Bright | Almost isn't enough. Echoes of the Past | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 416 Seiten

Reihe: Secrets of Ferley

Bright Almost isn't enough. Echoes of the Past

Roman | Die Bestseller-Fortsetzung der dramatischen New Adult mit Farbschnitt in der ersten Auflage
24001. Auflage 2024
ISBN: 978-3-95818-849-5
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Die Bestseller-Fortsetzung der dramatischen New Adult mit Farbschnitt in der ersten Auflage

E-Book, Deutsch, Band 2, 416 Seiten

Reihe: Secrets of Ferley

ISBN: 978-3-95818-849-5
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Damian kann seinen Augen nicht trauen, als er eines Nachts plötzlich Hazel gegenübersteht - seiner Jugendliebe, die vor zwei Jahren aus der Kleinstadt verschwunden ist und mehr Geheimnisse mit sich rumschleppt, als sie tragen kann. Während Hazel ihrem erkrankten Großvater in der Buchhandlung aushilft, betäubt Damian seine Schuld mit Underground-Boxkämpfen, die alles von ihm abverlangen. Zwischen Hazel und Damian fliegen wieder die Funken, doch Damian kann Hazel sein gebrochenes Herz nicht verzeihen. Trotzdem kommen sie sich immer näher, bis Hazels Probleme sie einholen und alle in Gefahr bringt ... »Jennifer Bright vereint alles, was es für einen Pageturner braucht: Knisternde Gefühle, Spannung bis zur letzten Seite und emotionaler Herzschmerz vom Feinsten. Dieses Buch ist ein absolutes Highlight!« Ayla Dade

Jennifer Bright wurde 1993 in Hannover geboren. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Katze lebt sie noch heute in der niedersächsischen Hauptstadt. Sie trinkt mehr Kaffee, als es gut für sie wäre, und kann sich kein Leben ohne Katzen, Bücher und Serien vorstellen. Auf Instagram (@jenniferbright.autorin) und TikTok (@jennifer.bright) teilt sie ihre Leidenschaft dazu.
Bright Almost isn't enough. Echoes of the Past jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Zwei Wochen später

Die Menge tobt. Das Meer aus Stimmen verschmilzt zu einem ohrenbetäubenden Chor, während sie meinen Namen grölen und all ihr Vertrauen, all ihre Hoffnung und vor allem all ihr Geld auf mich und meinen Sieg setzen. Man könnte meinen, dass ich alles dafür tun würde, diese Menschen, die am Rand des leeren und heruntergekommenen Schwimmbeckens stehen, nicht zu enttäuschen. Doch ehrlich gesagt interessiert es mich einen Scheiß, ob sie durch mich reicher oder ärmer werden.

»Demon. Demon. Demon.«

Was für ein bescheuerter Name. Man hat ihn mir bei meinem ersten Kampf gegeben, weil keiner der Kämpfer beim echten Namen genannt werden darf. Auch wenn mein Gesicht bei Weitem kein unbekanntes ist. Erst recht nicht, seit die Schlagzeilen um die Verhaftung meines Alten überhandgenommen haben.

Mein Gegenüber hat es jedoch schlimmer getroffen. Iron Fist. Ich musste mir ein Lachen verkneifen, als er aufgerufen wurde. Außerdem bin ich mir sicher, dass er seinen Namen nicht verdient hat. Das merke ich allein schon daran, wie langsam und schwerfällig er sich bewegt. Als der Gong erklingt, stürmt er direkt auf mich zu.

Jeder Muskel, jede Sehne meiner Arme ist zum Zerreißen angespannt, als ich meine Deckung schließe und meinem Gegner duckend ausweiche. Ich kontere mit einem Schlag in seine Flanke, gefolgt von einem Aufwärtshaken, der sein Kinn so hart trifft, dass er kurz das Gleichgewicht verliert und nach hinten stolpert.

Pures Adrenalin pumpt durch meine Adern, lässt mich alles um mich herum vergessen. Dieses Gefühl, jeden Zentimeter meines Körpers zu spüren, ist mit nichts anderem zu vergleichen. Wenn ich das Boxen nicht hätte, würde ich vermutlich komplett den Verstand verlieren.

