Boulle | Planet der Affen: Originalroman | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Reihe: Planet der Affen

Boulle Planet der Affen: Originalroman


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-86425-457-4
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Reihe: Planet der Affen

ISBN: 978-3-86425-457-4
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In einem Raumschiff, das mit Lichtgeschwindkeit durch das Weltall fliegt, begibt sich der Journalist Ulysse Mérou zusammen mit zwei Wissenschaftlern auf eine Mission, die die Erkundung des nächstgelegenen Sonnensystems zum Ziel hat. Zu ihrer goßen Überraschung finden sie einen Planeten, der unserer Erde gleicht. Doch eine noch größere Verblüffung erwartet sie: Auf Soror, so der Taufname durch die Entdecker, leben menschenähnliche Wesen! Diesen scheint jedoch jedwedes rationale Denkvermögen zu fehlen, und kaum ist eine erste Verständigung hergestellt, werden sie allesamt gejagt und gefangen genommen von der herrschenden Zivilisation auf dem Planeten: Affen! Schreckliche Experimente und einen schmerzvollen Tod vor Augen muss es Ulysse gelingen, seine haarigen und hochintelligenten Entführer davon zu überzeugen, dass er anders ist, von einem fremden Planeten kommt und vor allem, dass er keine Gefahr darstellt. Besonders von Letzterem lassen sich aber nur die Wenigsten überzeugen ...

Pierre Boulle, der auch den Weltbesteller DIE BRÜCKE AM KWAI schrieb, lieferte damit die Vorlage für zahlreiche Hollywoodverfilmungen, die den Disput zwischen der Zivilisation der Menschen und der Affen ab 1968 zu einem Phänomen der Popkultur machten. Zusammen mit STAR TREK (seit 1966) zählt diese SciFi-Saga daher zu einer der langlebigsten in der Film- und TV-Geschichte. Ab dem 7. August 2014 kommt der neueste Film in die Kinos: Als Sequel zum Reboot-Film von 2011 ist PLANET DER AFFEN: REVOLUTION damit bereits der achte Film in der Reihe.
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Ich vertraue dieses Manuskript dem Weltraum an, nicht in der Hoffnung auf Hilfe, aber um vielleicht dabei helfen zu können, die schreckliche Plage abzuwenden, die die menschliche Rasse bedroht. Möge Gott uns gnädig sein …!

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Ich selbst, Ulysse Mérou, bin mit meiner Familie im Raumschiff geflohen. Wir können hier jahrelang überleben. An Bord züchten wir etwas Gemüse und Obst und haben auch einige Hühner. Uns fehlt es an nichts. Vielleicht finden wir eines Tages einen bewohnbaren Planeten. Diese Hoffnung wage ich kaum auszusprechen. Doch hier folgt nun der wahrheitsgetreue Bericht meiner abenteuerlichen Erlebnisse.

Im Jahr 2500 brach ich mit zwei Begleitern per Raumschiff auf, mit der Absicht, bis zu jener Region des Alls vorzudringen, in der ganz einsam der Überriesenstern Beteigeuze thront.

Es war ein gewagtes Projekt, das umfangreichste, das jemals auf der Erde in Angriff genommen wurde. Beteigeuze, Alpha Orionis, wie unsere Astronomen ihn nannten, ist ungefähr dreihundert Lichtjahre von unserem Planeten entfernt. Der Stern ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Erstens wegen seiner Größe: Sein Durchmesser ist drei- bis vierhundert Mal so groß wie der unserer Sonne, was bedeutet, dass sich dieses Monster, wenn es an die Stelle der Sonne gesetzt würde, bis zur Umlaufbahn des Mars erstrecken würde.

Zweitens aufgrund seiner Helligkeit: Es ist ein Stern der ersten Größenordnung, der hellste im Sternbild Orion, von der Erde aus trotz der Entfernung mit bloßem Auge zu erkennen. Drittens wegen der Art seiner Strahlung: Er stößt rotes und orangefarbenes Feuer aus, was fantastisch aussieht. Außerdem ist seine Helligkeit nicht konstant: Sein Schein verändert sich abhängig von seinem Durchmessers im Laufe der Zeit. Beteigeuze ist ein pulsierender Stern.

