Brück / Sinewe | Steueroptimierter Unternehmenskauf | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 392 Seiten, Web PDF

Reihe: Business and Economics (German Language)

Brück / Sinewe Steueroptimierter Unternehmenskauf


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-8349-8138-7
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, 392 Seiten, Web PDF

Reihe: Business and Economics (German Language)

ISBN: 978-3-8349-8138-7
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Ein ganz wesentlicher Beratungsschwerpunkt beim Unternehmenskauf liegt im Steuerrecht und ist eng mit den gesellschaftsrechlichen Umsetzungsschritten verbunden. Das Werk zeigt alle wichtigen Ablaufschritte vom Letter of Intent bis zum rechtsgeschäftlichen Übergang der Gesellschaft auf und geht auf kaufpreisrelevante Umstrukturierungen im Vorfeld und den Einfluss des fremdfinanzierten Erwerbs ein.

Mit zahlreichen Beispielen und Beraterhinweisen zu den einschlägigen Steuervorschriften setzt das Werk Schwerpunkte bei
- der Unternehmensbewertung,
- dem Übergang von Anteilen an Kapital- und Personengesellschaften sowie Betrieben,
- der Unternehmensnachfolge,
- Aspekten der Fremdfinanzierung und
- der steueroptimalen Vertragsgestaltung.

Alle neuen Entwicklungen aus der Unternehmensteuerreform, dem SEStEG, dem JStG 2008 und dem MoMiG sind bereits eingearbeitet.






Brück / Sinewe Steueroptimierter Unternehmenskauf jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Das vorvertragliche Stadium des Unternehmenskaufs.- Bewertung des Unternehmens.- übergang von Kapitalgesellschaftsbeteiligungen.- übergang von Betrieben und Personengesellschaften.- Typische Problemfelder bei der Vertragsgestaltung.- Fremdfinanzierung des Unternehmenskaufs.- Kauf insolventer Unternehmen.- Unentgeltlicher Unternehmensübergang.- Muster.


§ 1 Das vorvertragliche Stadium des Unternehmenskaufs (S. 27)

A. Ablauf der Unternehmenstransaktion

I. Einleitung

Der Verkauf eines Unternehmens stellt an alle an der Transaktion Beteiligten hohe Anforderungen. Bei dem betroffenen Unternehmen führt der Verkauf regelmäßig zu einem zusätzlichen Arbeitsaufwand, der neben dem üblichen Geschäftsbetrieb hinaus geleistet werden muss. Auf Verkäuferseite bedarf es einer besonders gut durchdachten Organisation und Struktur der Transaktion, um den Verkauf des Unternehmens möglichst effektiv zu gestalten.

Der Käufer selbst muss sich im Rahmen einer Due Diligence ein möglichst vollständiges Bild von dem Unternehmen machen und nach einer entsprechenden Unternehmensbewertung ein Kaufpreisangebot abgeben. Auch dieser Aufwand wird in der Regel neben dem üblichen Geschäftsbetrieb geleistet werden müssen.

II. Mögliche Verkaufsverfahren

In der Praxis werden Unternehmensverkäufe regelmäßig im Rahmen eines sog. kontrollierten Bieterverfahrens oder aber exklusiv an einen Einzelbieter veräußert. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile:

Der Verkauf eines Unternehmens an einen Einzelbieter hat den Vorteil, dass die Unternehmenstransaktion flexibel gestaltet und von anfänglich aufgestellten Zeit- und Maßnahmenplänen gelegentlich abgewichen werden kann. Da der Verkäufer sein Unternehmen letztlich nur einem Bieter zum Verkauf anbietet, ist der Aufwand im Vergleich zu einem Bieterverfahren deutlich geringer. Zu bedenken ist aber auch, dass sich der Verkäufer hierdurch auch von dem einzelnen Bieter abhängig macht. Sollten etwa die Verkaufsverhandlungen scheitern, muss der Verkäufer den Verkaufsprozess erneut mit anderen Bietern einleiten.

Die wesentlichen Vorteile eines kontrollierten Bieterverfahrens bestehen vor allem darin, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, einen höheren Kaufpreis zu erzielen. Letztlich wird eine Wettbewerbssituation zwischen den einzelnen Bietern hergestellt.

Vor diesem Hintergrund erscheint es wahrscheinlich, dass der Verkäufer einen höheren Kaufpreis für das Unternehmen erzielen wird als bei dem Verkauf an einen Einzelbieter. Darüber hinaus ist der Verkäufer nicht von dem Verhandlungsstand mit einem einzelnen Bieter abhängig, der beispielsweise nach Durchführung einer Due Diligence von einem anvisierten Erwerb Abstand nimmt.

Diesen Vorteilen stehen aber auch eine Reihe von Nachteilen gegenüber. So ist etwa ein Bieterverfahren naturgemäß mit hohem Aufwand und somit auch mit hohen Kosten verbunden. Da verschiedene Bieter im Fortgang der Unternehmenstransaktion nach gleichen Grundsätzen zu behandeln sind, gestaltet sich der laufende Prozess auch nicht derart flexibel wie er bei einem Einzelbieter möglich ist.

Zu bedenken ist bei einem kontrollierten Bieterverfahren auch, dass die im Rahmen der Due Diligence off en gelegten Tatsachen einem weiten Kreis off en gelegt werden. Inwieweit sich alle Beteiligten des Verfahrens letztlich auch an die Vertraulichkeitsvereinbarung halten, ist von dem Verkäufer nur sehr eingeschränkt kontrollierbar. Unabhängig von dem Verkaufsverfahren, für das sich ein Verkäufer entscheidet, durchlaufen beide Verfahrensarten verschiedene typische Phasen, die im Folgenden dargestellt werden.

1. Bieterverfahren

Das Bieterverfahren ist oft mals bei größeren Unternehmenstransaktionen vorzufi nden, da sich dort der höhere Aufwand in der Regel besser rechtfertigen lässt als bei dem Verkauf eines kleineren Unternehmens.

a) Ansprache potentieller Erwerbsinteressenten

Ein typischer Unternehmensverkaufsprozess beginnt in der Regel mit der Ansprache potentieller Erwerbsinteressenten, die üblicherweise durch einen Berater im Vorfeld der Unternehmenstransaktion ausgesucht werden oder auf dem Markt bekannt sind. Hierzu wird oft mals an die potentiellen Erwerber ein sog. Teaser übersandt, in welchem das zum Verkauf stehende Unternehmen kurz und anonym dargestellt wird.

Gleichzeitig erhält der potentielle Erwerbsinteressent die Möglichkeit, ein weitergehendes und inhaltlich umfangreicheres Schreiben, das sog. Informationsmemorandum, zu erhalten. Die Übersendung eines Informationsmemorandums wird in der Regel von der vorherigen Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung abhängig gemacht.


Rechtsanwalt und Attorney at Law (New York) Prof. Dr. Michael J. J. Brück, LL.M. (SMU/Dallas) aus der Kanzlei Schalast & Partner ist Professor für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Steuerrecht an der Heilbronn Business School.
Dr. Patrick Sinewe ist Steuerpartner der internationalen Kanzlei Bird & Bird und als Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht und als Steuerberater qualifiziert. Er ist zugleich Lehrbeauftragter für den steuerlichen Unternehmenskauf an der FH Worms.
Zahlreiche Veröffentlichungen und Referententätigkeiten machen die Autoren zu Experten auf dem Gebiet.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.