verschlang sie Liebesromane und schreibt seit 2016 ihre eigenen Geschichten. Ihr Debütroman erschien im November 2019 unter dem Pseudonym C.S. Bieber. Ihr Herz brennt für sexy Liebesgeschichten mit einer tiefen Botschaft, dramatischen Wendungen und Happy Ends.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1 – Persephone


17 Jahre zuvor

»Wer hat die Bestie eingeladen?« Ein sexy Engel warf die platinblonden Haare über die Schultern.

Ich senkte den Blick auf meinen Zeichenblock. »Lass mich in Ruhe, Kate.«

Kate Nashwood war in Wirklichkeit alles andere als ein Engel. Aber sie trug einen weißen Badeanzug, einen Tüllrock, der ihr bis knapp über den Po reichte, Netzstrümpfe und einen Haarreif mit einem goldenen Heiligenschein darüber. Dazu hatte sie goldenes Make-up aufgetragen und ihre Füße steckten in kniehohen Stiefeln.

»Denkst du etwa, dass es mir Spaß macht, mich mit Abschaum wie dir zu beschäftigen?«

Die Musik, die sich aus dem Haus löste, pulsierte um uns herum, und an uns liefen schreiende Kinder in Halloweenkostümen vorbei. Es wäre klüger gewesen, erst nach dem Partybeginn vor Kates Haus aufzutauchen. Sie hätte mich dann nicht zwischen ihren betrunkenen Freunden in ihrem Vorgarten bemerkt. Aber ich hatte noch immer Hausarrest und Baron würde in einer Stunde zu Hause sein. Es war mir also lieber, mich mit Kate anzulegen, als mit meinem Pflegevater.

»Leider sitzt du da, wie ein Gargoyle auf der Mauer meines Gartens«, fuhr sie fort.

Mein Mundwinkel zuckte nach oben. Würde mir nicht übel werden, wenn ich ihr perfektes Gesicht sah, hätte ich mich für das Kompliment bedankt. Perlen vor die Säue. Kate würde die Schönheit eines Gargoyles nie kapieren. Nicht einmal, wenn einer auf ihren Kopf fiel.

»Ich warte nur auf ...« Ich zückte mein Handy und schaute auf die Nachricht, die ich über meinen Facebook-Account erhalten hatte. »Lincoln Loner. Dann bin ich weg.«

»Du wartest auf Link?«

Jap. Ich verstand ihn auch nicht. Der Kerl ging auf dieselbe Schule wie ich, trotzdem hatte er seinen Auftrag nicht persönlich erteilt. »So sieht es aus.«

»Was würde er von jemandem wie dir wollen?« Kate kreuzte die Arme vor der Brust und ihre Unterlippe zitterte so, als wüsste sie nicht, ob sie schnauben oder lachen wollte.

Mir war beides recht. Ich war nur hier, weil ich das verdammte Geld brauchte, und ihr Spott war leicht zu ertragen, wenn ich mir in Erinnerung rief, dass meine Tage in dieser verfluchten Schule gezählt waren. »Das geht dich nichts an.«

Sie warf einen Blick über ihre Schulter und zwei weitere modelmäßige junge Frauen kamen auf uns zu. Ich hatte sie an Kates Seite in der Schule gesehen. Ein wölfisches Grinsen zierte Kates Gesicht. »Muss ich dich daran erinnern, dass du vor meinem Haus sitzt?«

»Er wollte mich hier treffen.« Ich seufzte. »Bin gleich weg, okay?«

»Nicht okay.« Sie trat näher, und ihre Freundinnen stellten sich synchron dazu. »Entweder gehst du jetzt oder ...«

»Oder was?«

Kate hob die Augenbrauen, schaute zu der Brünetten an ihrer Seite und nahm den roten Becher aus ihrer Hand. Bevor ich aufstehen konnte, goss sie ein gelbes Getränk über meine Zeichnung.

»Was zum Teufel ...« Ich sprang auf. Der Geruch von Bier stieg mir in die Nase, und das Papier saugte die Flüssigkeit auf. Mein Puls schnellte in die Höhe, während ich meine zerstörte Arbeit ansah. »Verzieh dich. Ich will keinen Pflegefall in der Nähe meines Hauses haben.«

Pflegefall. Wut pulsierte durch meine Venen. Nicht, weil sie mich beleidigte. Wie sollte jemand sonst bezeichnet werden, der schon aus zehn Pflegefamilien rausgeflogen war? Persephone Demetriou war ungewollt, unbeliebt und das pure Böse. Nichts Neues. Aber ich war es leid, dass mir diese Tatsache ständig in Erinnerung gerufen wurde. »Erstick an deiner Zunge!« Ich umfasste meinen nassen Block und stapfte davon.

Ein Teil von mir wollte Kate die Faust ins Gesicht rammen. Immerhin würde ein blaues Auge wunderbar zu ihrem Kostüm passen. Aber ein anderer Teil wünschte sich keinen Ärger mehr. Vor allem nicht, nachdem Baron mich auf diese verstörende Weise angesehen hatte.

Nur ein Jahr und du bist volljährig.

Nur ein verdammtes Jahr.

»Persephone!«, rief eine männliche Stimme.

Ich sah nicht zurück, verdrängte die Übelkeit, die der Gestank von Alkohol in mir aufkommen ließ und atmete hektisch. »Süßes oder Saures« erklang von den Häusern rechts und links von mir. Ich eilte über den Gehweg und bog in die nächste Straße ein.

