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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 5

Reihe: Ein Fall für Constable Evans-Reihe

Bowen Je dunkler die Berge

Ein unterhaltsamer Wales-Krimi mit skurrilen Figuren
2. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98637-741-0
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein unterhaltsamer Wales-Krimi mit skurrilen Figuren

E-Book, Deutsch, Band 5

Reihe: Ein Fall für Constable Evans-Reihe

ISBN: 978-3-98637-741-0
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Band 5 der Cosy Crime-Reihe von New York Times Bestseller-Autorin Rhys Bowen

Der gemütliche Constable Evan Evans – einziger Polizist des walisischen Dörfchens Llanfair – soll eine Expedition unterstützen, die einen deutschen Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg bergen will. Dieses Vorhaben wird für eine Dokumentation aufgezeichnet. Doch nicht nur die Dorfbewohner regen sich über die Filmemacher auf, sondern auch Constable Evans, als er von der früheren Beziehung seiner Freundin Bronwen mit einem Mitglied der Filmcrew erfährt. Die Spannungen verstärken sich mehr und mehr … bis einer der Filmemacher verschwindet und schließlich tot aufgefunden wird. Evan muss nicht lange ermitteln, um herauszufinden, wie viele Feinde das Opfer hatte. Doch wer ging so weit ihn umzubringen?

Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Titels Tod nach Regie.

Alle Bände dieser Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Erste Leser:innenstimmen
„Rhys Bowen schreibt genau so spannend wie humorvoll.“
„Cosy Crime, die ich jedem nur ans Herz legen kann, einfach toll!“
„Nachvollziehbare Charaktere, ein tolles Setting und eine überzeugende Story, alles was ein guter Krimi braucht.“
„Die Spannung hat keine Sekunde nachgelassen!“



Rhys Bowen wurde in Bath, England, geboren, studierte an der London University, heiratete in eine Familie mit historischen königlichen Verbindungen und verbringt nun ihre Zeit im Norden von Californien und Arizona. Zunächst schrieb sie Kinderbücher, doch auf einer Reise in ihre malerische walisische Heimat fand sie die Inspiration für ihre Constable-Evans-Krimis. Diese Kriminalgeschichten sind mittlerweile Kult und wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.
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Kapitel 1


„Ist es das?“ Grantley Smith räkelte sich auf dem Rücksitz und streckte den Kopf zwischen den beiden Insassen auf den Vordersitzen hindurch, als der Land Rover langsamer wurde. Regen trommelte so heftig auf die Windschutzscheibe, dass die Scheibenwischer nicht damit fertig wurden, aber ihr verzweifeltes Wischen erlaubte kurze Blicke auf eine steile, schmale Straße, die von Cottages aus grauem Stein gesäumt war. Einige tropfnasse Schafe weideten am Ufer des Baches, als der Land Rover eine bucklige Steinbrücke überquerte. Es war früher Abend und das Licht schwand rasch, doch aus den Fenstern drangen keine einladenden Lichter. Tatsächlich wirkte das Dorf, als habe es zum Winter dicht gemacht.

„Das ist es“, sagte der Fahrer, ohne sich umzublicken. „Auf dem Schild stand ‚Llanfair‘.“

„Du scherzt“, spottete Grantley Smith mit einer Stimme, die schon mit der des jungen Larry Olivier verglichen worden war. Er wandte sich zu der jungen Frau neben ihm auf dem Rücksitz. „Du musst uns eine falsche Wegbeschreibung gegeben haben, Sandie. Ich dachte, ich hätte dir gesagt, die Beschreibung aus dem Internet auszudrucken. Das kann nicht richtig sein.“

„Ich habe einen Ausdruck, ganz ehrlich, Grantley“, sagte die junge Frau und sah ihn aus großen Augen mit flehendem Blick an. „Wir müssen richtig sein. Wir sind die ganze Zeit genau den Anweisungen gefolgt, während du geschlafen hast.“

„Wir müssen irgendwo falsch abgebogen sein“, beharrte Grantley. „Ich meine, ich weiß, dass wir ein Gefühl für den Ort bekommen sollen, weil wir hier oben drehen werden, aber das heißt nicht, dass ich mich nach einem gemeinsamen Bad mit den Schiefer-Kumpel vor dem Küchenfeuer sehne …“

Falls er Gelächter erwartet hatte, wurde er enttäuscht. Die anderen Fahrzeuginsassen hatten sich im strömenden Regen von London aus am Steuer abgewechselt, während Grantley auf der Rückbank ausgestreckt geschlafen hatte.

„Wenn die Stelle hier oben ist, hat es keinen Sinn, irgendwo in der Nähe zu übernachten“, sagte der Fahrer mit abgehackter Stimme. Im Gegensatz zu Grantley, der dafür arbeitete, lebhaft und gepflegt auszusehen wie ein junger Lord Byron, wirkte Edward Ferrers mit seiner roten Farbe und kräftigen Statur wie eine übergroße Putte. „Die einzigen großen Hotels stehen an der Küste, und du willst doch nicht jeden Tag diesen Pass hier hochpendeln, oder? Ich muss vor Ort sein, um die Bergungs-Crew im Auge zu behalten. Ich will nicht, dass irgendetwas angefasst wird, wenn ich nicht dabei bin.“

„Edward und sein kostbares Flugzeug“, murmelte Grantley. „Keiner fasst mein Spielzeug an!“ Er holte eine Schachtel Gitanes heraus und füllte den Wagen mit beißendem, würzigem Rauch. Edward sah genervt nach hinten, als der Rauch zu ihm waberte.

