Boswell / Davis / Gold | Baccara Exklusiv Band 62 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 62, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

Boswell / Davis / Gold Baccara Exklusiv Band 62

Alarmstufe rot! / Das fast perfekte Chaos / Ich liebe dich, Cowboy /
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-633-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Alarmstufe rot! / Das fast perfekte Chaos / Ich liebe dich, Cowboy /

E-Book, Deutsch, Band 62, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

ISBN: 978-3-86295-633-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



ALARMSTUFE ROT! von GOLD, KRISTI
Wie heiß das Feuer des Verlangens zwischen ihnen auch lodert: Sex mit ihrem Patienten, dem faszinierenden Herzchirurgen, ist für die Reha-Therapeutin Brooke tabu! Denn sie fürchtet, dass Jared Dankbarkeit mit Leidenschaft verwechselt. Bis er ihr überraschend kündigt ...
DAS FAST PERFEKTE CHAOS von BOSWELL, BARBARA
Der begehrte Rancher Mac Wilde will nur eine Vernunftehe mit ihr: Dabei erregen bereits seine Blicke Karas erotischste Fantasien. Und sein spontaner Kuss brennt viel zu heiß auf ihren Lippen. Schon jetzt sehnt sich ihr Herz nach allem - nur nicht nach Vernunft!
ICH LIEBE DICH, COWBOY von DAVIS, SUZANNAH
Ihre heimliche Jugendliebe Travis ist zurück: Dass sich der Rodeo-Star auch nach Mercy verzehrt, zeigt er ihr bald mit feurigen Küssen. Aber je explosiver ihre Nächte sind, umso quälender wird ihre Angst um ihn. Denn er spielt auch leidenschaftlich gern mit der Gefahr.



Barbara Boswell war als Krankenschwester tätig, bis sie sich ganz der Kindererziehung widmete. Sie begann 1983 zu schreiben und veröffentlichte 22 Romane.

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1. KAPITEL

Normalerweise liebte Brooke Lewis die Herausforderungen ihres Berufs als Physiotherapeutin, aber angesichts dieses neuen Patienten empfand sie den Wunsch, zur nächsten Imbissbude zu laufen und sich dort um einen Job zu bewerben. Der abweisende Blick seiner blauen Augen und die reservierte Haltung schienen zu sagen: „Ihr habt mich herbestellt, und da bin ich – aber nur höchst ungern.“

Dr. Jared Granger, genannt „der unnahbare Charmeur aus der Chirurgie“, der Mann, dem ihre schamlosesten Fantasien galten, beehrte sie mit seiner Anwesenheit. Und keinem Menschen auf der Station war eingefallen, sie vorzuwarnen.

Wie oft hatte sie ihn heimlich bewundert, wenn er in seinem makellosen Kittel durch die Korridore des San Antonio Memorial Hospital eilte, die dichten blonden Haare nach der neuesten Mode geschnitten und mit einer Miene, die jeden auf Abstand hielt. Letzteres lag wohl in der Natur der Sache. Jemand, von dessen Können Tag für Tag das Leben anderer Menschen abhing, gab sich nicht unbedingt leutselig.

Doch seit ein Unfall ihn zur Untätigkeit verdammt hatte, war er verändert. Sein helles Haar war zerzaust, seine sonst so sorgfältig rasierten Wangen wiesen einen zunehmend üppigen Bartwuchs auf. Von seinen abgewetzten Jeans hatte er das linke Bein abgeschnitten, und man sah den Gipsverband. Er wirkte insgesamt, als hätte er schon bessere Zeiten gesehen – eher wie ein Nachtschwärmer und nicht wie ein erfolgreicher Herzchirurg.

In den vergangenen Wochen hatten auf der Station für Physiotherapie wilde Geschichten über sein störrisches Verhalten die Runde gemacht. Brooke war es allerdings gelungen, seinem Unmut aus dem Weg zu gehen. Bis jetzt.

Jetzt würde sie diesen Mann sogar berühren müssen, und obwohl ihr das unter anderen Umständen gar nicht unrecht gewesen wäre, hatte sie nun das Gefühl, dass er einiges dagegen haben würde.

