Blake | Sehnsucht nach dir & deinen Küssen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0012, 144 Seiten

Reihe: Julia

Blake Sehnsucht nach dir & deinen Küssen


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0068-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0012, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0068-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Haben wir einen Deal?' Erwartungsvoll schaut Nate sie an, und Saskia muss schlucken: So leuchtend blaue Augen, wie sie dieser sexy Charmeur hat, gehören verboten! Aber dann besinnt sie sich. Ja, sie wird ihn zu einer Hochzeit begleiten, damit seine Schwestern Nate nicht länger mit ihren Verkupplungsversuchen nerven. Dafür hilft er ihr bei ihrem Projekt über Online-Dating. Eine praktische Abmachung - wäre da nicht das Knistern! Das nichts mit einem Deal und alles mit einer komplett verrückten Sehnsucht nach wilden Küssen und heißen Nächten zu tun hat ...



Ally Blake ist eine hoffnungslose Romantikerin. Kein Wunder, waren die Frauen in ihrer Familie doch schon immer begeisterte Leserinnen von Liebesromanen. Sie erinnert sich an Taschen voller Bücher, die bei Familientreffen von ihrer Mutter, ihren Tanten, ihren Cousinen und sogar ihrer Großmutter weitergereicht wurden. Und daran, wie sie als junges Mädchen unter dem riesigen Bett ihrer Großmutter einen unendlichen Schatz an Mills & Boon-Romanen fand. Und noch heute, wenn sie das Haus ihrer Kindheit besucht, warten ein oder zwei Liebesromane neben ihrem Bett auf sie. Allys erster richtiger Beruf nach dem Studienabschluss war der eines Cheerleaders. Das ist tatsächlich ein richtiger Beruf! Drei Jahre lang tanzte sie für ein Rugby- und ein Basketball-Team sowieso in einer wöchentlichen Fernsehsendung. Außerdem gab es da noch die Schauspielerei. Ally spielte in Kurzfilmen mit, die Freunde drehten, und schrieb selbst Drehbücher auf ihrem Weg zu einer berühmten, Oscar-prämierten Schauspielerin. Und dabei lernte sie ihren Mann Mark kennen, der gerade bei einem lokalen Fernsehsender Karriere machte. Vor ein paar Jahren heiratete sie Mark in Las Vegas, ein fantastisches Ereignis, zu dem ihre Familien und enge Freunde erschienen. Vor der Hochzeit reisten sie durch Kalifornien (wo sie eine ungesunde Sucht nach Starbucks Frappucinos entwickelte). Und nach der wundervollen Zeremonie (die am selben Morgen organisiert wurde) und Dinner im Brown Derby-Restaurant im Mirage (einen Tag, nachdem Tiger Woods dort gespeist hatte) und nachdem Frank Sinatra (sie schwört, dass er es war!) ihnen ein Ständchen gesungen hatte, reisten sie kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten. Sie trafen Hugh Hefner in Disneyland und Tony Curtis in Las Vegas - und diesmal waren sie es wirklich! Noch ein paar Infos zu Ally Blake: Sie ist Australierin und hat das Sternzeichen Krebs. Ihre Tipps, um als Autorin Erfolg zu haben: Man muss den unbedingten Wunsch haben, veröffentlich zu werden! Und immer wieder Manuskripte einreichen, egal, wie oft sie einem zurückgeschickt werden. Und vor allem: Schreiben Sie ein Buch zu Ende. Lauter Teile eines Manuskripts ergeben noch kein Buch! Und schließlich noch ihre Tipps für eine glückliche Beziehung: Nichts ist so wirkungsvoll wie Küsse, Schmusen und dem anderen zu sagen: "Ich liebe dich". Und zwar so oft wie möglich!

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Saskia Bloom blies sich eine Ponysträhne aus den Augen und starrte auf das Foto von StudMuffin33.

„Nie im Leben bist du auch nur einen Tag jünger als 40“, sagte sie zu dem Mann, der ihr von der Dating By Numbers – Webseite entgegengrinste. Saskia machte sich Notizen, während StudMuffin33 unbeirrt weiterlächelte. Er sah aus, als sei er sich absolut sicher, dass sein beunruhigend sportlicher Steckbrief sie die Schwindelei beim Alter vergessen lassen würde.

Lieblingsfilm: The Fast and the Furious

Ich sammele: Surfbretter

Dieser Schauspieler würde mich am besten verkörpern: Jason Stratham

Ich suche: Eine humorvolle, aufgeschlossene Frau

Um Himmels willen.

Beim Anblick des nächsten Bildes zuckte Saskia unwillkürlich zurück. BirdLover28 hatte buschiges Haar, sein Lächeln hatte eher die Bezeichnung Fratze verdient, und auf seiner Schulter saß ein Huhn.

