E-Book, Deutsch, 304 Seiten
Reihe: SAP Press
Busse Design Thinking mit SAP
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-8362-8214-7
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 304 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8214-7
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Wo innovative Geschäftsideen umgesetzt werden, braucht es innovative Methoden. Design-Thinking-Coach Manuel Busse zeigt in diesem Buch, wie man interdisziplinäre Teams anleitet, um im SAP-Umfeld kreative Lösungen zu entwickeln. Von der Formulierung der Challenge über die Methodik bis zur Nachbereitung und Umsetzung – alles drin, um direkt loszulegen!
Aus dem Inhalt:
- Design Thinking und SAP
- School of Design Thinking und AppHaus
- SAP Build und Scenes
- Vorbereitung und Durchführung eines Workshops
- Aufgabenstellung, Ideenfindung und Prototyping
- Validierung, Testen und Implementierung
- Design Thinking im Unternehmen
- Design Thinking im Kleinen
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort ... 13
Einleitung ... 17
1. Eine kurze Einführung in Design Thinking ... 23
1.1 ... Was ist Design Thinking? ... 23
1.2 ... Welche Erfolge hat diese Methode vorzuweisen? ... 26
1.3 ... Woher kommt dieser Trend plötzlich? ... 30
1.4 ... Was bedeutet »Der Mensch im Mittelpunkt«? ... 31
1.5 ... Welche weiteren Elemente gehören zum Design Thinking? ... 32
1.6 ... Ist das Ganze nicht einfach nur Spielerei? ... 40
1.7 ... Zusammenfassung ... 41
2. Was bietet SAP zum Thema Design Thinking an? ... 43
2.1 ... SAP Design Thinking und das AppHaus ... 44
2.2 ... Design Stencils für SAP-Fiori-Oberflächen ... 48
2.3 ... Design Thinking im Kontext von SAP Leonardo ... 50
2.4 ... Scenes ... 53
2.5 ... Mosaic ... 55
2.6 ... SAP Build ... 57
2.7 ... Aus- und Weiterbildung ... 62
2.8 ... SAP Innovation Management ... 64
2.9 ... Zusammenfassung ... 66
3. Auf in die Praxis: die Vorbereitungen ... 69
3.1 ... Erste Herausforderung: die Challenge formulieren ... 70
3.2 ... Die Zielsetzung ... 74
3.3 ... Das Team ... 76
3.4 ... Der Ort ... 80
3.5 ... Das Material ... 85
3.6 ... Der Coach ... 91
3.7 ... Nicht zu unterschätzen: die Verpflegung ... 93
3.8 ... Den Zeitplan aufstellen ... 94
3.9 ... Die Methoden auswählen ... 97
3.10 ... Die Einladungen ... 99
3.11 ... Discover-Aktivitäten vor dem Workshop ... 100
3.12 ... Zusammenfassung ... 100
4. Jetzt geht's los: die Durchführung ... 103
4.1 ... Der Tag beginnt ... 103
4.2 ... Begrüßung des Teams ... 105
4.3 ... Regeln zur Zusammenarbeit ... 109
4.4 ... Die Arbeit mit dem Team ... 112
4.5 ... Von der Liebe zu Post-its ... 114
4.6 ... Timeboxing als Schlüsselelement ... 117
4.7 ... Wohlfühlen ... 119
4.8 ... Umgang mit Konflikten ... 121
4.9 ... Spontaneität ... 123
4.10 ... Zusammenfassung ... 124
5. Ein Beispiel-Workshop -- Phase »Discover« ... 127
5.1 ... Wer, wie, was? -- unser Beispiel ... 128
5.2 ... Aufgabenstellung ... 131
5.3 ... 360°-Recherche ... 136
5.4 ... Synthetisieren ... 149
5.5 ... Übungen ... 164
5.6 ... Zusammenfassung ... 165
6. Ein Beispiel-Workshop -- Phase »Design« ... 167
6.1 ... Der Beispiel-Workshop ... 167
6.2 ... Ideenfindung ... 168