Lächelnd wies sie auf den Sessel ihrem gegenüber. „Schön, dass Sie gekommen sind, Dr. Granger. Setzen Sie sich doch.“

Schweigend hüpfte er mit seiner Krücke heran, ließ sich nieder, streckte das Gipsbein ungeschickt zur Seite und platzierte die geschiente Hand auf dem Tisch, als wolle er Brooke zum Armdrücken auffordern. Sie zog den Vorhang der Kabine zu, um ihn vor den neugierigen Blicken von Patienten und Personal im Behandlungssaal abzuschirmen.

Als sie sich ihm wieder zuwandte, sagte er mit einem sarkastischen Lächeln: „Sie sind also mein nächstes Opfer.“

Das Lächeln, so wenig gewinnend es auch sein sollte, ließ ihren Puls schneller schlagen, und Brooke fragte sich, ob sie nicht ein Mittel gegen Herzflattern brauchte. Sie setzte sich und entgegnete: „Ich? Es ist wohl eher umgekehrt.“

Sie klappte das Krankenblatt auf und schaute sich den Behandlungsplan sowie die Notizen über seine spärlichen Fortschritte an. Vielleicht war doch sie das Opfer. Er war in drei Wochen durch die Hände von drei Therapeuten gegangen.

Sie sah auf und merkte, dass er sie abwartend musterte. Vermutlich rechnete er mit einem weiteren Fehlschlag. Oder lag hinter seinem prüfenden Blick noch etwas anderes? Er stand im Ruf eines Frauenhelden. Dachte er vielleicht, sie würde jetzt seinetwegen verzückt in Ohnmacht fallen? Da hätte er sich aber schwer getäuscht. Sie würde ihre heimliche Bewunderung für sich behalten.

Höflich lächelnd legte sie das Krankenblatt beiseite. „Ich bin Brooke Lewis, und wir werden vermutlich eine Weile miteinander arbeiten, Dr. Gran…“

„Damit rechnen Sie besser nicht.“ Sein harter Blick und die verspannten Kinnmuskeln sprachen für Aufsässigkeit.

Sie hätte ihn am liebsten angefahren. „Ich verstehe nicht ganz. Dr. Kempner wünscht eine gründliche Therapie für Ihre Hand.“

„Richtig, das wünscht er.“

„Und Sie nicht?“

„Ich hasse dieses Getue.“

Brooke ahnte, dass das bald auch für sie gelten würde. „Dann lassen Sie es uns so angenehm wie möglich für uns beide gestalten. Wenn Sie wieder operieren wollen, sollten Sie …“

„Sprechen Sie dieses Thema nicht an. Niemals.“

Er beugte sich vor und durchbohrte sie förmlich mit seinem starren Blick – und sie bekam einen Eindruck vom wahren Ausmaß seines Leids. Mit körperlichen Schmerzen konnte sie umgehen, sie oft lindern. Aber seelischer Kummer? Zwar war sie anfällig für Mitgefühl, aber mit einem selbstgefälligen Gott in Weiß wollte sie kein Mitgefühl haben. Leider empfand sie es dennoch, denn seine Augen verrieten tiefe Frustration und Verzweiflung.

Sie straffte sich und versuchte, ihren gewohnten Optimismus auszustrahlen. „Okay, dann arbeiten wir fürs Erste an Ihren Sehnen, und anschließend sehen wir weiter.“ Sie wollte ihm die Schiene abnehmen, doch er zog seine Hand weg.

„Ich mache das schon.“ Umständlich entfernte er die Schiene.

Immerhin war es ein gutes Zeichen, dass er selbst aktiv wurde. Er besaß also noch einen gewissen Stolz. Doch das könnte allerdings auch zu einem Problem für sie werden.

Sie führte sich seine Situation vor Augen. Seine Arbeit als Chirurg konnte er an den Nagel hängen, wenn seine Hand nicht wieder voll funktionsfähig werden würde. Kein Wunder also, dass er gereizt war. Zorn war jedoch mitunter heilsam und ein starker Antrieb. Wenn man bedachte, dass bei dem Unfall die Sehnen von drei Fingern verletzt worden waren, brauchte Dr. Granger wirklich einen kräftigen Anstoß für den langwierigen Genesungsprozess. Würde sie ihm den geben können? Falls er sie nicht rundheraus ablehnte …

Behutsam nahm sie seine Hand. Seine Finger waren schlank und dabei muskulös, allerdings jetzt steif. „Haben Sie die Bewegungsübungen gemacht?“

Er zuckte die Achseln und sah zur Seite. „Wenn ich Zeit hatte.“

Er machte es ihr wahrlich nicht leicht. Sie begutachtete das Handgelenk. Vorsichtig berührte sie die Narbe.

