Bochmann / Driftmann | Generation Verantwortung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

Bochmann / Driftmann Generation Verantwortung

Wenn Eigentum verpflichtet
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-451-82338-1
Verlag: Verlag Herder
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Wenn Eigentum verpflichtet

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

ISBN: 978-3-451-82338-1
Verlag: Verlag Herder
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Statistiken heben in großer Regelmäßigkeit die Bedeutung von Familienunternehmen für die deutsche Volkswirtschaft hervor. Sie sind investitions-, ausbildungs- und forschungsstark und belegen Spitzenwerte bei Beschäftigung sowie Umsatz. Unternehmerfamilien hingegen begegnen uns mitunter in Zerrbildern. Schlagwörter wie »Clan«, »Erbe« und »Streit« erheischen Aufmerksamkeit und suggerieren mit sich selbst beschäftigte Organismen hinter den Unternehmen. »Generation Verantwortung« spürt jenseits derartiger Klischees dem Kern der Besonderheit von Familienunternehmen nach: Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer selbst schreiben über ihr Verständnis von Verantwortung für ihre Unternehmen – und darüber hinaus.

Stimmen zum Buch

»Familienunternehmen verkörpern den Kern verantwortungsvollen Wirtschaftens: die Bereitschaft zur Haftung mit eigenem Vermögen, langfristige und maßvolle Entscheidungen sowie die Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern und der Gemeinschaft. Ich bin froh, dass die Autoren diesen vielfältigen Wert unternehmerischer Verantwortung herausgearbeitet haben.« (Dr. Carsten Linnemann, MdB, Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, MIT)

 »Die großen ökologischen und sozialen Herausforderungen, vor denen unsere globale Gesellschaft steht, lassen sich ohne verantwortungsvolles Unternehmertum nicht bewältigen. ›Generation Verantwortung‹ dokumentiert in beeindruckender Weise, wie Familienunternehmen ihren Beitrag im Spannungsfeld von Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit dazu leisten wollen.« (Prof. Dr. Barbara Weißenberger, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

 »›Generation Verantwortung‹ bietet einen einzigartigen Einblick in das Denken und die Werte der jungen Generation der Familienunternehmer/innen. Spannend, informativ und staunenswert!« (Dr. Wolfgang Gründinger, Digitalvordenker und Zukunftslobbyist)

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Weitere Infos & Material


Dr. Christian Bochmann, LL.M. (Cambridge), Jahrgang 1982, studierte Rechtswissenschaft an der Bucerius Law School in Hamburg, der Columbia University in New York City sowie der University of Cambridge. Als Rechtsanwalt in Hamburg, geschäftsführender Direktor des Zentrums Familienunternehmen der Bucerius Law School, Lehrbeauftragter an der Juristenfakultät der Universität Leipzig sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in Elmshorn verbindet er seinen anwaltlichen Beratungsschwerpunkt bei Familienunternehmen mit Aktivitäten in Forschung und Lehre. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen und referiert regelmäßig zu rechtlichen Fragen rund um Familienunternehmen und Unternehmerfamilien.

Verantwortung und Recht


Symbiose statt Substitution


Von Christian Bochmann


Der Duden definiert Verantwortung als die mit einer bestimmten Stellung verbundene Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, dass alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht. Verantwortung zu tragen, heißt folglich, Antworten zu geben. In Familienunternehmen bedeutet Verantwortung die individuell empfundene Verpflichtung, Kunden und Lieferanten, Mitarbeitern, der Gesellschaft, der Region, der Umwelt und natürlich der Familie permanent Antworten zu geben und für deren Konsequenzen einzustehen. Die nachfolgenden Beiträge dieses Bandes veranschaulichen dies in eindrucksvoller und vielfältiger Weise.

Auch Recht begründet Verpflichtungen. Es ist nichts anderes als formalisierte Verantwortung, die im Interesse der Allgemeinheit jeden gleichmäßig trifft und notfalls mithilfe staatlicher Gewalt durchsetzbar ist.

Verantwortung und Recht sind damit auf ihre jeweils eigene Art Verhaltenswegweiser – was die Frage ihres Verhältnisses zueinander aufwirft. Welche Funktion kommt Verantwortung und Recht in Familienunternehmen zu? Wo und wie ergänzen sie sich? Wo stehen sie einander im Weg? Kann Verantwortung durch Recht gestärkt oder gar ersetzt werden?

Verantwortung über das Recht hinaus

Als Erstes dürfte vielen Verantwortung über das Recht hinaus als prägendes Merkmal von Familienunternehmen in den Sinn kommen. Familienunternehmen setzen Regulierung und Bürokratie die ordnende Kraft wertegeleiteter unternehmerischer Verantwortung entgegen. Sie verkörpern das Ideal des ehrbaren Kaufmanns und gehen damit zum Wohle ihres Umfelds anerkanntermaßen vielfach über gesetzliche Standards weit hinaus.

Quell des für Familienunternehmen typischen Verantwortungsbewusstseins sind die aus familiärer Verbundenheit fließenden Werte wie Vertrauen, Zusammenhalt, Tradition und generationenübergreifendes Denken. Neben die nicht selten von Kindesbeinen an geweckte Leidenschaft für das Geschäft treten Ehrfurcht vor dem Lebenswerk früherer Generationen und die daraus folgende intrinsische Motivation, das Geschaffene zum Wohle künftiger Generationen zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Hinzu kommt die enge Verknüpfung von Wohl und Wehe des Unternehmens und der Familie. Das hat eine starke ökonomische Komponente, da nicht selten Arbeitseinkommen, Ausschüttungen sowie der Wert der Unternehmensbeteiligung und gewährter Darlehen mit dem unternehmerischen Gelingen stehen und fallen. Die Verquickung der Schicksale von Inhaberfamilie und Unternehmen geht aber weit darüber hinaus, was häufig schon durch Namensidentität von Unternehmen und Familie augenfällig wird. Jede bedeutsame unternehmerische Entscheidung hat einen persönlich-familiären Einschlag. Anders als in der Start-up-Kultur wird das Scheitern des Ganzen nicht von vornherein als Chance eines neuen Versuchs einkalkuliert, sondern es dreht sich alles um die Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit des Geschäfts. Auch folgen einschneidende Maßnahmen nicht lediglich operativem und finanziellem Kalkül. Eine Standortverlagerung beispielsweise wird regelmäßig schon mit Rücksicht auf die zu erwartende Reaktion der Nachbarn, Gemeindemitglieder, Vereinsfreunde etc. in der Heimatregion unvorstellbar sein.

