E-Book, Deutsch, Band 64, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
Browning / Allison / Colley Baccara Exklusiv Band 64
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-635-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Verstrickt in heisses Verlangen / Rette mich, Geliebter / Verführt von deinem Sex-Appeal /
E-Book, Deutsch, Band 64, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
ISBN: 978-3-86295-635-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
VERSTRICKT IN HEISSES VERLANGEN von BROWNING, DIXIE
So abenteuerlich wie ihre Begegnung in den Sümpfen North Carolinas, so spektakulär ist die Affäre zwischen Jasmine und Daniel Lyon Lawless. Denn die schöne Schauspielerin und den geheimnisvollen Undercover-Agenten verbindet nichts als heißes Verlangen ...
RETTE MICH, GELIEBTER von ALLISON, MARGARET
Ist Katies Jugendfreund Jack nur in ihre Heimatstadt gekommen, um ihre Zeitung zu retten? Als ein Schneesturm ihn am Rückflug nach New York hindert, verbringt sie zärtliche Stunden vor dem Kamin mit ihm. Mehr denn je sehnt sie sich nach seiner Liebe. Doch was will er?
VERFÜHRT VON DEINEM SEX- APPEAL von COLLEY, JANET
Eine heiße Affäre mit einem Gast? Nichts für die Reiseführerin Lucy. Bis sie den attraktiven Unternehmer Ethan Rae vom Flughafen abholt. Sie sieht das Begehren in seinen blauen Augen, spürt die knisternde Spannung und weiß: Diesmal wird sie ihrem Vorsatz untreu!
Dixie Browning, Tochter eines bekannten Baseballspielers und Enkelin eines Kapitäns zur See, ist eine gefeierte Malerin, eine mit Auszeichnungen bedachte Schriftstellerin und Mitbesitzerin einer Kunstgalerie in North Carolina. Bis jetzt hat die vielbeschäftigte Autorin 80 Romances geschrieben - und dabei wird es nicht bleiben - sowie einige historische Liebesromane zusammen mit ihrer Schwester Mary Williams, wobei sie als Pseudonym Bronwyn Williams benutzen. Ihre Gemälde hängen in öffentlichen Museen und privaten Sammlungen, und man findet ihren Namen sogar im Who's Who in American Art. Sie war Mitbegründerin der North Carolina Watercolor Society, deren Präsidentin sie auch einige Zeit lang war. Über ihre Acrylfarbentechnik wurde von der Philadelphia Academy of Fine Arts ein Video gedreht. Dixie Brownings Karriere als Autorin begann, als sie für eine Zeitung regelmäßig Kunstkolumnen verfasste. Das Schreiben machte ihr Freude, also versuchte sie sich an Liebesromanen, die auf Anhieb gefielen. Seitdem bietet sie regelmäßig auf Autoren-Kongressen Workshops zum Thema Schreiben von Romances an. Ihre schönste Belohnung dabei ist es, so viele erfolgreiche Autorinnen zu treffen.
Neben Auszeichnungen für ihre Gemälde hat Dixie Browning auf viel Anerkennung als Autorin erhalten. Die Wurzeln ihrer eigenen Familie reichen bis ins 17. Jahrhundert auf die Insel Hatteras Island vor der Küste Nord Carolinas zurück. Schon das allein bietet ihr und ihrer Schwester endlosen Nachschub an Ideen für sowohl zeitgenössische als auch historische Romances. Dixie Browning ist seit über 40 Jahren verheiratet und hat einen Sohn, eine Tochter und zwei Enkelkinder. Vor kurzem ist sie auf ihre Heimatinsel zurückgezogen, nachdem sie viele Jahre auf dem Festland wohnte. Im Moment versucht sie zu malen, zu schreiben, Kisten auszupacken, einzuräumen und Zeit zu finden, die vielen neuen Bücher zu lesen, die sie wider besseren Wissens einfach kaufen musste. Ihre vielfältigen Hobbys sind Gitarre spielen, töpfern. Schmuck herstellen, Steine sammeln, segeln, angeln, nähen u.v.m. Wie sie selbst sagt: 'Egal was, ich habe es wahrscheinlich irgendwann probiert." Momentan ist ihre Zeit ausgefüllt mit Lesen, Schreiben und dem Versuch, den hohen, windverwehten Sandberg auf der Insel gärtnerisch zu gestalten.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Ihre Absätze klapperten laut, als Lucy durch die weitläufige Halle eilte. Suchend blickte sie sich um. Wo war er?
