Broadrick / Verge / Kauffman | Tiffany Exklusiv Band 35 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0035, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Exklusiv

Broadrick / Verge / Kauffman Tiffany Exklusiv Band 35


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-5019-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0035, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Exklusiv

ISBN: 978-3-7337-5019-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



HEIßE KÜSSE UNTER PALMEN von KAUFFMAN, DONNA
Nie zuvor hat Sean Gannon eine Frau wie Laura getroffen! Die dunkelhaarige Schönheit hat ihm komplett den Kopf verdreht. Doch nach einer leidenschaftlichen Nacht im Inselparadies St. Thomas reist Laura Hals über Kopf ab. War Sean bloß ein One-Night-Stand für sie?
LIEBE UNTER TAUSEND STERNEN von VERGE, LISA ANN
Ein Kanutrip durch die kanadische Wildnis? Casey ist verunsichert. Soll sie Dylan MacCabe begleiten? Nach kurzem Zögern steht Caseys Entscheidung fest: Wagemutig stürzt sie sich in das größte Abenteuer ihres Lebens - und findet etwas, das sie längst verloren glaubte ...
VIER NÄCHTE IM PARADIES von BROADRICK, ANNETTE
Steve ist schockiert! Vor seinem Bett stehen drei Männer und fordern ihn auf, mit nach Texas zu kommen. Der Grund: ihre Schwester Robin, mit der Steve eine heiße Affäre auf San Saba Island hatte. Aber wozu? fragt sich Steve. Schließlich will Robin nichts mehr von ihm wissen!



Bis Annette Broadrick mit sechzehn Jahren eine kleine Schwester bekam, wuchs sie als Einzelkind auf. Wahrscheinlich war deshalb das Lesen immer ihre liebste Freizeitbeschäftigung. Mit 18 Jahren, direkt nach ihrem Abschluss an der Highschool, heiratete sie. Zwölf Monate später wurde ihr erster Sohn geboren, und schließlich wurde sie in sieben Jahren vierfache Mutter von prächtigen Jungen. Leserinnnen, die Kinder haben, muss sie nicht erklären, wie ihr Leben in den nächsten zwanzig Jahren aussah. Und Leserinnen ohne Kinder wollen es nicht wissen! Sobald die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, nahm sie eine Stelle als Sekretärin an, um etwas zum Familieneinkommen beizutragen. Später wurde Annette Broadrick Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin und arbeitete in verschiedenen Kanzleien in Arizona, Texas, Illinois und Oregon. Ihre Liebe zu Büchern blieb ihr auch während den stressigsten Zeiten erhalten. Und als ihr jüngster Sohn schließlich seinen Schulabschluss in der Tasche hatte, entschloss sie sich, es selbst mit dem Schreiben zu versuchen. Sechs Monate lang machte sie sich in einem Heft Notizen. Dann lieh sie sich eine Schreibmaschine und schrieb alles noch einmal um. Als sie damit fertig war, zeigte sie es einer Freundin, die kreatives Schreiben lehrte. Sie hörte sich aufmerksam die Kritik an und schrieb ihr Buch wieder um. Daraufhin zeigte sie es einer begeisterten Leserin von Romances, akzeptierte deren Änderungsvorschläge, setzte sich hin und veränderte das Manuskript entsprechend. Dann schickte sie ihr Werk an den Verlag Silhouette. Zwei Monate später erhielt sie einen Anruf und wurde gefragt, ob sie sich vorstellen könne, das Buch zu überarbeiten und 100 Seiten zu streichen. Sie sagte Ja. Das war im Januar 1984. Als ihr erstes Buch im November 1984 erschien, kam es Annette Broadrick vor, als hätte sie sechs Bücher geschrieben! Seit Oktober 1984 lebt sie allein und finanziert ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch ihre Honorare. Jetzt endlich hat sie die Zeit zu lesen, und sie ist mit ihrem ruhigen, zurückgezogenen Leben in Texas ausgesprochen zufrieden. Kürzlich vollendete sie ihre 51. Romance und arbeitet zur Zeit an zwei weiteren. Sie ist fest entschlossen weiterzuschreiben, solange ihre Bücher den Leserinnen gefallen.