»Persephone!«

Abrupt drehte ich mich um. »Was?«

Lincoln Loner eilte mir hinterher und blieb erst eine Armlänge vor mir stehen. Schweratmend hob er den Finger, befeuchtete die Lippen und stützte sich mit den Händen auf die Knie. »Ist alles in Ordnung?«

Ich verschränkte meine Arme vor der Brust, verlagerte mein Gewicht von einem Bein auf das andere und dachte an glückliche Fabelwesen, um ihm meinen nassen Block nicht ins Gesicht zu schleudern. Keine Ahnung, ob er gesehen hatte, was gerade passiert war, aber ich sah sicher nicht aus, als wäre alles in Ordnung. Ich zupfte am Saum meines mit Bier bespritzten Shirts. »Sieht es so aus?«

»Scheiße!« Er fuhr sich durch sein dunkles Haar. »Wer hat dir das angetan?«

Damit war die Frage beantwortet, ob er mich mit Kate gesehen hatte. Trotzdem war seine bescheuerte Bitte, mich dort zu treffen, Grund genug, um nicht nett zu sein. Wollte ich überhaupt zu jemandem nett sein? »Warum interessiert es dich?«

»Weil ich dich darum gebeten habe, mich hier zu treffen.«

Ich schüttelte den Kopf. »Wenn du keine wasserstoffblonde Nervensäge bist, bist du nicht daran schuld.«

»War Kate das?«

Ich verdrehte die Augen, setzte meinen Rucksack auf dem Gehweg ab und zog eine Schutzfolie mit der Zeichnung hervor, die ich für ihn hatte entwerfen sollen. Ein Vogel, der aus einem goldenen Käfig ausbrach. Schon beim ersten Entwurf, den ich auf meinem Social-Media-Kanal gepostet hatte, hatte Lincoln mir geschrieben und gesagt, dass er es sich tätowieren lassen wollte. Noch nie hatte ich eine Zeichnung mit dem Zweck verkauft. Aber ich brauchte Geld und meine Begabungen beschränkten sich auf Kunst oder Illegales. »Zwanzig Dollar, Lincoln Loner.«

»Nur Link.« Er nahm mir meine Kreation ab und auch im schwachen Laternenlicht leuchteten seine graublauen Augen.

Er sah gut aus und mir war sein hinreißendes Lächeln, sein durchtrainierter Körper und die Art, wie nett er mit anderen Menschen umging, aufgefallen. Doch ich war nicht wie Kate und ihre Freundinnen, die eine Sabberspur auf dem Boden hinterließen, wenn sie ihn sahen. Ich hatte auch gehört, dass Link und Kate sich ab und zu trafen, was mich doch ein wenig an seiner Nettigkeit zweifeln ließ.

»Wie auch immer.« Das ungewollte Flattern in meinem Bauch, das sich mit jeder Sekunde verstärkte, gefiel mir gar nicht, und ich räusperte mich. »Es war eine bescheuerte Idee, sich hier zu treffen.«

»Es tut mir leid.« Er sah von der Zeichnung hoch, und sein Lächeln wurde breiter. »Ich konnte heute nicht zur Schule gehen und mein Termin mit dem Tätowierer ist schon morgen früh.«

Klar. Außerdem wollte er wahrscheinlich nicht mit der Pflegetochter des Sheriffs gesehen werden und hatte mich deswegen nicht zu ihm fahren lassen. Ich wollte auch nicht das Schloss sehen, in dem er wohnte und mit einer Realität konfrontiert werden, die so weit wie Narnia von mir entfernt war. »Wolltest du nicht mit mir in der Schule gesehen werden?«

»Warum sollte ich nicht –«

»Egal. Ich weiß nicht einmal, wieso ich dich das gefragt habe.« Ich machte eine wegwerfende Geste und schulterte meinen Rucksack. »Es war aber das letzte Mal, dass ich dir etwas verkaufe.«

Link runzelte die Stirn. »Für jemanden, der mir nicht die Schuld gibt, bist du ganz schön sauer.«

»Es tut mir leid.« Ich schaute zu meinem nassen Zeichenblock, der mittlerweile weicher als Müsli in warmer Milch geworden war, und schmiss ihn in den Mülleimer. Als ich Link wieder ansah, breitete sich ein schlechtes Gewissen in mir aus. Es war weder seine Schuld, dass Kate sich wie eine Bitch verhielt, noch konnte er etwas dafür, dass mein Leben so schön wie ein Waldbrand war. Meine Schultern sackten in sich zusammen. »Ich habe keine Lust mehr auf dieses Drecksloch von Stadt.«

»Ist Forest View so schlimm?«

»Vielleicht wäre die Stadt nicht so grässlich, wenn meinem Vater die Hälfte der Häuser gehören und ich in einer Villa an der Hauptstraße wohnen würde.«

»Richtig.« Jegliche Freude wich aus seinen Augen, und er senkte den Kopf. »Mein Vater.«

Etwas in seiner Stimmlage und in der Art, wie er von mir wegsah, weckte ein bekanntes Gefühl in mir. Ein bitteres Gefühl, mit dem ich jedes Mal umgehen musste, wenn ich das Haus meiner Pflegeeltern betrat. »Ist alles okay?«

Er rieb sich am Hinterkopf und lächelte mich an. Das falscheste Lächeln, das ich je gesehen hatte. »Denkst du, dass deine Zeichnung auf meinem Arm gut aussehen...


Bieber, Cassia
Cassia Bieber wurde 1984 in Brasilien geboren, verlor aber ihr Herz an Hamburg. Jahrelang verschlang sie Liebesromane und schreibt seit 2016 ihre eigenen Geschichten. Ihr Debütroman erschien im November 2019 unter dem Pseudonym C.S. Bieber. Ihr Herz brennt für sexy Liebesgeschichten mit einer tiefen Botschaft, dramatischen Wendungen und Happy Ends.



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