„Mensch, Grantley, dann ist das hier oben eben nicht Beverly Hills“, sagte der Passagier auf dem Beifahrersitz in einem schleppenden Tonfall, der eine Herkunft von jenseits des Atlantiks verriet. „Ich glaube einfach nicht, dass du in einem dieser Hotels an der Küste eine bessere Unterkunft gesehen hättest.“ Er war ein älterer Mann, in kariertem Hemd, alter Jeans, Wildlederweste und einer ausgeblichenen Baskenmütze. Wenn er auf dem Rücken einen Aufdruck mit dem Wort „Filmregisseur“ getragen hätte, wäre sein Beruf dadurch nicht offensichtlicher geworden. „Die Unterkunft hier sollte in Ordnung sein.“

„Howard, wir wissen alle, dass du hier der Unerschütterliche bist.“ Grantley stützte seine Ellenbogen auf den Vordersitzen ab, sodass sein Gesicht sich jetzt zwischen ihnen befand. „Deine Definition von ganz in Ordnung entspricht einer Nacht in der afrikanischen Steppe, solange die Hyänen dir nicht die Zehen abkauen. Ein Häuschen mit fließendem Wasser fällt für dich wahrscheinlich schon unter Luxus.“

„Es wird in Ordnung sein, Grantley. Halt einfach die Klappe“, sagte Edward knapp. „Ich habe die Reservierung gemacht, und wenn es dir nicht gefällt, kannst du dir morgen etwas anderes suchen, okay?“

„Ruhig Blut, Edward“, sagte Grantley. „Wenn ihr zwei dieses Schmuckstück ausfindig gemacht habt, ist es ganz sicher perfekt. Ich frage mich nur: Wo zum Teufel ist es? Wir sind schon fast wieder aus dem Dorf raus.“ Er rutschte zum Seitenfenster hinüber und wischte mit der Hand einen Kreis in das Kondenswasser. „Es sieht nicht so aus, als würde ein vernünftiger Mensch hier ein Luxushotel hinstellen. Wartet … da links ist irgendein Schild. Vor diesem großen, weißen Gebäude …“

Das Schild schwang wild im Wind und sie brauchten eine Weile, um den roten Drachen darauf zu erkennen.

„Das ist nur der örtliche Pub“, sagte Edward.

„Gott sei Dank! Das Gebäude sah echt miserabel aus.“ Grantley seufzte tief und dramatisch. „Eigentlich sieht hier alles miserabel aus. Schaut euch die Läden dort an. R. Evans. G. Evans … man muss offensichtlich Evans heißen, um hier zu leben, und was zum Teufel heißt ‚‘?“

„Im Schaufenster liegt jede Menge Fleisch, Grantley. Ich glaube, das kannst sogar du herausbekommen“, murmelte Howard, aber Grantley fuhr fort: „Das hier ist verdammtes Ausland! Wessen verrückte Idee war es überhaupt, mitten im Winter nach Wales zu kommen?“

„Du warst begeistert, als ich dir davon erzählt habe“, sagte Edward. „Du warst derjenige, der meinte, das würde eine tolle Dokumentation abgeben.“

Howard legte eine Hand auf Edwards Arm. „Lass uns anhalten und jemanden fragen.“

Edward lachte. „Und wen? Der Ort pulsiert nicht gerade vor Leben.“

Wie aufs Stichwort öffnete sich eine Tür, ein Lichtschein fiel auf die Straße und ein junger Mann in Uniform erschien. Er trug einen marineblauen Regenmantel und als er den starken Regen bemerkte, blieb er im Eingang stehen und schlug den Kragen hoch, eher er auf die Straße hinaustrat.

Grantley lachte erfreut. „Unglaublich, sie haben an diesem gottverlassenen Ort sogar einen Polizisten. Lass ihn nicht entkommen, Edward“, sagte er, weil der Polizist offensichtlich drauf und dran war, loszurennen, um sich irgendwo unterzustellen. „Lasst uns beten, dass er Englisch spricht. Man spricht hier doch Englisch, oder, Edward?“

„Wir sind nicht in Kasachstan, Grantley, sondern in Wales“, sagte Edward. „Ich gehe davon aus, dass sie dich verstehen werden, wenn du ausreichend mit den Armen wedelst, wie du es üblicherweise in Frankreich tust.“

„Mein Französisch ist verdammt gut“, sagte Grantley. „Los, hol ihn ein.“

Sie stoppten neben dem Polizisten, der gehorsam anhielt. Der Regen hatte ihm sein dunkles Haar ins Gesicht gekleistert. Er war ein junger Mann, breitschultrig, mit einem knabenhaften Lächeln. „Kann ich Ihnen helfen, Gentlemen?“, fragte er. In seiner Stimme schwang nur ein Hauch des walisischen, trällernden Tonfalls mit.

„Wir suchen ein Hotel namens



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