Bigger | Lieber Gott, warum? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 176 Seiten

Bigger Lieber Gott, warum?

Zehn heiße Fragen an Gott
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-03848-556-8
Verlag: Fontis
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Zehn heiße Fragen an Gott

E-Book, Deutsch, 176 Seiten

ISBN: 978-3-03848-556-8
Verlag: Fontis
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Vielen Menschen brennen Fragen auf der Zunge, die sie Gott gerne mal stellen würden. Sie möchten 'den da oben', der manchmal so weit weg zu sein scheint, besser verstehen. Genau für sie ist dieses Buch! Es handelt von den unbequemen Fragen, die in uns schlummern und latent nach einer Antwort verlangen. Etwa: 'Warum, Gott, gibt es so viel Leid in der Welt, wenn du doch so allmächtig bist? Warum bevorzugst du die einen, und die andern nicht? Und warum erhörst du meine Gebete nicht?' Leo Bigger lässt offen und ehrlich vieles aus dem eigenen Alltag mit einfließen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Auf frische, freche, unterhaltsame Art werden die Fragen mit Tiefgang und auch mit Humor aufgegriffen. Keine frommen Floskeln, dafür direkt und 'revolutionär'. Bigger erklärt seine Motivation gleich selbst: 'In meinen 15 Jahren als Pastor musste ich mir viele Fragen anhören, sehr viele. Weil ich die Not sah, wuchs der Wunsch in mir, auf diese dringlichen Fragen Antworten zu liefern, die vielleicht nicht leicht zu verdauen sind, dafür aber nicht billig und oberflächlich rüberkommen.'

Bigger Lieber Gott, warum? jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


KAPITEL 1


Warum fühle ich mich oft so unsicher?


Glaube an dich. Lass dir von niemandem einreden, dass du etwas nicht kannst.

Jenson Button fährt als Kind Go-Kart. Nach einem Rennen spricht sein Vater während der Autofahrt nach Hause mit seiner Mutter. Er denkt, sein Sohn schlafe: «Mal ganz ehrlich, aus unserem Sohn wird nie etwas.» Was er nicht weiß: Jenson schläft nicht. Er hat nur seine Augen geschlossen. Er vergisst über all die Jahre die Worte seines Vaters nicht.

Im Jahr 2006 gewinnt er sein erstes Formel-1-Rennen, den Großen Preis von Ungarn. Nach seinem Sieg geht er als Erstes zu seinem Vater: «Ich bin der Sohn, von dem du behauptet hast, aus ihm würde nie etwas werden.»

Wie oft hören Menschen von anderen Menschen: «Du wirst es nie bringen. Du bist niemand. Du kannst es nicht. Du bist nicht die richtige Person für diesen Job.»

Noch schlimmer als das ist nur die Tatsache, dass wir es glauben.

«Das, was jemand von sich selbst denkt, bestimmt sein Schicksal.»

Mark Twain

Horak Rockham geht im Jahr 1903 zur Michigan Savings Bank und bittet um ein Darlehen von 5000 Dollar, um Aktien zu kaufen. Der zuständige Banker erkundigt sich nach den Aktien. Horak erklärt:

«Es gibt da eine neue Firma, Ford Mobile, irgend so was. Ich würde gerne deren Aktien kaufen.»

Der Banker lacht ihn aus: «Das Pferd wird es weiterhin geben, aber das Auto ist nur eine unbedeutende Neuigkeit, eine vorübergehende Modewelle.» Er jagt den armen Rockham von dannen.

Horak gibt nicht auf. Die 5000 Dollar leiht er sich von Freunden und kauft 5000 Aktien der Firma Ford.

Jahre später verkauft er die Wertpapiere für zwölf Millionen Dollar!

Der Banker sagte zu ihm: «Du bist die falsche Person am falschen Ort. Und die Zeit, um in Autos zu investieren, mein Junge, ist auch falsch … Unter uns gesagt: Du hast eine Schraube locker.»