Iron Fist rappelt sich wieder auf, tänzelt um mich herum, und ich erlaube ihm, seine vermeintliche Überlegenheit auszuspielen. Anstatt meine Deckung wieder zu schließen, heiße ich seinen Schlag grinsend willkommen. So, wie ich es immer tue. Ich lande stets den ersten Treffer, lasse meinem Gegner für einen Moment die Hoffnung auf einen Sieg, bevor ich ihn dann unversehens k. o. schlage.

Ein angenehmer Schmerz zieht durch meine linke Gesichtshälfte, und für einen kurzen Augenblick schließe ich die Lider und sehe sie. Ihre braungrünen Iriden, die mich taxieren, ihre orangen Haare, die im Wind wehen. Hazel. Ein Schmerz, der mit keinem körperlichen zu vergleichen ist, durchfährt mich. Er lässt mich frösteln, obwohl ich glühe wie Eisen, das im Feuer geschmiedet wird.

Als ich die Augen wieder öffne, holt Iron Fist gerade zu einem Seitwärtshaken aus. Mein Atem kommt in schnellen, rhythmischen Stößen. Geschickt weiche ich ihm aus. Schweiß rinnt meinen tätowierten Rücken hinab. Das ist mein dritter Kampf an diesem Abend, doch ich bin nicht müde. Will immer mehr, mehr, mehr. Mehr Schmerz. Mehr Wut. Mehr Betäubung.

Es ist zwei Wochen her, dass ich Hazel in Ferley gesehen habe. Mittlerweile glaube ich fast, dass ich sie mir nur eingebildet habe. Doch ich weiß, dass sie es war. Ich würde sie immer wiedererkennen. Unter Tausenden von Menschen. Auch nach drei Jahren noch.

Plötzlich trifft mich Iron Fist mit brachialer Wucht im Gesicht. Schmerz zuckt durch meine Nervenbahnen, und ein metallischer Geschmack breitet sich in meinem Mund aus. Ich taumle nach hinten, und die Menge hält den Atem an. Fuck. Ich war unkonzentriert. Ich unkonzentriert. Weil sie meine Gedanken beherrscht. Nach all der Zeit vernebelt Hazel noch immer mein Hirn, und ich hasse es.

Mit einem präzisen Doppelpunch attackiert Iron Fist meine linke Flanke, als wisse er ganz genau, dass ich mir dort vor einigen Tagen eine Verletzung zugezogen habe. Verdammt. Ein höllisches Ziehen breitet sich in meiner Seite aus und lässt mich zu Boden gehen. Ich spüre die kalten Fliesen unter mir, während der Ringrichter langsam die Sekunden zählt.

Eins. Zwei. Drei. Vier.

Mein Atem geht flach.

Fünf.

Der Schmerz schickt brennende Wellen durch meinen Körper.

Sechs.

Die Zuschauer rasten vollkommen aus.

Sieben.

Meine Muskeln zittern. Weigern sich, mich aufzurichten.

Acht.

Der Geschmack von Blut klebt an meinen Lippen.

Neun.

Selbst wenn ich aufstehen könnte, ich möchte nicht.

Zehn.

Die Menge scheint den Atem anzuhalten, während der Ringrichter das Urteil fällt.

Der Kampf ist vorbei. Ich habe verloren. Und in diesem Moment erkenne ich, dass Iron Fist seinen Namen wohl doch verdient hat. Und dass Hazel mich mal wieder in die Knie gezwungen hat.

Nur mit großer Mühe bekomme ich die massive Metalltür aufgeschoben. Sofort begrüßt mich das warme Licht, das durch die riesigen, vergitterten Fenster scheint und geometrische Muster auf den glatten Betonboden malt. Die hohen Decken lassen das Loft noch weitläufiger erscheinen, während sich an den Wänden eine Reihe von Holzregalen emporstreckt, in denen sich seit meiner freiwilligen Arbeit im unzählige Bücher angehäuft haben.

Wie ein mächtiger Schatten kommt Loki schwanzwedelnd angetapst. Sein schwarzes und braunes Fell glänzt in der Abendsonne. Ich knie mich zu ihm auf den Boden. Fuck, mir tut alles weh. Die Unterlippe ist aufgeplatzt, meine Rippen sind mit großer Wahrscheinlichkeit geprellt, und mein Kiefer hat heute auch einiges abbekommen. Doch ich verdränge den Schmerz und streiche Loki über den Kopf.

