Boussaoud / Dannhauer / Dehnert | Geboren & Geborgen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

Boussaoud / Dannhauer / Dehnert Geboren & Geborgen

Dein liebevoller Kompass für die erste Zeit mit Baby - Weil es ein ganzes Dorf braucht!
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-641-32666-1
Verlag: Kösel
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Dein liebevoller Kompass für die erste Zeit mit Baby - Weil es ein ganzes Dorf braucht!

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

ISBN: 978-3-641-32666-1
Verlag: Kösel
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Willkommen im Abenteuer Elternsein!

Wenn wir Eltern werden, betreten wir ein eigenes Universum – und der Stern, um den wir künftig kreisen, ist unser Baby. Wie gut, dass es Menschen gibt, die uns dabei liebevoll zur Seite stehen! In diesem einzigartigen Ratgeber zeigen Familien-Expert*innen und Bestseller-Autor*innen, was sie selbst beim Abenteuer Elternsein gelernt haben und uns aus vollem Herzen raten können. Von Schlafen bis Stillen, von Bindung bis Baby-Blues: Die vielfältigen Stimmen dieses Buches sind wie gute Feen, die uns Wissen, Mut und Zuversicht in die Wiege legen. Ein großer Schatz fürs erste Babyjahr – und eine Umarmung für alle, die es durchleben!

Briefe, die im Herzen bleiben – von Nicola Schmidt, Wolf Lütje, Kareen Dannhauer, Frauke Ludwig & Diana Schwarz, Bea Merscher, Daniela Dotzauer, Anna Mendel, Yassamin-Sophia Boussaoud, Maren Leerhoff, Annika Rösler & Evelyn Höllrigl Tschaikner, Laura Fröhlich, Celsy Dehnert, Susanne Mierau, Sümeyye Betül Lambrecht und Herbert Renz-Polster
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Weitere Infos & Material


Die wichtigsten Überlebenstipps für neue Eltern


NICOLA SCHMIDT

LIEBE ELTERN,

willkommen in der neuen Welt! Ihr seid jetzt Teil der »Also, ich würde das ja so machen …«-Gemeinschaft. Schon gehört? Der Satz rangiert ganz oben auf der Liste der gut gemeinten Ratschläge. Direkt gefolgt von: »Warum macht ihr es nicht so wie ich? So kann das ja nur schiefgehen!« Was am Ende immer hinausläuft auf: »Was soll aus dem Kind bloß mal werden?!« Ja, natürlich gilt: Wenn wir etwas zum ersten Mal machen, sind hilfreiche Hinweise sehr willkommen.

Aber aufgepasst! Wenn ihr ein Baby habt, solltet ihr jedem, der euch eine Gebrauchsanleitung in die Hand drücken will, mit Skepsis begegnen.

Jeder Mensch, der behauptet zu wissen, wie es geht, weiß nämlich nur: wie es für ihn oder sie, für sein oder ihr Kind geht.

Wie es für euch und euer Kind geht, das kann nur ein Mensch wissen: ihr selbst. In diesem Brief gebe ich euch die wichtigsten Tipps dazu, wie ihr es herausfindet.

Fangen wir mit ein paar Dingen an, die wir gerne vorher gewusst hätten. Also bevor wir ein Kind im Arm halten und todmüde versuchen, die Gebrauchsanweisung dafür zu finden.

Drei Dinge, die ich gerne vorher gewusst hätte


Das Erste und Wichtigste, das ich gerne gewusst hätte: Jedes Kind ist anders. Was bei dem einen Kind funktioniert, funktioniert noch lange nicht bei einem anderen. Egal, wie gut Bäuchleinmassage, Kümmelzäpfchen oder Homöopathie beim Nachbarskind wirken: Es kann durchaus sein, dass dein Kind darauf überhaupt nicht anspringt. Einfach, weil es einen anderen Körper, eine andere Familie hat, ein anderes Kind ist. Deshalb ist es nicht besser oder schlechter. Das gilt auch dafür, dass manche Kinder früh durchschlafen, andere nicht, dass manche Kinder alles essen und andere wählerisch sind, dass manche Kinder gerne Hausaufgaben machen und andere halt nicht. Nichts davon sagt etwas über deine Erziehungsleistung oder deine Eignung als Elternteil aus. Es ist einfach so, und es geht nur darum, damit gut umzugehen.