Sie konnte es ihm nicht verdenken, wenn er nicht gewartet hatte. Schließlich hatte sie sich fast eine Stunde verspätet. Zu dumm, dass sie nie etwas auf die Reihe kriegen konnte.
Dort drüben saß er allein am Ankunftsterminal für Inlandsflüge. Genau da, wo Mr. Ethan Rae sein sollte.
Lucy setzte ein strahlendes Lächeln auf und durchquerte die Halle des kleinen Flughafens. Dabei überlegte sie sich eine Entschuldigung. Als sie sich dem bequem im Sessel sitzenden Mann näherte, war sie überrascht, dass er reglos verharrte.
Er schlief!
Sie bekam ein noch schlechteres Gewissen und kaute nervös auf ihrer Unterlippe. Nun steckte sie wirklich in Schwierigkeiten. Tom hatte ihr bereits den Kopf gewaschen, weil es Probleme mit dem Luxusvan gegeben hatte, den sie normalerweise mieteten, um Kunden vom Flughafen zur Lodge zu bringen. Bis sie alles geklärt hatte, war es so spät geworden, dass sie Mr. Rae selbst abholen musste.
Tom, ihr Halbbruder, hatte einen Wutanfall am Telefon bekommen, als er das mitbekommen hatte. „Du kannst ihn nicht mit der alten Kiste kutschieren“, hatte er gebrüllt. „Hättest du nicht irgendeinen Leihwagen besorgen können?“
„Alles ist ausgebucht. In der Stadt findet doch gerade eine APEC-Konferenz statt.“
„Eine was?“
„Das Treffen der Asiatic Pacific Economic Cooperation.“
„Ach so. Was ist mit deinem Wagen?“
„Den lasse ich gerade gründlich reinigen. Wieso hast du auch nicht geprüft, wann genau er ankommt, Tom? Das war so abgemacht.“
„Ja, schon“, hatte er eingeräumt, und sie war froh gewesen, dass er wenigstens etwas schuldbewusst klang. „Ich habe im Moment reichlich viel am Hals“, hatte er sich verteidigt. Dann hatte er sie aufgefordert, so schnell wie möglich zurückzukommen, da er ihre Unterstützung brauchte.
Der Anlass für all diese Aufregung döste unbeirrt weiter. Ihre Tasche fest an sich gedrückt stand Lucy da und wusste nicht recht, was sie machen sollte.
Guter Anzug, stellte sie fest. Konservativ und teuer. Das Jackett war nicht zugeknöpft und gab den Blick auf ein steingraues Hemd frei, das seinen schlanken Oberkörper und beeindruckend breite Schultern betonte. Lange Beine steckten in weichen Lederschuhen. Gepflegte Hände ruhten auf den Sessellehnen. Die Finger waren gespreizt, ganz so, als wäre er bereit, jeden Augenblick aufzuspringen.
Sein dichtes Haar hatte die Farbe von Zartbitterschokolade mit einer Spur von Grau an den Schläfen. Und er war sonnengebräunt.
Lucy schätzte ihn auf knapp über dreißig, jünger, als sie erwartet hatte. Nur sehr Reiche konnten sich einen Aufenthalt auf Summerhill leisten, dem Anwesen ihrer Familie, und die exklusiven Jagd- und Trekkingexpeditionen und sonstigen Aktivitäten, die sie anboten, genießen. Normalerweise waren die sehr Reichen älter – und in Begleitung.