Dieses in der Unternehmerfamilie wurzelnde Verantwortungsbewusstsein überträgt sich aufgrund der engen Verbindung zum Unternehmen auf ebendieses. Es entfacht auf Unternehmensebene Leidenschaft und sachorientierte Entscheidungsfreude, fördert langfristiges Denken und schärft das Bewusstsein für Werte und Ziele jenseits der monetären Ergebnismaximierung. Das gilt unabhängig davon, welche konkrete Rolle die Inhaberfamilie im Unternehmen einnimmt. Im Falle der Identität von Inhabern und Geschäftsführern ist die Verbindung zwischen der Verantwortungsgemeinschaft der Familie und dem Ort, an dem konkrete unternehmerische Entscheidungen zu treffen sind, zwar am augenfälligsten. Aber auch dann, wenn die Inhaberfamilie ihre Rolle gegenüber dem Familienunternehmen in Kontrollgremien wie Bei- oder Aufsichtsräten ausübt oder sich gar ausschließlich auf die Gesellschafterrolle zurückzieht und sowohl das Management wie dessen Aufsicht in die Hände familienfremder Dritter legt, muss dies keinesfalls eine Schwächung der Verbindung von Familie und Unternehmen bedeuten. Gerade bei sehr groß gewordenen und komplexen Familienunternehmen wird die strategische Ebene sogar der geeignetste Resonanzboden für die Verantwortung der Familie im Unternehmen sein.

Verantwortung bedeutet bei all dem stets – und jeder der nachfolgenden Beiträge dieses Bandes ist Beleg hierfür –, als Individuum aus innerer Überzeugung für das Gelingen und die Zukunft des Familienunternehmens einzustehen. Nicht aus Rücksichtslosigkeit oder Ignoranz wird das Recht dabei mitunter als lästiger Störfaktor empfunden, sondern aufgrund seiner Formalität, derer es dort, wo Verantwortung tatsächlich gelebt wird, mitunter gar nicht bedürfte, um bestimmte gesetzlich intendierte Ziele zu erreichen. Dokumentationspflichten zum Arbeitsschutz etwa stiften dort wenig zusätzlichen Nutzen, wo das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohnehin oberste Priorität genießt.

Verantwortung aus Recht

Das führt zu den Überschneidungen und Wechselwirkungen zwischen Verantwortung und Recht. Die plakativste besteht darin, dass Familienunternehmen erhebliche Verantwortung aus Recht tragen, da sie stetig zunehmenden regulatorischen und bürokratischen Anforderungen ausgesetzt sind, etwa beim Datenschutz oder im Steuer- und Abgabenrecht. Das Verantwortungsbewusstsein von Familienunternehmen zeigt sich in diesem Zusammenhang in ihrer besonderen Rechtstreue. Damit soll freilich nicht behauptet werden, Familienunternehmen verstießen per se nicht gegen das Gesetz. Große und spektakuläre Wirtschaftsskandale betreffen allerdings so gut wie nie Familienunternehmen, sondern werden regelmäßig mit börsennotierten Publikumsgesellschaften in Verbindung gebracht.

Dieser Diskrepanz wiederum trägt das Recht durchaus Rechnung. Denn bei börsennotierten Aktiengesellschaften mit ihrer ausgeprägten Trennung zwischen anonymen Anlegern und tendenziell kurzfristig orientiertem, da auf die eigene Amtszeit fokussiertem Management hat sich längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass es strengerer regulatorischer Rahmenbedingungen bedarf, um verantwortliches Unternehmertum zu gewährleisten. Detaillierte Vorgaben zur Führung und Kontrolle von Familienunternehmen nach Vorbild der speziellen Regularien für börsennotierte Publikumsgesellschaften wären jedoch bereits im Ansatz verfehlt. Denn Inhaberschaft und Verantwortung für das unternehmerische Gelingen fallen bei ihnen nicht systematisch auseinander, sondern sind besonders eng miteinander verwoben. Im Umkehrschluss zu börsennotierten Publikumsgesellschaften stellt sich daher vielmehr die Frage, ob das in den Strukturen von Familienunternehmen angelegte besondere Verantwortungsbewusstsein nicht durch regulatorische oder bürokratische Erleichterungen honoriert werden müsste.

Hiergegen wird häufig eingewandt, dass es bereits an einer rechtssicheren Definition des Begriffs »Familienunternehmen« fehlt, an die irgendwie geartete Sonderregeln anknüpfen könnten. Das ist nicht von der Hand zu weisen, umschreibt das Problem aber nur unzureichend. Denn an einer Definition allein kann es in Anbetracht all dessen, was der Gesetzgeber sonst in Gesetze zu fassen vermag, kaum scheitern. Es mangelt nicht in erster Linie an einer Definition. Es fehlt vielmehr an einer hinreichend klaren, verlässlichen und vor allem allgemeingültigen Beschreibung der Besonderheiten von Familienunternehmen, die tauglicher Anknüpfungspunkt für spezifische Regeln sein könnte, die gerade und nur für Familienunternehmen gelten sollen. Derartige Sonderregeln existieren daher gegenwärtig so gut wie nicht. Selbst die erbschaft- und schenkungsteuerlichen Verschonungsregelungen für unternehmerisches Vermögen sind bei Lichte besehen nicht auf Familienunternehmen begrenzt, sondern haben bei diesen lediglich ihren Hauptanwendungsbereich, da Unternehmensbeteiligungen schlichtweg viel häufiger im Familienkreis verschenkt und vererbt werden als außerhalb.

Verantwortung für das Recht

Ungeachtet der Tatsache, dass es noch nicht gelungen ist, die ordnende Funktion familiärer Verbundenheit für unternehmerische Verantwortung in einer Weise auf einen Begriff zu bringen, dass sie besondere Vorschriften gerade für Familienunternehmen rechtfertigt, setzen diese und die von ihnen getragenen Verbände doch starke Akzente in der Gesetzgebung. Familienunternehmen übernehmen damit Verantwortung für das Recht und machen sich für eine Gesetzgebung stark, die berechtigte...


