Bower | The House of Beckham | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 416 Seiten

Bower The House of Beckham

Geld, Sex und Macht. Die schonungslose Wahrheit über David und Victoria Beckham - von einem der besten Investigativ-Journalisten verfasst. Bestseller in Großbritannien
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-98588-143-7
Verlag: Edel Sports - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Geld, Sex und Macht. Die schonungslose Wahrheit über David und Victoria Beckham - von einem der besten Investigativ-Journalisten verfasst. Bestseller in Großbritannien

E-Book, Deutsch, 416 Seiten

ISBN: 978-3-98588-143-7
Verlag: Edel Sports - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



David Beckham und Victoria Adams trafen sich Ende der 1990er-Jahre, als er ein aufstrebender Fußballer und sie noch ein Spice Girl war. Ein Vierteljahrhundert später ist das Ehepaar Beckham längst auf anderen Gebieten tätig: ihre Tätigkeiten als globale Stilikonen, Fashiondesigner und Marken-Testimonials lassen sie sich fürstlich bezahlen. Mit der viel beachteten Netflix-Serie 'Beckham' versuchte das geschäftstüchtige Power-Paar das Bild einer im Wesentlichen glücklichen, erfolgreichen, perfekten Beziehung zu zeichnen - ein PR-Produkt, wie Bestsellerautor Tom Bower offenlegt. Denn tatsächlich rumort es hinter der glamousören Kulisse des Hauses Beckham ganz gewaltig - von Steuerhinterziehung bis zum Ehebruch. - Recherchiert von Enthüllungsprofi Tom Bower - Detaillierte Einblicke hinter die perfekte Fassade des britischen Glamour-Paars - Ein brisanter Mix aus Promi-Kult, Intrigen und Skandalen

 Tom Bower, geboren 1946, ist Bestsellerautor, Investigativjournalist und hat lange für das berühmte BBC-Format 'Panorama' gearbeitet. Bower hat Biografien über u.a. Robert Maxwell, Mohamed Al-Fayed und Richard Branson verfasst. Sein Buch 'Broken Dreams' über Korruption im englischen Fußball ist mit dem 'William Hill Sports Book of the Year Award' ausgezeichnet worden. Bower lebt in London.
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1


Glastonbury, Juni 2017


Sonne pur. Die Bässe wummerten. Die Luft knisterte vor gespannter Erwartung.

Wie ein Rockstar stand er an der Bar mitten im exklusiven VIP-Klub Rabbit Hole. Auf dem legendären Glastonbury Festival, auf dem Musikfans ein Juniwochenende lang ausgiebig trinken, tanzen, flirten und noch einiges mehr, genoss David Beckham das wilde Partytreiben.

Während Radiohead von der Pyramid Stage aus 200.000 Fans beschallte, unterhielt sich das Nationalheiligtum angeregt mit Partygirl und „Sloane Raver“ Mary Charteris (30), verheiratet und ultracool. Lady Mary aus der schnelllebigen Londoner Primrose-Hill-Szene hatte Beckham über seinen engsten Freund Dave Gardner kennengelernt. Gardner kassierte jährlich um die 250.000 Pfund dafür, dass er Beckham in geschäftlichen Fragen beriet und dafür sorgte, dass sein Freund rundum zufrieden war. Dementsprechend war es auch die Aufgabe Gardners und seiner Frau, der Schauspielerin Liv Tyler, Mary Charteris zu informieren, dass sie im VIP-Klub auf Beckham warten solle.

Diesmal war es nicht so stressig wie in den vorigen Jahren. Die Felder in der Grafschaft Somerset waren ausnahmsweise mal nicht überschwemmt, sondern lagen im prallen Sonnenschein. Beim Anblick von Lady Mary erinnerten sich die Leute wahrscheinlich an das jüngste Foto, auf dem sie nackt in einer Badewanne mit Goldfischen posierte.

Erst wenige Wochen zuvor war Charteris mit Beckham beim Dinner in Londons angesagtem Chiltern Firehouse gesichtet worden. Natürlich kam auch gleich ein Verehrer an ihren Tisch. „Sie ist mit mir hier“, stellte Beckham klar.1 Charteris, prominentes Model, DJane und Tochter eines exzentrischen schottischen Aristokraten – des 13. Earl of Wemyss und 9. Earl of March –, war für ihr ausschweifendes Leben bekannt und erschien regelmäßig auf Partys, auf denen andere Gäste Kokain konsumierten. Nach ihrer Hochzeit mit dem Rockmusiker Robbie Furze war sie 2012 auf sämtlichen Klatschseiten zu sehen gewesen. Alle stürzten sich auf ihren Vater, der hin und weg von ihrem ungewöhnlich freizügigen Kleid war, und auch ihre Stiefmutter, die sich psychedelischen Studien widmete und als „Lady Mindbender“ bekannt war, sorgte für Gesprächsstoff.

