Bieber | Marrying Dr. Flawless | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 293 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Bieber Marrying Dr. Flawless


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7517-3764-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 293 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-3764-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ich habe ihn geheiratet, aber mich zu verlieben, war nicht Teil des Deals.

Kinderärztin Vanessa van Doren scheint die perfekte Prinzessin der New Yorker High Society zu sein. Doch in ihrem goldenen Käfig droht sie zu ersticken. Denn um das Unternehmen ihrer Familie zu retten, hat sie sich auf eine arrangierte Ehe mit Ikaros Angelis eingelassen - einem unglaublich attraktiven Arzt, aber leider auch stadtbekannten Playboy. Aus dieser Verbindung kann Vanessa nur entkommen, wenn Ikaros um die Scheidung bittet. Sollte die Trennung von ihr ausgehen, verliert ihre Familie ihr ganzes Vermögen. Also setzt Vanessa alles daran, dass Ikaros sie hasst. Doch nicht nur ihre Versuche scheitern kläglich, es funkt auch noch gewaltig zwischen den beiden. Und Ikaros legt sich mächtig ins Zeug, um das Herz seiner Ehefrau zu erobern. Wäre da nicht Vanessas Freiheitsdrang, der es ihr unmöglich macht, sich wirklich auf Ikaros einzulassen ...

Ein mitreißender und prickelnder From-Enemies-to-Lovers-Liebesroman: Der zweite Band der Romance-Reihe rund um die heißen Ärzte und Inhaber des New Yorker Angelis Memorial Hospitals.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Cassia Bieber wurde 1984 in Brasilien geboren, verlor aber ihr Herz an Hamburg. Jahrelang verschlang sie Liebesromane und schreibt seit 2016 ihre eigenen Geschichten. Ihr Debütroman erschien im November 2019 unter dem Pseudonym C.S. Bieber. Ihr Herz brennt für sexy Liebesgeschichten mit einer tiefen Botschaft, dramatischen Wendungen und Happy Ends.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1 – Vanessa


Ein Jahr zuvor

Ein griechischer Gott lag nackt an meiner Seite im Bett und ich versprach mir, nie wieder etwas beweisen zu wollen.

»Heute nicht«, murmelte er im Schlaf und grub sein Gesicht tiefer in das Kopfkissen.

Meine Muskeln versteiften sich. Ich ließ meinen Blick Hilfe suchend durch den Raum schweifen, und in meinem Kopf fühlte es sich an, als würde mein Gehirn in Konservierungsflüssigkeiten baden.

Was um Himmels willen mache ich hier?

Und wer ist der Typ mit dem perfekten Hintern?

Obwohl mir mein Jugendzimmer im Haus meiner Eltern ein heimisches Gefühl verlieh, bohrte sich die Erkenntnis in mein Bewusstsein, dass ich nicht mehr hierhergehörte. Vor einem Jahr, an meinem achtundzwanzigsten Geburtstag, war ich bereits ausgezogen, um eine erfüllte, unabhängige Kinderärztin zu sein. Genau an dem Tag, an dem mein Bruder unsere Familie zerstört hatte. Danach war er verschwunden, ohne sich um mein gebrochenes Herz oder den Untergang unseres Unternehmens zu sorgen. Bis gestern Abend. Da hatte er mir geschrieben und versucht mir weiszumachen, ich sei nur eine Prinzessin in einem goldenen Käfig. Ich hatte ihn angefleht, nach New York zurückzukommen, sich von mir helfen zu lassen. Aber er traute mir weiterhin nichts zu. Warum sollte er auch?

Du würdest nie etwas tun, was nicht zu hundert Prozent korrekt ist, Nessi.

Die herausfordernden Worte meines Bruders hallten noch immer in meinem Kopf wider, während Galle in mir hochkam und der Alkohol mich daran erinnerte, wie dumm ich gewesen war. Ich wollte Damian beweisen, dass er auf mich zählen und ich viel mutiger sein konnte, als er dachte. Stattdessen war ich völlig betrunken mit einem wildfremden Typen in meinem alten Kinderzimmer gelandet. Erbärmlich.

Mit zittriger Hand zupfte ich an dem weißen Laken und stellte fest, dass ich darunter komplett nackt war. Mein Herz bohrte ein Loch in meine Brust, so schnell schlug es, und ich überlegte, was klüger wäre: Sollte ich aufstehen, weglaufen, ohne zurückzuschauen? Oder sollte ich den Typen einfach wecken und fragen, was zum Teufel passiert war?

