Brooks | Der beste Rat für ein gutes Leben | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 272 Seiten

Brooks Der beste Rat für ein gutes Leben

Finden Sie Erfolg, Glück und einen tiefen Sinn in Ihrer zweiten Lebenshälfte
2. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98609-348-8
Verlag: FinanzBuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Finden Sie Erfolg, Glück und einen tiefen Sinn in Ihrer zweiten Lebenshälfte

E-Book, Deutsch, 272 Seiten

ISBN: 978-3-98609-348-8
Verlag: FinanzBuch Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, im Alter von 50 Jahren, begibt sich Arthur Brooks, gefeierter Bestsellerautor, renommierter Harvard-Professor und erfolgreicher Glückskolumnist auf eine siebenjährige Reise. Er hat scheinbar alles erreicht, was sich ein Mensch nur wünschen kann, doch auch für ihn bricht die zweite Hälfte des Lebens an. Alles Mühen und Streben führt auf einmal nicht mehr zu mehr Erfolg, sondern zu der immer stärkeren Gewissheit, all das nicht ewig durchhalten können, auch wenn er es noch so sehr versucht. Doch Brooks findet einen Weg. Er schafft es nicht nur aus dem Hamsterrad des Erfolgs auszusteigen, sondern findet vielmehr eine neue Art von Erfolg und noch mehr: eine tiefere Form von Glück. Im Lauf seiner Reise sogar einen wahren Sinn im Leben - und das zum ersten Mal. Dieses Buch ist die Essenz daraus - ein praktischer Fahrplan für den Rest des Lebens. Das Verfahren beschreibt Brooks Schritt für Schritt und bietet endlich echte Antworten auf die zeitlosen Fragen des Lebens.

Arthur C. Brooks ist ein amerikanischer Sozialwissenschaftler, Professor an der Harvard Kennedy School und an der Harvard Business School. Zuvor war er zehn Jahre lang Präsident des American Enterprise Institute. Er ist Autor von elf Büchern, darunter die Bestseller Love Your Enemies und The Conservative Heart, und schreibt die beliebte Kolumne How to Build a Life bei The Atlantic. Außerdem ist er Gastgeber des Podcasts The Art of Happiness with Arthur Brooks.
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Einführung


Der Mann im Flugzeug, der mein Leben veränderte


»Es stimmt nicht, dass dich niemand mehr braucht.«

Diese verärgerten Worte kamen von einer älteren Frau, die auf einem Nachtflug von Los Angeles nach Washington, D.C., hinter mir saß. Das Flugzeug war dunkel und still. Die meisten Leute schliefen oder sahen sich einen Film an. Ich arbeitete an meinem Laptop und versuchte fieberhaft, irgendetwas fertigzustellen, woran ich mich heute längst nicht mehr erinnere, das aber damals von entscheidender Bedeutung für mein Leben, mein Glück und meine Zukunft zu sein schien.

Ein Mann, der vermutlich ihr Ehemann war, murmelte fast unhörbar eine Antwort.

Wieder seine Frau: »Ach, sag nicht schon wieder, es wäre besser, du wärst tot.«

Jetzt hatten sie meine volle Aufmerksamkeit. Ich wollte sie nicht belauschen, konnte aber nicht anders. Halb aus menschlichem Mitgefühl, halb aus professioneller soziologischer Faszination hörte ich zu. Vor meinem inneren Auge entstand ein Bild des Mannes. Ich stellte mir jemanden vor, der sein ganzes Leben lang abseits der Öffentlichkeit hart gearbeitet hatte. Jemanden, der wegen seiner unerfüllten Träume enttäuscht war, vielleicht wegen einer Berufung, der er nicht gefolgt war, wegen einer Universität, die er nicht besucht hatte, wegen einer Firma, die er nicht gegründet hatte. Jetzt, stellte ich mir vor, musste er in den Ruhestand, weggeworfen wie die Zeitung von gestern.

Als nach der Landung die Lichter angingen, konnte ich endlich einen Blick auf den verzweifelten Mann werfen. Ich erschrak, denn ich wusste, wer er war. Er war bekannt, ja sogar berühmt. Zu der Zeit war er Mitte achtzig und wurde wegen seines Mutes, seines Patriotismus und seiner viele Jahrzehnte zurückliegenden Leistungen allenthalben als Held verehrt. Ich selbst habe ihn bewundert, seit ich jung war.