Buschmann, Constantin
Constantin Buschmann, Jahrgang 1984, ist Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter der 1977 gegründeten BRABUS Group in Bottrop. BRABUS fertigt seit über 40 Jahren Luxusfahrzeuge und Komponenten mit Weltruf. Seit 2018 führt Constantin Buschmann die Geschäfte des Familienunternehmens in zweiter Generation. Zuvor absolvierte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften. Er engagiert sich als stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes Die Jungen Unternehmer und setzt sich als Präsident des Verbandes der Automobil Tuner e V. für Anbieter automobiler Individualität ein. Constantin Buschmann ist verheiratet und lebt unweit des Unternehmens in Bottrop. Instagram: @constantin_brabus.

Buhck, Henner
Dr. Henner Buhck, Jahrgang 1966, ist geschäftsführender Gesellschafter der Buhck Gruppe, die er zusammen mit seinem Bruder Thomas Buhck in der vierten Generation leitet. Das 1899 in Hamburg-Bergedorf gegründete Familienunternehmen ist heute einer der größten Umweltdienstleister in Norddeutschland mit rund 1000 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 135 Millionen Euro (2019). Die Unternehmensgruppe ist in den Geschäftsfeldern Abfallverwertung, Rohr- und Kanalservice sowie mit Beratungsdienstleistungen aktiv. Ihre 32 Unternehmen verteilen sich auf 16 Standorte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Rotermund, Maike
Maike Rotermund, Jahrgang 1976, studierte zunächst in England, wo sie anschließend eine Ausbildung zur Wirtschaftsprüferin absolvierte. Sie führt Orion seit 2014 in zweiter Generation. Das Erotikunternehmen vertreibt Produkte nicht nur mit einem B2C-Onlineshop in sechs Ländern Europas, sondern über seinen Großhandel auch an Wiederverkäufer rund um den Globus. Zur Orion Versand GmbH & Co. KG gehören außerdem Shops in Österreich, Dänemark und Norwegen. Die Verwaltung und Logistik des Unternehmens befinden sich am Firmensitz in Flensburg, wo gut 300Mitarbeiter beschäftigt sind.

Scheller, Anita
Anita Scheller, Jahrgang 1985, ist in neunter Generation geschäftsführende Gesellschafterin des 1834 gegründeten mittelständischen Nahrungsmittelunternehmens Scheller Mühle GmbH mit Sitz in Bayern. Es zählt zu den führenden Privatmühlen Deutschlands, beliefert neben der Back- und Pastaindustrie den Lebensmitteleinzelhandel und vertreibt Mehlprodukte unter der Eigenmarke Mehlzauber. Zuvor studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der European Business School in Oestrich-Winkel, erwarb einen Master of Law and Business an der Bucerius Law School in Hamburg und arbeitete als Commodity Trader in einer Großbank in den USA. Anita Scheller ist Vorstandsmitglied im Wirtschaftsbeirat des Landkreises Pfaffenhofen und engagiert sich pro bono für benachteiligte Mädchen in Äthiopien.

Driftmann, Friederike
Friederike Driftmann, Jahrgang 1991, ist Juristin und Gesellschafterin in der siebten Generation des 1820 gegründeten mittelständischen Nahrungsmittelunternehmens Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in Elmshorn, das mit rund 380 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 130 Millionen Euro (2019) erwirtschaftet. Der traditionelle Mühlenbetrieb produziert unter dem Markennamen Kölln unter anderem Haferflocken, Müslis und Frühstückscerealien. Darüber hinaus hält das Unternehmen Markenrechte an Mazola, Livio, Biskin, Palmin und Becht‘s und ist damit auch im Bereich Speiseöle und -fette aktiv. Zum Sortiment gehört zudem Milchzucker der Marke Edelweiss. Die Gesellschafter haben sich 2015 vorübergehend aus der Geschäftsführung zurückgezogen und agieren zusammen als aktive Inhaberfamilie.

Röser, Sarna
Sarna Röser ist Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbands Die Jungen Unternehmer, designierte Nachfolgerin für das 1923 gegründete Familienunternehmen Zementrohr- und Betonwerke Karl Röser & Sohn GmbH in Baden-Württemberg und Mitglied der Geschäftsleitung der Röser FAM GmbH & Co. KG. Als Stimme der jungen Unternehmergeneration vertritt sie über 1500 Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre. 2020 wurde Sarna Röser in den Aufsichtsrat der Fielmann AG sowie als stellvertretende Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung gewählt. Des Weiteren ist sie im Beirat der Deutschen Bank sowie im Vorstand der Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e. V. aktiv.

Werner, Christoph
Christoph Werner, Jahrgang 1972, ist seit September 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt. Zuvor war er acht Jahre als Geschäftsführer bei dm für das Ressort Marketing und Beschaffung mitverantwortlich. Bei dm arbeiten in 13 europäischen Ländern mehr als 62 500 Menschen in über 3700 Märkten. Konzernweit wurde im Geschäftsjahr 2019/2020 ein Umsatz von 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, in Deutschland lag der Umsatz bei rund 8,5 Milliarden Euro. dm ist für die Kunden der beliebteste überregionale Drogeriemarkt Deutschlands, so das Ergebnis der Verbraucherbefragung „Kundenmonitor Deutschland 2020“.

Bochmann, Christian
Christian Bochmann, Dr. jur., LL.M. (Cambridge), ist Rechtsanwalt in Hamburg, Direktor des Zentrums Familienunternehmen der Bucerius Law School in Hamburg, Lehrbeauftragter an der Juristenfakultät der Universität Leipzig und Mitglied des Aufsichtsrats der Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in Elmshorn. Als Berater, als Dozent und als Autor zahlreicher Fachpublikationen beschäftigt er sich seit vielen Jahren sowohl aus praktischer wie auch aus wissenschaftlicher Perspektive intensiv mit Familienunternehmen.

Hitschler-Becker, Philip
Philip Hitschler-Becker, Jahrgang 1987, ist geschäftsführender Gesellschafter in vierter Generation der 1929 von Ferdinand Hitschler gegründeten hitschler international GmbH & Co. KG in Hürth bei Köln. Das Süßwarenunternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro im In- und Ausland. Zum Sortiment gehören Kindheitserinnerungen wie Hitschies, kleine bunte Kaubonbonstäbchen, Bunte Schnüre, Brause UFOs und Mäusespeck, auch Mallows genannt.

