Brentano / Kraus | Wahrheit und Evidenz | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 201, 228 Seiten

Reihe: Philosophische Bibliothek

Brentano / Kraus Wahrheit und Evidenz

Erkenntnistheoretische Abhandlungen und Briefe
unverändertes eBook der Ausgabe von 1930
ISBN: 978-3-7873-2584-9
Verlag: Felix Meiner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Erkenntnistheoretische Abhandlungen und Briefe

E-Book, Deutsch, Band 201, 228 Seiten

Reihe: Philosophische Bibliothek

ISBN: 978-3-7873-2584-9
Verlag: Felix Meiner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Brentanos Reflexionen über das Verhältnis von Wahrheit und Evidenz wurden erst 1930 herausgegeben. Ihre Kenntnis ist unentbehrlich für das Verständnis seines Verhältnisses zu den an ihn anknüpfenden Denkern, insbesondere zu Husserl.

Franz Brentano wird 1838 in Marienberg am Rhein in einer berühmten katholischen Familie als Neffe von Clemens Brentano und Bettina von Arnim geboren. Von 1856 bis 1862 studiert Brentano Mathematik, Dichtung, Philosophie und Theologie in München, Würzburg, Berlin und Münster. Nach einem Aufenthalt im Dominikanerkonvent in Graz wird er zum Priester geweiht, gerät aber mit seiner ablehnenden Haltung dem Unfehlbarkeitsdogma des Papstes gegenüber schnell in Konflikt mit der Kirche und tritt 1879 aus der Kirche aus.Seine vielbesuchten Vorlesungen wie auch die erfolgreiche schriftstellerische Tätigkeit haben eine weitreichende Wirkung auf die wissenschaftliche Öffentlichkeit seiner Zeit. In Psychologie vom empirischen Standpunkt entwickelt Brentano die Lehre von der philosophischen Psychologie als Bewußtseinsphilosophie, die ihn gleichzeitig zu einem Wegbereiter der Phänomenologie macht. Zu seinen Schülern zählen Edmund Husserl, Alexander Meinong, Sigmund Freud und Rudolf Steiner.Franz Brentano stirbt 1917 in der Schweiz.
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Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Vorwort des Herausgebers . . . III;8
3;Einleitung des Herausgebers . . . VII;8
4;I. Über die Anordnung des Buches und seine Teile . . . VII;8
5;II. Psychologismus und Phä.nomenologismus . . . XIX;22
6;III. Was ist Wahrheit? . . . XXIII;26
7;Erste Abteilung: Die frühere Lehre . . . 1;8
8;1. Über den Begriff der Wahrheit. (Vortrag, gehalten in der Wiener Philosophischen Gesellschaft am 27. März 1889) . . . 3;8
9;2. Das Seiende im Sinne des Wahren. (Fragment. Abfassungszeit nicht nach 1902) . . . 30;8
10;3. Die Grundeinteilung der psychischen Phänomene bei Descartes. (Aus den Anmerkungen zum Ursprungsittlicher Erkenntnis 1889) . . . 33;8
11;4. Windelbands Irrtum hinsichtlich der Grundeinteilung der psychischen Phänomene (1889) . . . 38;8
12;5. Zur Kritik von Sigwarts Theorien vom existentialen und negativen Urteil (1889) . . . 44;8
13;6. Von der Evidenz (die "clara et distincta perceptio" bei Descartes; Sigwarts Lehre von der Evidenz und seine "Postulate" (1889) . . . 61;8
14;Zweite Abteilung: Der Übergang zur neuen Lehre . . . 71;8
15;1. Grammatikalische Abstrakta als sprachliche Fiktionen. (Aus einem Briefe an Anton Marty vom März 1901) . . . 73;8
16;2. Der Name existierend und seine Äquivokationen (September 1904) . . . 76;8
17;3. Sprache (Fragment vom 16. November 1905) . . . 81;8
18;Dritte Abteilung: Die neue Lehre, dargestellt in Briefen . . . 85;8
19;Gegen entia rationis und entia irrealia, sogenannte ideale und irreale Gegenstände. (Aus Briefen Franz Brentanos) . . . 87;8
20;1. Über das sogenannte "immanente (intentionale) Objekt". (An A. Marty) 7. März 1905 . . . 87;8
21;2. Ens rationis und ens irreale (Verstandesding und irreales Wesen). (An A. Marty) 1. März 1906 . . . 89;8
22;3. Gegen sogenannte Urteilsinhalte, Sätze an sich, ObJektive, Sachverhalte . . . 91;9
23;An A. Marty vom 2. September 1906 . . . 91;9
24;An 0. Kraus vom 6. September 1909 . . . 97;9
25;An 0. Kraus vom 20. September 1909 . . . 99;9
26;An 0. Kraus vom 29. September 1909 . . . 102;9
27;An 0. Kraus vom 11. Oktober 1909 . . . 103;9
28;An 0. Kraus vom 31. Oktober 1914 . . . 105;9
29;An 0. Kraus vom 8. November 1914 . . . 107;9
30;An 0. Kraus vom 16. November 1914 . . . 109;9
31;An Franz Rillebrand (Innsbruck) vom 25. Februar1911 . . . 113;9
32;An Franz Rillebrand (Innsbruck) vom 21. Mai 1916 . . . 115;9
33;Vierte Abteilung. Wahrheit und Evidenz (dieneue Lehre, dargestellt in Abhandlungen) . . . 119;9
34;1. Zur Frage der Existenz der Inhalte und von der adaequatio rei et intelleetos (20. November 1914) . . . 121;9
35;2. Über den Sinn des Satzes: veritas est adaequatio rei et intellectlis (11. Mai 1915) . . . 131;9
36;3. Über den Satz: veritas est adaequatio rei et intellectus (5. März 1915) . . . 137;9
37;4. Gedankengang zur Lehre von der Evidenz (8. Juli 1915) . . . 140;9
38;5. Über Evidenz (9. Juli 1915) . . . 144;9
39;6. Von der Evidenz (Fragment, 12. Juli 1915) . . . 148;9
40;Anhang . . . 151;9
41;1. Über die Allgemeingültigkeit der Wahrheit und den Grundfehler einer sogenannten Phänomenologie (Aus Briefen F. Brentanos an Edmund Husserl) . . . 153;9
42;2. Über die Entstehung der irrigen Lehre von den entia irrealia (nach Aufzeichnungen von Alfred Kastil, Mai 1914) . . . 162;9
43;Anmerkungen des Herausgebers . . . 167;9
44;Register . . . 223;9