Als er hinter mir durch den Mittelgang ging, erkannten ihn die Passagiere und murmelten ehrfürchtig. Auch der Pilot, der an der Tür des Cockpits stand, erkannte ihn und sagte laut, was ich dachte: »Sir, ich habe Sie bewundert, seit ich ein kleiner Junge war.« Der alte Mann, der sich noch wenige Minuten zuvor zu sterben gewünscht hatte, strahlte bei der Erinnerung an seine vergangene Glanzzeit.

Ich fragte mich: Welches war das wahre Gesicht des Mannes? Dieses hier, das gerade von Freude und Stolz erfüllt war, oder das andere, das vor zwanzig Minuten seiner Frau gesagt hatte, er könne genauso gut tot sein?

Ich bekam die kognitive Dissonanz dieser Szene in den folgenden Wochen nicht mehr aus dem Kopf.

Es war im Sommer 2012, kurz nach meinem achtundvierzigsten Geburtstag. Ich war nicht weltberühmt wie der Mann im Flugzeug, aber beruflich lief es ziemlich gut. Ich war Vorsitzender einer bekannten, florierenden Denkfabrik in Washington, D. C., und hatte einige Bestseller geschrieben. Meine Vorträge waren gut besucht. Meine Kolumnen erschienen in der New York Times.

Ich hatte gerade eine alte Liste wiedergefunden. Acht Jahre zuvor hatte ich an meinem vierzigsten Geburtstag meine beruflichen Ziele festgehalten – Ziele, die mir sicherlich Befriedigung bringen würden, wenn ich sie erreichte. Nun hatte ich alle erreicht oder übertroffen. Und dennoch … war ich nicht besonders zufrieden oder glücklich. Ich hatte mir alle Wünsche erfüllt, zumindest so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber das erhoffte Glücksgefühl war ausgeblieben.

Und selbst wenn ich Befriedigung gefunden hätte, könnte ich denn wirklich so weitermachen? Wenn ich meine Achtzig-Stunden-Woche beibehalten würde, also weiterhin sieben Tage die Woche rund zwölf Stunden am Tag arbeitete, würden meine Fortschritte irgendwann weniger werden und zum Erliegen kommen. An vielen Tagen hatte ich den Eindruck, dieses Nachlassen hätte bereits begonnen. Und was dann? Würde ich am Ende auf mein Leben zurückblicken und meiner leidgeprüften Frau Ester sagen, dass ich ebenso gut tot sein könnte? Gab es irgendeine Möglichkeit, aus dem Hamsterrad des Erfolgs auszusteigen und den unvermeidlichen beruflichen Abstieg gelassen hinzunehmen? Ihn vielleicht sogar in eine Chance zu verwandeln?

Obwohl mich diese Fragen ganz persönlich betrafen, beschloss ich, sie als Soziologe anzugehen und sie als Forschungsprojekt zu behandeln. Es fühlte sich ungehörig an – wie ein Chirurg, der seinen eigenen Blinddarm entfernt. Trotzdem vergrub ich mich im Thema und machte es mir in den letzten neun Jahren zur persönlichen Mission, meine angstbehaftete Zukunft in eine Gelegenheit zur Weiterentwicklung zu verwandeln.

Ich vertiefte mich in allerlei Literatur, die neben meinem eigenen Fachgebiet, der Sozialwissenschaft, auch angrenzende Forschungen aus der Neurowissenschaft, Philosophie, Theologie und Geschichte umfassten. Ich beschäftigte mich mit den Biografien einiger der erfolgreichsten Menschen der Geschichte. Ich grub mich durch die Forschung über Menschen, die Großes leisten, und interviewte Hunderte von Führungskräften, von Staatsoberhäuptern bis hin zu Baumarktbesitzern.

Ich stieß auf eine im Verborgenen schwelende Angst, die unter Menschen mit florierender Karriere nicht nur häufig, sondern nahezu allgegenwärtig war. Ich fand einen Namen dafür: »der Fluch der Ehrgeizigen«. Menschen, die in dem, was sie tun, herausragend sein wollen, finden ihren unvermeidlichen Niedergang oft erschreckend, ihre Erfolge zunehmend unbefriedigend und ihr Sozialleben dürftig.

Das Gute ist, dass ich auch gefunden habe, wonach ich suchte: einen Weg, dem Fluch zu entkommen. Für den Rest meines Lebens habe ich mir methodisch eine Strategie erstellt und mir die Chance auf eine zweite Hälfte des Erwachsenenalters eröffnet, die nicht nur nicht enttäuschend, sondern glücklicher und sinnvoller als die erste sein kann.

