Büsser | Richtig Geld anlegen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

Reihe: Beobachter-Ratgeber

Büsser Richtig Geld anlegen

Die besten Strategien zur souveränen Vermögensverwaltung
5. überarbeitete Auflage 2025
ISBN: 978-3-03875-601-9
Verlag: Beobachter-Edition
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Die besten Strategien zur souveränen Vermögensverwaltung

E-Book, Deutsch, 264 Seiten

Reihe: Beobachter-Ratgeber

ISBN: 978-3-03875-601-9
Verlag: Beobachter-Edition
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Hohe Renditen erzielen, Kosten sparen und das eigene Vermögen mehren: Dies ist der Traum vieler Menschen, die plötzlich höhere Summen zur Verfügung haben. Dieser Ratgeber vermittelt Laien das nötige Grundwissen, um souverän anlegen zu können oder die richtigen Vertrauenspersonen zu finden. Er vermittelt einen Überblick über die gängigen Finanz- und Anlageprodukte, mögliche Diversifikationen, zeigt Wahrscheinlichkeitsrechnungen und warnt vor den psychologischen Fallstricken. Doch was eignet sich für wen? Ob Aktie, ETF, Indexfonds , Gold, Immobilie oder Kunst: Wichtig ist das nötige Fachwissen, bevor man investiert. Dieses Buch vermittelt das Wissen, Strategien für verschiedene Vermögenssituationen und Lebensphasen ausarbeiten zu können.

Harry Büsser ist Wirtschaftswissenschaftler, lic. oec. HSG. Zudem hat er die Finanzausbildung zum Chartered Financial Analyst CFA abgeschlossen und sich an der Universität Zürich in Physik weitergebildet. Er war unter anderem Banker, Wirtschaftsreporter bei der Tagesschau des Schweizer Fernsehens sowie Produzent von SRF Börse und leitete für fast ein Jahrzehnt die Finanzredaktion des Wirtschaftsmagazins «BILANZ». Anschliessend führte er die Wirtschaftsredaktion der Blick-Gruppe und schrieb für den «SonntagsBlick». Danach leitete er die Finanzredaktion der «HandelsZeitung».
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Zielgruppe


Für Anleger, die ihr Geld besser verwalten, langfristig höhere Renditen erzielen und Kosten sparen wollen.


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Durch Arbeit zu Vermögen kommen


Es gibt drei Wege, über Arbeit zu einem Vermögen zu kommen: eine Firma gründen, arbeiten und sparen oder sich bei der Pensionierung das Kapital auszahlen lassen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr darüber.

Als Startkapital für eine eigene Firma kann zum Beispiel eine Erbschaft dienen. Aber auch ohne Erben ist es möglich, eine Firma zu gründen: mit der Finanzierung über eine Bank, mit gesparten Mitteln oder mit Geldern aus der Pensionskasse. Jedenfalls ist die Gründung einer Firma neben dem Erben eine weitere wichtige Quelle des Reichtums.

Als Firmengründer zu Vermögen kommen


Während die Firmengründung in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern wie China den häufigsten Weg zum Reichtum darstellt, ist sie in der Schweiz die Nummer zwei hinter dem Erben. Derzeit werden in der Schweiz jährlich rund 40 000 Firmen gegründet. Gleichzeitig verschwinden pro Jahr aber auch rund 30 000 Firmen wieder.

Die Firmengründung ist also kein einfacher Weg zu einem Vermögen. Nicht nur, weil viele scheitern, sondern auch weil es lange dauert. Gemäss einer Befragung von 100 Millionären in der Schweiz benötigten die Unternehmer unter ihnen rund 30 Jahre für ihren Vermögensaufbau.

JEAN-LUC BÖGLI KONNTE KAUM DEUTSCH, als er mit 19 Jahren aus dem Jura nach Zürich kam. Heute beliefert er die ganze Schweiz mit seinen Souvenirs – inklusive seiner eigenen Läden, der Edelweiss-Shops. Während er als Kioskverkäufer am Flughafen Zürich arbeitete, begann er, einige T-Shirts mit «Swiss Military» zu bedrucken, und durfte sie im Kiosk verkaufen. So habe er innerhalb von vier Jahren sein eigenes Unternehmen aufgebaut, sagt Bögli. Er sei damals sehr motiviert gewesen: Von seinem 20. Geburtstag an habe er jedes Jahr die Bilanz mit der Liste der 300 Reichsten gelesen und aufbewahrt. Es sei nicht primär die Liebe zum Textil gewesen, die ihn angetrieben habe. Er habe einfach zu Geld kommen wollen. Schon in jungen Jahren, als er es sich nur knapp habe leisten können, habe er ab und zu mit einer netten Begleitung das Zürcher Nobelrestaurant Kronenhalle besucht und habe sich dort inspirieren lassen.