Kraus, Oskar
Oskar Kraus, zeitgenössische Schreibweise meist Oscar, (* 24. Juli 1872 in Prag, Böhmen; † 26. September 1942 in Oxford) war ein böhmischer Philosoph. Oskar Kraus war der Sohn von Hermann Kraus und Clara Reitler-Eidlitz. Kraus konvertierte später vom jüdischen zum protestantischen Glauben. 1890 begann er ein Studium von Jura und Philosophie bei Friedrich Jodl und Anton Marty, der ihn in Franz Brentanos Denken einführt. 1895 wird Kraus zum Doktor der Rechte promoviert, tritt 1896 in die Finanzprokuratur ein und heiratet 1899 Bertha Chitz. 1902 habilitiert er sich in Philosophie. 1909 lehrt er als außerordentlicher Professor, 1911 vollzeitig, 1916 als ordentlicher Professor auf dem Lehrstuhl Martys. 1939 wird er von den Deutschen beim Einmarsch in die Tschechoslowakei verhaftet und in ein Konzentrationslager gebracht; er wird jedoch freigelassen und kann nach Großbritannien flüchten. An der Universität Edinburgh hält er 1941 Gifford Lectures. 1942 stirbt Kraus an Krebs.

Kraus beschäftigte sich während des Ersten Weltkriegs mit ethischen Fragen über den Krieg und schrieb wichtige Werke auf dem Gebiet der Völkerrechtsliteratur. Unter dem Einfluss von Brentano entwickelt Kraus eine apriorische Wertaxiomatik, welch er der marxistischen Werttheorie gegenüberstellt. Auf dem Gebiet der Wirtschaftsphilosophie wandte Kraus die psychologische Methode an und benutzt (neben seiner Wertaxiomatik) das Summierungsprinzip und den Hoffnungswert zur Chancenbewertung. Auf dem Gebiet der Rechtslehre bekämpfte er Historismus und Positivismus unter Berufung auf die Rechtspflicht und der Pflicht überhaupt und entwickelt eine juristische Hermeneutik.
Bekannt war auch seine Kritik an der Relativitätstheorie, deren Inhalte er als Anhäufung von "Absurditäten" (wie der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit) und daraus konstruierter "mathematischer Fiktionen" ansah.