6.3 ... Übungen zur Ideenfindung ... 197
6.4 ... Prototyp bauen ... 198
6.5 ... Validieren ... 218
6.6 ... Fazit zum Beispiel-Workshop ... 219
6.7 ... Zusammenfassung ... 220
7. Ein Beispiel-Workshop -- Abschluss ... 223
7.1 ... Nächste Schritte ... 223
7.2 ... Besprechung des Lean Coffee Boards ... 224
7.3 ... Feedback mit »I like, I wish« ... 225
7.4 ... Teamfoto und Verabschiedung ... 228
7.5 ... Aufräumen und Fotodokumentation ... 229
7.6 ... Zusammenfassung ... 230
8. War's das? Nachbereitung und Dokumentation ... 233
8.1 ... Das Fotoprotokoll ... 233
8.2 ... Die Videos ... 237
8.3 ... Nachfassen und Feedback einholen ... 239
8.4 ... Zusammenfassung ... 239
9. Phase »Deliver« -- wie geht's nach dem Workshop weiter? ... 241
9.1 ... Implementieren ... 242
9.2 ... Testen ... 246
9.3 ... Einsetzen ... 248
9.4 ... Zusammenfassung ... 248
10. Und jetzt bist du dran! ... 251
10.1 ... Was bringt dir das? ... 251
10.2 ... Die ersten Schritte ... 253
10.3 ... Design Thinking in deinem Unternehmen etablieren ... 259
10.4 ... Design Thinking im Kleinen ... 261
10.5 ... Zusammenfassung ... 263
Anhang ... 265
A ... Dein Werkzeugkasten ... 267
B ... Glossar ... 283
C ... Der Autor ... 287
D ... Quellenverzeichnis ... 289
Index ... 297
Einleitung
Hallo liebe Leserin, hallo lieber Leser,
ich möchte mich dir kurz vorstellen: Mein Name ist Manuel Busse, und ich bin seit 2016 als Design-Thinking-Coach tätig, d. h., ich moderiere Workshops und bringe diese Methode anderen Menschen bei. Und nun möchte ich mit diesem Buch die Gelegenheit nutzen, um dir Design Thinking aus verschiedenen Perspektiven vorzustellen. Ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um ein tieferes Verständnis zu erlangen, ist ein Grundprinzip des Design Thinkings. Darüber hinaus möchte ich die Arbeitskultur in Unternehmen so verändern, dass man sich traut, Dinge auszuprobieren und iterativ zu einem Ergebnis zu kommen, anstatt immer sofort den großen Wurf zu erwarten. Arbeitsplätze, die Raum für Kreativität und Spiel lassen, und die Zusammenarbeit in abteilungsübergreifenden Teams sind ebenfalls starke Pluspunkt der Methode und etwas, das ich gerne in allen Unternehmen sehen würde.
Ich werde dich in diesem Buch duzen. Ein Design-Thinking-Team duzt sich üblicherweise untereinander, denn die Teams arbeiten demokratisch und gleichberechtigt, und das Duzen kann im Team Barrieren und Hemmnisse beseitigen. Im Laufe des Buches wirst du diese Sichtweise verstehen.
Die Welt mitzugestalten ist eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen sollten. Deshalb möchte ich dich auf die Reise mitnehmen, auf der du Design Thinking kennenlernen, verstehen, ausprobieren und die Welt danach vielleicht aus einer etwas anderen Perspektive sehen wirst.
Passt Design Thinking in die SAP-Welt?
Die kurze Antwort ist: »Ja, auf jeden Fall!« Design Thinking ist zur Lösung sehr vieler komplexer Fragestellungen hervorragend geeignet. Von diesen komplexen Fragestellungen haben wir in der IT-Welt und auch in Zusammenhang mit SAP-Lösungen eine ganze Menge, wie vielleicht jeder bestätigen kann, der einmal an einem SAP-Projekt beteiligt war.