Auf dem Glastonbury Festival sah es zwar ganz danach aus, als hätte sich Beckham in Charteris verguckt, aber auch ein glamouröses australisches Bikinimodel fühlte sich von ihm angezogen. Seine Kompagnons grinsten: „Was im Rabbit Hole passiert, bleibt im Rabbit Hole.“

Beckhams 18-jähriger Sohn Brooklyn war ebenfalls auf dem Festival, in Begleitung von Judomeister und Fitnesstrainer Bobby Rich. Brooklyn war schwer begeistert von Sängerin Rita Ora und Topmodel Cara Delevingne.2 In den Medien kursierte bereits die Meldung, Brooklyn und Rita Ora hätten sich kürzlich im Londoner Restaurant Electric Diner umarmt. Dass die beiden ihre freundschaftlichen Bande in Glastonbury fortsetzten, überraschte kaum jemanden. Ora ließ sich von der elektrisierenden Festivalatmosphäre dazu hinreißen, einer Freundin durch die ohrenbetäubende Musik hindurch ihre Romanze mit Delevingne zu gestehen.3

An diesem Wochenende war Brooklyn nicht nur hinter Frauen her, sondern promotete auch seine Karriere als Fotograf. Die Bilder aus seinem ersten Buch, What I See, wurden gerade bei Christie’s im Londoner Stadtteil St. James ausgestellt. Von der Kommentarflut zu seinem Talent schien Brooklyn nichts mitzubekommen. „Dieses Bild gefällt mir“, hatte er als Bildunterschrift zu seinem Foto „Dinner“ geschrieben, das er in einem Restaurant aufgenommen hatte. „Es ist unscharf, aber man sieht gut, dass viel los ist.“

Freitagnachmittag begann der Trubel in Glastonbury, an Beckhams Nerven zu zehren. Als er mit Freunden im Backstagebereich in der Park Bar stand, bemerkte er einen Fan, der ihn fotografierte. „Untersteh dich!“, schnauzte er lautstark. Er stürmte durch den Raum und zwang den Mann, das Bild zu löschen. Am gleichen Abend teilte Beckhams PR-Manager Simon Oliveira der Boulevardzeitung Sun wahrheitsgemäß mit: „David hat nicht einen einzigen der vielen Hundert Fotowünsche abgelehnt.“ Das nicht autorisierte Foto dieses einen Fans zeigte allerdings eine Frau, die Beckham nahestand – und er wollte nicht, dass von dieser Verbindung etwas an die Öffentlichkeit drang. Beckham war Medienrummel gewohnt und hatte nichts dagegen, im Rampenlicht zu stehen, solange alles sorgfältig inszeniert war. Auch dass er sich der permanenten Publicityschlacht an diesem Wochenende entzog, war genau geplant. Gardner brachte es auf den Punkt: „Zum ersten Mal kann David richtig abschalten.“ Er war raus aus dem Fußballhamsterrad und hatte endlich wieder die Kontrolle über sein Leben.

Rund 30 Minuten später eilte Beckham von der Park Bar in den abgeschirmten Winnebago-Bereich.4 An diesem Abend schlief seine Entourage nicht in den komfortablen Caravans und auch nicht in den Luxuszelten, die für rund 14.000 Pfund angemietet worden waren. Stattdessen zogen sie alle ins nahe gelegene Babington House und feierten im neuen Hotspot des Establishments bis vier Uhr früh. Etliche Gäste wurden beim Ecstasykonsum beobachtet, Beckham und Brooklyn zählten nicht dazu.