Lucy spürte einen Anflug von Interesse. Vielleicht war ihr Tag doch noch zu retten.
Die Augenlider des Mannes bewegten sich, und sie richtete sich zu ihrer vollen Größe von eins fünfundsechzig auf und atmete tief durch. Es war Zeit, sich zu entschuldigen. Sie setzte ihr höflichstes Kundenlächeln auf und räusperte sich. „Mr. Rae?“
Er kniff kurz die Augen zusammen und verzog dabei unwillig den Mund, dann entspannte er sich wieder. Mit der linken Hand umfasste er die Armlehne des Sessels. Als Lucy ihn ansah, hatte er die Augen zwar geöffnet, starrte jedoch auf ihre Füße.
Sie wartete.
Er schien ihre lackierten Fußnägel einer ziemlich gründlichen Inspektion zu unterziehen, dann ihre türkisfarbenen Sandaletten, ihre Beine und schließlich den Saum ihrer seegrünen Bluse, die locker über ihre Seidenhose fiel. Er begutachtete sie ausgiebig, ohne sich die Mühe zu machen, ihr ins Gesicht zu schauen, wie es Anstand und Respekt geboten.
Lucy trat etwas zurück, und ihr war gar nicht mehr nach einer Entschuldigung zu Mute. Ethan Rae musterte sie weiter.
Sein Blick ruhte nun auf ihren Hüften, dann wanderte er aufwärts über ihre Brüste. Instinktiv zog Lucy ihren blaugrünen Seidenschal etwas enger um sich, als sein Blick über ihr Dekolleté glitt.
Bis er ihr endlich ins Gesicht sah, war sie errötet wie ein Schulmädchen. Dabei fühlte sie sich gar nicht so verlegen. Ihr Unbehagen war gemischt mit Wohlgefallen, weil er so gut aussah, und der Erkenntnis, dass nicht sie allein angenehm überrascht war. Lächelnd zog sie die Brauen hoch, als sich ihre Blicke kreuzten.
Mr. Rae machte keine Anstalten, sich für seine unmanierliche Begutachtung zu entschuldigen. Unverwandt blickte er sie aus hellblauen Augen, ein unglaublicher Kontrast zu seinem tief gebräunten Teint, neugierig und wohlwollend zugleich an.
Lucy reckte ihr Kinn vor. „Mr. Ethan Rae?“ Sie war froh, dass ihr ihre Nervosität nicht anzuhören war.
Ohne den Blick von ihr zu wenden, nickte er kaum merklich. Lucy war erleichtert. „Lucy McKinlay.“ Sie streckte ihm die Hand hin. „Ich bin gekommen, um Sie hinaus nach Summerhill zu bringen.“
Er erhob sich langsam, ohne ihre ausgestreckte Hand zu ergreifen. Unwillkürlich wich sie zurück, als er in seiner ganzen Größe vor ihr stand, und ihr Herz setzte einen Schlag lang aus.
Ethan Rae reckte sich und strich sich mit einer Hand durchs Haar. Dabei wurde ein widerspenstiger kleiner Haarwirbel an seiner Stirn sichtbar, der gar nicht zu seiner ernsten, konservativen Ausstrahlung passen wollte. Lucy war ganz angetan davon.
„Hallo.“ Er hatte eine tiefe, angenehme Stimme.
Lucy presste die Lippen zusammen, um ihn nicht amüsiert anzulächeln. Dieser Mann war ein Kunde. Mit ihm zu flirten wäre unprofessionell und unpassend.
Aber verlockend. Sehr verlockend …
„Tut mir leid, dass ich mich verspätet habe, Mr. Rae.“
Er sah auf seine Armbanduhr. „Eine Stunde.“
Nur zwei Worte, aber Lucy war hingerissen vom Timbre seiner Stimme. „Tut mir leid“, wiederholte sie, ohne im Mindesten zerknirscht zu wirken. „Haben Sie Gepäck?“
Er zeigte auf eine teuer aussehende Reisetasche neben dem Sessel.
