E-Book, Deutsch, 136 Seiten
Brown / Seidel Der Omega des Cowboys
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-96089-621-0
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Poppy Fields Band 2
E-Book, Deutsch, 136 Seiten
ISBN: 978-3-96089-621-0
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Alpha Lex und Omega Stewart fühlen sich sofort leidenschaftlich zueinander hingezogen, als Lex Stewart einen lästigen Barbesucher vom Leib hält. Nachdem sie die Nacht zusammen verbracht haben, verabreden sie sich für den nächsten Tag. Doch als Lex absagt und keine wirkliche Erklärung dafür liefert, außer dass er das Land verlässt, hat Stewart keine andere Wahl, als die vielversprechende Romanze hinter sich zu lassen. Als Lex acht Monate später nach Poppy Field zurückkehrt, will er die Sache mit Stewart wieder aufleben lassen. Aber Stewart ist nicht bereit, sich auf den verschlossenen Cowboy einzulassen. Er weiß, dass Lex die Art von Alpha ist, mit dem er sich niederlassen könnte, und das ist genau das, was Stewart will: sich niederlassen. Aber wie kann er Lex sein Herz anvertrauen, wenn der Cowboy die Stadt im Handumdrehen wieder verlassen könnte? Was verbirgt Lex, das es ihm so schwer macht, sich zu binden? Diese Geschichte ist Buch 2 in Beau Browns neuer Poppy Field Mpreg Serie. Lustig, herzerwärmend, heiß und garantiert mit Happy End.
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Prolog
Es war schwer, meinen Blick von Lex abzuwenden, als er neben mir an der Bar saß. Der sexy Cowboy hatte gerade einen Idioten verjagt, der mich auf Grindr mit einer anderen Person verwechselt hatte. Lex war ein Augenschmaus: Blondes Haar lugte unter seinem Cowboyhut hervor, und er hatte hellgrüne Augen, die mich zu durchschauen schienen. Auch sein Körper war schön schlank. Ich musste seinen Beschützerinstinkt mir gegenüber bewundern. Während die meisten Alphas sich für ihre eigenen Omegas einsetzten, waren viele nicht bereit, sich einzumischen, wenn es nicht wirklich ihr Problem war.
„Soll ich dir wirklich nichts zu trinken holen?“, fragte ich ihn leise. Ich war kurz davor gewesen, nach Hause zu gehen, als dieser andere Alpha angefangen hatte, mich zu schikanieren. Aber jetzt gefiel mir der Gedanke, noch eine Weile mit Lex hier zu sitzen.
„Nein. Ich bin mit dem hier noch nicht fertig.“ Er lächelte und kleine Grübchen erschienen auf seinen glatten, gebräunten Wangen. Er beäugte mein fast leeres Glas. „Soll ich dir einen Drink holen?“
Ich zuckte mit den Schultern. „Kommt drauf an.“
„Worauf?“
Ich erlaubte mir ein kokettes Lächeln. „Ob du mir Gesellschaft leistest, während ich ihn trinke, oder nicht.“ Ich sah mich in der sich lichtenden Menge um. Normalerweise hielt ich mich hier nicht allzu lange nach Mitternacht auf. Das war normalerweise der Zeitpunkt, an dem die Verzweiflung bei vielen betrunkenen Gästen des Wild Poppy Clubs einsetzte.
Er leckte sich über die Lippen und nickte langsam. „Ich bleibe so lange, wie du willst.“
Bei seinem heiseren Tonfall überlief mich ein kleiner Schauer. „Shit. Dann nehme ich auf jeden Fall noch einen Drink.“
Er lächelte und machte eine Geste, um den den Barkeeper auf sich aufmerksam zu machen.
„Ich glaube, ich habe dich hier noch nie gesehen.“ Ich lehnte mich mit dem Rücken gegen die Bar.
„Ja, ich habe es nicht so mit Clubs.“
„Bist du ursprünglich aus Poppy Field?“
„Nein. Ich bin erst seit etwa drei Monaten hier.“
„Woher kommst du?“
„Ich habe in den letzten zwei Jahren auf einer Ranch in Australien gearbeitet.“
„Aber du kommst nicht von dort, oder? Du hast einen leichten texanischen Akzent.“ Ich nahm dem Barkeeper meinen Drink ab und Lex bezahlte ihn. „Danke.“ Ich hob meinen Drink und begegnete seinem warmen Blick.
