Blake | Sag Ja, geliebte Romy! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Blake Sag Ja, geliebte Romy!


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-7737-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-7737-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sebastian Fox - gut aussehend, charmant und zu allem Überfluss auch noch steinreich - möchte nur eins: um jeden Preis der perfekte Ehemann werden. Und er hat ausgerechnet Romy gebeten, ihm dabei zu helfen. Hätte sie doch nur Nein sagen können! Zwar hat sie mit vielem gerechnet, aber ganz bestimmt nicht mit Sebastians überraschenden Küssen - so überaus zärtlich und sinnlich, dass sie ihn immer anziehender findet. Doch sie ist bereits mit einem anderen Mann verlobt ...



Ally Blake ist eine hoffnungslose Romantikerin. Kein Wunder, waren die Frauen in ihrer Familie doch schon immer begeisterte Leserinnen von Liebesromanen. Sie erinnert sich an Taschen voller Bücher, die bei Familientreffen von ihrer Mutter, ihren Tanten, ihren Cousinen und sogar ihrer Großmutter weitergereicht wurden. Und daran, wie sie als junges Mädchen unter dem riesigen Bett ihrer Großmutter einen unendlichen Schatz an Mills & Boon-Romanen fand. Und noch heute, wenn sie das Haus ihrer Kindheit besucht, warten ein oder zwei Liebesromane neben ihrem Bett auf sie. Allys erster richtiger Beruf nach dem Studienabschluss war der eines Cheerleaders. Das ist tatsächlich ein richtiger Beruf! Drei Jahre lang tanzte sie für ein Rugby- und ein Basketball-Team sowieso in einer wöchentlichen Fernsehsendung. Außerdem gab es da noch die Schauspielerei. Ally spielte in Kurzfilmen mit, die Freunde drehten, und schrieb selbst Drehbücher auf ihrem Weg zu einer berühmten, Oscar-prämierten Schauspielerin. Und dabei lernte sie ihren Mann Mark kennen, der gerade bei einem lokalen Fernsehsender Karriere machte. Vor ein paar Jahren heiratete sie Mark in Las Vegas, ein fantastisches Ereignis, zu dem ihre Familien und enge Freunde erschienen. Vor der Hochzeit reisten sie durch Kalifornien (wo sie eine ungesunde Sucht nach Starbucks Frappucinos entwickelte). Und nach der wundervollen Zeremonie (die am selben Morgen organisiert wurde) und Dinner im Brown Derby-Restaurant im Mirage (einen Tag, nachdem Tiger Woods dort gespeist hatte) und nachdem Frank Sinatra (sie schwört, dass er es war!) ihnen ein Ständchen gesungen hatte, reisten sie kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten. Sie trafen Hugh Hefner in Disneyland und Tony Curtis in Las Vegas - und diesmal waren sie es wirklich! Noch ein paar Infos zu Ally Blake: Sie ist Australierin und hat das Sternzeichen Krebs. Ihre Tipps, um als Autorin Erfolg zu haben: Man muss den unbedingten Wunsch haben, veröffentlich zu werden! Und immer wieder Manuskripte einreichen, egal, wie oft sie einem zurückgeschickt werden. Und vor allem: Schreiben Sie ein Buch zu Ende. Lauter Teile eines Manuskripts ergeben noch kein Buch! Und schließlich noch ihre Tipps für eine glückliche Beziehung: Nichts ist so wirkungsvoll wie Küsse, Schmusen und dem anderen zu sagen: "Ich liebe dich". Und zwar so oft wie möglich!

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1. KAPITEL

Wütend drehte Romy ihren Beruhigungskristall, eine glatt geschliffene blauweiße Achatkugel, in der linken Hand und schaffte es so, ihre Ungeduld im Zaum zu halten.

Er kommt zu spät, dachte sie, wobei sie den drei anderen, die mit ihr an dem modernen, nierenförmigen Konferenztisch saßen, beruhigend zulächelte. Viel zu spät.

Sie alle warteten auf Sebastian Fox, einen ehemaligen Golfprofi, der sich zu einem professionellen Schürzenjäger gewandelt hatte, inzwischen eine ganze Reihe von Verlobungen und sogar eine Ehe vorweisen konnte, die allerdings nur sechs Monate gehalten hatte, und, wenn alles nach Romys Plänen verlief, bald der Exmann ihrer Klientin sein würde.

Schließlich hielt Romy es für geraten, ihrer wachsenden Frustration durch Bewegung Luft zu verschaffen. Sie stand auf und ging zur Tür. „Wem darf ich einen Kaffee mitbringen?“, fragte sie bewundernswert beherrscht.