Bei Design Thinking geht es immer um Menschen im Mittelpunkt der Betrachtungen. Ich finde, das ist ein starkes Argument für den Einsatz im SAP-Umfeld, denn zum einen wollen wir mit IT-Lösungen Menschen unterstützen oder ihnen die Arbeit erleichtern bzw. neue Arbeit für sie ermöglichen. Zum anderen ist in den ersten Jahrzehnten der Informationstechnologie der Mensch mit seinen Bedürfnissen meiner Meinung nach sehr vernachlässigt worden. Der Funktionsumfang bzw. die Umsetzung funktionaler Anforderungen standen hier oft nicht nur deutlich weiter oben auf der Prioritätenliste als die Anwender mit ihren Bedürfnissen, sondern in vielen Fällen wurden Themen wie guter Bedienbarkeit und User Experience überhaupt keine Beachtung geschenkt. Hauptsache, es lief. In den letzten Jahren sind auch diese Themen in den Fokus gerückt, und ich glaube, dass es absolut richtig ist, dafür Zeit und Geld zu investieren. Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten schneller und zuverlässiger, wenn ihre Arbeitsabläufe bestmöglich unterstützt werden, als wenn sie ständig auf Hindernisse und Probleme stoßen.
SAP-Gründer Hasso Plattner ist einer der größten Verfechter von Design Thinking. Wegen seiner Überzeugung von dieser Methode und auf sein Anraten hin setzt auch SAP seit Jahren auf Design Thinking, um neue Produkte und Lösungen zu entwickeln und bestehende zu verbessern. Damit ist vollkommen klar: Ja, die SAP-Welt und Design Thinking passen hervorragend zueinander, und sie beeinflussen sich auch gegenseitig.
Abbildung 1 Die SAP-Welt und Design Thinking passen sehr gut zusammen.
Was will das Buch erreichen?
Dieses Buch möchte dich in die Welt des Design Thinkings einführen, dir Möglichkeiten aufzeigen, die Methode in deinem Arbeitsumfeld einzusetzen. Vor allem möchte ich dich mit meiner Begeisterung für diese Methode und die dahinterstehende Haltung anstecken. Wenn es mir gelingt, wirst du als begeisterte(r) Design-Thinking-Anwender(in) die Methode nutzen und vielleicht selbst als Coach tätig werden und anderen Menschen helfen, die Methode zu verstehen und sie richtig in der Praxis einzusetzen. Vielleicht bringen wir so gemeinsam mehr Optimismus in die Projekte dieser Welt und schaffen es, neue Lösungen zu finden, die vorher unmöglich schienen. In diesem Zusammenhang mag ich einen oft zitierten Satz ganz besonders:
»Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und tat es einfach.«
Heutzutage sind Schlagwörter wie Digitalisierung, Innovationen, Apps, Mobilität, Big Data, das Internet, Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0 in den Medien und auch in Unternehmen sehr präsent. Unternehmen sind heute mehr gefordert denn je, sich weiterzuentwickeln, sich an ständig ändernde Bedingungen anzupassen und sich laufend neue Produkte und Dienstleistungen einfallen zu lassen, um auch morgen noch relevant zu sein und am Markt zu bestehen. Dabei kann Design Thinking helfen. Klar, es ist kein Allheilmittel. Es ist nur ein Weg von vielen möglichen. Aber ich bin überzeugt: Es ist einer, der sehr gute Ergebnisse liefert. Also: Auf geht’s! Lass uns das scheinbar Unmögliche mal ernsthaft in Betracht ziehen, um dann einen Schritt weiter zu kommen. Und morgen machen wir das wieder – und dann jeden Tag, bis wir unser Ziel erreicht haben.
Design Thinking ist mehr als eine Methode für Workshops, dennoch beginnen viele ihren Einstieg in Design Thinking mit ebendiesen. Workshops bieten eine hervorragende Gelegenheit, mal eine andere Herangehensweise zu testen. Getreu dem Motto, das mich fast meine gesamte Zeit als SAP-Berater begleitet hat: »Think big, start small«. Deshalb liegt das Augenmerk dieses Buches auf den ein- bis zweitägigen Workshops zur Bearbeitung einer IT-Fragestellung, die vielleicht schon eine ganze Weile ungelöst im Raum steht.