„Darauf kannst du wetten.“ Er räusperte sich. „Nein, ich bin kein Australier. Ich wurde in Sweet Water, Texas, geboren.“
„Was hast du dann zwei Jahre lang in Down Under gemacht?“ Ich grinste, während ich einen falschen australischen Akzent aufsetzte.
Seine Lippen zuckten. „Das ist kein schlechter Versuch.“
„Danke.“ Mir fiel auf, dass er auf meine Frage nicht geantwortet hatte. Ich war mir nicht sicher, ob das Absicht war oder ob er nur von meinem schrecklichen australischen Akzent abgelenkt war. Ich nippte an meinem Margarita und zwang mich dann, meine Frage zu wiederholen. „Also, warum warst du in Australien?“
Er senkte den Blick und sein Kiefer spannte sich an. „Das ist ziemlich kompliziert.“
Es war offensichtlich, dass er nicht wirklich darüber reden wollte, also drängte ich nicht. Aber ich musste mich fragen, warum er so geheimnisvoll war. Hatte er einen Geliebten zurückgelassen oder so etwas? Ich warf einen Blick auf seine Finger und sah keinen Ring. Wenn er nur wegen eines Jobs dort gewesen war, war mir nicht klar, warum er sich mit seiner Antwort so zurückhielt.
Ich zuckte mit den Schultern und tat so, als würde mich seine Zurückhaltung nicht stören. „Es geht mich sowieso nichts an. Ich wollte mich nur unterhalten.“
Seine dichten Wimpern verdeckten seine Augen, während er auf seine Stiefel starrte. „Vielleicht erzähle ich dir meine traurige Geschichte, wenn ich dich ein bisschen besser kenne.“
„Wie auch immer. Es ist so oder so nicht wichtig.“ Ich hoffte, dass ich desinteressiert klang.
„Es ist nur so, dass ich das wirkliche Leben gerne für eine Nacht vergessen würde.“
„Verstehe.“ Ich täuschte ein Lächeln vor. „Das ist kein Problem.“
Sein Mund hatte einen traurigen Zug. „Bist du dir da sicher?“
„Natürlich.“ Wir kannten uns höchstens fünfundvierzig Minuten. Er war mir keine Details über sich schuldig. Wenn ich Glück hatte, würden wir heute Nacht miteinander schlafen. War ich nicht gerade deshalb hier? Ich war nicht ins Wild Poppy gekommen, um mich gut zu unterhalten. Ich war hier, um Sex zu haben, und Lex war genau das, was ich mir von einem potenziellen Sexualpartner erhofft hatte. Er war sogar mehr, als ich mir erhofft hatte. „Was kannst du mir also über dich erzählen, das nicht wieder diesen deprimierten Gesichtsausdruck hervorruft?“
Er schnitt eine Grimasse. „Mal sehen … Ich habe ein Apartment mit Schlafzimmer, keine Haustiere und ich dusche lieber, als zu baden.“
„Das Apartment mit Schlafzimmer deprimiert dich nicht?“
„Nope. Das gehört alles mir. Ich habe einen älteren Bruder, mit dem ich als Kind ein Zimmer teilen musste. Eine eigene Wohnung zu haben, auch wenn sie klein ist, ist besser als eine sich selbst melkende Kuh.“
Ich lachte. „Gibt’s sowas?“
„Nö.“ Er grinste.
Mein Magen flatterte bei der Wärme seines Lächelns. Lex hatte etwas an sich, das sich einfach richtig anfühlte. Normalerweise wurde ich in der Nähe von Alphas nervös, weil sie unberechenbar sein konnten, aber seine ruhige Energie beruhigte mich. „Was hat dich dazu gebracht, heute Abend einzugreifen?“
„Du meinst, als dieses Arschloch dich geärgert hat?“
„Ja.“
Er hob eine Schulter. „Ich mag es nicht, wenn Alphas so tun, als könnten sie sich einfach nehmen, was sie wollen.“
Ich studierte seine kantigen Gesichtszüge. „Aber das war nicht wirklich dein Problem.“
Er ließ seinen Blick zu mir schweifen. „Ich habe es zu meinem gemacht.“
Mein Puls beschleunigte sich. „Ja. Das hast du.“ Ich schluckte. „Nur wenige Dinge sind sexier als ein Alpha, der für ein Omega einsteht.“
„Ist das so?“
„Für mich jedenfalls.“ Ich fühlte mich atemlos.