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1. KAPITEL

„Wer hätte gedacht, dass ich der Erste von uns Brüdern sein werde, der heiratet?“ Brad Gannon schlang einen Arm um die Schultern seines älteren Bruders.

Sean grinste. „Na ja, Clay ist zu sehr damit beschäftigt, sich mit sämtlichen Cheerleaderinnen der Universität von Louisiana zu verabreden. Und ich wusste immer, dass ich nicht als Erster von uns heiraten würde.“

„Ja, es ist ja, als wärst du bereits verheiratet. Wie behandelt dich dein Job als Marshal denn so?“, neckte Brad ihn. „Ist es immer noch so aufregend wie damals, als du frisch verliebt warst? Können wir damit rechnen, bald das Trippeln kleiner Spezialagenten zu hören?“

„Ja, sobald ich mit meiner Klasse draußen in Beauregard fertig bin. Ich bin sicher, dass ich sehr stolz auf die Jungs sein werde, nachdem ich sie ausgebildet habe. Wenn nicht, können sie was erleben“, erwiderte Sean.

„Ich bin froh, dass ich es nicht nötig habe, dich zu beeindrucken“, entgegnete Brad.

Sean blickte zu Haley hinüber. Sie wirkte sehr glücklich. „Das hast du bereits“, erklärte er ernst. „Aber ich hätte gedacht, dass du dich vorher noch viel länger umsehen würdest.“

„Das hätte keinen Unterschied ausgemacht“, meinte Brad.

Sean sah noch mal zu der strahlenden Braut. „Jedenfalls hast du eine tolle Wahl getroffen.“ Dann bemerkte er, dass Brad Hailey, die er vor knapp einer Stunde geheiratet hatte, verliebt anstarrte.

Brad fiel auf, dass sein Bruder die Stirn runzelte. „Ist es seltsam für dich? Ich meine, weil du doch früher mal mit ihr ausgegangen bist. Allerdings ist das eine Ewigkeit her.“

„Und ich nehme an, deine Gefühle für sie waren damals nur eine jugendliche Schwärmerei?“, konterte Sean.

„Das einzig Jugendliche daran war meine Unfähigkeit, Haley schon damals festzuhalten. Aber ich war immer in der Lage, etwas Gutes zu erkennen, wenn ich es sah.“

„Im Gegensatz zu mir, nehme ich an“, gab Sean halb ernst, halb scherzhaft zurück.

„Hey, ich denke, ich habe uns beiden einen Gefallen getan. Haley wollte nicht den U. S. Marshals Service heiraten. Und irgendwann bin ich ja erwachsen geworden und habe gelernt, das Gute festzuhalten.“

„Ja.“ Sean sah wieder zu Haley hinüber, die sehr ruhig wirkte mitten zwischen den lauten Mitgliedern der Gannon-Familie. „Ich freue mich für dich, Brad. Und ich hoffe, dass du noch anderen Nachwuchs produzieren wirst als den vierbeinigen, mit dem du arbeitest.“

„Sehnst du dich etwa danach, Onkel zu spielen? Reicht dir Carlys Baby nicht?“

„Das jagt mir Angst ein“, erklärte Sean.

„Ja, ich weiß. Wie kann etwas so Winziges so laut sein?“

Aber es war nicht das Brüllen, das Sean zu schaffen machte. Er hatte an die perfekten kleinen Finger und Zehen gedacht. Wie sollte ein Mann so ein kleines Wesen halten können, ohne es zu zerbrechen? Doch seine jüngere Schwester schien damit umzugehen, als wäre sie dazu geboren. Von den fünf Gannon-Geschwistern war sie diejenige, die sich am besten für diese Aufgabe eignete. Allerdings würde es wohl nicht lange dauern, bis Brad und Haley ebenfalls ein Kind hatten. Brad hatte immer Tiere geliebt. Deshalb trainierte er auch Rettungshunde. Und die Tiere liebten ihn. Sean fand, dass Brad dadurch auch als Vater qualifiziert war.

