Böldl / Vollmer / Zernack | Die Saga von den Verbündeten | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 101 Seiten

Reihe: Fischer Klassik Plus

Böldl / Vollmer / Zernack Die Saga von den Verbündeten

Isländersagas
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-10-401675-7
Verlag: S. Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Isländersagas

E-Book, Deutsch, 101 Seiten

Reihe: Fischer Klassik Plus

ISBN: 978-3-10-401675-7
Verlag: S. Fischer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



»Ein isländischer Schriftsteller kann nicht leben, ohne beständig über die alten Bücher nachzudenken.« Halldór Laxness Der Stellenwert, den die Isländersagas im kulturellen Gedächtnis der Isländer einnehmen, ist enorm. Bis heute haben die fesselnden Geschichten rund um die Besiedelung der nordischen Insel nicht an Leuchtkraft verloren: Die Prosatexte aus dem 13. und 14. Jahrhundert sind eine Sternstunde der Geistesgeschichte Europas - und können hier in einer breiten Auswahl bewundert werden. Mit der vorliegenden Neuedition öffnet sich dem Leser ein Tor in eine Welt, die beseelt ist von wütenden Außenseitern, starken Frauen und Rechtskundigen, von Rache, Totschlag und Buße, aber auch von Schadenszauber und Wiedergängern und nicht zuletzt abenteuerlichen Reisen in ferne Länder. Die Isländersagas sind Weltliteratur. Die ?Isländersagas? - vorgelegt von den besten literarischen Übersetzern und angereichert mit wissenschaftlichen Zusatzinformationen - räumen einer der bedeutendsten Literaturen den Platz ein, der ihr gebührt. Mit einem Vorwort der Herausgeber Mit Faksimiles der mittelalterlichen Handschriften Mit Karten der Handlungsorte der Sagas Mit einem Glossar

Klaus Böldl, geboren 1964 in Passau, debütierte 1997 mit dem Roman ?Studie in Kristallbildung?. Seither erschienen die Erzählung ?Südlich von Abisko?, das poetische Reisebuch ?Die fernen Inseln?, sein Buch über Passau ?Drei Flüsse? und die Romane ?Der nächtliche Lehrer? und ?Der Atem der Vögel?. Für sein literarisches Werk wurde Klaus Böldl mit dem Tukan-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, dem Hermann-Hesse-Literaturpreis sowie dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet. Er lehrt mittelalterliche skandinavische Literatur an der Universität Kiel. Literaturpreise: Friedrich-Hebbel-Preis 2013 Andreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen ihn Fragen der Überlieferung und Edition von mittelalterlichen Texten. Julia Zernack ist Professorin für Skandinavistik an der Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten unter anderem der mittelalterlichen Literatur Skandinaviens und Islands sowie ihrem Nachleben in der Neuzeit. Andreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen ihn Fragen der Überlieferung und Edition von mittelalterlichen Texten. Julia Zernack ist Professorin für Skandinavistik an der Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten unter anderem der mittelalterlichen Literatur Skandinaviens und Islands sowie ihrem Nachleben in der Neuzeit.
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Die Saga von den Verbündeten


1 Von Ófeig und Odd


Ófeig hieß ein Mann, der wohnte auf der westlichen Seite des Miðfjordes auf jenem Hof, der den Namen Reykir trägt. Er war ein Sohn Skíðis, und seine Mutter hieß Gunnlaug. Deren Mutter war Járngerð, die Tochter Ófeig Járngerðarsons aus dem Norden aus Skörð. Er war verheiratet, und seine Frau hieß Þorgerð und war eine Tochter Vális. Sie war eine Frau, die aus einer angesehenen Familie stammte und der niemand an Tüchtigkeit gleichkam. Ófeig war ein Mann von außergewöhnlichem Verstand und in seiner Weitsicht auch ein äußerst beliebter Ratgeber. Er war in jeglicher Hinsicht ein bedeutender Mann, auch wenn ihm das Geld bisweilen etwas knapp war. Er besaß viel Land, doch kaum anderweitiges Vermögen. Und auch wenn die notwendige Versorgung des Hofes schon schwierig genug war, geizte er niemandem gegenüber mit dem Essen. Er gehörte zu den Thingleuten von Styrmir aus Ásgeirsá, der damals dort im Westen als der wichtigste Mann galt.

Ófeig hatte mit seiner Frau einen Sohn, der Odd hieß. Er war ein gutaussehender junger Mann, der schnell erwachsen wurde. Von seinem Vater wurde ihm nicht viel Liebe entgegengebracht. Odd zeigte keine große Lust, auf dem Hof mit anzupacken.