Warum wurde nach der Erforschung des Sonnensystems, dessen Planeten alle unbewohnbar sind, ein so weit entfernter Planet als Ziel des ersten interstellaren Flugs ausgewählt? Der weise Professor Antelle setzte diese Entscheidung durch. Als Hauptorganisator des Unternehmens, dem er sein gesamtes, immenses Vermögen gewidmet hatte, und als Leiter unserer Expedition hatte er selbst das Raumschiff entwickelt und seinen Bau beaufsichtigt. Auf der Reise erklärte er mir den Grund für seine Wahl.

»Mein lieber Ulysse«, sagte er, »es ist für uns nicht schwieriger und dauert auch kaum länger, Beteigeuze zu erreichen, als einen viel näher gelegenen Stern, zum Beispiel Proxima Centauri.«

An dieser Stelle fand ich es angemessen, Protest einzulegen und meine frisch erworbenen astronomischen Kenntnisse zu demonstrieren.

»Kaum länger? Aber der Stern Proxima Centauri ist nur vier Lichtjahre entfernt, während Beteigeuze …«

»Dreihundert Lichtjahre entfernt ist, das ist mir auch klar. Doch wir werden lediglich etwas mehr als zwei Jahre brauchen, um dort anzukommen, während eine Reise zur Region von Proxima Centauri nur sehr wenig kürzer wäre. Sie gehen vom Gegenteil aus, da Sie an diese Flohsprünge zwischen unseren Planeten gewöhnt sind. Zu Beginn ist bei ihnen eine starke Beschleunigung zulässig, weil sie nur wenige Minuten dauert, da die zu erreichende Reisegeschwindigkeit so lächerlich gering ist und in keinem Verhältnis zur unsrigen steht … Es ist an der Zeit, dass ich Ihnen etwas näher erläutere, wie unser Schiff funktioniert.

Dank seines perfektionierten Raketenantriebs, dessen Entwicklung ich mir selbst zuschreiben darf, kann sich dieses Schiff mit der höchsten im Universum vorstellbaren Geschwindigkeit eines materiellen Körpers fortbewegen, also mit Lichtgeschwindigkeit minus .«

»Minus Ypsilon?«

»Damit will ich sagen, dass es sich daran bis auf eine unendlich kleine Größe annähern kann, in der Größenordnung eines Milliardstels, wenn Sie so wollen.«

»Gut«, sagte ich, »das verstehe ich«.

»Sie müssen außerdem wissen, dass sich bei unserer Geschwindigkeit unsere Zeit spürbar von der Erdzeit unterscheidet. Das bedeutet, dass dieser Unterschied umso größer wird, je schneller wir uns bewegen. In diesem Moment, seit Beginn unserer Unterhaltung, haben wir ein paar Minuten erlebt, die auf unserem Planeten einer Dauer von mehreren Monaten entsprechen. Bei Höchstgeschwindigkeit wird für uns fast gar keine wahrnehmbare Zeit mehr vergehen. Ein paar Sekunden für Sie und mich, ein paar Schläge unserer Herzen, werden auf der Erde einer Zeitspanne von mehreren Jahren entsprechen.«

»Auch das verstehe ich noch. Das ist ja sogar der Grund, warum wir hoffen können, das Ziel zu erreichen, bevor wir tot sind. Aber warum dauert die Reise dann zwei Jahre? Warum nicht nur ein paar Tage oder Stunden?«

»Darauf wollte ich gerade hinaus. Ganz einfach aus dem Grund, weil wir mit einer Beschleunigung, die für unsere Körper noch zu verkraften ist, ungefähr ein Jahr brauchen, um die Geschwindigkeit zu erreichen, bei der die Zeit nicht mehr vergeht. Ein weiteres Jahr werden wir brauchen, um unsere Geschwindigkeit wieder zu reduzieren. Begreifen Sie jetzt, wie unser Flugplan aussieht? Zwölf Monate für die Beschleunigung, zwölf Monate für den Bremsvorgang und dazwischen nur ein paar Stunden, in denen wir den größten Teil der Reise zurücklegen werden. Zugleich verstehen Sie, warum es nicht viel länger dauert, zum Beteigeuze zu reisen als zum Proxima Centauri. Im letzteren Fall hätten wir dasselbe unverzichtbare Jahr für die Beschleunigung gebraucht und dasselbe Jahr zum Abbremsen und dazwischen vielleicht ein paar Minuten anstatt ein paar Stunden. Insgesamt ist der Unterschied unbedeutend. Da ich langsam alt werde und wohl nie wieder die Kraft für eine weitere Reise aufbringen werde, wollte ich lieber gleich ein weit entferntes Ziel ansteuern, in der Hoffnung, eine Welt zu entdecken, die völlig anders ist als die unsere.«