Graf von Kielmansegg, Alexander
Alexander Graf von Kielmansegg, Jahrgang 1987, absolvierte nach einer landwirtschaftlichen Lehre und einem Bachelor of Science in Agrarwissenschaften seinen Master of Business Administration in Farm Management in England. 2016 übernahm er in neunter Generation einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Westholsteiner Elbmarsch, der bereits 1752 durch die Familie erworben wurde, von seinem Vater. Schwerpunkt des Betriebes ist der Anbau von Raps, Weizen, Gerste, Ackerbohne, Hafer, Braugerste, Rüben und Mais. Nach der Wende baute sein Vater einen weiteren Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern auf, ebenfalls mit Schwerpunkt Marktfruchtbau. Heute leitet Kielmansegg die beiden Betriebe als Geschäftsführer und beschäftigt saisonal wechselnd bis zu 15 Mitarbeiter.

Andreae, Zoë
Zoë Andreae, Jahrgang 1993, ist studierte Betriebswirtin und Geschäftsführerin in zweiter Generation des 1986 in Hamburg gegründeten Softwareunternehmens LECARE. Das Familienunternehmen entwickelt branchenübergreifend juristische Software für Rechtsabteilungen von kleinen Unternehmen bis hin zu international tätigen Großkonzernen. Neben digitaler Akten- und Vertragsverwaltung bietet LECARE Lösungen in den Bereichen Datenschutz und Compliance sowie im Forderungsmanagement, in der Verwaltung von Marken, Patenten und Gerichtsverfahren und im elektronischen Rechtsverkehr an. LECARE Softwarelösungen werden als strategisches Instrument zur Digitalisierung der juristischen Vorgänge und Aufgabengebiete individuell auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst.

Block, Christina
Christina Block, Jahrgang 1973, ist gelernte Hotelfachfrau und absolvierte nach vielen Jahren praktischem Arbeiten im Ausland ein Master of Business Administration an der Edinburgh Business School. Im Jahr 2001 gründete sie ein Sandwich-Konzept mit drei Standorten in Hamburg. Seit 2011 ist sie gemeinsam mit ihren zwei Brüdern Gesellschafterin des Familienunternehmens. Zu dritt sitzen sie im Aufsichtsrat der Eugen Block Holding, die sich auf die Bereiche Systemgastronomie, Hotellerie und Lebensmittelproduktion spezialisiert hat. Mit der Marke Block House betreibt das Unternehmen 53 Restaurants in Europa und ist ebenfalls im Lebensmitteleinzelhandel präsent. Zudem ist die Gruppe, die 2019 einen Umsatz von 410 Millionen Euro erzielte und 2300 Mitarbeiter beschäftigt, ein großer Zulieferer der Hotellerie, Gastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung.

Benner, Dominik
Dr. Dominik Benner ist Familienunternehmer in der fünften Generation. Er transformierte ein 1882 gegründetes Einzelhandelsgeschäft zu einem digitalen E-Commerce-Unternehmen, welches neun Branchenplattformen für Händler betreibt und 120 Millionen Euro Umsatz erzielt. The Platform Group betreibt Portale wie Schuhe24, Bike-Angebot, Outfits24 oder Teech.de. Ziel ist es, den digitalen Wandel im Handel umzusetzen und dabei den Händlern vollständig digitale Prozesse abzubilden. Dominik Benner studierte Betriebswirtschaft in St. Gallen und promovierte dort über Familienunternehmen. Das Family Office der Familie umfasst Investition in Immobilien, Energie und Handel. Weitere Informationen unter the-platform-group.com sowie benner-holding.com.

Stürken, Axel
Axel Stürken, Jahrgang 1966, studierte Wirtschaftswissenschaften in der Schweiz und ist geschäftsführender Gesellschafter der LEUCHTTURM GRUPPE GmbH & Co. KG in Geesthacht bei Hamburg. Das 1917 gegründete mittelständische Familienunternehmen der Konsumgüterindustrie erwirtschaftet mit weltweit etwa 500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro (2020). Zum Markenportfolio gehören neben Leuchtturm, der weltweit führenden Marke für Briefmarken- und Münzsammler, Leuchtturm1917 (Notizbücher), Semikolon (Papeterie), Torquato (Versandhandel und Einzelhandelsgeschäfte), Bethge Hamburg (Einzelhandelsgeschäfte für Lederwaren und Schreibkultur), Treuleben (Luxus-Lederwaren) und Legendär (Lifestyle Accessoires).

Fiege, Felix
Felix Fiege, Jahrgang 1978, führt als Vorstandsvorsitzender gemeinsam mit seinem Cousin Jens Fiege das Familienunternehmen in fünfter Generation. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. In seiner Freizeit spielt er gern Fußball oder Tennis, segelt oder jagt. FIEGE ist ein internationaler Kontraktlogistiker mit mehr als 20 000 Mitarbeitern an über 150 Standorten in 14 Ländern. Die Kundenbandbreite reicht von jungen Start-ups bis hin zu Marktführern in den verschiedensten Branchen. Fiege entwickelt individuelle Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette und fokussiert sich auf die Kernbranchen Fashion & Lifestyle, Healthcare, Industrie, Konsumgüter, Reifen, Medien und Online Retail.

Ostermann, Marie-Christine
Marie-Christine Ostermann, Jahrgang 1978, ist seit 2006 in vierter Generation geschäftsführende Gesellschafterin des Lebensmittelgroßhändlers Rullko Großeinkauf. Seit 2010 ist sie Aufsichtsratsmitglied der Optikerkette Fielmann AG und seit 2013 Mitglied des Präsidiums im Verband Die Familienunternehmer e. V. Im Jahr 2015 gründete sie mit anderen Unternehmern die Non-Profit-Initiative Startup Teens, die aktuell reichweitenstärkste Bildungsplattform in Deutschland für Jugendliche für Entrepreneurship Education und Coding. Ostermann ist ausgebildete Bankkauffrau und absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, das sie als Diplomkauffrau abschloss.