Das Zweite, das ich gerne gewusst hätte: Dein Leben verändert sich – aber nicht im romantischen Sinn, sondern im Sinn der Entropie. Entropie ist laut dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik die Neigung von Teilchen, sich möglichst gleichmäßig im Raum zu verteilen. Für Orte, an denen Kinder wohnen, heißt das: Alles strebt zum Chaos hin. Auch deine Planung!

BABYS KENNEN KEIN ZEITMANAGEMENT.

Mit Baby oder Kleinkind wird es an den meisten Tagen mit großer Wahrscheinlichkeit chaotisch. Es liegt nicht nur überall Spielzeug herum. Nein, nur wenige Tage laufen so, wie wir es gewohnt waren. Und noch weniger Tage laufen so, wie wir sie geplant hatten. Es gilt zum Beispiel: Immer, wenn wir gerade denken, jetzt sind wir fertig zum Rausgehen, spuckt jemand sich oder uns voll, will unbedingt stillen, muss auf die Toilette oder dringend schlafen (Letzteres aber auf keinen Fall im Autositz!). Es fühlt sich an, als würden die tausend kleinen Aufgaben und Anforderungen, die dein neues Leben an dich stellt, unablässig Energie von uns abziehen.

Mein Tipp: Macht euch frei von allen Zwängen. Ihr müsst nichts erreichen. Ihr dürft zu spät kommen oder einfach zu Hause bleiben. Egal, wie ihr es macht: Ihr macht das gut!

Nur ihr wisst, was gerade gut für euch ist. Und damit sind wir bei der dritten Sache, die ich gerne früher gewusst hätte: Ihr seid die Experten für eure Familie. Nur ihr, eure nächsten Bezugspersonen und euer Kind können herausfinden, was gut für euch ist.

Ja, es wird anstrengend. Und ja, ihr werdet falsche Entscheidungen treffen. Noch schlimmer: Ihr werdet eure Entscheidungen, auch wenn sie richtig sind, manchmal verfluchen. Stillen ist schön, macht aber viel Arbeit.

Das Kind später in die Kita zu geben, mag richtig sein, macht euer Leben aber nicht einfacher. Trotzdem habt ihr es richtig gemacht, es macht euch nicht weniger zu Experten für euer Kind.

Ihr werdet auch Fehler machen. So wie wir alle Fehler gemacht haben.

Ihr dürft Fehler machen, denn ihr macht das zum ersten Mal. Dennoch sind es eure Fehler, und sie werden euch auf euren Weg führen. Geht ihn erhobenen Hauptes. Wenn ihr stolpert – macht nichts, steht einfach wieder auf. Wann euer Baby schlafen muss, wie oft ihr es füttern solltet, wem ihr es anvertrauen könnt und wie ihr es in den Schneeanzug kriegt – all das findet ihr gemeinsam heraus.

Wie ihr das am besten macht, das erzähle ich euch jetzt. Denn wer am Anfang einiges richtig macht, kann auf diese Basis aufbauen.

FANGEN WIR AN.

Red Flags im Wochenbett


Schon im Wochenbett stellen wir die Weichen für unser Familienleben.

Es ist kaum vorstellbar, dass von diesen paar Tagen so viel abhängt (und ihr müsst euch nicht verrückt machen, wenn was schiefgeht), aber hier könnt ihr euch schon viel Gutes tun. Und manchmal tun wir uns was Gutes, indem wir ein paar Dinge einfach sein lassen. Wer jetzt weiß, worauf es ankommt, hat schon viel gewonnen!

Manche Dinge sind gut gemeint – aber wir wollen sie trotzdem nicht hören oder erleben. Sie stören unsere erste Zeit und setzen uns als junge Familie unter Druck, wobei wir jetzt eigentlich Zeit für uns brauchen. Hier also unsere Red Flags im Wochenbett: Dinge, auf die wir getrost verzichten können.