Eine kleine Musikband geht im Jahr 1962 zur Plattenfirma «Decca Records». Sie wollen dort ihre erste eigene Platte aufnehmen. Die beiden Bosse lassen die Burschen abblitzen: «Euer Sound gefällt uns nicht. Gruppen mit Gitarren werden bald out sein!» Es waren die Beatles, die da angeklopft hatten …

«Ich Riesenpopo mit Ohren», werden sich die Bosse später gesagt haben. Was für ein Fisch ist ihnen da durch die Lappen gegangen!

Die Bosse sagten quasi: «Ihr seid die falsche Band am falschen Ort. Euren grässlichen Sound kann man nur gebrauchen, um Unkraut schneller wachsen zu lassen.»

Bill Gates geht im Jahre 1977 zu Ken Olsen. «Kann ich mit deiner Firma einen Computer für zu Hause auf den Markt werfen?» Ken lässt ihn mit ungefähr diesen Worten auflaufen: «Bei allem Respekt, es gibt keinen Grund dafür, dass jemand einen Computer zu Hause haben will. Geh heim. Du bist der falsche Mann am falschen Ort, und der Zeitpunkt ist so was von daneben!»

Ich glaube, ich bin nicht der Einzige, der heute einen Computer zu Hause stehen hat. An dieser Stelle: Herzliche Grüße an Ken und seine Frau Barbie!

Cliff Robertson, ein Investmentbanker und Golfclub-Vorsitzender, riskierte in den 60er-Jahren eine dicke Lippe: «Solange ich lebe, wird jeder Golfspieler weiße Haut haben, und jeder, der den Golfsack trägt, wird schwarz sein. Und solange ich lebe, wird kein Schwarzer ein Golfturnier gewinnen.»

1975 ist Lee Elder der erste schwarze Spieler auf der Tour.

Zwei Jahre lang muss sich Cliff über ihn ärgern. Dann darf er sterben.

Im Jahr 1997 wird Tiger Woods als erster Sportler überhaupt durch seine vielen Siege (und Werbeverträge) zum Milliardär.

Cliff sagte in etwa: «Schwarze kannst du vergessen. Das sind die falschen Leute am falschen Ort, und es ist nicht die Zeit, dass sie gewinnen.»

Dieser Satz hat sich auch wie ein Geschwür in unsere Köpfe gefressen: «Ich bin die falsche Person am falschen Ort und zur falschen Zeit. Ich müsste anders begabt sein. Ich wohne in der falschen Stadt.»

Die Bibel sagt etwas anderes. Sie fordert uns heraus, Frauen und Männer des Glaubens zu sein.

Abraham ist ein solcher Mann des Glaubens. Das Gegenteil von Abraham ist seine Frau Sara.

1. MOSE 18,13–14 «Warum lacht Sara? Warum zweifelt sie an meinen Worten, dass sie noch ein Kind bekommen wird? Für mich ist nichts unmöglich» (Hoffnung für alle, Hfa).

Sie glaubte nicht, dass Gott ihr und ihrem Mann im hohen Alter noch ein Kind schenken konnte. Sara steht für Zweifel. Zweifel von Menschen, die nicht glauben, dass sie die Person sind, durch die Gott hier und jetzt Wunder vollbringen will.

Unser Leben ist von unglaublich lähmenden Zweifeln erfüllt. Es sind nicht unbedingt Zweifel an Gott, sondern vielmehr Zweifel an uns selbst. Dieses Kapitel hat sich zum Ziel gesetzt, diesen zerstörerischen Zweifeln den Kampf anzusagen.

1. DU BIST DIE RICHTIGE PERSON


Viele von uns überschätzen, was wir in einem Jahr bewirken können. Gleichzeitig unterschätzen wir, was in zehn Jahren alles möglich ist. Deshalb:

SEI ÜBERZEUGT VON DIR SELBER


Viele alttestamentliche Helden waren zu Beginn wie Sara alles andere als von sich überzeugt. Mose sagte: «Ich würde schon zum Pharao gehen, aber …» Jeremia wurde von Gott höchstpersönlich berufen. Er fühlte sich zu jung. Simeon befand sich als zu alt. Gideon hatte sogar vor seinem eigenen Schatten Angst und hatte keinen Bock, mit dreihundert Männern, ein paar Krügen und Fackeln die Feinde anzugreifen. Er versuchte sich bei Gott herauszureden, dass er diesen Job nicht machen könne.