»Fuck!«, grummelte er und wälzte sich so, dass das dünne Laken von seinem Körper glitt.

Mein Mund, der ohnehin staubtrocken war, fühlte sich an, als hätte ich seit Jahren nichts getrunken. Unter dem leicht durchsichtigen Stoff sah er schon perfekt aus. Doch fast nackt stellte er Brad Pitt im Film Troja in den Schatten. Seine verwuschelten Haare hatten die Farbe von feuchtem Sand, seine Rückenmuskeln waren wie gemeißelt und sein Hinterteil ... verdammt! Ich hatte noch nie einen Po so lange betrachtet wie seinen. Zu meiner Verteidigung: Ich hatte auch noch nie so einen attraktiven, göttlichen Körper aus der Nähe gesehen. Ich fragte mich aber auch, was ich noch mit diesem Mann angestellt hatte und warum ich mich an nichts erinnerte.

Ich atmete tief durch, nahm den vertrauten Duft der frisch gewaschenen Bettwäsche wahr, wobei sich eine männliche Duftnote untergemischt hatte, und ein scharfes Pochen bohrte sich in meine Schläfen.

Damians Nachricht.

Die Party.

Wodka.

Erinnerungsfetzen setzten sich wie Puzzleteile in meinem Kopf zusammen und stöhnend fasste ich mir an die Stirn. Da war der Grund für meinen kurzzeitigen Gedächtnisverlust. Ich hatte mehr Alkohol getrunken als in meinem ganzen Leben. Und wofür? Nur, um meinem Bruder zu beweisen, dass ich kein braves, gehorsames Kind war und ihm helfen konnte. Dabei hatte ich mich total unreif benommen.

Ich formte stumm einen Fluch mit den Lippen, folgte mit dem Blick meinem Laken und stellte fest, dass die Hälfte des Stoffes unter meinem One-Night-Stand lag. Nach einem schweren Atemzug kniete ich mich auf die Matratze und versuchte, das Bettlaken vorsichtig unter ihm hervorzuziehen. Als er sich abrupt umdrehte und wie ein nasser Sack auf den Boden schlug, stieß ich einen Schrei aus. Schock fuhr mir in die Glieder und ich legte kurz die Hand auf den Mund, krabbelte ein Stück bis zum Bettrand, um ihn anzusehen. »Ist alles in Ordnung?« Meine Stimme klang wie die eines achtzigjährigen Kettenrauchers.

Er stöhnte, hievte sich mühsam auf.

Ich verfluchte mich zum wiederholten Mal, weil mein Blick schamlos an seinen stählernen Muskeln klebte. Doch als er sich vollständig aufgerichtet hatte, schaute ich direkt auf seinen Schwanz. Oder eher auf seine beachtliche Morgenlatte. Rasch sah ich zur Seite und mein Gesicht glühte, als hätte ich eine Ohrfeige kassiert.

»Ähm ...«, sagte er gedehnt, ohne Anstalten zu machen, sich zu bedecken. »Ich mag einen kolossalen Kater haben, aber wenn ich die Zeichen richtig deute, ist es zu spät, um sich für irgendetwas zu schämen, Prinzessin.«

»Ich bin keine ...« Der bescheuerte Kosename trieb Wut in meine Adern, doch die Erinnerungen an gestern Nacht trafen mich wie ein Schlag und ich riss die Augen auf. Der Mann, der splitterfasernackt vor mir stand, war nicht irgendein Typ, den ich auf dieser verfluchten Party aufgegabelt hatte. Ich kannte diese meergrünen Augen, das unverschämte Lächeln und die Grübchen in seinen glatt rasierten Wangen. Gestern hatte ich meinen Plan durchgezogen. Ich hatte mich getraut, Ikaros Angelis zu küssen. Anscheinend hatte ich mich viel mehr getraut, als rumzuknutschen.

»Gut, dass du mir zumindest ins Gesicht schaust und nicht ...« Neckisch deutete er mit einer Kopfbewegung an seinem Körper hinab.

Ich räusperte mich, starrte wieder die Matratze an und tat so, als würde nicht das Abbild von Achilles vor mir stehen. »Kannst du dich bitte trotzdem anziehen?«

»Also, wenn die Dame unbedingt darauf besteht«, erwiderte er belustigt.