Massenweise Besuch

Natürlich wollen alle das Neugeborene sehen. Aber es ist viel wichtiger, dass ihr euch als Familie erstmal findet. Es ist die Aufgabe des Lebenspartners oder der Lebenspartnerin, dafür zu sorgen, dass Besuch diese Zeit nicht stört, so lieb er auch gemeint ist. Ihr habt diese Zeit mit diesem einen Baby nur ein einziges Mal – nutzt sie weise. Wenn ihr Besuch einladet, dann nur Menschen, für die ihr weder aufräumen noch kochen müsst, sondern die Essen mitbringen und mal eben eine Maschine Wäsche versorgen. Damit klärt sich auch schon von selbst, wen ihr einladen solltet und wen nicht.

Das Haus renovieren, die Garage aufräumen

Väter, die Väterurlaub haben, gehören zu ihrer Familie und dem Neugeborenen. Es ist nicht die Zeit, endlich mal zu »erledigen«, was schon lange liegengeblieben ist. Väter berichten immer wieder, dass sie froh waren, sich die Zeit genommen zu haben – auch wenn ihnen vorher noch nicht klar war, wie wichtig das sein würde.

Wenn ein Mensch in der Beziehung das dringende Bedürfnis nach Rückzug hat, dann ist es gut, dem Raum zu geben und auch mal mit der Hebamme darüber zu sprechen. Wie fühlt sich dieser Mensch? Wie hat er oder sie die Geburt erlebt? Was würde jetzt helfen?

Eine funktionierende Frau und Mutter erwarten

»Wochenbett« interpretieren viele so, als wäre nach ein oder zwei Wochen »alles wieder beim Alten«. Das ist nicht der Fall. Der Körper von Gebärenden braucht bis zu zwei Jahre, um sich von der Schwangerschaft zu erholen. Wochenbett heißt: mindestens sechs Wochen Ruhe und Zeit für die Anpassung an die neue Situation. Geburtsverletzungen müssen heilen, die Ernährung des Säuglings sich einspielen, an ausreichend Schlaf ist noch lange kaum zu denken. Eine Kinder betreuende Person schon nach ein oder zwei Wochen mit einem oder gar zwei Kindern alleine zu lassen, ist für die meisten Familien keine gute Entscheidung.

IHR SEID DIE EXPERTEN FÜR EURE FAMILIE. NUR IHR, EURE NÄCHSTEN BEZUGSPERSONEN UND EUER KIND KÖNNEN HERAUSFINDEN, WAS GUT FÜR EUCH IST.

Die Leistung oder die Erfahrung der Geburt relativieren

Sätze wie »War eigentlich kein Problem« oder »Hauptsache, das Kind ist gesund« verhüllen, dass eine Geburt für alle – Gebärende und Begleitpersonen – ein einschneidendes Erlebnis ist, das erstmal verarbeitet werden muss. Selbst eine vermeintlich einfache, schnelle, interventionsarme Geburt ist ein großes Ereignis, das die gebärende Person möglicherweise völlig anders wahrgenommen hat als die Umstehenden. Und auch Begleitpersonen können Hilfe brauchen, um beispielsweise mit Stress, Angst, Überforderung, Hilflosigkeit unter der Geburt oder einfach der großen Veränderung umgehen zu können.

Fünfzigerjahre-Paar werden

Wenn eine Person geboren hat, muss sie danach umsorgt werden – das ist nicht die Zeit für den Partner, endlich mal in Ruhe Videospiele zu spielen. Wir kommen nicht plötzlich in den Fünfzigerjahren an, in denen ein Partner, in der Regel die Mutter, die gesamte Sorgearbeit übernahm und der Vater erwerbsarbeiten ging. Es ist besonders im Wochenbett, also sechs Wochen nach der Geburt, die Zeit, für die Person, die geboren hat, zu kochen, Windeln zu wechseln und füreinander da zu sein. Die Wöchnerin braucht Hilfe mit dem Säugling, Trinken, Nahrung, eventuell Hilfe beim Duschen oder ein frisches Bett. Und zwar nicht eine Woche lang. Sondern mindestens über anderthalb Monate.