Romys Anwaltsgehilfin Gloria, wie üblich von Kopf bis Fuß in kompromissloses Schwarz gekleidet, bat um einen einfachen Kaffee, schwarz natürlich. Janet, Romys Klientin, war gereizt und ließ es alle spüren. Selbst das beruhigende Meeresrauschen, das als dezentes Hintergrundgeräusch über versteckte Lautsprecher eingespielt wurde, konnte nicht das Stakkato ihrer langen, leuchtend rot lackierten Fingernägel übertönen, mit denen sie unaufhörlich auf die polierte Tischplatte klopfte. Sie bestellte einen doppelten Espresso, extra stark, und Romy fragte sich, wie der Tisch es wohl überleben würde, wenn sich diese Koffeindosis in Janets Körper bemerkbar machte. Alan Campbell, Sebastian Fox’ Anwalt, der allein auf der konkaven Seite des Tisches saß, bat mit Hinweis auf seinen nervösen Magen um ein Glas Wasser.

Mit ihrem malträtierten Beruhigungsstein in der Hand, ging Romy durch die offen angelegte, ultramoderne Büroetage der renommierten Kanzlei Archer, in der sie seit fünf Jahren angestellt war. Sie winkte einigen Klienten zu, die nicht gekommen waren, weil sie Rechtsbeistand suchten, sondern um an dem breit gefächerten Kursangebot teilzunehmen, das ihnen helfen sollte, sich in ihrem Leben nach der Scheidung zurechtzufinden. Das fing an bei einfachen Kochkursen und reichte über die Beratung allein erziehender Elternteile bis hin zu einem Kennenlerntreff für Geschiedene, der Romys Idee gewesen war.

Jetzt ging Romy geradewegs zu der mobilen Kaffeebar neben den Aufzügen. „Guten Morgen, Hank“, begrüßte sie den liebenswürdigen älteren Inhaber.

„Gut, Sie zu sehen, Miss Bridgeport. Gloria hat heute nicht wie sonst den Kaffee für Sie geholt. Da dachte ich schon, Sie seien krank.“

„Aber nein. Es war einfach zu viel zu tun.“ Romy gab ihre Bestellung auf und lauschte mit halbem Ohr, wie Hank ihr das Neueste von seiner Lieblingsmannschaft im Australian Football erzählte. Dabei drehte sie unaufhörlich den Beruhigungsstein in ihrer Linken, bemüht, so viel positive Energie wie möglich aufzusaugen. Der blauweiße Achat sollte Klarheit verleihen und ihre Selbstdarstellung bündeln, was sie dringend brauchen würde, sobald der gegnerische Klient aufgetaucht war. Wenn er überhaupt auftauchen würde.

Das Klingeln der Lifttür veranlasste Romy unwillkürlich, sich umzudrehen, um zu sehen, wer ankam. Als hätte sie durch das Reiben ihres Kristalls einen Geist beschworen, trat Sebastian Fox aus der Aufzugskabine … und er sah den kleinen Fotos in ihren Unterlagen nur wenig ähnlich, sondern eher so aus, als wäre er geradewegs einem Hochglanz-Männer-Magazin entstiegen.

Wenigstens ist er endlich da, dachte sie sachlich. Und mit sachlichem Blick begutachtete sie ihn von Kopf bis Fuß: dunkelbraunes Haar, sonnengebräunter Teint, ein markantes Gesicht, graugrüne Augen, umrahmt von beneidenswert dichten schwarzen Wimpern, und ein sinnlicher Mund, der stets zum Lächeln bereit schien. Unwillkürlich legte sich Romy eine Hand auf den Bauch, denn sie verspürte ein erregendes Kribbeln, gegen das ihr Beruhigungsstein machtlos war.

Er war nicht der erste gut aussehende, athletische, lässig, aber exklusiv gekleidete Mann, mit dem sie es zu tun hatte, aber sie hatte diese Erfahrung eigentlich als nicht wiederholenswert abgehakt. Als er an ihr vorbeiging, wollte Romy ihn zurückrufen und ihn wegen seines Zuspätkommens zur Rede stellen, doch sie brachte kein Wort über die Lippen … er roch einfach zu gut! Der Duft seines teuren After Shaves stieg ihr in die Nase und berauschte für einen Moment ihre Sinne.

Nur mit Mühe gelang es ihr, sich ins Gedächtnis zu rufen, warum sie diesen Mann nicht mochte. Der Mann, der jetzt an der Empfangstheke stand und sowohl von der jungen Frau als auch von den beiden jungen Männern, die dort Dienst taten, mit bewundernden Blicken bedacht wurde, stellte sozusagen einen Affront gegen alles dar, woran sie glaubte. Er war in den letzten sieben Jahren dreimal verlobt gewesen, wobei ihre Klientin Janet die Dritte gewesen war. Romy überlegte flüchtig, was Janet wohl anders gemacht haben mochte, um sich den Ehering passend zu dem beeindruckenden Verlobungsdiamanten an ihrer linken Hand zu verdienen. Wie auch immer, es hatte nur wenige Monate überdauert. Als Scheidungsanwältin war Romy eine ungewöhnliche Vertreterin ihrer Zunft, denn sie war eine leidenschaftliche Verfechterin der Ehe. Sie wandte ihr ganzes juristisches Können auf, um ihre Klienten aus unglücklichen Beziehungen zu befreien, aber nur um ihnen ausdrücklich die Gelegenheit zu geben, mit einem anderen Partner wahres Eheglück zu finden.