„Sie reisen mit leichtem Gepäck.“
Lucy wollte nach der Tasche greifen, doch Ethan Rae kam ihr zuvor.
„Die trage ich selbst.“
Als sie durch das Terminal voraus zum Ausgang ging, war Lucy sich bewusst, dass sein Blick auf ihr ruhte. Sie straffte die Schultern. Dabei rutschte ihr der Schal über den Rücken, doch sie zupfte ihn nicht zurecht. Sie hatte nichts dagegen, dass er ihr fast rückenfreies Seidentop enthüllte. Wenn Mr. Rae sie betrachten wollte, dann sollte er das tun. Vielleicht lenkte es ihn von ihrer Verspätung ab.
Er war der attraktivste Mann, den sie seit Langem zu Gesicht bekommen hatte. Offenbar verbrachte sie zu viel Zeit mit älteren Männern.
„Hatten Sie eine kurze Nacht?“, erkundigte sie sich munter, entschlossen, ihn zu zerstreuen. Sie hatten gut eine Stunde Fahrt vor sich. Lüsterne Gedanken waren unangenehm genug. Missbilligendes Schweigen wäre noch schlimmer.
Ethan blinzelte, als die kühle Nachtluft sein Gesicht streifte. Fragend zog er die Brauen hoch, erwiderte jedoch nichts.
Ein schweigsamer Mann, folgerte sie. „Sie haben eben geschlafen.“
„Langer Flug“, gab er schließlich Auskunft.
Ein Mann, der jedes Wort, das er sagt, gut überlegte. „Von Sydney?“ Er nickte kurz. „Bin schon ein paar Tage unterwegs. Komme aus Saudi-Arabien.“
Lucy ging zum Kassenautomaten, um ihren Parkschein einzulösen, dann drehte sie sich langsam zu Ethan Rae um und holte tief Luft. „Was den fahrbaren Untersatz betrifft …“ Sie deutete auf den schmutzigsten und ältesten Geländewagen auf dem Parkplatz. „Ich muss mich entschuldigen. Schon wieder.“
Ethan riss ungläubig die Augen auf.
Lucy kletterte in den Landrover und öffnete ihm von innen die Tür auf der Beifahrerseite. Nach kurzem Zögern verstaute Ethan seine Reisetasche hinten im Wagen und stieg mit gerümpfter Nase ein.
„Wissen Sie“, versuchte Lucy zu erklären, „ich wollte einen Wagen für Sie mieten, aber ich habe die Uhrzeit durcheinanderbekommen.“
„Ist das Ihrer?“, fragte er und besah sich das völlig eingestaubte Armaturenbrett, den Schmutz auf der Fußmatte, die praktisch undurchsichtige Windschutzscheibe.
„Nein. Meiner ist … momentan nicht einsatzfähig“, erwiderte Lucy, während sie ausparkte. Dabei dachte sie an das Desaster, das Mrs. Seymours fürchterlicher kleiner Hund am Nachmittag auf dem Weg zum Flughafen in ihrem Auto angerichtet hatte. Gleich darauf hielt sie vor der Schranke an der Ausfahrt. „Bis ich mein Versehen bemerkt hatte, war es zu spät, um einen anderen Wagen zu bekommen. Normalerweise würde ich einen Kunden nie und nimmer in dieser alten Karre abholen.“
Umständlich kurbelte Lucy das Fenster herunter und steckte den Parkschein in den Schlitz. Nachdem sich die Schranke geöffnet hatte, fuhr sie weiter und drehte das widerspenstige Fenster wieder hoch. Sie spürte, wie Ethan sie ansah.
„Holen Sie alle Ihre Gäste in einem solchen Outfit ab?“
„Wir geben heute Abend einen kleinen Cocktailempfang zu Ehren eines besonderen Gastes. Die anderen Gäste sind selbstverständlich herzlich dazu eingeladen.“ Sie warf ihm...




