Bruns / Winter | Stalking - Zwischen Liebeswahn und Strafrecht | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 259 Seiten

Reihe: Therapie & Beratung

Bruns / Winter Stalking - Zwischen Liebeswahn und Strafrecht


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8379-6924-5
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 259 Seiten

Reihe: Therapie & Beratung

ISBN: 978-3-8379-6924-5
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Die zentrale, aber verborgene Überzeugung eines jeden Stalkenden ist es, mit einer anderen Person in einer überaus engen Beziehung zu stehen. Stalkende behandeln ihre Opfer wie einen Selbstanteil und versuchen sie zu kontrollieren. Eine Zurückweisung durch das Gegenüber setzt eine interaktionelle Dynamik von Festhalten- und Entkommen-Wollen in Gang. Im Umgang mit Stalking-Delikten haben sich die Möglichkeiten des Strafrechts als unzureichend erwiesen. Angesichts dieses Defizits hat sich die Praxis außergerichtlicher Lösungswege für Stalking-Fälle entwickelt, die den Blick gleichermaßen auf Stalkende wie auf Opfer richtet.

Das Buch führt über juristische, sozialwissenschaftliche und psychologisch-psychoanalytische Beiträge in die Komplexität des Themas ein. Mit zahlreichen Fallbeispielen aus Beratung und Behandlung veranschaulichen die AutorInnen seelische Konfliktkonstellationen, sodass diese auch für Laien verständlich werden.

Mit Beiträgen von Lorenz Böllinger, Georg Bruns, Heinfried Duncker, Frauke Dziomba, Astrid Hirschelmann, Eduard Matt, Valeska Meine, Svenja Taubner, Gabriele Treu und Frank Winter

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Weitere Infos & Material


Inhalt

Einführung

Überlegungen zur Sozialpsychologie der Stalking-Kriminalisierung
Lorenz Böllinger

Die deutsche Strafnorm der beharrlichen Nachstellung, die Debatten zu deren Verschärfung und das gesellschaftlich Unbewusste
Frank Winter

Gewalt in Liebesbeziehungen
Dynamik von narzisstischen Verletzlichkeiten bei Trennungen
Heinfried Duncker & Astrid Hirschelmann

Zur Notwendigkeit der Abgrenzung zwischen Stalking-Tätern und Stalking-Opfern
Einige Überlegungen aus psychoanalytischer Sicht
Gabriele Treu

Die interpersonelle Dynamik des Stalkings
Svenja Taubner

Verschmeldzungsfantasie und Affektspaltung

Ein psychologisches Modell des Stalkings mit klinischen Beispielen
Georg Bruns

Alternativen zur strafrechtlichen Sanktion im Bremer Kriseninterventionsteam Stalking

Konzept, Setting, Praxis
Frank Winter & Frauke Dziomba

»Stalkin’-Women«?

Überlegungen und Fallbeispiele zu weiblichem Stalking-Verhalten
Frank Winter & Valeska Meine

Werben und Verletzen
Eine kleine Fallstudie zu weiblichem Stalking
Georg Bruns

Cyberstalking
Neue Medien – neues Sozialverhalten – neue Konflikte?

Eduard Matt & Frank Winter

Autorinnen und Autoren


Taubner, Svenja
Svenja Taubner ist Psychoanalytikerin (DPG), ist Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention der Universität Heidelberg und Mediatorin im Strafrecht. Zudem ist sie Mitherausgeberin der Zeitschriften Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie und Psychotherapeut sowie Editor-in-Chief für Mental Health und Prevention. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Kompetenzentwicklung in der Psychotherapieausbildung, Bindung, Adoleszenz, Mentalisierungsbasierte Therapie und Psychotherapieforschung.

Duncker, Heinfried
Heinfried Duncker war Chefarzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - HGC Kliniken GmbH, Gastprofessor an der Universität Kassel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie/Psychoanalyse.