Aber ich habe schnell gemerkt, dass es mir nicht reichte, einen Lebensplan nur für mich zu erstellen. Ich wollte auch andere teilhaben lassen. Die Geheimnisse, auf die ich gestoßen war, sind für alle zugänglich, die gewillt sind, ein Leben voller Freude und Sinn zu führen – und die bereit sind, dafür etwas zu tun. Anders als in der Welt, die wir in früheren Lebensstadien zu erobern suchten, gibt es hier kein Ringen um die ersten Plätze. Hier können alle erfolgreich und glücklich sein. Und darum habe ich dieses Buch für alle geschrieben, die noch etwas wollen.

Dass Sie dieses Buch in die Hand genommen haben, lässt mich vermuten, dass Sie durch harte Arbeit, Entbehrung und allerhöchste Ansprüche an sich selbst Erfolg gefunden haben (und, seien wir ehrlich, auch durch ein nicht unwesentliches Quäntchen Glück). Sie verdienen viel Lob und Bewunderung und haben davon gewiss auch reichlich bekommen. Aber Sie wissen auch, dass Sie diese Party nicht ewig am Laufen halten können, und vielleicht sehen Sie sogar schon die Anzeichen dafür, dass sie zu Ende geht. Leider haben Sie nie viel über das Ende der Party nachgedacht. Und so bleibt Ihnen eigentlich nur eines: sie möglichst weiterhin am Laufen halten. Veränderungen leugnen und noch härter arbeiten.

Aber das ist ein sicherer Weg ins Elend. In meinem Berufsfeld der Ökonomie gibt es das sogenannte Stein’sche Gesetz, benannt nach dem berühmten Ökonomen Herbert Stein aus den 1970er-Jahren: »Wenn etwas nicht ewig weitergehen kann, hört es irgendwann auf.«1 Einleuchtend, oder? Nicht ganz, denn wenn es um ihr eigenes Leben geht, ignorieren Menschen dieses Gesetz ständig. In Bezug auf den beruflichen Erfolg passiert das allerdings auf eigene Gefahr. Es lässt einen immer weiter zurückfallen, egal wie sehr man mit dem Schicksal hadert.

Es gibt aber auch einen anderen Weg: Anstatt die Veränderung der eigenen Fähigkeiten zu leugnen, kann man die Veränderung selbst zu einer Quelle der Kraft machen. Anstatt sich gegen den Niedergang zu wehren, kann man ihn überwinden, indem man – vielleicht zum ersten Mal – eine neue Art von Erfolg findet, die besser als das ist, was die Außenwelt zu bieten hat; die keine Neurosen und Süchte hervorbringt, die ein tieferes Glück beschert als das, was man bereits hat, und in der der wahre Sinn des Lebens verborgen ist. Diesen Weg beschreibe ich im vorliegenden Buch. Er hat mein Leben verändert, und er kann auch Ihres verändern.

Doch zunächst eine Warnung: Dieser Weg verlangt, dass Sie gegen viele Ihrer Erfolgsinstinkte handeln. Ich werde Sie dazu auffordern, Ihre Schwächen nicht zu leugnen, sondern demütig hinzunehmen; einiges loszulassen, wofür Sie hart gearbeitet haben, was Sie nun jedoch aufhält; Teile Ihres Lebens anzunehmen, die Sie glücklich machen, auch wenn sie Sie nicht zu etwas Besonderem machen; dem Niedergang – ja sogar dem Tod – mit Mut und Zuversicht entgegenzutreten; Beziehungen wieder neu zu knüpfen, die Sie auf dem langen Weg zum äußeren Erfolg vernachlässigt haben; und sich die Ungewissheit einer Übergangsphase zuzumuten, die Sie bisher mit aller Mühe vermieden haben.

Nichts davon ist einfach...


Brooks, Arthur C.
Arthur C. Brooks ist ein amerikanischer Sozialwissenschaftler, Professor an der Harvard Kennedy School und an der Harvard Business School. Zuvor war er zehn Jahre lang Präsident des American Enterprise Institute. Er ist Autor von elf Büchern, darunter die Bestseller Love Your Enemies und The Conservative Heart, und schreibt die beliebte Kolumne »How to Build a Life« bei The Atlantic. Außerdem ist er Gastgeber des Podcasts The Art of Happiness with Arthur Brooks.

Arthur C. Brooks ist ein amerikanischer Sozialwissenschaftler, Professor an der Harvard Kennedy School und an der Harvard Business School. Zuvor war er zehn Jahre lang Präsident des American Enterprise Institute. Er ist Autor von elf Büchern, darunter die Bestseller Love Your Enemies und The Conservative Heart, und schreibt die beliebte Kolumne »How to Build a Life« bei The Atlantic. Außerdem ist er Gastgeber des Podcasts The Art of Happiness with Arthur Brooks.



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