Ein Mann hieß Váli, der im Hause Ófeigs aufwuchs. Man hielt große Stücke auf ihn, und er war sehr beliebt. Odd wuchs zu Hause bei seinem Vater heran, bis er zwölf Winter alt war. Ófeig war Odd gegenüber lange Zeit verschlossen und schätzte ihn wenig. Unter den Leuten erzählte man sich, dass niemand dort in der Gegend ein tüchtigerer Kerl sei als Odd.

Eines Tages kommt Odd zu seinem Vater, um mit ihm zu reden, und bittet ihn um Geld, »denn ich möchte von hier fort. Es ist wohl so«, sagt er, »dass du wenig von mir hältst. Für euren Hof hier bin ich auch kaum von Nutzen.«

Ófeig antwortet: »Ich werde dir keinen geringeren Anteil auszahlen als den, den du dir verdient hast. Ich werde dir zukommen lassen, was deinem Wert hier am ehesten entspricht, und dann wirst du schon sehen, wie weit du damit kommst.«

Odd sagte, dass er damit keine großen Sprünge machen könne, und damit endete das Gespräch.

Am Tag darauf nimmt Odd eine Angelschnur von einer der Holzwände im Haus, dazu alles andere, was man zum Fischen braucht, sowie zwölf Ellen Wollstoff. Er verlässt dann das Haus und verabschiedet sich von niemandem. Er geht nach Vatnsnes hinaus und schließt sich dort einer Gruppe von Fischern an, bei denen er auf Vorschuss und gegen Leihgebühr erhält, was er am dringendsten benötigt. Und als sie erfahren, dass er aus einer angesehenen Familie stammt, und auch er selbst sich Freunde gemacht hatte, lassen sie es darauf ankommen und beteiligen ihn. Er erwarb dann alles auf Kredit und war das Jahr über mit ihnen bei ihren Fanggründen, und man erzählt sich, dass die, die mit Odd unterwegs waren, stets den besten Fang nach Hause brachten. Dort war er drei Winter und drei Sommer lang, bis es schließlich dahin gekommen war, dass er jedem zurückgezahlt hatte, was er ihm schuldete, und sich darüber hinaus noch Handelsware erworben hatte. Seinen Vater besuchte er nie, und sie taten beide so, als hätten sie nichts miteinander zu schaffen. Bei seinen Kameraden war Odd beliebt.

Da kommt es, dass er auch Transporte unternimmt und mit Waren in den Norden nach Strandir segelt, und er besorgt sich ein Fährschiff. So kommt er dann zu Geld. Schnell wächst sein Vermögen, bis er eine ganz eigene Fähre hat. Einige Sommer lang pendelt er nun zwischen Miðfjord und Strandir, und es beginnt eine Zeit, in der er zu ordentlichem Wohlstand gelangt. Da kommt es wiederum, dass ihn die Arbeit zu langweilen beginnt. Daraufhin kauft er sich bei einem Handelsschiff ein, fährt außer Landes und ist eine Zeitlang auf Handelsfahrten unterwegs, und auch dies geht ihm gut von der Hand, und seinen Gefährten ist er eine große Hilfe. So kommt er nicht nur zu einem Vermögen, sondern findet auch sein Glück. Dieser Arbeit geht er so lange nach, bis er einen eigenen Knörr besitzt und auch den Großteil der Ladung. Damit ist er auf Handelsfahrten unterwegs und wird zu einem sehr reichen und angesehenen Mann. Oft war er im Ausland bei Fürsten und Herrschern und anderen Mächtigen, und wo immer er hinkam, stand er in hohem Ansehen. Mit der Zeit wurde er so wohlhabend, dass er zwei Knörre besaß, die beide auf Handelsfahrt waren. Und so sagt man sich, dass es zu jener Zeit keinen Kauffahrer mehr gegeben hätte, der so reich gewesen wäre wie Odd. Er hatte auf seinen Fahrten auch mehr Glück als andere Leute. Nördlicher als bis zum Eyjafjord kam er auf seinem Schiff nie, und auch nicht weiter in den Westen als bis zum Hrútafjord.