„Ihre Bestellung, Miss Bridgeport“, riss Hank sie jetzt aus ihren Gedanken. „Ich habe noch einen Teller mit Schokoladenkeksen dazugetan.“

„Danke, Hank.“

„Sie werden sie fertig machen, Miss Bridgeport.“

„Mit dem größten Vergnügen, Hank.“

Romy nahm das Tablett und ging davon. Sebastian Fox war nirgends zu sehen. Sicher war er schon im Konferenzraum. Das Tablett in der Hand, machte Romy sich ebenfalls auf den Weg, vorbei an den modernen Sofas und avantgardistischen Tischen im Empfangsbereich und dann durch unzählige Flure, und je mehr sie sich dem Konferenzraum näherte, umso mehr hatte sie das Gefühl, dass ihr der Beruhigungskristall bei dem, was ihr nun bevorstand, nicht sehr von Nutzen sein würde.

Sebastian bog zweimal falsch ab, was ihn beim ersten Mal in einer Kinderkrippe, beim zweiten Mal in einem Kochkurs landen ließ. Wenn ihm auf den Fluren nicht ständig Männer in Anzügen und Frauen in Kostümen begegnet wären, die unverkennbar juristische Unterlagen unter dem Arm trugen, hätte er nicht glauben wollen, dass er sich in einer Anwaltskanzlei befand. Endlich erreichte er den Konferenzraum, klopfte an die offene Tür und trat ein.

Alan stand auf und begrüßte ihn. „Das ist aber auch höchste Zeit, mein Lieber.“

„Tut mir leid. Alles schien sich verschworen zu haben, mich von hier fern zu halten.“

Alan lachte. „Das kann ich mir lebhaft vorstellen.“

Ein stakkatoartiges Klopfen ließ Sebastian aufhorchen. „Das Geräusch kenne ich doch“, sagte er und drehte sich zu Janet um. Lächelnd ging er um den Tisch herum, nahm Janet bei beiden Händen, zog sie hoch und küsste sie auf die Wange.

„Du kommst zu spät“, sagte sie tadelnd.

„Delilah hat mich aufgehalten“, antwortete er. „Ich musste sie in den Kindergarten bringen.“ Was nicht gelogen war.

„Du und diese Kinder. Du hast mehr Zeit mit ihnen als mit mir verbracht. Dir ist doch klar, dass wir deshalb heute hier sind, nicht wahr?“

Er wusste es, und es stimmte ihn traurig. „Was soll ich sagen? Ich denke, ich habe bewiesen, dass ich nicht zum Ehemann tauge.“ Sebastian sagte das mit einem kleinen Lächeln, aber im Grunde war ihm überhaupt nicht zum Lachen zumute. Das Gefühl von Leere, das ihn beschlichen hatte, als er Delilah am Kindergarten abgesetzt hatte, wurde mit Fortschreiten des Tages immer größer.

Janet seufzte resigniert und legte ihm die perfekt manikürte Hand auf die Wange. „Das ist Unsinn, Darling. Du bist nur nicht der richtige Ehemann für mich.“

Er lächelte sie liebevoll an, denn trotz des Missverständnisses, das ihn veranlasst hatte zu glauben, sie sei die Richtige für ihn, war sie liebenswert und einfühlsamer, als sie gewöhnlich ahnen ließ. Aber sie hatte recht, sie war nicht die Richtige für ihn, auch wenn sie beide es – aus unterschiedlichen Gründen hatten glauben wollen.

Janet tätschelte ihm sacht die Wange, bevor sie wieder neben einer ernsten jungen Frau Platz nahm, die von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet war. Sebastian hatte bereits gehört, dass Janets Anwältin knallhart und eine Männerhasserin sein sollte, und diese Frau sah ganz so aus. Mit ihrer schwarzen Kleidung, der kurzen schwarzen Stachelfrisur und den großen, durch schwarzen Lidstrich und Mascara betonten dunklen Augen konnte sie einem fast Angst einjagen. Fast.

Die überheblichen, in juristischem Fachjargon gehaltenen Briefe, die er über Alan aus dem Büro einer Miss Bridgeport erhalten hatte, hatten in seiner Vorstellung das Bild einer verknöcherten alten Jungfer heraufbeschworen, grau meliert und bekleidet mit einem bis oben zugeknöpftem marineblauem Kostüm. Doch der zornige Kobold, der ihm da gegenübersaß, sah so aus, als könnte er an Überheblichkeit die unzugänglichste Jungfer in den Schatten stellen.

„Sebastian“, sagte Alan, als hätte er seine Gedanken gelesen, „darf ich Ihnen Gloria vorstellen, Miss Bridgeports Anwaltsgehilfin?“

Vielleicht hatte er also doch recht. Vermutlich kippte die grauhaarige Jungfer sich gerade heimlich in ihrem...



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