Als Unternehmer reich geworden

  • ¦ Christoph Blocher (EMS-CHEMIE)
  • ¦ Rainer-Marc Frey (Finanzfirma RMF, verkauft)
  • ¦ Jan Schoch (Finanzfirma Leonteq aufgebaut und an die Börse gebracht)
  • ¦ Marcel Erni, Alfred Gantner und Urs Wietlisbach haben zusammen die Finanzfirma Partners Group aufgebaut und an die Börse gebracht, wo die Firma heute über 30 Milliarden Franken wert ist.
  • ¦ Thomas Frey hat mit drei Partnern 2008 die Firma GIANTS Software gegründet, die Online-spiele programmiert. Das Spiel «Landwirtschaftssimulator» hat sich weltweit einige Millionen Mal verkauft, die Firma ist inzwischen viele Millionen Franken wert.
  • ¦ Oliver Herren, Marcel Dobler und Florian Teuteberg gründeten 2001 den Elektronikhändler Digitec, haben inzwischen die Mehrheit daran an die Migros verkauft und sind dadurch reich geworden.
  • ¦ Alan Frei und Lukas Speiser haben im Jahr 2014 die Sextoyfirma Amorana gegründet. Im Jahr 2020 verkauften sie das Unternehmen für einen Millionenbetrag an die britische Konkurrentin Lovehoney.

Arbeiten und sparen


Natürlich gibt es Leute, die mit Arbeit sehr schnell reich werden. Das sind jene, die mehr als eine Million Franken pro Jahr verdienen. Gemäss dem Verteilungsbericht des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds sind das nicht wenige, sondern immerhin über 13 000 Menschen in der Schweiz. Für alle anderen dauert es eine Weile, bis mit Arbeit und Sparen Reichtum entsteht.

Wer über einen Zeitraum von 30 Jahren pro Monat 1000 Franken auf die Seite legen kann, müsste schon einen jährlichen Zinssatz von 6,3 Prozent erhalten, damit es am Ende zum Millionär reicht. Das ist nicht unmöglich, denn eine solche Rendite ist in den vergangenen 30 Jahren am Aktienmarkt erreicht worden. Doch darauf, dass solche Renditen auch in Zukunft möglich sind, sollten sich die Sparer trotzdem nicht verlassen.

TIPP | Höhe des Sparbetrags Je früher Sie anfangen zu sparen und je höher der Zinssatz ist, der auf dem Ersparten erreicht wird, desto höher wird Ihr Vermögen im Pensionsalter sein. Wer es in jungen Jahren nicht schafft, 1000 Franken pro Monat zur Seite zu legen, fängt eben mit weniger an, vielleicht mit 200 oder gar nur mit 50 Franken pro Monat. Besser nur einen kleinen Betrag auf die Seite legen, als gar nichts zu sparen.

Bei einem Zinssatz von 1 Prozent muss man 30 Jahre lang schon fast 2500 Franken pro Monat sparen können, um am Ende Millionär zu werden.

Allerdings ist es den meisten in den frühen Jahren des Erwerbslebens nicht möglich, wirklich etwas auf die Seite zu legen. Viele schaffen das erst ab einem Alter von 40 Jahren, was bis zur Pensionierung noch 25 Jahre Zeit lässt. Um innerhalb dieser Frist mit Sparen auf eine Million zu kommen, müssen bei einem Zinssatz von 1 Prozent schon fast 3000 Franken pro Monat auf die Seite gelegt werden.

TIPP | Die Hälfte sparen Ein mögliches Rezept, um den monatlichen Sparbetrag zu erhöhen, ist, jeweils die Hälfte oder zumindest ein Drittel einer Lohnerhöhung zu sparen.

