Buch, Deutsch, 416 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 211 mm, Gewicht: 645 g
Die Schlafwandler Teil 3
Buch, Deutsch, 416 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 211 mm, Gewicht: 645 g
ISBN: 978-3-96662-554-8
Verlag: Boer
Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden ist der dritte Teil der Trilogie kein traditioneller Roman, sondern eine Sammlung von 88 meist kurzen erzählerischen und mit ihnen thematisch verbundenen essayistischen Kapiteln, die ein Kaleidoskop der Gesellschaft am Ende des Ersten Weltkrieges ergeben. In Fortführung der Handlung und der auktorialen Erzählstruktur trifft die Hauptfigur Wilhelm Huguenau auf die beiden Protagonisten der ersten beiden Bände: Joachim von Pasenow und August Esch. Major Pasenow ist für die Kriegsdauer als Stadtkommandant reaktiviert, sein ältester Sohn ist vor Verdun gefallen, seine Frau lebt mit zwei Töchtern und dem jüngsten Sohn auf dem westpreußischen Gut. Esch hat seinen Posten als Oberbuchhalter aufgegeben, denn er konnte von einem Erbe die Lokalzeitung »Kurtrierscher Bote« mit Druckerei kaufen. Die Haupthandlung und verschiedene parallel dazu verlaufende und personell miteinander verknüpfte Nebenhandlungen spielen vom Vorfrühling bis Spätherbst 1918 in einem Städtchen in einem Moselnebental östlich von Trier. 2. In einem zweiten Handlungsstrang schildert der Ich-Erzähler Dr. phil. Bertrand Müller, der Verfasser geschichtsphilosophischer Betrachtungen über den Wertezerfall, seine Begegnung mit dem Heilsarmeemädchen Marie und dem Juden Nuchem. 3. Ergänzt werden die fiktiven Geschichten durch in der Ich-Form geschriebene essayistische Artikel über philosophisch-theologische und politische Themen, v. a. über den Zerfall der Werte. 4. Außerdem gibt es Kommentartexte zur Einordnung der Protagonisten, z. B. über den Buchhalter Esch und seine Probleme in der Realität, die ihn zum Rebellen werden lassen, oder zur Abgrenzung Huguenaus von den Begriffen Rebell und Verbrecher. Im Epilog wird ein Überblick über die weitere Entwicklung gegeben und der Protagonist im Zusammenhang mit der Thematik »Zerfall der Werte« charakterisiert.