Das Baby herumreichen

Viele Eltern haben ein klares Störgefühl, wenn sie ihr Neugeborenes anderen Menschen in den Arm geben sollen. Wenn euch das auch so geht – dann tut es einfach nicht. Diese Menschen werden noch sehr viel Zeit haben, euer Baby zu halten. Jetzt ist eure Zeit. Und wenn ihr das Baby jemandem geben wollt, ist das auch okay. Wichtig ist, dass es sich für euch gut...


Thiemann, Carina
Carina Thiemann ist systemische Kinder-, Jugend- und Familientherapeutin, Ausbilderin sowie Supervisorin i.A. Sie arbeitete als Erzieherin, Sozial- und Traumapädagogin und Einrichtungsleitung, u.a. in Krippe und Kindergarten, Hort, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendamt. 2021 gründete sie Weltvonunten und hat mittlerweile über 100.000 Follower. Als Beraterin, Therapeutin und Referentin unterstützt sie Familien und Fachkräfte mit verschiedenen Angeboten. Sie lebt mit ihrer Familie bei München.

Lütje, Wolf
Dr. med Wolf Lütje, geboren 1957 in Hamburg, war über 17 Jahre Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Krankenhaus Dritter Orden in München, zuletzt als leitender Oberarzt; von 2004-2011 Chefarzt am Allgemeinen Krankenhaus Viersen. Seit Juli 2012 arbeitet er als Chefarzt in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus in Hamburg, das als erstes in Deutschland von WHO und Unicef mit dem Zertifikat »Babyfreundliches Krankenhaus« ausgezeichnet wurde; Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG e.V.). Er ist zudem Buchautor, Referent und mit Leidenschaft Vater.

Dannhauer, Kareen
Kareen Dannhauer arbeitet als freiberufliche Hebamme in Berlin und ist Mutter zweier Töchter. Nach über 30 Berufsjahren weiß sie, wie besonders diese Zeit im Leben für Frauen und ihre Partner ist. Manche Frauen entwickeln Beschwerden, oft lassen sich diese durch Verständnis, Pflege und Abwarten, unterschiedliche Methoden der Naturheilkunde oder komplementäre Medizin auflösen, lindern oder integrieren. Andere brauchen mehr, immer aber kompetenten Rat und Begleitung auf der Basis evidenzbasierter Medizin. Einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit bildet dabei auch die »sprechende Medizin« auf Grundlage der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Auf ihrem Blog und auf Instagram in der #dienstagssprechstunde gibt sie regelmäßig spannende Einblicke rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit. Im Hebammensalon podcastet sie zusammen mit Sissi Rasche seit 2020. 2004 gründete sie ihre Produktlinie mit Nahrungsergänzung, Tees und Pflege für schwangere Frauen: into life – hinein ins Leben. into-life.de

Lambrecht, Sümeyye
Sümeyye Lambrecht ist Pädagogin, deutsch-türkische Muslimin, sowohl in Deutschland als auch der Türkei aufgewachsen und mit ihrer multikulturellen Familie in Hamburg zu Hause. Seit über 11 Jahren arbeitet sie mit Kindern, Eltern, Erzieher*innen, Vereinen und Behörden. Sie hat Kita-Leitungserfahrung, coacht Familien und leitet Fortbildungen für staatliche Institutionen und pädagogisches Personal.

Ludwig, Frauke
Frauke Ludwig leitet gemeinsam mit Diana Schwarz die Trageschule Hamburg® und das Kursportal Einfach Eltern®. Die bedürfnisorientierte Begleitung von Familien steht bei ihrer Arbeit immer im Fokus. Sie bilden Trageberaterinnen und BabySteps®-Kursleiterinnen aus, beraten Hersteller von Tragehilfen und sind Initiatorinnen des renommierten Attachment Parenting Kongresses.Seit 2013 haben sie an den Standorten Hamburg, Köln, Bayern, Wien und Australien circa 3.000 Trageberaterinnen ausgebildet. Die Autorinnen referieren außerdem auf zahlreichen Kongressen und geben Interviews zum Thema.

