E-Book, Deutsch, Band 0134, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
Browning / Hingle / Depalo Baccara Exklusiv Band 134
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-2186-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0134, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-2186-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
1000 DOLLAR & 1000 KÜSSE von BROWNING, DIXIE
Plötzlich reich und glücklich? Seit der smarte Millionär Beckett in Lizas Leben aufgetaucht ist, scheint alles möglich zu sein. Bis auf wahre Liebe - denn an die glaubt Liza seit ihrer gescheiterten Ehe nicht mehr. Kann Beckett sie überzeugen, dass er es ernst mit ihr meint?
KOMM UND NIMM MICH von HINGLE, METSY
Die hübsche Katie Malloy wehrt sich nach Kräften gegen das brennende Verlangen, das der Privatdetektiv Sean Fitzpatrick in ihr entfacht. Doch nach einem Streit in ihrer Wohnung sind die Gemüter so erhitzt, dass sich auch die Leidenschaft nicht mehr zügeln lässt.
REICH, CHARMANT, GEFÄHRLICH von DEPALO, ANNA
Um Männer wie Noah Whittaker macht Reporterin Kayla Jones lieber einen großen Bogen. Reich und charmant - die Kombination ist zu gefährlich. Bis er ihr die Story des Jahres verspricht, wenn sie ihn auf seiner nächsten Reise begleitet. Das Spiel mit dem Feuer beginnt ...
Dixie Browning, Tochter eines bekannten Baseballspielers und Enkelin eines Kapitäns zur See, ist eine gefeierte Malerin, eine mit Auszeichnungen bedachte Schriftstellerin und Mitbesitzerin einer Kunstgalerie in North Carolina. Bis jetzt hat die vielbeschäftigte Autorin 80 Romances geschrieben - und dabei wird es nicht bleiben - sowie einige historische Liebesromane zusammen mit ihrer Schwester Mary Williams, wobei sie als Pseudonym Bronwyn Williams benutzen. Ihre Gemälde hängen in öffentlichen Museen und privaten Sammlungen, und man findet ihren Namen sogar im Who's Who in American Art. Sie war Mitbegründerin der North Carolina Watercolor Society, deren Präsidentin sie auch einige Zeit lang war. Über ihre Acrylfarbentechnik wurde von der Philadelphia Academy of Fine Arts ein Video gedreht. Dixie Brownings Karriere als Autorin begann, als sie für eine Zeitung regelmäßig Kunstkolumnen verfasste. Das Schreiben machte ihr Freude, also versuchte sie sich an Liebesromanen, die auf Anhieb gefielen. Seitdem bietet sie regelmäßig auf Autoren-Kongressen Workshops zum Thema Schreiben von Romances an. Ihre schönste Belohnung dabei ist es, so viele erfolgreiche Autorinnen zu treffen.
Neben Auszeichnungen für ihre Gemälde hat Dixie Browning auf viel Anerkennung als Autorin erhalten. Die Wurzeln ihrer eigenen Familie reichen bis ins 17. Jahrhundert auf die Insel Hatteras Island vor der Küste Nord Carolinas zurück. Schon das allein bietet ihr und ihrer Schwester endlosen Nachschub an Ideen für sowohl zeitgenössische als auch historische Romances. Dixie Browning ist seit über 40 Jahren verheiratet und hat einen Sohn, eine Tochter und zwei Enkelkinder. Vor kurzem ist sie auf ihre Heimatinsel zurückgezogen, nachdem sie viele Jahre auf dem Festland wohnte. Im Moment versucht sie zu malen, zu schreiben, Kisten auszupacken, einzuräumen und Zeit zu finden, die vielen neuen Bücher zu lesen, die sie wider besseren Wissens einfach kaufen musste. Ihre vielfältigen Hobbys sind Gitarre spielen, töpfern. Schmuck herstellen, Steine sammeln, segeln, angeln, nähen u.v.m. Wie sie selbst sagt: 'Egal was, ich habe es wahrscheinlich irgendwann probiert." Momentan ist ihre Zeit ausgefüllt mit Lesen, Schreiben und dem Versuch, den hohen, windverwehten Sandberg auf der Insel gärtnerisch zu gestalten.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Kurz vor der Landung auf dem Norfolk International Airport nahm Lancelot Beckett einige Unterlagen aus seinem Aktenkoffer und warf einen flüchtigen Blick auf den Stammbaum. Anfangs hatten sie nur einen Namen gehabt und vage Angaben über Geburtsdatum und Geburtsort.