Winter, Frank
Frank Winter ist Leiter des TOA Bremen und des Kriseninterventionsteams Stalking sowie Lehrbeauftragter der Universität Hannover. Tätigkeiten im psychiatrischen Landeskrankenhaus Langenfeld/Rheinland, Realisierung des ersten deutschen Wohnheimprojekts gemeindenaher Psychiatrie in Deutschland; später stellvertretende Leitung des Dietrich-Langen-Instituts in Monheim/Rheinland. Seit 1990 Leiter des TOA Bremen, Begründer der Sozialen Mediation und des Kriseninterventionsteams Stalking und häusliche Gewalt (in Paris 2000 und Lissabon 2007 von der europäischen Präsidentschaft als »best-practice« ausgezeichnet). Zahlreiche Fachveröffentlichungen zu den Themen Delinquenz, Dissozialität, Gewaltprävention, psychoanalytisch orientierte
Konfliktbearbeitung.

Bruns, Georg
Georg J. Bruns ist Psychoanalytiker (DPV) in eigener Praxis, Lehranalytiker, Nervenarzt und Professor für Soziologie (Schwerpunkt Medizinische Soziologie) an der Universität Bremen. Von 2002 bis 2004 war er Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) und Leiter des Forschungsausschusses der DPV; zahlreiche Veröffentlichungen zu psychoanalytischen, psychiatrischen und soziologischen Themen, insbesondere zu psychoanalytischer Psychosentherapie, zu einer Soziologie der Psychoanalyse und der Psychiatrie, zu psychoanalytischer Sozialarbeit sowie zu psychoanalytischklinischen Fragen.

Winter, Frank
Frank Winter ist Leiter des TOA Bremen und des Kriseninterventionsteams Stalking sowie Lehrbeauftragter der Universität Hannover. Tätigkeiten im psychiatrischen Landeskrankenhaus Langenfeld/Rheinland, Realisierung des ersten deutschen Wohnheimprojekts gemeindenaher Psychiatrie in Deutschland; später stellvertretende Leitung des Dietrich-Langen-Instituts in Monheim/Rheinland. Seit 1990 Leiter des TOA Bremen, Begründer der Sozialen Mediation und des Kriseninterventionsteams Stalking und häusliche Gewalt (in Paris 2000 und Lissabon 2007 von der europäischen Präsidentschaft als »best-practice« ausgezeichnet). Zahlreiche Fachveröffentlichungen zu den Themen Delinquenz, Dissozialität, Gewaltprävention, psychoanalytisch orientierte
Konfliktbearbeitung.

Treu, Gabriele
Gabriele Treu ist promovierte Psychologin; sie befasst sich seit mehreren Jahren mit den psychologischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auf Gesellschaft und Individuum. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf einer psychologisch orientierten Hermeneutik.

Böllinger, Lorenz
Lorenz Böllinger ist emeritierter Professor für Strafrecht und Kriminologie. Er war seit 1982 Hochschullehrer an der Universität Bremen, davor zunächst war er Strafverteidiger und bis 1982 Professor für Recht an den Fachhochschulen für Sozialarbeit in Dortmund und Frankfurt am Main. Er ist Psychoanalytiker (DPV, DGPT), seit 1999 approbierter Psychotherapeut und seit 2009 Lehranalytiker (DGPT); kontinuierliche forschende
Praxis in der psychotherapeutischen Behandlung von Gewalt-, Sexual- und Drogen-
Straftätern, in der Supervision mit Institutionen und Behandlern in diesen Bereichen sowie in der Psychotherapieausbildung. Er ist Mitglied des Bremer Instituts für Kriminalpolitik und des Psychoanalytischen Instituts Bremen e.V. Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte und zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich der Sexual-, Gewalt- und Drogendelinquenz sowie der Rechtspsychologie und der Behandlung von
Straftätern; besonderes Interesse für transdisziplinäre Methodologie; Leiter einiger DFG- und mehrerer EU-Drittmittelforschungsprojekte im Bereich der Kriminalwissenschaften.

Bruns, Georg
Georg J. Bruns ist Psychoanalytiker (DPV) in eigener Praxis, Lehranalytiker, Nervenarzt und Professor für Soziologie (Schwerpunkt Medizinische Soziologie) an der Universität Bremen. Von 2002 bis 2004 war er Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) und Leiter des Forschungsausschusses der DPV; zahlreiche Veröffentlichungen zu psychoanalytischen, psychiatrischen und soziologischen Themen, insbesondere zu psychoanalytischer Psychosentherapie, zu einer Soziologie der Psychoanalyse und der Psychiatrie, zu psychoanalytischer Sozialarbeit sowie zu psychoanalytischklinischen Fragen.



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