Dehnert, Celsy
Celsy Dehnert, geb. 1990, wusste bereits mit 14, dass sie in großen Medien über die Ungerechtigkeiten schreiben wollte, denen sie täglich begegnete. Mit 26 machte sie sich aus dem Nichts heraus selbstständig, um ihren Traum zu leben. Mittlerweile finden sich die Texte der zweifachen Mutter aus Niedersachsen in Medien wie der Süddeutschen Zeitung, der Sächsischen Zeitung oder der BRIGITTE. Sie ist bestens vernetzt und teilt ihre Inhalte mit ihrer Community auf Instagram und ihrem Blog. 2024 erschien ihr vielbeachtetes Buch »Das Gefühl von Armut«.

Augustin, Annegret
Annegret Augustin studierte Buchwissenschaft, Theater- und Medienwissenschaften und Slavistik. Seit 2019 ist sie Lektorin im Münchner Kösel-Verlag im Programmbereich Leben mit Kindern.

Rock, Charlotte
Charlotte Rock ist seit 2021 Leben-mit-Kindern-Lektorin im Münchner Kösel-Verlag. Sie studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik.

Fröhlich, Laura
Laura Fröhlich arbeitet in einer Kommunikationsagentur, sie ist erfolgreiche Buchautorin und Expertin für Mental Load. Auf ihrem beliebten Blog »Heute ist Musik« beschäftigt sie sich mit der mentalen Belastung von Müttern und hält Workshops, Online-Seminar und Vorträge dazu. An das Studium der Deutschen Literatur in Konstanz und Wien hat sie ein Verlagsvolontariat angeschlossen, war in der Pressearbeit tätig und hat sich als freie Texterin und Journalistin selbstständig gemacht. Sie lebt in Süddeutschland, ist verheiratet und hat drei Kinder. ‹

Schmidt, Nicola
Nicola Schmidt ist zweifache Mutter, Bestsellerautorin, Diplom-Politologin, Wissenschaftsjournalistin, ausgebildeter Coach sowie Gründerin und Geschäftsführerin des »artgerecht«-Projektes. Sie bietet Aus- und Fortbildungen für Fachleute und Wildnis-Camps für Familien an.

Boussaoud, Yassamin-Sophia
Yassamin-Sophia (Mino) Boussaoud wurde 1990 in Prien am Chiemsee geboren. Als Kind eines Tunesiers und Arbeiter*innenkind gestaltete sich deren Leben, im zutiefst konservativen und sehr wohlhabenden Chiemgau, als emotionale Herausforderung. Rassismus, Klassismus und Fettfeindlichkeit waren stets präsent. Unter dem Namen @minoandtheirchaos schreibt Mino heute über ebendiese Erfahrungen. They hat mehrere Gedichtbände herausgebracht. In deren Lyrik versucht Mino, sich sprachlich zwischen radikaler Sanftheit und sanfter Radikalität einzuordnen. Im Herbst 2024 erschien Boussaouds erster Roman im Haymon Verlag. Yassamin-Sophia (Mino) Boussaoud identifiziert sich als queere, fette, nicht binäre Person. Privat ist Mino Elternteil von zwei Kindern, verheiratet und lebt mit deren Familie in München.

Mierau, Susanne
Susanne Mierau, 1980 geboren, ist eine der hierzulande bekanntesten Expertinnen im Bereich bindungs- und bedürfnisorientiertes Familienleben. Als Diplom-Pädagogin hat sie zunächst an der Freien Universität Berlin in Studium und Lehre gearbeitet, bevor sie eine eigene Praxis für Familienbegleitung eröffnet hat. Ihr Blog »Geborgen Wachsen« ist – wie die dazugehörigen Social-Media-Kanäle und das Geborgen-Wachsen-Forum – seit 2012 Anlaufpunkt für Familien zu allen Fragen rund um den Familienalltag. Susanne Mierau leitet (Online-)Workshops, hält Vorträge für Eltern und Fachpersonen und hat bereits diverse erfolgreiche Elternratgeber veröffentlicht. Sie ist Mutter von drei Kindern.

Mendel, Anna
Anna Mendel ist Autorin und Speakerin für die Themen Antirassismus, feministische Erziehung, Bodyneutrality, pflegende und gleichberechtigte Elternschaft, Autismus-Spektrum und Trisomie 21 aus Elternsicht. 2021 erschien von ihr das Buch »Wir«, in dem sie über ihr fünfköpfiges Familienleben mit zwei behinderten Kindern schreibt. Ihr Kinderbuch »Linus liebt Licht« erklärt die Bedeutung von Stimming für autistische Menschen.