Er verlagerte seine Position und sein Knie berührte meines. Er schien es auch nicht eilig zu haben, es wieder wegzunehmen. „Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber ich finde, die Aufgabe eines Alphas ist es, das Leben eines Omega zu beschützen. Wir sind nicht dazu da, dich zu schikanieren.“
„Alphas wie Sexy69 sind da offensichtlich anderer Meinung.“
Er zog die Stirn in Falten. „Wen kümmert es schon, was so ein Kojoten-Trottel wie er denkt?“
Ich lächelte. „Du hast ihn wirklich nicht gemocht.“
„Natürlich nicht. Erstens war er dir gegenüber respektlos, und zweitens lässt er die Alphas schlecht aussehen. Warum sollten Omegas uns vertrauen, wenn wir uns wie egoistische Barbaren verhalten?“
„Du bist sehr aufgeklärt für einen Alpha.“
„Ich bin noch in der Entwicklung.“ Er senkte schüchtern den Blick. „Ich war nicht immer so … aufgeschlossen.“
„Es ist schwer, sich vorzustellen, dass du einen Omega an den Haaren herumschleifst. Was hat dich verändert?“
Er zögerte. „Ich habe aus nächster Nähe miterlebt, welche Zerstörung ein schlechter Alpha anrichten kann.“ Er räusperte sich und trank seinen Drink aus.
An seiner angespannten Körpersprache erkannte ich, dass er das Thema wechseln wollte, und so kam ich ihm entgegen. „Oh, ich wollte dir nur sagen, dass in meinem Laden bald ein Ausverkauf von Flanell-Shirts stattfindet.“ Ich grinste.
Er kniff die Augen zusammen und lachte. Es war ein schönes, kehliges Geräusch und mein Puls stieg wieder an. „Ich kann nicht glauben, dass ihr einen Spitznamen für mich habt.“
„Flanell-Shirt-Typ ist eigentlich nicht so originell.“
„Für mich schon. Ich kann nicht behaupten, dass mir schon mal jemand einen Spitznamen gegeben hat.“
Ich zog die Augenbrauen hoch. „Im Ernst? Wie hast du die Schule ohne Spitznamen überstanden?“
Er runzelte die Stirn. „Ich weiß es nicht so genau. Ich weiß nur, dass mich nie jemand anders als Lex genannt hat.“
„Hm.“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich wünschte, ich hätte so viel Glück gehabt.“
„Wurdest du in der Schule gehänselt?“ Er klang wirklich überrascht.
„Oh, ja. Ich war ein Spätzünder. Ich war ziemlich klein, bis ich sechzehn war, und dann bin ich in die Höhe geschossen.“
Er ließ seinen Blick über meinen Körper gleiten. „Du scheinst mir ganz gut geraten zu sein.“
Sein intensiver Blick erwärmte mein Gesicht. „Danke.“
Er senkte den Kopf. „Kein Problem. Es ist die Wahrheit.“ Er blickte sich um. „Aber du weißt wahrscheinlich schon, dass du ein gut aussehender Kerl bist.“
„Nun … ich weiß, dass ich nicht hässlich bin.“
„Pfft. Weit gefehlt.“ Sein Blick waren heiß.
Ich fächelte mir Luft zu. „Wie sind wir wieder auf dieses Thema gekommen?“
Er lachte. „Ich mag deine Bescheidenheit. Sie ist süß.“
Süß?
Er muss meinen verwirrten Gesichtsausdruck gesehen haben, denn er lachte und sagte: „Tut mir leid. Ich habe mich in letzter Zeit ein bisschen zu viel mit Kühen und Schafen herumgetrieben. Ich habe schon lange nicht mehr versucht, jemanden aufzureißen.“
Ich war begeistert, als er erwähnte, dass er versucht hatte, mich abzuschleppen. Es zeigte mir, dass ich ihn nicht falsch verstanden hatte. Ich hatte gehofft,...