Ausreden haben die Eigenschaft, all das aufzuzählen, was wir nicht sind.

«Das Schlimmste, was dir passieren kann, lieber Leo», so mein Coach, «ist, wenn du nicht mehr an dich glaubst. Wenn du nicht mehr glaubst, dass du der beste Pastor der ganzen Welt bist, dann hast du verloren. Und der Teufel bereits gewonnen. Ein Mensch, der zweifelt, bewegt nichts mehr. Wenn du, Leo, hier mit Selbstzweifeln rumdümpelst, bewegst du keinen einzigen Millimeter mehr!» Das saß.

Diese kleine Rede brachte mich dazu, regelmäßig meinen Coach aufzusuchen. Alle vier Monate bewege ich meinen Hintern in Richtung Coaching-Couch. Jedes Mal, wenn ich dort rauslaufe, bin ich zehn Zentimeter größer und denke: «Läck, bin ich en krasse Cheib!» («Boah, bin ich ein krasser Kerl!») Dieser Coach macht was mit mir.

Wenn du dich nicht als Gewinner fühlst, dann hat der Teufel sein definiertes Ziel erreicht, nämlich dass du dich wie ein Loser fühlst, als einer, der nichts bewegen kann. Und dann wirst du nichts mehr bewegen.

Es ist schlimm, schlimmer, am schlimmsten, wenn du nicht mehr an das Potenzial glaubst, das Gott liebevoll in das Beet deines Körpers, deines Geistes und deiner Seele gepflanzt hat! Logisch bin ich, Leo, manchmal ein schräger Vogel. Aber genau den will Gott gebrauchen. Er steht auf Kakadus. Aber auch auf Uhus, Kolibris und Schwalben. Nur nicht auf die der italienischen Fußballer.

SEI MUTIG IN DEINEM LEBEN


Jeder Langzeitchrist kennt die Frage nach dem Willen Gottes in seinem Leben. Sie zeugt von einem guten Herzen. Wir wollen schön artig tun, was Jesus an unserer Stelle tun würde.

Gleichzeitig ist das auch eine sehr defensive Frage. Wenn ich nicht haargenau weiß, was Gott will, mache ich lieber nichts, als etwas falsch zu machen.

In der Kirche reden wir immer von den Sünden, die wir begehen. Das macht etwa 10 % von dem aus, was wir tun. 90 % aller Sünden betreffen diejenigen Dinge, die wir nicht tun.

Darüber sprechen wir nie. Wir tuscheln über die libidogesteuerten Ehebrecher in unseren Reihen. Logisch, das sehen wir ja auch, vor allem wenn dummerweise eine Schwangerschaft daraus resultiert. «Hast du ihren Bauch gesehen? Flüster, tuschel, runtermach!»

Aber die 90 %, die jemand nicht tut, sind die schlimmeren Sünden. Die Kirche ist voll von Passivität! Ja nix falsch machen! Dabei gäbe es so viel zu tun.

Picasso in meinem Haus

Ich gehe alle zwei Monate zum Coiffeur, um nachblondieren zu lassen. Die Farbe wird aufgetragen, der Hitzehelm aufgesetzt. Es wird warm. Sehr warm. Ich fühle mich jeweils wie auf den Bahamas.

Beim letzten Besuch brutzelte es so stark unter der Haube, dass mir die zündende Idee ins Hirn stieg.

Da ich oft unterwegs bin, hat meine Frau angefangen, Bilder zu malen. Unter der Haube dachte ich: «Wie wäre es, wir würden einmal im Jahr im ICF Zürich eine Bilderausstellung von all denen machen, die bei uns malen? An einem Sonntag bringen alle ihre Bilder, Postkarten, Graffiti mit, die sie kreiert haben, und wir verkaufen alles. Und um zu verhindern, dass Jesus nicht die Bilderstände umschmeißt, von wegen Räuberhöhle und so, verschenken wir den ganzen Erlös an ein soziales Projekt!

Ich dachte, ich könnte der Chef...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.