„Ha“, sagte Brad jetzt. „Du glaubst, wenn Haley und ich für Nachwuchs sorgen, werden Mom und Dad vergessen, dass ihr Ältester noch nicht verheiratet ist. Viel Glück.“

„Ach, wir hetzen sie einfach auf Clay.“

„Soll das ein Witz sein? Er ist selber noch ein Baby.“

„Das ist wahr.“ Sean lachte.

„Du denkst also immer noch daran, den Job in Camp Beauregard anzunehmen? Du willst Leute für dein Land ausbilden?“

Tatsächlich hatte Brad sich schon mehr oder weniger dazu entschlossen, aber er wollte es im Moment noch nicht der ganzen Familie mitteilen. Schließlich war dies Brads und Haleys großer Tag. „Ich denke noch darüber nach.“

„Du wärst näher bei deiner Familie. Und Carly würde es sicher gefallen, wenn Onkel Sean jeden Freitagabend zum Babysitten käme.“

„Weißt du, du machst mir die Entscheidung von Minute zu Minute leichter. Plötzlich erscheint mir ein weiterer Winter in Denver erstrebenswert.“

Ihre ältere Schwester Isabel kam jetzt mit einem Glas Champagner auf sie zu. „Ihr trinkt Bier?“ Sie schüttelte den Kopf. „Und wir hatten so sehr gehofft, dass ein Collegeabschluss euch in zivilisierte Menschen verwandelt.“

„Was glaubst du, wo wir uns das Biertrinken angewöhnt haben?“, fragte Sean.

„Champagner ist was für Weicheier, Schwesterherz“, fügte Brad hinzu.

Isabel seufzte. „Na ja, vorhin als du den Toast ausgesprochen hast, schien er dir nicht zu weicheierhaft zu sein.“

Sean grinste. „Es ist wesentlich männlicher, wenn man den Champagner aus dem Schuh einer Brautjungfer trinkt, Izzy.“

Isabel schüttelte den Kopf. „Männer!“

Brad sah Sean an und warf dann einen bedeutungsvollen Blick auf ihre leeren Bierdosen. Sean schmunzelte. Und dann zerquetschten beide demonstrativ ihre Bierdosen an der Stirn.

„Du lieber Himmel!“ Isabel stellte sich schnell vor sie, damit die anderen Gäste sie nicht sehen konnten. „Lass dich dabei bloß nicht von Haley erwischen, Brad. Sie kann die Ehe immer noch annullieren lassen.“ Dann wandte sie sich an Sean. „Und du sagst lieber kein Wort. Bei dir ist sowieso Hopfen und Malz verloren.“

„Das musst du gerade sagen“, konterte er. Aber Isabel ging bereits weg. Sean bemerkte, dass sein Onkel Padraig gerade zu seiner Geige gegriffen hatte. „Oh, oh. Vielleicht willst du Haley davor bewahren“

„Keine Sorge.“ Brad lächelte. „Haley findet unsere Familie charmant.“

Sean warf ihm einen Blick zu. „Vielleicht sollte sie ihren Kopf mal untersuchen lassen.“

Brad lachte nur, dann überquerte er den Rasen, um mit seiner Frau zu tanzen.

Sean klatschte sich auf den Oberschenkel, und die beiden Hunde von Brad und Haley kamen zu ihm.