„Was zum Teufel weiß ich schon davon, wie man die Nachkommen eines Cowboys aus Oklahoma aufspürt, der vor etwa hundertfünfzig Jahren geboren wurde?“, hatte Beckett abgewehrt, als er das letzte Mal seinen Cousin Carson, der in einem Außenbezirk von Charleston wohnte, besucht hatte. „Wenn es darum geht, Piraten aufzuspüren, dann bin ich dein Mann, aber Cowboys? Komm schon, Carson, das ist nichts für mich.“
„He, wenn du es nicht schaffst, übernehme ich das Ganze, sobald ich dieses Ding hier los bin.“ Carson, ein Kriminalbeamter, war durch einen Glasfiberverband momentan ziemlich bewegungsunfähig. Das sprichwörtliche Glück der Becketts hatte ihn vor etwa zwei Monaten im Stich gelassen. „Wie es aussieht, kannst du die Sache auf der Rückreise erledigen. Es ist also nicht so, dass du extra einen Riesenumweg machen müsstest.“
„Weißt du eigentlich, wo ich gerade war, als Mom mich alarmierte? In Dublin, ob du es glaubst oder nicht“, hatte Beckett erklärt. Sie hießen beide Beckett, aber mit elf hatte Lancelot sich gegen seinen Rufnamen entschieden. Seitdem wurde er bei seinem Nachnamen gerufen. „Ich musste einige Termine in London absagen, ganz zu schweigen von einer privaten Verabredung. Zudem werde ich in nächster Zeit gar nicht nach Hause fahren.“
Wozu auch? Sein Zuhause war nichts weiter als ein Büro mit zwei Räumen und einer kleinen Wohnung eine Etage höher in Wilmington, Delaware. Das war gut genug als Postadresse und um für ein paar Tage die Beine hochzulegen, wenn er sich wieder einmal in den Staaten aufhielt.
Wie sich herausstellte, lag der Ort, an dem sich die Frau aus der Familie der Chandlers vermutlich versteckte, etwa auf halbem Weg zwischen Wilmington und seinem Elternhaus in Charleston.
Verstecken war wohl der falsche Ausdruck. Die Frau war nach dorthin verzogen. Was auch immer ihre Gründe für ihren Umzug von Texas nach North Carolina waren, es war unglaublich schwierig gewesen, ihr auf die Spur zu kommen. Nur mit Hilfe von Carsons Polizeicomputern, einigen inoffiziellen Quellen und einem professionellen Ahnenforscher hatten sie es geschafft.
Und doch war sie letzten Endes durch einen puren Zufall aufgespürt worden, weil jemand in der Nähe der Ortschaft Bertha, North Carolina, ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Grants Obst und Gemüse – Eiswasser gratis“ entdeckt hatte. Der Verkaufsstand lag auf einer Halbinsel zwischen dem North River und dem Currituck Sound, und es gab nicht mal einen Straßennamen, nur ein Hinweisschild am Highway.
Beckett versuchte, seine Ungeduld zu zügeln. Er war es gewohnt, auf Reisen zu sein, während sich sein Geschäftspartner ums Büro kümmerte. Aber bei diesem speziellen Job ging es um eine Familienangelegenheit, die nicht delegiert werden konnte.
Er hatte zwei Stunden eingeplant, um nach seiner Ankunft am Flughafen das Haus der Unbekannten zu finden, und eine weitere halbe Stunde, um die Dinge zu regeln. Danach würde er nach Charleston zurückkehren und PawPaw sagen, dass die Sache erledigt war. Alle Schulden, die seine Familie bei Eliza Chandler Edwards hatte, die direkt vom alten Elias Matthew Chandler aus Crow Fly abstammte, das damals zu Oklahoma gehörte, waren endlich beglichen.
Der Ahnenforscher hatte in Rekordzeit hervorragende Arbeit geleistet. Probleme hatte er nur an der Stelle bekommen, als Miss Chandler einen gewissen James G. Edwards geheiratet hatte, geboren am 1. Juli 1962, gestorben am 7. September 2001. Durch Polizeirecherchen – insbesondere des Dezernats für Wirtschaftskriminalität – war herausgekommen, dass Mr und Mrs Edwards vor einigen Jahren in einen hochkarätigen Anlagebetrug verwickelt gewesen waren. Edwards hatte die Sache buchstäblich umgebracht, denn er wurde beim Joggen von einem seiner Opfer angeschossen, aber ehe er starb, hatte er seine Frau von jeder Beteiligung freigesprochen. Sie hatte nie direkt mit seinen illegalen Machenschaften zu tun gehabt. Danach war sie nur noch so lange in Dallas geblieben, bis sie ihren Besitz veräußert hatte, und war dann von der Bildfläche verschwunden.
Beckett wusste nicht, ob sie mitschuldig war oder tatsächlich unschuldig. Es war ihm eigentlich auch egal. Er wollte PawPaw einen Gefallen tun, nicht ihr.
Dass er das konnte, war letzten Endes dem glücklichen Zufall zu verdanken, dass ein Reporter mit einem exzellenten Gedächtnis Urlaub in North Carolina auf der Inselgruppe Outer Banks gemacht und auf seiner Heimfahrt Richtung Süden an einem bestimmten Verkaufsstand gehalten hatte.