Lieblingsserie: Dr. Who

Meine Sonntage sind reserviert für: Flohmärkte

Für diesen Promi habe ich eine Schwäche: Tyra Banks

Ich suche: Eine Frau, mit der man an allen möglichen und unmöglichen Orten Spaß haben kann.

Für Saskia kam ein solcher Spaß ganz sicher nicht infrage. Das lag nicht nur am Foto von BirdLover28. Seit sieben Monaten war sie Single, doch auf der Suche nach einem Partner war sie nicht. Auch nicht nach einem ‚Saturday-Night-Special‘, als das einer der Herren sich so galant angeboten hatte.

Ihr Benutzerkonto bei Dating By Numbers hatte sie aus rein beruflichen Gründen eingerichtet. Sie und ihre Geschäftspartnerin Lissy – sie firmierten als SassyStats – waren vom Betreiber der Partnerbörse gebeten worden, eine unterhaltsame Statistik zum Thema Onlinedating zu erstellen. Und da Saskia der Überzeugung war, dass man sich mit einer Materie einigermaßen auskennen musste, um eine aufschlussreiche Erhebung darüber anzufertigen, hatte sie sich kurzerhand bei der Singlebörse angemeldet.

Saskia sah kopfschüttelnd die Profile der anderen zwölf Männer an, die per Mail Interesse an ihr bekundet hatten.

Beruflich hin oder her – es war ziemlich schmeichelhaft.

Mit ihren schulterlangen dunklen Locken, der olivfarbenen Haut, die sie von ihrer Mutter geerbt hatte, den braunen Augen und der schlanken Figur, an der die Pubertät so gut wie spurlos vorübergegangen war, konnte man sie durchaus hübsch nennen. Wenn das Licht stimmte und nicht übermäßig viel Luftfeuchtigkeit ihre Haare in ein krauses Durcheinander verwandelte, wie sie in Gedanken ergänzte. Es erschien ihr wie ein Wunder, dass so viele Männer sie angeschrieben hatten.

Vielleicht hätte sie sich schon viel früher hier anmelden sollen! Aus ganz privatem Interesse. Warum auch nicht? Stu hatte sie in einer Kneipe kennengelernt, und sie wusste ja, wie das ausgegangen war.

Mit seinem alten Mantel und den tintenverschmierten Fingern hatte er sehr geheimnisvoll gewirkt. Und so ausgesehen, als bräuchte er etwas Warmes zu essen – und jemanden, der ihn lieb hatte. Doch leider hatte sich herausgestellt, dass er nur ihr Handy, ihren Fernseher und einige weitere ihrer Elektrogeräte nötig gehabt hatte. Als Entschädigung hatte er einen gemeinen Brief zurückgelassen, einen Haufen Schulden und seinen Hund.

Saskia sah zu Ernest hinüber. Der große Airedaleterrier lag auf einem alten Sessel in einer Ecke ihres Arbeitszimmers und schlief. Mit Ernest hatte sie sich inzwischen angefreundet, aber mit den blauen Briefen, die Woche für Woche in ihrem Briefkasten landeten, konnte sie sich nicht abfinden. Um sie loszuwerden, arbeitete sie wie eine Verrückte, oft bis spät in die Nacht.

Saskia nahm die Hand von der Maus, um sich Notizen zum nächsten Kandidaten zu machen, doch als sie sein Foto sah, hielt sie inne.

Es war ein gelungener Schnappschuss. Der Mann blickte nicht direkt in die Kamera, sondern leicht am Fotografen vorbei. Und er sah nicht einfach nur gut aus. Er war umwerfend! Das dunkelblonde Haar kurz geschnitten, die Ärmel seines hellblauen Hemdes hochgekrempelt, sodass sehnige Unterarme zu sehen waren. Er hob eine Braue und sein sehr sinnlicher Mund wurde von einem kleinen Lächeln umspielt. Doch das alles war nichts gegen die Augen. Sie waren vom tiefsten Blau, das Saskia je gesehen hatte.

Wie konnte es angehen, dass ein so attraktiver Mann Single war? Angesichts der offensichtlichen Schwindeleien auf diesem Internetportal konnte man allerdings gar nicht sicher sein, ob das überhaupt stimmte.

Er sah ziemlich resolut aus, so, als sei er keine Widerworte gewohnt. Womöglich war er ein Fiesling. Oder er strickte gern. Oder er hatte Mundgeruch. Oder hässliche Fußnägel.

Mit wachsender Neugier scrollte Saskia zu seinem Steckbrief hinunter.

Lieblingsbuch: Catch-22

Lieblingsgetränk: Doppelter Espresso

Ich sage oft: „Und jetzt?“

Ich suche: Jemanden, der mich zu einer Hochzeit begleitet.

Das war ungewöhnlich. Und Saskia liebte Ungewöhnliches. Diese Vorliebe hatte sie dazu veranlasst, in die Forschung zu gehen und sich nicht ausschließlich mit Statistik zu beschäftigen. Als sie daran dachte, kam ihr eine Idee. Sie griff nach einem Stapel Papier und suchte die Pressemitteilung heraus, die Marlee von Dating By Numbers ihr zusammen mit den anderen Unterlagen für den Auftrag geschickt hatte.