Brentano, Franz
Franz Brentano wird 1838 in Marienberg am Rhein in einer berühmten katholischen Familie als Neffe von Clemens Brentano und Bettina von Arnim geboren. Von 1856 bis 1862 studiert Brentano Mathematik, Dichtung, Philosophie und Theologie in München, Würzburg, Berlin und Münster. Nach einem Aufenthalt im Dominikanerkonvent in Graz wird er zum Priester geweiht, gerät aber mit seiner ablehnenden Haltung dem Unfehlbarkeitsdogma des Papstes gegenüber schnell in Konflikt mit der Kirche und tritt 1879 aus der Kirche aus.
Seine vielbesuchten Vorlesungen wie auch die erfolgreiche schriftstellerische Tätigkeit haben eine weitreichende Wirkung auf die wissenschaftliche Öffentlichkeit seiner Zeit. In Psychologie vom empirischen Standpunkt entwickelt Brentano die Lehre von der philosophischen Psychologie als Bewußtseinsphilosophie, die ihn gleichzeitig zu einem Wegbereiter der Phänomenologie macht. Zu seinen Schülern zählen Edmund Husserl, Alexander Meinong, Sigmund Freud und Rudolf Steiner.
Franz Brentano stirbt 1917 in der Schweiz.

Kraus, Oskar
Oskar Kraus, zeitgenössische Schreibweise meist Oscar, (* 24. Juli 1872 in Prag, Böhmen; † 26. September 1942 in Oxford) war ein böhmischer Philosoph. Oskar Kraus war der Sohn von Hermann Kraus und Clara Reitler-Eidlitz. Kraus konvertierte später vom jüdischen zum protestantischen Glauben. 1890 begann er ein Studium von Jura und Philosophie bei Friedrich Jodl und Anton Marty, der ihn in Franz Brentanos Denken einführt. 1895 wird Kraus zum Doktor der Rechte promoviert, tritt 1896 in die Finanzprokuratur ein und heiratet 1899 Bertha Chitz. 1902 habilitiert er sich in Philosophie. 1909 lehrt er als außerordentlicher Professor, 1911 vollzeitig, 1916 als ordentlicher Professor auf dem Lehrstuhl Martys. 1939 wird er von den Deutschen beim Einmarsch in die Tschechoslowakei verhaftet und in ein Konzentrationslager gebracht; er wird jedoch freigelassen und kann nach Großbritannien flüchten. An der Universität Edinburgh hält er 1941 Gifford Lectures. 1942 stirbt Kraus an Krebs.

Kraus beschäftigte sich während des Ersten Weltkriegs mit ethischen Fragen über den Krieg und schrieb wichtige Werke auf dem Gebiet der Völkerrechtsliteratur. Unter dem Einfluss von Brentano entwickelt Kraus eine apriorische Wertaxiomatik, welch er der marxistischen Werttheorie gegenüberstellt. Auf dem Gebiet der Wirtschaftsphilosophie wandte Kraus die psychologische Methode an und benutzt (neben seiner Wertaxiomatik) das Summierungsprinzip und den Hoffnungswert zur Chancenbewertung. Auf dem Gebiet der Rechtslehre bekämpfte er Historismus und Positivismus unter Berufung auf die Rechtspflicht und der Pflicht überhaupt und entwickelt eine juristische Hermeneutik.
Bekannt war auch seine Kritik an der Relativitätstheorie, deren Inhalte er als Anhäufung von "Absurditäten" (wie der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit) und daraus konstruierter "mathematischer Fiktionen" ansah.

Franz Brentano wird 1838 in Marienberg am Rhein in einer berühmten katholischen Familie als Neffe von Clemens Brentano und Bettina von Arnim geboren. Von 1856 bis 1862 studiert Brentano Mathematik, Dichtung, Philosophie und Theologie in München, Würzburg, Berlin und Münster. Nach einem Aufenthalt im Dominikanerkonvent in Graz wird er zum Priester geweiht, gerät aber mit seiner ablehnenden Haltung dem Unfehlbarkeitsdogma des Papstes gegenüber schnell in Konflikt mit der Kirche und tritt 1879 aus der Kirche aus. Seine vielbesuchten Vorlesungen wie auch die erfolgreiche schriftstellerische Tätigkeit haben eine weitreichende Wirkung auf die wissenschaftliche Öffentlichkeit seiner Zeit. In Psychologie vom empirischen Standpunkt entwickelt Brentano die Lehre von der philosophischen Psychologie als Bewußtseinsphilosophie, die ihn gleichzeitig zu einem Wegbereiter der Phänomenologie macht. Zu seinen Schülern zählen Edmund Husserl, Alexander Meinong, Sigmund Freud und Rudolf Steiner. Franz Brentano stirbt 1917 in der Schweiz.



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