Buch, Deutsch, Band 313, 385 Seiten, Format (B × H): 156 mm x 231 mm, Gewicht: 598 g
Reihe: Schriften zur Rechtstheorie
Zur Prinzipialität der Selbstbeschränkung für eine soziale Freiheitsordnung
Buch, Deutsch, Band 313, 385 Seiten, Format (B × H): 156 mm x 231 mm, Gewicht: 598 g
Reihe: Schriften zur Rechtstheorie
ISBN: 978-3-428-19667-8
Verlag: Duncker & Humblot GmbH
Die Würde gilt als der höchste Wert, nach dem sich die Ordnung des Zusammenlebens auszurichten hat. Wie Freiheit geordnet wird, hängt also davon ab, was man unter Würde versteht. Mit Kant hat sich in der modernen Gesellschaft ein autonomiegestütztes Würdeverständnis etabliert. Um die ökologischen und sozialen Defizite des daraus folgenden formalen und individualistischen Freiheitsbegriffs zu korrigieren, wird hier ein vulnerabilitätstheoretisches Verständnis als Grundlage für eine ökologisch-soziale Freiheitsordnung entwickelt. Der Mensch besitzt demnach Würde, nicht, weil er als Vernunftwesen autonomiefähig, sondern weil er als Naturwesen samt seiner Freiheit vulnerabel ist und vom objektiven Gewissen als solches Subjekt anerkannt wird. Das Gewissen ist also der Grund der Würde, nicht die Autonomie. Der dialektische Freiheitsfortschritt wird anstatt in der Selbstermächtigung des Menschen in der gewissensgeleiteten, empathischen Selbstbeschränkung gegenüber der leidenden Natur gesehen.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Erster Teil: Dialektische Begründung der Würde mit einem Akt der Selbstbeschränkung der Vernunft
Vorklärung: Würde zwischen Moral und Recht
Würde zwischen Vernunft und Natur
Zweiter Teil: Dialektisch-Kontraktualistische Konzipierung einer würdebasierten sozialen Freiheitsordnung
Vorklärung: Der normative Ausgangspunkt für Prinzipien einer sozialen Freiheitsordnung – Korrektur der Defizite bei Kant und Rawls
Prinzipien einer vierdimensionalen sozialen Freiheitsordnung
Dritter Teil: Vulnerabilitätstheoretische Rekonstruktion der grundgesetzlichen Würdenorm
Vorklärung: Kritik autonomiebasierter Würdedefinitionen und Versuch einer Empathieformel
Prinzipialität würdebasierter Freiheit im Grundgesetz