Bei ungewöhnlich hochsommerlichen 30 Grad fand sich die Clique am späten Vormittag des folgenden Tages wieder auf der Worthy Farm ein, dem Hauptgelände des Festivals. Dass auf der Pyramid Stage Labour-Oppositionschef Jeremy Corbyn gerade von einer riesigen Menschenmenge stürmisch empfangen wurde, interessierte die drei Musketiere – Beckham, Gardner und Oliveira – nicht. Sie machten bis fünf Uhr am Sonntagmorgen Party im Hole und anderswo. Ab Mittag wurde weitergefeiert. Dann kam ein Anruf: Victoria „Posh“ Beckham war eingetroffen. „Bis sie aufkreuzte, gab es kein Theater, und alle waren bestens gelaunt“, kommentierte jemand aus der Gruppe.5

Das Ex-Spice-Girl war aus New York eingeflogen. Im letzten Anlauf zur Rettung ihres Fashionbusiness hatte Victoria im Manhattaner Büro der Vogue in einem Interview gesagt: „Ich liebe das Entwerfen von Verpackungen. David findet es langweilig, wenn ich von Schachteln und solchen Sachen rede.“ Er war auch nicht gerade darauf erpicht, sich ihre Nörgeleien über sein Partyleben anzuhören.

Insider wussten, was Victoria von Dave Gardner und dessen exzessivem Lebensstil hielt. „Schmuddelkinder“ nannte sie seine Partycrowd. 2003 hatte sie ganz besonders gestört, dass Beckham bei Gardners erster Hochzeit – mit Soapdarstellerin und Societygirl Davinia Taylor für zwei Millionen Pfund – den Trauzeugen gab. Sie monierte, seine Anwesenheit habe den Geldwert von Gardners Vertrag mit dem Magazin OK! gesteigert. Auch die Tatsache, dass Atomic-Kitten-Sängerin Jenny Frost als erste Brautjungfer mit von der Partie war, gefiel ihr ganz und gar nicht. Sie hatte David und Jenny in Verdacht, sich nach einer Party geküsst zu haben.6

Zwei Jahre nach der Hochzeit war Victoria genervt von der Publicity um Gespräche über Gardners Ehekrise. Seine Frau war inzwischen in Verruf geraten – wegen Affären mit ihren Nachbarinnen in Primrose Hill und ihres Aufenthalts in der prominenten Londoner Alkohol- und Drogenentzugsklinik The Priory.7 Ihre Trennung und anschließende Scheidung führten dazu, dass Gardner und Beckham wieder mehr Zeit miteinander verbringen konnten – erst recht, nachdem Beckham seine Karriere als Profifußballer beendet hatte. Das mit dem Wegfall des straffen Trainingsplans entstandene Vakuum half Gardner zu füllen, indem er seinen Kumpel in die Welt der rauschenden Partys einführte. Er brachte ihn auch mit Model und TV-Moderatorin Alexa Chung und der Schauspielerin und Prominenten Poppy Delevingne (Schwester von Cara) zusammen, die als Nebendarstellerinnen in Guy Ritchies neuestem Film, King Arthur: Legend of the Sword, zu sehen waren.

An jenem heißen Sonntagnachmittag 2017 landete Victorias Hubschrauber auf einem Feld in Somerset unweit des Festivals. Mit ihrer Entourage fuhr sie in einem Golfcart an den schäbigen Wohnwagen vorbei zum VIP-Bereich. Sie war wütend, weil ihr Mann ihre Anrufe ignoriert hatte, und schickte einen Suchtrupp los. Irgendwann erschien David auf der Bildfläche. Sekunden später war der Streit in vollem Gange.

Schaulustige konnten beobachten, wie Brooklyn als Friedensstifter auftrat: „Lass gut sein, Dad, ich hol dir einen Drink.“ Als er mit einer Flasche Wasser und einem doppelten Gin Tonic zurückkam, weinte sich Victoria an der Schulter ihres Sohnes aus. „Sie sahen ziemlich mitgenommen aus“, meinte ein Augenzeuge, „aber sie schafften es dennoch, für die Kameras zu posieren.“8 Wie bei anderen routinierten Medienstars war die Basis für das gesamte Business der Beckhams das Bild eines glücklichen Paares. Victoria gab sich alle Mühe, den Eindruck von Harmonie zu vermitteln. Die Frage war bloß, wie viel das noch mit der Realität zu tun hatte. Die Wutausbrüche von Victoria, die als mitunter launisch und herrisch gilt, nahm Beckham ihr übel. Viele hielten das Vertrauensverhältnis zwischen dem Paar für schwer erschüttert.

2001 hatte Victoria in ihrer Autobiografie Learning to Fly bekannt: „Menschen zu täuschen, gehört dazu. Das ist Teil des Kicks.“9 Die Selbstdarstellung war Victoria in Fleisch und Blut übergegangen. Sie schützte die eigene...



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