„Gelbe Schleifen? Wer hat euch die denn umgebunden? Wahrscheinlich Carly. Wisst ihr nicht, dass eure Freunde über euch lachen werden?“ Sie blickten beide mit großen Augen zu ihm auf, und er lächelte. „Aber sie haben mich ja immerhin auch dazu überredet, einen Smoking anzuziehen, also sollte ich wohl lieber den Mund halten, was?“ Er warf einen Stock für die Hunde und folgte ihnen den Hügel hinunter zum Fluss.

Die große Labradorhündin Recon erreichte den Stock zuerst, aber Digger, der Jack Russell Terrier, schnappte ihn ihr weg, obwohl er viel kleiner war, und sie ließ es zu.

„Warum lassen Frauen die Männer immer gewinnen?“, fragte Sean, nahm Digger den Stock ab und warf ihn wieder. „Glauben sie, unser Selbstwertgefühl wäre so schwach, dass wir es nicht ertragen, zu verlieren?“ Er blickte zu Brad zurück, der jetzt vorsichtig das Baby hielt, das Carly ihm in die Arme gelegt hatte. „Wahrscheinlich wollen sie uns auf diese Art nur weismachen, wir hätten eine Chance gegen sie.“

Sein Lächeln erlosch wieder. Es überraschte ihm, dass Brads Hochzeit Gedanken an Ehe, lebenslange Liebe und Familie in ihm ausgelöst hatte. Als Carly vor zwei Jahren geheiratet hatte, hatte er ihr einfach Glück gewünscht, und danach war er dankbar gewesen, nach Denver zurückkehren zu können.

Vielleicht lag es daran, dass Brad und Haley in Lebensgefahr gewesen waren, als sie sich in Kalifornien wieder getroffen hatten. Das genügte, um jeden dazu zu bringen, sich zu überlegen, was im Leben wirklich zählte. Und obwohl seine Familie ihn verrückt machte, hing Sean an ihr. Deshalb war er drauf und dran, die Stelle in Louisiana anzunehmen.

Als er jetzt das aufgeregte Geschrei der Kinder hörte, musste er sich eingestehen, dass er nicht unbedingt so lebte, wie er sich das vorgestellt hätte. Er hatte seine Karriereziele schon vor einiger Zeit erreicht, aber sein Privatleben hatte darunter gelitten. Und nun war er bestens ausgebildet, sehr erfolgreich, finanziell abgesichert – und allein.

Recon kam zu ihm und legte ihm den Stock vor die Füße. Er kraulte ihr den Kopf. „Ah, eine treue Frau.“ Wieder warf er den Stock. Die Labradorhündin sah den Stock an und blickte dann zu Digger hinüber, der gerade um Futter bettelte. Offensichtlich war sie nicht am Spielen interessiert, wenn Digger nicht mitmachte.

„Du solltest dich lieber um dich selber kümmern“, meinte Sean. „Dann wirst du nicht enttäuscht.“

Sie starrte ihn an, dann holte sie den Stock, lief damit zu Digger und zeigte ihm ihre Beute, bevor sie um den Büfetttisch herumlief. Digger warf einen letzten sehnsuchtsvollen Blick auf den Hähnchenflügel, den Tante Miranda in der Hand hielt, und jagte dann hinter Recon her.

Sean lachte. „Das dürfte mein Problem sein. Ich habe nie eine Frau getroffen, die mich so sehr wollte, dass sie hinter mir hergelaufen ist, wenn ich von etwas abgelenkt war.“

Er hatte tatsächlich ein Problem damit, sesshaft zu werden. Er hatte immer geglaubt, die richtige Frau würde irgendwann erscheinen und er würde sie instinktiv erkennen. Alles Weitere würde sich dann von selbst ergeben.

In der Zwischenzeit hatte er nichts gegen heiße Affären. Aber in letzter Zeit hatte er sich so in seine Arbeit vergraben, dass sein Privatleben gleich null war. Das brachte ihn dazu, an seinen nächsten Auftrag zu denken. Die meisten Männer hätten dafür alles gegeben. Er sollte ein paar...



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