Mit solchen Unterhaltungen verbrachten wir unsere freie Zeit an Bord, und sie sorgten zugleich dafür, dass ich die außergewöhnliche wissenschaftliche Arbeit von Professor Antelle mehr und mehr zu schätzen lernte. Es gab keinen Bereich, den er nicht schon erforscht hatte und ich war froh, dass ein solcher Mensch dieses gefährliche Unternehmen leitete. Wie er vorhergesagt hatte, dauerte die Reise nach unserer Zeitrechnung ungefähr zwei Jahre, während auf der Erde dreieinhalb Jahrhunderte vergingen. Dies war der einzig unpraktische Aspekt bei einem so weit entfernten Ziel: Sollten wir eines Tages zurückkommen, wäre unser Planet um siebenhundert bis achthundert Jahre gealtert. Doch darum machten wir uns kaum Gedanken. Ich vermutete sogar, dass die Aussicht, den Menschen seiner Generation zu entkommen, für den Professor ein weiterer Anreiz war. Er gab oft zu, dass sie ihm auf die Nerven gingen …

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Auf dem Flug gab es keine ernsthaften Zwischenfälle. Wir waren vom Mond aus losgeflogen. Die Erde und die Planeten verschwanden rasch. Wir hatten beobachtet, wie die Sonne schrumpfte, bis sie nur noch eine Orange am Himmel war, eine Pflaume, dann ein leuchtender, dimensionsloser Punkt, ein einfacher Stern, den nur der Professor mit seinem Wissen über die Milliarden anderen Sterne der Galaxis vom Rest unterscheiden konnte.

Wir lebten also ohne Sonne, doch das schadete uns nicht, da das Schiff mit gleichwertigen Lichtquellen ausgestattet war. Wir langweilten uns auch nicht. Die Gespräche mit dem Professor waren fesselnd. Ich lernte in diesen zwei Jahren mehr, als in meinem ganzen vorherigen Leben. Ich erfuhr auch alles, was nötig war, um das Raumschiff zu steuern. Es war relativ einfach: Man brauchte den elektronischen Geräten nur ein paar Anweisungen zu geben, und schon führten sie sämtliche Berechnungen durch und gaben direkt die entsprechenden Manöver in Auftrag.

Unser Garten bot uns angenehme Abwechslungen. Er hatte eine wichtige Funktion an Bord. Professor Antelle, der sich unter anderem auch für Botanik und Landwirtschaft interessierte, hatte die Reise dazu nutzen wollen, einige seiner Theorien über das Wachstum von Pflanzen im Weltall zu überprüfen. Ein würfelförmiger Raum mit einer Seitenlänge von fast zehn Metern bot dafür Platz. Mithilfe von Regalen wurde der gesamte Raum genutzt. Die Erde wurde mit chemischen Düngemitteln angereichert, und kaum zwei Monate nach unserer Abreise konnten wir freudig dabei zuschauen, wie alle möglichen Gemüsesorten wuchsen, wodurch wir gesunde Nahrung im Überfluss hatten. Das Schöne war auch nicht vergessen worden: Ein Abschnitt war für Blumen reserviert, um die sich der Professor liebevoll kümmerte. Dieses Unikum...


Pierre Boulle, der auch den Weltbesteller DIE BRÜCKE AM KWAI schrieb, lieferte damit die Vorlage für zahlreiche Hollywoodverfilmungen, die den Disput zwischen der Zivilisation der Menschen und der Affen ab 1968 zu einem Phänomen der Popkultur machten. Zusammen mit STAR TREK (seit 1966) zählt diese SciFi-Saga daher zu einer der langlebigsten in der Film- und TV-Geschichte. Ab dem 7. August 2014 kommt der neueste Film in die Kinos: Als Sequel zum Reboot-Film von 2011 ist PLANET DER AFFEN: REVOLUTION damit bereits der achte Film in der Reihe.



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