»Na, mein Großer. Hast du auf mich gewartet?«

Loki antwortet mir mit einem zufriedenen Schnauben, und der Blick, mit dem er mich aus seinen dunklen Augen bedenkt, erwärmt mein unterkühltes Herz.

Vor drei Monaten war ich zusammen mit Elijah auf einem Kurztrip in New York. Elijah lag mir tagelang in den Ohren, dass er niemanden hat, der die Kunstmesse mit ihm besucht, und irgendwann habe ich mich erbarmt. Dort sind wir dann in einer Seitenstraße einem Mann begegnet, der … Ich mag gar nicht daran denken, und doch habe ich die Bilder sofort vor Augen. Wie dieser elende Wichser eine Bierflasche nach seinem Hund wirft. Elijah und ich sind sofort eingeschritten und haben uns schützend vor den wimmernden Rottweiler gestellt und mit der Polizei gedroht, bis der Mann abgehauen ist und uns ein »Ihr könnt den dreckigen Köter behalten« hinterhergerufen hat. Und das haben wir dann auch getan. Seitdem ist Loki abwechselnd bei mir und bei Elijah.

Auch wenn er doppelt so groß ist wie Dexter, erinnert mich Loki an den Hund, den mir meine Erzeuger vor über einem Jahrzehnt zunächst widerwillig geschenkt und dann wieder weggenommen haben. Tag und Nacht habe ich mit Dexter verbracht, bis mein Alter ihn einfach verkauft hat. Wenn ich nun in Lokis braune Knopfaugen blicke, frage ich mich manchmal, wie es Dexter danach wohl ergangen ist.

»Lass mich kurz duschen. Dann gehen wir eine große Runde, versprochen.« Ich bücke mich nach seinem Lieblingsspielzeug und werfe die pinke Gans quer durch das Loft. Er rennt bis in die offene Küche, um kurz darauf das Kuscheltier im Maul wild hin und her zu schleudern. Über ihm erstreckt sich die Loftgalerie mit meinem Schlafzimmer, von der ein minimalistisches Geländer aus schwarzem Stahl und eine schmale Treppe mit Holzstufen herabführen.

Als ich mich wieder aufrichte, klebt das schwarze T-Shirt eng an meinem Oberkörper. Ich ziehe es langsam über meinen Kopf, bedacht darauf, die Rippen nicht zu beanspruchen. Kühle Luft trifft meine Haut, ein willkommener Kontrast zu der Hitze, die sich seit den Kämpfen in meinen Muskeln eingenistet hat.

Kaum landet das Stück Stoff auf dem grauen Betonboden, klingelt es an der Tür, und Loki kommt bellend angerannt.

»Schon gut, Großer«, beruhige ich ihn und zeige auf sein Körbchen. Sofort entspannt er sich und lässt sich darauf nieder, während ich zur Tür gehe und sie öffne.

»Hast du eine Frau erwartet?« Elijah deutet mit hochgezogenen Augenbrauen auf meinen nackten Oberkörper und drängt sich an mir vorbei. Für ihn galt schon immer das Prinzip: Mein Zuhause ist auch dein Zuhause. Zumindest seit ich aus meinem Elternhaus und in dieses Loft in einer alten Lagerhalle gezogen bin.

Elijah streichelt Loki den breiten Rücken, bevor sich beide fast zeitgleich auf die Ecke der ausladenden grauen Sofalandschaft schmeißen. Unter ihnen ein schwarzer Teppich, auf dem Lokis Spielzeuge verstreut liegen.

»Ich wollte gerade unter die Dusche«, erkläre ich meinem Kumpel und schiebe die Hände in die Taschen meiner Jeans.

»Tu dir keinen Zwang an. Ich habe Zeit.« Er rümpft die Nase. »Ehrlich gesagt bevorzuge ich auch ohnehin den frischen Damian anstatt den von Schweiß und Blut befleckten. Du siehst echt … scheiße aus.«

»Ich komme vom Boxen.«

»Was du nicht sagst. Da wäre ich niemals draufgekommen.« Er fährt sich durch das dunkle Haar. »Du warst wieder nicht bei den Vorlesungen.«

»Gut erkannt, Sherlock.« Ich lehne mich gegen die kühle Betonwand und verschränke die Arme vor der Brust. »Wenn du gekommen bist, um mir eine Moralpredigt zu halten, kannst du direkt wieder...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.