Er zuckte zusammen.

„Offenbar ist das Gewebe noch sehr empfindlich“, bemerkte sie.

„Was Sie nicht sagen.“

Ohne seinen Sarkasmus zu beachten, untersuchte sie den Daumen. „Spüren Sie hier etwas?“

„Nein.“

Sie fasste den Zeigefinger an. „Und hier?“

Unwillig riss er die Hand zurück. „Hören Sie, ich habe das mehrfach mitgemacht“, stieß er hitzig hervor. „Ich habe kein Gefühl im Daumenballen, keins im Zeigefinger und ein sehr reduziertes im Mittelfinger. Meine Sehnen sind hinüber, und daran kann selbst eine Armee von Therapeuten nichts ändern.“

Brooke ermahnte sich zu Gelassenheit und wartete, bis sein Ausbruch vorüber war. Als er sich etwas entspannte, setzte sie erneut ein Lächeln auf. „Dr. Granger, Sie kennen Ihren Zustand sicherlich besser als ich. Dies alles ist bestimmt schlimm für Sie. Aber wenn Sie die Therapie nicht fortsetzen, werden Sie nie mehr etwas Kleineres als eine Orange ergreifen können, ganz zu schweigen von einem Skalpell.“

Gefasst auf Protest, sah sie ihn an. Da Granger schwieg, fuhr sie fort: „Wenn Sie kooperativ sind, will ich mein Bestes tun. Aber allein kann ich das nicht.“

„Und ich kann es überhaupt nicht.“

Sie erwartete, dass er sich kurzerhand hochstemmen und gehen würde. Doch das tat er nicht. Was hielt ihn hier, da er ihr doch jegliche Mitarbeit versagte? Weshalb verschwendete er noch ihre Zeit? Und seine?

Trotzdem, es war ihre Aufgabe, ihn zu motivieren und Ergebnisse zu erzielen. Und Ruhe zu bewahren.

Während sie die Wärmepackung an seinem Gelenk anlegte und versuchte, das Narbengewebe durch elektrische Reizung geschmeidiger zu machen, sprach er kein Wort. Sie massierte die Muskeln und machte Streckübungen, um die Sehnen zu entspannen, und noch immer blieb er stumm. Eigentlich reagierte er gar nicht, bis auf ein gelegentliches Zucken. Als sie ein beiläufiges Geplauder über das Wetter begann, antwortete er einsilbig. Genauso gut hätte sie die Wand anreden können.

„Okay, jetzt kommt etwas Neues“, verkündete sie, um ein bisschen Interesse bei ihm zu wecken. „Richten Sie sich gerade auf, und versuchen Sie, das hier zu greifen.“

Er bewegte sich circa einen Millimeter, und sie legte ihm einen kleinen Schaumgummiball in die Hand. Nachdem er den Ball kurz angewidert angestarrt hatte, ließ er ihn teilnahmslos entgleiten, sodass er auf den Boden fiel. Geduldig hob sie ihn auf und legte ihn noch einmal auf seinen Handteller. Wieder rollte der Ball weg, und zwar unter den Tisch.

Leicht genervt beugte sie sich hinunter, packte den Ball und stieß sich beim Hochkommen prompt an der Tischkante.

Der Herr Doktor starrte ungerührt in die Luft. Er zeigte totale Gleichgültigkeit, als wünschte er sich weit weg. Sie wünschte ihn auf jeden Fall dorthin.

Nachdem Brooke an diesem verregneten Morgen aufgestanden war, die erste Kaltfront des Herbstes, den kaputten Kaffeeautomaten sowie einen platten Autoreifen hingenommen hatte, hatte sie sich ergeben auf einen typischen Montag eingerichtet. Aber diese Behandlung verdiente sie nicht, schon gar nicht von dem Mann ihrer Träume.

Sie war bekannt dafür, dass sie auch bei schwierigen Patienten nie die Fassung verlor. Aber dieser Tag war die Mutter aller schwarzen Tage, und momentan fühlte sie sich keineswegs gefasst. Kalte Wut stieg in ihr auf.

Brooke quetschte den Ball in der Faust und sah ihr Gegenüber streng an. „Dr. Granger, da Sie offenbar ein Problem damit haben, mit mir zu kooperieren, vermute ich, dass Sie es gerade mit einem...



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