Es war verblüffend, wie viele Leute sich allein auf diesem Datingportal angemeldet hatten. Ihnen allen war es nicht gelungen, auf den üblichen Wegen einen Partner zu finden – genau wie Saskia selbst. Und hier war ein Mann, der Kaffee ebenso sehr liebte wie sie, begeistert war von einem ihrer Lieblingsbücher und mit Mitte 30 offenbar noch nicht seine Traumfrau gefunden hatte, obwohl er mindestens so gut aussah wie der junge Paul Newman. Warum zögerte sie noch?

Außerdem: Vielleicht war ihr gerade der Aufhänger für ihre Infografik über den Weg gelaufen.

Plötzlich schob sich eine riesige Kaffeetasse neben ihrem Ellbogen in ihr Sichtfeld. Sie fuhr zusammen. „Oh Gott, du hast mich zu Tode erschreckt!“

„Kein Wunder. Du hast schon wieder deinen irren Forscherblick“, erwiderte Lissy und stellte den Becher neben Saskia ab. Die blauen und violetten Spitzen ihrer langen blonden Locken wippten, als sie sich auf den Stuhl auf ihrer Seite des farbbeklecksten alten Schreibtisches plumpsen ließ. „Übrigens: Wenn es erlaubt wäre, würde ich deine Espressomaschine heiraten.“

„Da bist du nicht die Einzige.“ Saskia atmete den Kaffeeduft ein, schloss genüsslich die Augen und nahm einen Schluck. Die Maschine war ihre erste Anschaffung gewesen, nachdem Stu sich mit all ihrem Hab und Gut davongemacht hatte. Vielleicht gab es Wichtigeres. Aber man musste Prioritäten setzen. Und Computer konnte man leasen.

„An was sitzt du gerade?“, wollte Lissy wissen. „An der Sache mit dem Bahnnetz?“

„Nee, an der Singlebörsen-Geschichte.“

„Ah, gut. Das macht bestimmt mehr Spaß.“

„Allerdings. Und ich glaube, dass mir gerade eine gute Idee gekommen ist. Ich überlege, ob ich einen weiteren Punkt in die Analyse aufnehme. So eine Art Liebesformel.“

Lissy stellte ihren Becher ab. „So was wie Pralinen plus Blumen mal wilder Sex gleich niemals um Verzeihung bitten müssen?“

Lachend malte Saskia Schnörkel auf ihren Block. „Nicht ganz. Ich finde trotzdem, es ist ein einleuchtender Gedanke, dass Gefühle nicht aus dem Nichts kommen. Sie müssen doch irgendwie berechenbar sein.“

Lissy warf einen vielsagenden Blick auf den dicken Stapel Rechnungen, der auf Saskias Seite des Tisches lag. Zum allerersten Mal war auch eine Mahnung wegen Zahlungsverzugs ihrer Hypothekenrate dabei.

„Es wäre nicht viel Arbeit. Ich mache die Analyse ja ohnehin“, sagte Saskia. „Und es wäre ein super Aufhänger.“

Und doch hat Lissy vielleicht recht, dachte sie. Ich darf mich nicht ablenken lassen, wenn ich meine Finanzen wieder in den Griff bekommen will. Und ich will das Haus renovieren.

Doch Lissy, eine begnadete Grafikerin, für die Konzentration ein Fremdwort war, hatte schon angebissen. „Hat das noch nie jemand gemacht? Das mit der Formel, meine ich.“

„Vielleicht“, sagte Saskia. „Vielleicht aber auch nicht. Möglicherweise ist bislang keiner auf die Idee gekommen, weil eine Art Denkanstoß gefehlt hat.“

„So was wie der Apfel, der Einstein auf den Kopf gefallen ist?“

„Newton.“

„Dann eben Newton. Und was ist dir auf den Kopf gefallen?“

„Nichts“, antwortete Saskia und warf einen unüberlegten Blick auf ihren Bildschirm.

Lissy kniff lauernd die Augen zusammen. Dann sauste sie um den Tisch herum und sah über Saskias Schulter, bevor diese das Profil des schönen Unbekannten schließen konnte. „Ha!“, rief Lissy. „Apropos Denkanstoß – wen haben wir denn da?“

„Sein Benutzername ist NJM.“

„Benutzername? Ist er von der Singlebörse?“ Lissy gab einen anerkennenden Pfiff von sich. „Warum habe ich das mit dem Austesten nur dir überlassen?“

„Weil du mit Katastrophen-Dave zusammen warst. Der alle deine Möhren durchgebrochen hat, nur weil du den Gemüsehändler angelächelt hast.“

Lissy verzog das Gesicht. „Ich gebe ja zu, dass der Typ ein bisschen überempfindlich war...



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