2 Óspak übernimmt die Verwaltung auf Mel


Man erzählt sich, dass Odd eines Sommers mit seinem Schiff in den Hrútafjord nach Borðeyri kam und vorhatte, den Winter dort zu verbringen. Da wurde von seinen Freunden der Vorschlag gemacht, er möge sich doch dort niederlassen, und auf ihre Bitte hin erklärte er sich einverstanden und kaufte sich Land am Miðfjord, da wo es Mel heißt. Er errichtete dort eine große Wirtschaft und wurde ein angesehener Hausherr auf seinem Hof, und es wird erzählt, dass diese Leistung nicht geringer geachtet wurde als seine Fahrten zuvor, und damit gab es nun im ganzen Nordland niemanden mehr, der vergleichbaren Reichtum besaß. Was Geld anging, war er besser gestellt als die meisten anderen Leute, und denen gegenüber, die bei ihm waren und seiner Hilfe bedurften, zeigte er sich hilfsbereit. Seinen Vater aber unterstützte er nie. Sein Schiff zog er am Hrútafjord an Land. Man sagt, dass hier auf Island niemand so reich wie Odd gewesen sei. Die Leute behaupten vielmehr, er habe nicht weniger Geld besessen als die drei Reichsten zusammengenommen. Sein Vermögen war in jeder Hinsicht enorm, sei es an Gold oder Silber, an Grundbesitz oder an Vieh. Váli, sein Ziehbruder, war stets an seiner Seite, ob er hier im Land war oder im Ausland. Odd saß nun auf seinem Hof in solchem Ansehen, wie jetzt erzählt wurde.

Ein Mann wurde Glúm genannt. Er wohnte auf Skriðinsenni. Das liegt zwischen dem Bitrufjord und dem Kollafjord. Er war mit einer Frau verheiratet, die Þórdís hieß. Sie war die Tochter von Ásmund Grauhaar, dem Vater von Grettir Ásmundarson. Der Sohn Glúms und seiner Frau hieß Óspak. Er war ein Hüne von kräftiger Statur, aber auch ein dreister und unangenehmer Mensch, mit dem nur schwer auszukommen war. Er fuhr schon in jungen Jahren zwischen Strandir und den nördlichen Bezirken hin und her, um Leute und Waren zu befördern. Er war ein tüchtiger Kerl und wurde stark und kräftig.

Eines Sommers kam er in den Miðfjord und bot dort seinen Fang zum Verkauf an. Und eines Tages besorgte er sich ein Pferd und ritt nach Mel hinauf, wo er Odd aufsuchte. Sie grüßten einander und tauschten Neuigkeiten aus, die man sich gerade so erzählte.

Óspak sprach: »Man darf wohl behaupten, Odd«, sagte er, »dass man über eure wirtschaftliche Lage hier nur Gutes hört. Alle loben dich in den höchsten Tönen, und jeder, der bei dir ist, ist davon überzeugt, es gut erwischt zu haben. Nun hatte ich gehofft, dass es mir genauso ergehen könnte. Ich würde gern bei dir unterkommen.«

Odd antwortet: »Über dich erzählt man sich nicht viel Gutes, und beliebt bist du wohl nicht. Du scheinst es faustdick hinter den Ohren zu haben und schlägst in der Hinsicht wohl ganz nach deiner Familie

Óspak erwidert: »Darüber solltest du dir dein eigenes Urteil bilden und nicht auf das Geschwätz anderer hören, denn über Gebühr lobt man wohl kaum einen. Ich verlange keine Almosen von dir. Ich würde gern unter deinem Dach unterkommen. Um die Verpflegung würde ich mich selbst kümmern, und dann wirst du sehen, was du an mir hast.«

Odd antwortet: »Du und deine Sippschaft, ihr seid schon beeindruckend, und es ist nicht leicht, es mit euch aufzunehmen, wenn euch einmal etwas gegen den Strich geht. Und so wie du mich darum bittest, dich aufzunehmen, werden wir es wohl einen Winter lang darauf ankommen lassen können.«

Óspak nimmt das dankbar an, kommt im Herbst mit seinen Vorräten nach Mel und stimmt sich Odd dort bald gewogen. Er arbeitet gut auf dem Hof mit und schuftet für zwei. Odd gefällt er sehr.

Das Winterhalbjahr vergeht, und als es Frühling wird, bietet Odd ihm an, bei ihm zu bleiben, und meint, das wäre ihm am liebsten. Er ist damit einverstanden. Óspak übernimmt nun die Verwaltung des Hofes, und der macht große Fortschritte. Allen kommt es beachtlich vor, wie sich dieser Mann entwickelt. Auch Freunde hatte er inzwischen gewonnen. Der Hof steht nun in großer Blüte, und kein anderer Haushalt kann sich an Pracht noch mit dem von Odd messen. Nur eines noch, so schien es den Leuten, fehlte Odd zum größten Ansehen, nämlich ein Godentum. Damals war es häufiger Brauch, ein neues Godentum zu errichten oder sich eines zu kaufen, und dies tat er nun. Binnen kurzem hatte er eine Schar von Thingleuten beisammen. Sie rissen sich regelrecht darum. Es blieb jetzt eine Weile lang ruhig.