Dotzauer, Daniela
Dr. med. Daniela Dotzauer ist Ärztin arbeitete am Kinderzentrum München in der »Münchener Sprechstunde für Schreibabys« und ist seit 20 Jahren in der Eltern- Säuglings-/Kleinkind Beratung und Aufklärung tätig. Sie ist Dozentin für viele Themen rund um die frühe Kindheit und Autorin des Fachbuchs »Babyschlaf« im Mabuse-Verlag.

Renz-Polster, Herbert
Dr. Herbert Renz-Polster ist Kinderarzt und Wissenschaftler. Der Bestseller-Autor gilt als eine der profiliertesten Stimmen in Fragen der kindlichen Entwicklung. Seine Werke »Kinder verstehen«, »Mit Herz und Klarheit« und »Wie Kinder heute wachsen« haben die Erziehungsdebatte in Deutschland nachhaltig beeinflusst.Er ist Vater von vier erwachsenen Kindern, Großvater von drei Enkelkindern und lebt in der Nähe von Ravensburg.

Leerhoff, Maren
Maren Leerhoff ist freiberufliche Hebamme mit einem Schwerpunkt auf Schwangerschaftsvorsorge, Wochenbettbetreuung und Geburtsvorbereitungskursen. Ein empathischer, aufmerksamer Umgang mit Neugeborenen und ihren Eltern ist für Maren der Grundstein ihrer Arbeit, die sie, selbst Mutter zweier Kinder, mit Leidenschaft ausübt. Seit vielen Jahren teilt sie Hebammencontent auf Instagram (@hebammemaren) und spricht in ihrem Podcast »Mutters Mund« über ihren Beruf, eigene Familienerfahrungen und den weiblichen Körper. 2024 erschien von ihr der Ratgeber »Liebe in Zeiten der Elternschaft – Paar bleiben mit Baby«.

Schwarz, Diana
Diana Schwarz leitet mit Frauke Ludwig die Trageschule Hamburg® und das Kursportal Einfach Eltern®. Die bedürfnisorientierte Begleitung von Familien steht bei ihrer Arbeit immer im Fokus. Sie bilden Trageberaterinnen und BabySteps®-Kursleiterinnen aus, beraten Hersteller von Tragehilfen und sind Initiatorinnen des renommierten Attachment Parenting Kongresses.Seit 2013 haben sie an den Standorten Hamburg, Köln, Bayern, Wien und Australien circa 3.000 Trageberaterinnen ausgebildet. Die Autorinnen referieren außerdem auf zahlreichen Kongressen und geben Interviews zum Thema.

Rösler, Annika
Annika Rösler ist freie Journalistin, Buchautorin und Mutter von drei Kindern. Mit ihren ehrlichen Texten on- und offline möchte sie zum Lachen und Loslassen einladen, Mut machen und ein authentisches Bild von Mutterschaft zeichnen. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

Höllrigl Tschaikner, Evelyn
Evelyn Höllrigl Tschaikner (geb. 1987) studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften, sie arbeitet heute als freie Journalistin und Autorin. Seit 2016 setzt sie sich auf Instagram unter @little.paper.plane für eine feministische Perspektive auf Alltag und Elternschaft ein. Sie ist Co-Autorin der Bücher Nachwehen (2021) und Mythos Mutterinstinkt (2023) und lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Wien.

Merscher, Bea
Dr. med. Bea Merscher studierte in Frankfurt und Coimbra/Portugal Medizin und lernte durch zahlreiche Reisen auch die Gesundheitssysteme anderer Länder (darunter Jamaika, Kolumbien, Lesotho, Guinea und Brasilien) kennen. Ihre Ausbildung zur Kinderärztin absolvierte sie in der Schweiz. Sie hat einen Master in Public Health und ist Gutachterin für verschiedene medizinische Fachzeitschriften. Bea Merscher berät Eltern auch online zu allen Fragen rund um Kindergesundheit (@dr.bea.kinderaerztin). Sie ist zweifache Mutter.



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