Stoff raschelte und ich überlegte krampfhaft, wo verdammt noch mal meine eigenen Klamotten lagen. Ich erinnerte mich daran, ein rotes Kleid getragen und es anbehalten zu haben, obwohl ich eine Menge Wodka intus hatte. Jedoch war der Teil aus meinem Gedächtnis ausradiert worden, in dem ich Ikaros auf der Party getroffen hatte. Vor allem wusste ich nicht mehr, wie wir auf die Idee gekommen waren, zu meinen Eltern zu fahren.

Die Matratze ächzte und ich zuckte zusammen.

»Das ist keine Abendgarderobe, aber ich denke, so bleiben wir auf das Wesentliche konzentriert«, sagte er und schloss den Knopf seiner Jeans.

Zögerlich sah ich ihn an, befeuchtete meine Lippen, während mein Blick wie ferngesteuert über seinen nackten Oberkörper glitt. »Kannst du bitte auch dein T-Shirt anziehen?« Ich klang so schwach, wie ich mich fühlte und fragte mich, ob die Situation so schlimm war, wie ich sie mir im Kopf ausmalte. Ikaros sah nicht nur zum Niederknien aus. Im Krankenhaus kursierten Geschichten, wie gut er im Bett war und wie magisch sich seine Hände anfühlten. Gestern Abend hatte ich ihn gewollt. Seit dem Moment, in dem ich mit meinem Bruder gesprochen hatte, wusste ich, dass ich Ikaros verführen würde. Keinen anderen. Leider erinnerte ich mich an nichts weiter. Wenn er wusste, wer ich war, lag es sicher nicht daran, dass ich eine unvergessliche Performance im Bett hingelegt hatte. Ich war nicht die Erfahrenste auf dem Gebiet, ich sah zwar nicht schlecht aus, hatte jedoch kein Gesicht, an das man sich erinnerte. So war es mit Mauerblümchen. Sie waren irgendwie hübsch. Doch auch unscheinbar.

»Ich würde mich ja gern vollständig anziehen, aber die Stofffetzen, die auf dem Boden liegen, kann ich echt nicht mehr gebrauchen.« Er verzog die Lippen.

Erst jetzt fielen mir die roten Striemen auf Ikaros’ Schultern auf. Spuren von Fingernägeln. Meinen Fingernägeln. Vor meinem inneren Auge blitzten Bilder auf, wie ich sein Gesicht umfasste, meinen Mund gierig auf seinen presste und an seiner Unterlippe sog. Sein süßer Geschmack vermischt mit dem des Alkohols lag noch auf meiner Zunge und seine Wärme brannte mit jeder Sekunde lebendiger auf meiner Haut. Hitze schoss durch meine Adern und ich atmete stockend ein. »Ich ... Ich ...«

»Du erinnerst dich nicht an viel, oder?«

Ich schaute ihm in die Augen und verlor mich in seinem betrübten Ausdruck. Seine Art, mich besorgt anzuschauen, hatte nichts mit mir oder mit dem, was passiert war, zu tun. Das wusste ich, ohne ihn zu fragen, denn ich kannte diesen Blick ganz genau. So oft hatte ich solche traurigen Augen gesehen, die sich hinter einer spielerischen Fassade verbargen. War meine Familie nicht Meister darin, gute Miene zum bösen Spiel zu machen?

»Ich weiß, dass ich auf Carlisles Party gegangen bin«, erwiderte ich und kaute auf der Unterlippe herum.

Carlisles Party. Die Nachricht meines Bruders. Der Drang, mich zu beweisen, und Wodka. Ganz viel Wodka.

Ikaros legte seine Hand auf meine und zog meine Aufmerksamkeit wieder auf seine Augen. Auf seine vollen Lippen. »Du warst also betrunken.«

Ich nickte.

»Okay«, sagte er gedehnt und zog seine Hand wieder zurück.

»Okay?«

»Ich würde mir nie vergeben, wenn ich mit einer Frau geschlafen hätte, die sich nicht daran erinnert, wie wir im Bett gelandet sind.« Er fuhr sich durch die sandblonden Haare und sah mich mit...


Bieber, Cassia
Cassia Bieber wurde 1984 in Brasilien geboren, verlor aber ihr Herz an Hamburg. Jahrelang verschlang sie Liebesromane und schreibt seit 2016 ihre eigenen Geschichten. Ihr Debütroman erschien im November 2019 unter dem Pseudonym C.S. Bieber. Ihr Herz brennt für sexy Liebesgeschichten mit einer tiefen Botschaft, dramatischen Wendungen und Happy Ends.



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