Kienbaum, Fabian
Fabian Kienbaum ist seit 2018 Chief Empowerment Officer (CEO) der Kienbaum Consultants International GmbH. Vor seinem Wechsel zu Kienbaum arbeitete er in einer amerikanischen Unternehmensberatung in London. Fabian Kienbaum studierte internationales Management an der ESCP Europe. 2011 schloss er den Studiengang als Diplom-Kaufmann, Diplômé de Grande École und Master of Science ab. Zuvor erlangte der ehemalige Bundesligahandballer des VfL Gummersbach einen Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre in Köln. Fabian Kienbaum stieg 2014 in das familien- und partnergeführte Beratungshaus Kienbaum ein, dessen Portfolio sich auf alle Leistungen rund um „People & Organisation“ konzentriert.

Raumland, Marie-Luise
Marie-Luise Raumland, Jahrgang 1991, ist studierte Betriebswirtin und Önologin und bildet mit ihrer Schwester Katharina die zweite Generation im 1990 gegründeten Sekthaus Raumland mit Sitz im rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim. Das familiengeführte Sekthaus widmet sich mit größter Hingabe ausschließlich der Herstellung von hochwertigem Sekt in traditioneller Flaschengärung. Auf 10 Hektar biozertifizierter Rebfläche werden die Sekte aus handverlesenen Trauben mit viel Leidenschaft hergestellt. Dabei wird besonders viel Wert auf ein langes Hefelager, eine sorgfältige Selektion der Trauben sowie die schonende Verarbeitung der Trauben und Sektgrundweine im Keller gelegt. Mittlerweile gehört das Sekthaus zu den am meisten ausgezeichneten und renommiertesten Weingütern Deutschlands und ist über die Grenzen hinaus für die hohe Qualität der Sekte bekannt.

Grupp, Bonita
Bonita Grupp, Jahrgang 1989, ist nach ihrem Masterstudium an der London School of Economics 2013 in vierter Generation in das Familienunternehmen TRIGEMA Inh. W. Grupp e. K. eingetreten. Sie verantwortet die Bereiche Personal und E-Commerce. TRIGEMA, gegründet 1919, ist Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Das Unternehmen wird vom alleinigen Inhaber und Geschäftsführer Wolfgang Grupp geleitet. TRIGEMA produziert mit 1200 Mitarbeitern ausschließlich in Deutschland – vom Garn bis zum Fertigprodukt. Der Textilhersteller vertreibt seine Waren in eigenen Shops, im TRIGEMA-Online-Shop, kooperiert mit Handelskunden und beliefert Firmen, Vereine und Schulen mit personalisierten Bekleidungsstücken.

Weig, Philippa Anna Katharina
Philippa Weig, Jahrgang 1993, ist Juristin und Gesellschafterin der vierten Generation der inhabergeführten, international agierenden WEIG-Gruppe. Gegründet 1931 als Hersteller von Recyclingkarton, bedient WEIG heute die Verpackungs- sowie Baustoffindustrie weltweit. Mit Unternehmen in den Sparten Altpapiersammlung und Recycling, Kartonproduktion und Kartonverarbeitung deckt WEIG die gesamte Wertschöpfungskette ab und realisiert durch den Einsatz von Altpapier als Hauptrohstoff zukunftsweisend eine papierbezogene Kreislaufwirtschaft. An Standorten in Deutschland und Südamerika erwirtschaften 1500 Mitarbeiter einen Umsatz von ca. 600 Millionen Euro. Der Gesellschafterkreis besteht aus 16 Familienmitgliedern.

Freisfeld, Benjamin
Benjamin Freisfeld, Jahrgang 1983, ausgebildeter Gemmologe und Diplom-Betriebswirt, ist in dritter Generation geschäftsführender Gesellschafter der Freisfeld Juweliere und von Brahmfeld & Gutruf – Hamburger Juweliere seit 1743 KG. Unterstützt wird er von seiner Frau Caroline Freisfeld, studierte Kunsthistorikerin und Betriebswirtin. Das Familienunternehmen Freisfeld wurde 1945 gegründet. Seitdem hat die Familie drei weitere Traditionsgeschäfte in Deutschland übernommen. Der Fokus des Unternehmens liegt auf den eigenen Schmucklinien, die größtenteils in Münster kreiert und gefertigt werden. Weiterhin führt Freisfeld in seinen Geschäften viele der feinsten Uhrenmanufakturen aus der Schweiz und aus Deutschland.

von Metzler, Elena
Elena von Metzler, Jahrgang 1987, kam 2015 nach Berufserfahrungen in der Industrie zum Bankhaus Metzler und ist seit 2017 als Senior-Kundenbetreuerin im Kerngeschäftsfeld Private Banking tätig. Sie schloss ein Studium in Finance an der EADA Business School in Barcelona, Spanien, mit einem Master of Science ab und gehört zum Gesellschafterkreis der Frankfurter Privatbank. Das Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, mit über 345 Jahren älteste deutsche Privatbank im ununterbrochenen Familienbesitz, bietet individuelle Kapitalmarktdienstleistungen für Institutionen und anspruchsvolle Privatkunden in den Kerngeschäftsfeldern Asset Management, Capital Markets, Corporate Finance und Private Banking.

Finger, Charlotte
Charlotte Finger, Jahrgang 1988, studierte Betriebswirtschaft an der WHU – Otto Beisheim School of Management und ist geschäftsführende Gesellschafterin der Maschinenfabrik Mönninghoff in Bochum sowie der Chemnitzer Zahnradfabrik. Beide Firmen sind in der Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Antriebstechnik für den weltweiten Maschinen- und Anlagenbau typische Hidden Champions. Nach ihrer über hundertjährigen bewegten Geschichte stehen die Unternehmen nun vor ihrer größten Herausforderung: das Produktspektrum und die Fertigungstechnologie gänzlich zu transformieren und in eine digitale Welt zu überführen.

Roos, Maximilian
Maximilian Roos, Jahrgang 1991, ist Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung sowie studierter Wirtschaftswissenschaftler. Seit 2011 ist er als dritte Generation im 1972 gegründeten Familienunternehmen SCHERM Gruppe tätig und dort in verschiedenen Positionen aktiv. Die SCHERM Gruppe hat sich als Logistikdienstleister für die Automobil- und Lebensmittelindustrie etabliert und führt Just-in-time-Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette durch. Maximilian Roos verantwortet den Geschäftsbereich Fahrzeuglogistik mit rund 110 Mitarbeitern. In diesem Bereich hat er ein Unternehmen ausgegründet, das sich mit der Entwicklung, dem Bau und Betrieb von Logistikstandorten beschäftigt.