Er hatte Carson von Nags Head aus angerufen. „Hallo, mein Lieber, haben Sie vor ein paar Wochen nicht Nachforschungen nach einer gewissen Mrs Edwards angestellt? Die Frau, die in diesen Riesenbetrug in Texas verwickelt war, wo so viele Senioren ausgenommen wurden?“
Und so hatten sie Mrs Chandler Edwards gefunden. Sie hatte sich mitten in der Einöde mit einem Mann namens Frederick Grant verkrochen, einem Großonkel mütterlicherseits. Wenn es diesen zufälligen Durchbruch nicht gegeben hätte, hätte die Suche vielleicht Monate gedauert. Beckett wäre dann versucht gewesen, den Schwarzen Peter an die nächste Generation weiterzugeben, wie das die Männer seiner Familie offenbar getan hatten, seit der Urgroßvater, nach dem Beckett benannt worden war, einen Geschäftspartner namens Chandler um dessen rechtmäßigen Anteil an einem Gewinn gebracht hatte.
Bis jetzt gab es jedoch keine nächste Generation. Carson hatte momentan keine Beziehung, und er, Beckett, hatte es ein Mal versucht, war gescheitert und war immer noch zu frustriert, um es erneut zu wagen.
„Geld, die Wurzel allen Übels“, hatte Beckett bemerkt, als er vor seiner Abreise aus Charleston am Morgen bei seinem Cousin Carson vorbeigeschaut hatte.
„Wie wahr. Ich frage mich, auf welcher Seite des Gesetzes der alte Lance stehen würde, wenn er in der heutigen Gesellschaft leben würde.“
„Schwer zu sagen. Mom hat ein paar alte Schriftstücke ausgegraben, aber die sind ruiniert worden, als Hurrikan Hugo übers Land zog.“ Er hatte seiner Mutter nahe gelegt, wertvolle Dokumente besser im Schließfach einer Bank zu verwahren als auf einem Dachboden unter einem undichten Dach.
„Es handelt sich doch nicht um Familienfotos. Außerdem, wie hätte ich wissen sollen, dass die Papiere feucht werden und zusammenkleben würden? Und jetzt hör auf zu quengeln und probier diese Suppe hier. Ich weiß, Butter ist nicht gerade gut für dich, aber ich kann die Krabbencremesuppe doch wohl kaum mit Margarine zubereiten.“
„Mom, um alles in der Welt, ich bin fast vierzig. Ich beklage vielleicht hin und wieder gewisse Schwierigkeiten, aber ich quengle doch nicht. Hm, etwas mehr Salz – und vielleicht noch einen kleinen Schuss Sherry?“
„Ja, finde ich auch. Ich weiß, du bist aus dem Quengelalter heraus. Sieh dich nur an, du wirst immer grauer“, witzelte sie.
Von seinem Vater wusste Beckett, dass seine Mutter schon sehr früh die ersten grauen Haare bekommen hatte. Um das Grau zu überdecken, hatte sie seither jede erdenkliche Nuance von Blond und Rot ausprobiert. Mit fast sechzig wirkte sie daher immer noch recht jugendlich.
„Honey, es liegt ganz bei dir, wie du das regelst“, sagte Rebecca Jones Beckett, während ihr Sohn noch einen Löffel ihrer berühmten Suppe probierte, die sowohl Krabben als auch Garnelen enthielt und so viel Sahne und Butter, dass die Arterien allein schon von ihrem Duft verstopften. „PawPaw hat sein Bestes getan, um diese Leute zu finden, aber dann wurde er krank.“
Becketts Großvater, der von der ganzen Familie und seinen Freunden nur PawPaw genannt wurde, war ein ausgesprochen charmantes Schlitzohr, doch mit seinen gut hundert Jahren verschob er immer noch alles auf morgen. Den Teufel austricksen, nannte er das. Wenn es darum ging, den Schwarzen Peter weiterzugeben, so waren die Beckett-Männer einsame Spitze.
Und deshalb wollte Beckett etwa vier Generationen, nachdem die „Tat“ begangen wurde, versuchen, die Sache ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.
„Gibt es etwas Neues über den tropischen Wirbelsturm, der sich über dem Atlantik zusammenbraut? Hast du heute früh den Wetterbericht gehört?“, hatte Carson gefragt.
„Ich hoffe sehr, dass das Tief sich nicht verstärkt. Ich habe nämlich ein halbes Dutzend Schiffe auf dem Nordatlantik, die mit dem neuen Navigationssystem ausgestattet sind. Wenn sie alle den Hurrikanen ausweichen, wird es mir schwerfallen, den Überblick zu behalten und herauszufinden, ob nicht doch das eine oder andere doch entführt wurde.“
„Tja, dann … nimm mal frei. Spiel zur Abwechslung mal den guten Patenonkel.“
„Du hast leicht reden.“
Als seine Mutter ihm telefonisch mitteilte, sein Großvater habe einen weiteren Schlaganfall erlitten, war Beckett mitten in Verhandlungen mit einer irischen Reederei für Chemikalientanker gewesen. Diese waren so oft entführt worden, dass die Eigner sich gezwungen sahen, Kontakt zu seiner Firma aufzunehmen, der „Beckett Marine Risk Management, Inc.“, die sich aller möglichen Gefahren auf See annahm.
„Diesmal ist es nur ein ganz leichter Schlaganfall, aber PawPaw würde dich und Carson so gern sehen.“ Sie hatte hinzugefügt, dass sie nicht wisse, wie lange PawPaw noch durchhielt, ihm ein...