Sparvorbilder

Die reichste Ente der Welt, Dagobert Duck, hatte im Jahr 1947 ihren ersten Auftritt in einem Comicheft. Gemäss dieser Geschichte kam Onkel Dagobert nicht reich zur Welt, sondern fing als Schuhputzer in Schottland an und folgte später dem Ruf des Goldes nach Amerika. Dort baute er sich sein Wirtschaftsimperium auf, knauserte sich fantastisch reich und badet seither in seinen Fantastilliarden Talern im Geldspeicher.

Zu Hause bleiben und den Partner, die Partnerin verwöhnen, statt auf Einkaufs- oder Bartour zu gehen.

Wie Dagobert in Entenhausen haben sich in Holland Hanneke van Veen und Rob van Eeden reich geknausert. Ihre Sparstrategien hat das geizigste Ehepaar Europas in einem Buch mit dem Titel: «Wie werde ich ein echter Geizhals?» festgehalten. Damit meinen die beiden nicht einen unsympathischen Geizhals, sondern sehen es eher positiv: «Wenn Sie sparsam leben, nicht mehr verbrauchen als nötig, nehmen Sie nicht länger am Überkonsum teil.» Tatsächlich gibt es sympathischen und weniger sympathischen Geiz:

  • ¦ Sympathisch
    • Was kaputt ist, reparieren und nicht gleich neu kaufen.
    • Das Rauchen aufgeben.
    • Zu Hause bleiben und den Partner, die Partnerin verwöhnen, statt auf Einkaufs- oder Bartour zu gehen.
    • Um Heizkosten zu sparen, im Winter im Bett frühstücken und ansonsten speziell warme Hausmäntel tragen.
    • Ein Hobby suchen, das nichts kostet, sondern Geld einbringt: etwa Patchworkdecken quilten, Glasmalen oder auf Auktionsplattformen eigene gebrauchte Gegenstände verkaufen.
  • ¦ Unsympathisch
    • Sich immer nur einladen lassen, nie andere einladen.
    • Im Restaurant die halb leere Flasche mit der Begründung zurückgeben, der Wein habe Zapfen. Danach auch kein Trinkgeld geben, weil Sie ja zutiefst verärgert sind.

Pensionskassenkapital auszahlen lassen


In der Pensionskasse sammelt sich über ein Arbeitsleben viel Geld an. Durchschnittlich hat ein Arbeitnehmer, eine Angestellte bei der Pensionierung ein Pensionskassenguthaben von rund einer halben Million Franken. Dieses kann man entweder als Rente in monatlichen Beträgen beziehen oder sich als Kapital auszahlen lassen.

Ob der einmalige Kapitalbezug oder eine monatliche Rente für Sie besser ist, hängt von so vielen Faktoren ab, dass der Entscheid selten eindeutig ist. Es müssen die Vor- und Nachteile abgewogen und individuell gewichtet werden.

Monatliche Rente

Kapitalbezug

Vorteile

  • ¦ Hohe Sicherheit – die Rente bleibt immer gleich hoch, auch wenn Sie deutlich älter werden als der Durchschnitt.
  • ¦ Sie brauchen das Vermögen nicht selber zu verwalten, das tut die Pensionskasse für Sie.
  • ¦ Tiefere Einkommenssteuern
  • ¦ Chance auf eine höhere Rendite als in der Pensionskasse
  • ¦ Anlageentscheide können selber beeinflusst und gefällt werden.
  • ¦ Kapital, das übrig bleibt, kann vererbt werden.
  • ¦ Amortisation einer Hypothek ist möglich.
  • ¦ Bei einer kurzen Lebenserwartung haben Sie beim Kapitalbezug mehr vom...


Büsser, Harry
Harry Büsser ist Wirtschaftswissenschaftler, lic. oec. HSG. Zudem hat er die Finanzausbildung zum Chartered Financial Analyst CFA abgeschlossen und sich an der Universität Zürich in Physik weitergebildet. Er war unter anderem Banker, Wirtschaftsreporter bei der Tagesschau des Schweizer Fernsehens sowie Produzent von SRF Börse und leitete für fast ein Jahrzehnt die Finanzredaktion des Wirtschaftsmagazins «BILANZ». Anschliessend führte er die Wirtschaftsredaktion der Blick-Gruppe und schrieb für den «SonntagsBlick». Danach leitete er die Finanzredaktion der «HandelsZeitung».



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