Christian Bochmann, Dr. jur., LL.M. (Cambridge), ist Rechtsanwalt in Hamburg, Direktor des Zentrums Familienunternehmen der Bucerius Law School in Hamburg, Lehrbeauftragter an der Juristenfakultät der Universität Leipzig und Mitglied des Aufsichtsrats der Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in Elmshorn. Als Berater, als Dozent und als Autor zahlreicher Fachpublikationen beschäftigt er sich seit vielen Jahren sowohl aus praktischer wie auch aus wissenschaftlicher Perspektive intensiv mit Familienunternehmen.

Maximilian Roos, Jahrgang 1991, ist Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung sowie studierter Wirtschaftswissenschaftler. Seit 2011 ist er als dritte Generation im 1972 gegründeten Familienunternehmen SCHERM Gruppe tätig und dort in verschiedenen Positionen aktiv. Die SCHERM Gruppe hat sich als Logistikdienstleister für die Automobil- und Lebensmittelindustrie etabliert und führt Just-in-time-Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette durch. Maximilian Roos verantwortet den Geschäftsbereich Fahrzeuglogistik mit rund 110 Mitarbeitern. In diesem Bereich hat er ein Unternehmen ausgegründet, das sich mit der Entwicklung, dem Bau und Betrieb von Logistikstandorten beschäftigt.

Anita Scheller, Jahrgang 1985, ist in neunter Generation geschäftsführende Gesellschafterin des 1834 gegründeten mittelständischen Nahrungsmittelunternehmens Scheller Mühle GmbH mit Sitz in Bayern. Es zählt zu den führenden Privatmühlen Deutschlands, beliefert neben der Back- und Pastaindustrie den Lebensmitteleinzelhandel und vertreibt Mehlprodukte unter der Eigenmarke Mehlzauber. Zuvor studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der European Business School in Oestrich-Winkel, erwarb einen Master of Law and Business an der Bucerius Law School in Hamburg und arbeitete als Commodity Trader in einer Großbank in den USA. Anita Scheller ist Vorstandsmitglied im Wirtschaftsbeirat des Landkreises Pfaffenhofen und engagiert sich pro bono für benachteiligte Mädchen in Äthiopien.

Sarna Röser ist Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbands Die Jungen Unternehmer, designierte Nachfolgerin für das 1923 gegründete Familienunternehmen Zementrohr- und Betonwerke Karl Röser & Sohn GmbH in Baden-Württemberg und Mitglied der Geschäftsleitung der Röser FAM GmbH & Co. KG. Als Stimme der jungen Unternehmergeneration vertritt sie über 1500 Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre. 2020 wurde Sarna Röser in den Aufsichtsrat der Fielmann AG sowie als stellvertretende Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung gewählt. Des Weiteren ist sie im Beirat der Deutschen Bank sowie im Vorstand der Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e. V. aktiv.

Elena von Metzler, Jahrgang 1987, kam 2015 nach Berufserfahrungen in der Industrie zum Bankhaus Metzler und ist seit 2017 als Senior-Kundenbetreuerin im Kerngeschäftsfeld Private Banking tätig. Sie schloss ein Studium in Finance an der EADA Business School in Barcelona, Spanien, mit einem Master of Science ab und gehört zum Gesellschafterkreis der Frankfurter Privatbank. Das Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, mit über 345 Jahren älteste deutsche Privatbank im ununterbrochenen Familienbesitz, bietet individuelle Kapitalmarktdienstleistungen für Institutionen und anspruchsvolle Privatkunden in den Kerngeschäftsfeldern Asset Management, Capital Markets, Corporate Finance und Private Banking.

Christoph Werner, Jahrgang 1972, ist seit September 2019 Vorsitzender der Geschäftsführung von dm-drogerie markt. Zuvor war er acht Jahre als Geschäftsführer bei dm für das Ressort Marketing und Beschaffung mitverantwortlich. Bei dm arbeiten in 13 europäischen Ländern mehr als 62 500 Menschen in über 3700 Märkten. Konzernweit wurde im Geschäftsjahr 2019/2020 ein Umsatz von 11,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, in Deutschland lag der Umsatz bei rund 8,5 Milliarden Euro. dm ist für die Kunden der beliebteste überregionale Drogeriemarkt Deutschlands, so das Ergebnis der Verbraucherbefragung „Kundenmonitor Deutschland 2020“.

Dr. Dominik Benner ist Familienunternehmer in der fünften Generation. Er transformierte ein 1882 gegründetes Einzelhandelsgeschäft zu einem digitalen E-Commerce-Unternehmen, welches neun Branchenplattformen für Händler betreibt und 120 Millionen Euro Umsatz erzielt. The Platform Group betreibt Portale wie Schuhe24, Bike-Angebot, Outfits24 oder Teech.de. Ziel ist es, den digitalen Wandel im Handel umzusetzen und dabei den Händlern vollständig digitale Prozesse abzubilden. Dominik Benner studierte Betriebswirtschaft in St. Gallen und promovierte dort über Familienunternehmen. Das Family Office der Familie umfasst Investition in Immobilien, Energie und Handel. Weitere Informationen unter the-platform-group.com sowie benner-holding.com.

Fabian Kienbaum ist seit 2018 Chief Empowerment Officer (CEO) der Kienbaum Consultants International GmbH. Vor seinem Wechsel zu Kienbaum arbeitete er in einer amerikanischen Unternehmensberatung in London. Fabian Kienbaum studierte internationales Management an der ESCP Europe. 2011 schloss er den Studiengang als Diplom-Kaufmann, Diplômé de Grande École und Master of Science ab. Zuvor erlangte der ehemalige Bundesligahandballer des VfL Gummersbach einen Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre in Köln. Fabian Kienbaum stieg 2014 in das familien- und partnergeführte Beratungshaus Kienbaum ein, dessen Portfolio sich auf alle Leistungen rund um „People & Organisation“ konzentriert.