3 Óspak übernimmt das Godentum


Odd ist zufrieden mit Óspak und überlässt ihm auf dem Hof weitgehend die Entscheidung. Er arbeitet schwer und ist fleißig, und für den Hof ist er eine große Hilfe. Der Sommer geht vorüber, und Odd ist nun mit Óspak zufriedener als zuvor, da er jetzt noch mehr leistet. Im Herbst treibt er die Schafe von den Bergen, und sie kehren alle wohlbehalten zurück, kein Einziges geht verloren.

Der Winter verstreicht, und es wird Frühling. Odd lässt verlauten, er wolle im Sommer außer Landes fahren,...


Vollmer, Andreas
Andreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu
Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen
ihn Fragen der Überlieferung und Edition von mittelalterlichen Texten.

Julia Zernack ist Professorin für Skandinavistik an der Johann Wolfgang Goethe-
Universität in Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten unter anderem der mittelalterlichen
Literatur Skandinaviens und Islands sowie ihrem Nachleben in der Neuzeit.

Zernack, Julia
Andreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu
Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen
ihn Fragen der Überlieferung und Edition von mittelalterlichen Texten.

Julia Zernack ist Professorin für Skandinavistik an der Johann Wolfgang Goethe-
Universität in Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten unter anderem der mittelalterlichen
Literatur Skandinaviens und Islands sowie ihrem Nachleben in der Neuzeit.

Böldl, Klaus
Klaus Böldl, geboren 1964 in Passau, debütierte 1997 mit dem Roman ›Studie in Kristallbildung‹. Seither erschienen die Erzählung ›Südlich von Abisko‹, das poetische Reisebuch ›Die fernen Inseln‹, sein Buch über Passau ›Drei Flüsse‹ und die Romane ›Der nächtliche Lehrer‹ und ›Der Atem der Vögel‹. Für sein literarisches Werk wurde Klaus Böldl mit dem Tukan-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, dem Hermann-Hesse-Literaturpreis sowie dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet. Er lehrt mittelalterliche skandinavische Literatur an der Universität Kiel.

Literaturpreise:

Friedrich-Hebbel-Preis 2013

Klaus BöldlKlaus Böldl, geboren 1964 in Passau, debütierte 1997 mit dem Roman ›Studie in Kristallbildung‹. Seither erschienen die Erzählung ›Südlich von Abisko‹, das poetische Reisebuch ›Die fernen Inseln‹, sein Buch über Passau ›Drei Flüsse‹ und die Romane ›Der nächtliche Lehrer‹ und ›Der Atem der Vögel‹. Für sein literarisches Werk wurde Klaus Böldl mit dem Tukan-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, dem Hermann-Hesse-Literaturpreis sowie dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet. Er lehrt mittelalterliche skandinavische Literatur an der Universität Kiel.

Literaturpreise:

Friedrich-Hebbel-Preis 2013
Andreas VollmerAndreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu
Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen
ihn Fragen der Überlieferung und Edition von mittelalterlichen Texten.

Julia Zernack ist Professorin für Skandinavistik an der Johann Wolfgang Goethe-
Universität in Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten unter anderem der mittelalterlichen
Literatur Skandinaviens und Islands sowie ihrem Nachleben in der Neuzeit.
Julia ZernackAndreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu
Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen
ihn Fragen der Überlieferung und Edition von mittelalterlichen Texten.

Julia Zernack ist Professorin für Skandinavistik an der Johann Wolfgang Goethe-
Universität in Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten unter anderem der mittelalterlichen
Literatur Skandinaviens und Islands sowie ihrem Nachleben in der Neuzeit.

Klaus Böldl, geboren 1964 in Passau, debütierte 1997 mit dem Roman ›Studie in Kristallbildung‹. Seither erschienen die Erzählung ›Südlich von Abisko‹, das poetische Reisebuch ›Die fernen Inseln‹, sein Buch über Passau ›Drei Flüsse‹ und die Romane ›Der nächtliche Lehrer‹ und ›Der Atem der Vögel‹. Für sein literarisches Werk wurde Klaus Böldl mit dem Tukan-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, dem Hermann-Hesse-Literaturpreis sowie dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet. Er lehrt mittelalterliche skandinavische Literatur an der Universität Kiel.
Literaturpreise:
Friedrich-Hebbel-Preis 2013
Andreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu
Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen
ihn Fragen der Überlieferung und Edition von mittelalterlichen Texten.
Julia Zernack ist Professorin für Skandinavistik an der Johann Wolfgang Goethe-
Universität in Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten unter anderem der mittelalterlichen
Literatur Skandinaviens und Islands sowie ihrem Nachleben in der Neuzeit.

Andreas Vollmer war Lektor für Isländisch an der Humboldt-Universität zu
Berlin und übersetzt isländische Literatur. In der Mediävistik beschäftigen
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