Christina Block, Jahrgang 1973, ist gelernte Hotelfachfrau und absolvierte nach vielen Jahren praktischem Arbeiten im Ausland ein Master of Business Administration an der Edinburgh Business School. Im Jahr 2001 gründete sie ein Sandwich-Konzept mit drei Standorten in Hamburg. Seit 2011 ist sie gemeinsam mit ihren zwei Brüdern Gesellschafterin des Familienunternehmens. Zu dritt sitzen sie im Aufsichtsrat der Eugen Block Holding, die sich auf die Bereiche Systemgastronomie, Hotellerie und Lebensmittelproduktion spezialisiert hat. Mit der Marke Block House betreibt das Unternehmen 53 Restaurants in Europa und ist ebenfalls im Lebensmitteleinzelhandel präsent. Zudem ist die Gruppe, die 2019 einen Umsatz von 410 Millionen Euro erzielte und 2300 Mitarbeiter beschäftigt, ein großer Zulieferer der Hotellerie, Gastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung.

Dr. Henner Buhck, Jahrgang 1966, ist geschäftsführender Gesellschafter der Buhck Gruppe, die er zusammen mit seinem Bruder Thomas Buhck in der vierten Generation leitet. Das 1899 in Hamburg-Bergedorf gegründete Familienunternehmen ist heute einer der größten Umweltdienstleister in Norddeutschland mit rund 1000 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 135 Millionen Euro (2019). Die Unternehmensgruppe ist in den Geschäftsfeldern Abfallverwertung, Rohr- und Kanalservice sowie mit Beratungsdienstleistungen aktiv. Ihre 32 Unternehmen verteilen sich auf 16 Standorte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Alexander Graf von Kielmansegg, Jahrgang 1987, absolvierte nach einer landwirtschaftlichen Lehre und einem Bachelor of Science in Agrarwissenschaften seinen Master of Business Administration in Farm Management in England. 2016 übernahm er in neunter Generation einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Westholsteiner Elbmarsch, der bereits 1752 durch die Familie erworben wurde, von seinem Vater. Schwerpunkt des Betriebes ist der Anbau von Raps, Weizen, Gerste, Ackerbohne, Hafer, Braugerste, Rüben und Mais. Nach der Wende baute sein Vater einen weiteren Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern auf, ebenfalls mit Schwerpunkt Marktfruchtbau. Heute leitet Kielmansegg die beiden Betriebe als Geschäftsführer und beschäftigt saisonal wechselnd bis zu 15 Mitarbeiter.

Philip Hitschler-Becker, Jahrgang 1987, ist geschäftsführender Gesellschafter in vierter Generation der 1929 von Ferdinand Hitschler gegründeten hitschler international GmbH & Co. KG in Hürth bei Köln. Das Süßwarenunternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro im In- und Ausland. Zum Sortiment gehören Kindheitserinnerungen wie Hitschies, kleine bunte Kaubonbonstäbchen, Bunte Schnüre, Brause UFOs und Mäusespeck, auch Mallows genannt.

Marie-Luise Raumland, Jahrgang 1991, ist studierte Betriebswirtin und Önologin und bildet mit ihrer Schwester Katharina die zweite Generation im 1990 gegründeten Sekthaus Raumland mit Sitz im rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim. Das familiengeführte Sekthaus widmet sich mit größter Hingabe ausschließlich der Herstellung von hochwertigem Sekt in traditioneller Flaschengärung. Auf 10 Hektar biozertifizierter Rebfläche werden die Sekte aus handverlesenen Trauben mit viel Leidenschaft hergestellt. Dabei wird besonders viel Wert auf ein langes Hefelager, eine sorgfältige Selektion der Trauben sowie die schonende Verarbeitung der Trauben und Sektgrundweine im Keller gelegt. Mittlerweile gehört das Sekthaus zu den am meisten ausgezeichneten und renommiertesten Weingütern Deutschlands und ist über die Grenzen hinaus für die hohe Qualität der Sekte bekannt.

Bonita Grupp, Jahrgang 1989, ist nach ihrem Masterstudium an der London School of Economics 2013 in vierter Generation in das Familienunternehmen TRIGEMA Inh. W. Grupp e. K. eingetreten. Sie verantwortet die Bereiche Personal und E-Commerce. TRIGEMA, gegründet 1919, ist Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Das Unternehmen wird vom alleinigen Inhaber und Geschäftsführer Wolfgang Grupp geleitet. TRIGEMA produziert mit 1200 Mitarbeitern ausschließlich in Deutschland – vom Garn bis zum Fertigprodukt. Der Textilhersteller vertreibt seine Waren in eigenen Shops, im TRIGEMA-Online-Shop, kooperiert mit Handelskunden und beliefert Firmen, Vereine und Schulen mit personalisierten Bekleidungsstücken.

Benjamin Freisfeld, Jahrgang 1983, ausgebildeter Gemmologe und Diplom-Betriebswirt, ist in dritter Generation geschäftsführender Gesellschafter der Freisfeld Juweliere und von Brahmfeld & Gutruf – Hamburger Juweliere seit 1743 KG. Unterstützt wird er von seiner Frau Caroline Freisfeld, studierte Kunsthistorikerin und Betriebswirtin. Das Familienunternehmen Freisfeld wurde 1945 gegründet. Seitdem hat die Familie drei weitere Traditionsgeschäfte in Deutschland übernommen. Der Fokus des Unternehmens liegt auf den eigenen Schmucklinien, die größtenteils in Münster kreiert und gefertigt werden. Weiterhin führt Freisfeld in seinen Geschäften viele der feinsten Uhrenmanufakturen aus der Schweiz und aus Deutschland.

Constantin Buschmann, Jahrgang 1984, ist Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter der 1977 gegründeten BRABUS Group in Bottrop. BRABUS fertigt seit über 40 Jahren Luxusfahrzeuge und Komponenten mit Weltruf. Seit 2018 führt Constantin Buschmann die Geschäfte des Familienunternehmens in zweiter Generation. Zuvor absolvierte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften. Er engagiert sich als stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes Die Jungen Unternehmer und setzt sich als Präsident des Verbandes der Automobil Tuner e V. für Anbieter automobiler Individualität ein. Constantin Buschmann ist verheiratet und lebt unweit des Unternehmens in Bottrop. Instagram: @constantin_brabus.

Charlotte Finger, Jahrgang 1988, studierte Betriebswirtschaft an der WHU – Otto Beisheim School of Management und ist geschäftsführende Gesellschafterin der Maschinenfabrik Mönninghoff in Bochum sowie der Chemnitzer Zahnradfabrik. Beide Firmen sind in der Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Antriebstechnik für den weltweiten Maschinen- und Anlagenbau typische Hidden Champions. Nach ihrer über hundertjährigen bewegten Geschichte stehen die Unternehmen nun vor ihrer größten Herausforderung: das Produktspektrum und die Fertigungstechnologie gänzlich zu transformieren und in eine digitale Welt zu überführen.

Zoë Andreae, Jahrgang 1993, ist studierte Betriebswirtin und Geschäftsführerin in zweiter Generation des 1986 in Hamburg gegründeten Softwareunternehmens LECARE. Das Familienunternehmen entwickelt branchenübergreifend juristische Software für Rechtsabteilungen von kleinen Unternehmen bis hin zu international tätigen Großkonzernen. Neben digitaler Akten- und Vertragsverwaltung bietet LECARE Lösungen in den Bereichen Datenschutz und Compliance sowie im Forderungsmanagement, in der Verwaltung von Marken, Patenten und Gerichtsverfahren und im elektronischen Rechtsverkehr an. LECARE Softwarelösungen werden als strategisches Instrument zur Digitalisierung der juristischen Vorgänge und Aufgabengebiete individuell auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst.

Felix Fiege, Jahrgang 1978, führt als Vorstandsvorsitzender gemeinsam mit seinem Cousin Jens Fiege das Familienunternehmen in fünfter Generation. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. In seiner Freizeit spielt er gern Fußball oder Tennis, segelt oder jagt. FIEGE ist ein internationaler Kontraktlogistiker mit mehr als 20 000 Mitarbeitern an über 150 Standorten in 14 Ländern. Die Kundenbandbreite reicht von jungen Start-ups bis hin zu Marktführern in den verschiedensten Branchen. Fiege entwickelt individuelle Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette und fokussiert sich auf die Kernbranchen Fashion & Lifestyle, Healthcare, Industrie, Konsumgüter, Reifen, Medien und Online Retail.

Axel Stürken, Jahrgang 1966, studierte Wirtschaftswissenschaften in der Schweiz und ist geschäftsführender Gesellschafter der LEUCHTTURM GRUPPE GmbH & Co. KG in Geesthacht bei Hamburg. Das 1917 gegründete mittelständische Familienunternehmen der Konsumgüterindustrie erwirtschaftet mit weltweit etwa 500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro (2020). Zum Markenportfolio gehören neben Leuchtturm, der weltweit führenden Marke für Briefmarken- und Münzsammler, Leuchtturm1917 (Notizbücher), Semikolon (Papeterie), Torquato (Versandhandel und Einzelhandelsgeschäfte), Bethge Hamburg (Einzelhandelsgeschäfte für Lederwaren und Schreibkultur), Treuleben (Luxus-Lederwaren) und Legendär (Lifestyle Accessoires).

Marie-Christine Ostermann, Jahrgang 1978, ist seit 2006 in vierter Generation geschäftsführende Gesellschafterin des Lebensmittelgroßhändlers Rullko Großeinkauf. Seit 2010 ist sie Aufsichtsratsmitglied der Optikerkette Fielmann AG und seit 2013 Mitglied des Präsidiums im Verband Die Familienunternehmer e. V. Im Jahr 2015 gründete sie mit anderen Unternehmern die Non-Profit-Initiative Startup Teens, die aktuell reichweitenstärkste Bildungsplattform in Deutschland für Jugendliche für Entrepreneurship Education und Coding. Ostermann ist ausgebildete Bankkauffrau und absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, das sie als Diplomkauffrau abschloss.

Maike Rotermund, Jahrgang 1976, studierte zunächst in England, wo sie anschließend eine Ausbildung zur Wirtschaftsprüferin absolvierte. Sie führt Orion seit 2014 in zweiter Generation. Das Erotikunternehmen vertreibt Produkte nicht nur mit einem B2C-Onlineshop in sechs Ländern Europas, sondern über seinen Großhandel auch an Wiederverkäufer rund um den Globus. Zur Orion Versand GmbH & Co. KG gehören außerdem Shops in Österreich, Dänemark und Norwegen. Die Verwaltung und Logistik des Unternehmens befinden sich am Firmensitz in Flensburg, wo gut 300Mitarbeiter beschäftigt sind.

Philippa Weig, Jahrgang 1993, ist Juristin und Gesellschafterin der vierten Generation der inhabergeführten, international agierenden WEIG-Gruppe. Gegründet 1931 als Hersteller von Recyclingkarton, bedient WEIG heute die Verpackungs- sowie Baustoffindustrie weltweit. Mit Unternehmen in den Sparten Altpapiersammlung und Recycling, Kartonproduktion und Kartonverarbeitung deckt WEIG die gesamte Wertschöpfungskette ab und realisiert durch den Einsatz von Altpapier als Hauptrohstoff zukunftsweisend eine papierbezogene Kreislaufwirtschaft. An Standorten in Deutschland und Südamerika erwirtschaften 1500 Mitarbeiter einen Umsatz von ca. 600 Millionen Euro. Der Gesellschafterkreis besteht aus 16 Familienmitgliedern.

Friederike Driftmann, Jahrgang 1991, ist Juristin und Gesellschafterin in der siebten Generation des 1820 gegründeten mittelständischen Nahrungsmittelunternehmens Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in Elmshorn, das mit rund 380 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 130 Millionen Euro (2019) erwirtschaftet. Der traditionelle Mühlenbetrieb produziert unter dem Markennamen Kölln unter anderem Haferflocken, Müslis und Frühstückscerealien. Darüber hinaus hält das Unternehmen Markenrechte an Mazola, Livio, Biskin, Palmin und Becht‘s und ist damit auch im Bereich Speiseöle und -fette aktiv. Zum Sortiment gehört zudem Milchzucker der Marke Edelweiss. Die Gesellschafter haben sich 2015 vorübergehend aus der Geschäftsführung zurückgezogen und agieren zusammen als aktive Inhaberfamilie.



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