Aufbau des Buches
In diesem Buch geht es um Design Thinking im Kontext der SAP-Welt. Ich beginne damit, dir Design Thinking im Allgemeinen zu erklären. Dann möchte ich meine persönlichen Erfahrungen, Tipps und Tricks mit dir teilen, damit auch du Design-Thinking-Methoden einsetzen und Workshops dazu moderieren kannst.
In Kapitel 1, »Eine kurze Einführung in Design Thinking«, möchte ich dir eine kleine Einführung in Design Thinking, die Ursprünge und die Gedanken dahinter geben. Dazu gehört auch, aufzuzeigen, wie die Methode funktioniert und was bisher an bekannten und erfolgreichen Produkten damit entstanden ist. Das ist vielleicht wichtig für dich, denn Referenzen machen es leichter, an etwas zu glauben und uns darauf einzulassen, auch wenn es manchmal am Anfang befremdlich erscheint.
Manchmal höre ich, wenn ich über Design Thinking spreche, Aussagen wie: »Das ist doch nicht neu!« oder »Wo kommt das jetzt her?«. Auch darauf möchte ich gerne eingehen. Ja, Design Thinking ist schon vor einiger Zeit entstanden und nicht jetzt erst frisch vom Himmel gefallen. Woher Design Thinking kommt, welche Rolle der Mensch dabei spielt und welche Elemente Design Thinking ausmachen, darum geht es in diesem Kapitel. Skeptiker können auch direkt zum Abschnitt 1.6, »Ist das Ganze nicht einfach nur Spielerei?« springen, um zu erfahren, warum Design Thinking keine Spielerei ist.
Kapitel 2, »Was bietet SAP zum Thema Design Thinking an?«, stellt den Bezug zwischen Design Thinking und der SAP-Welt her. Da ich seit 2006 in der SAP-Branche arbeite und dementsprechend auch deren Sichtweise auf die IT-Welt teile, liegt es nahe, die Verbindung der beiden Themenbereiche zu beschreiben. Die Auftraggeber für meine bisherigen Workshops mit Kunden waren allesamt mit SAP-Software bestens vertraut, da sie Kunden von SAP oder Angestellte eines SAP-Partners sind. Darüber hinaus gibt es bereits einige sehr gute Bücher zu Design Thinking am Markt. Ich möchte mit diesem Buch den Leserinnen und Lesern aus der SAP-Welt etwas Einzigartiges bieten – ein Buch, das mit dem Blick eines Beraters für SAP-Lösungen ins Thema Design Thinking einführt. In diesem Kapitel gehe ich also auch darauf ein, was SAP selbst zum Thema Design Thinking anbietet.
In den nächsten Kapiteln werde ich dir anhand eines fiktiven Workshops die einzelnen Phasen, ihre Ziele und das Vorgehen darstellen. Dabei geht die Arbeit schon deutlich vor dem Workshop los und über den Workshop hinaus: In Kapitel 3, »Auf in die Praxis: die Vorbereitungen«, beginnen wir mit den Vorbereitungen eines Workshops, von der ersten Kontaktaufnahme mit dem Auftraggeber über die Formulierung der Problemstellung und die Zusammenstellung des Teams bis hin zur Einladung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Workshop.
Was ist direkt vor dem Beginn des Workshops zu tun? Darum geht es in Kapitel 4, »Jetzt geht’s los: die Durchführung«. Ich beschreibe die Vorbereitungen für den Design-Thinking-Workshop von der Ankunft vor Ort über die Vorbereitung des Raums bis zur Begrüßung des Teams. Außerdem gehe ich auf die Spielregeln für den Workshop und die Arbeit mit dem Team ein und gebe dir dafür Tipps.
In Kapitel 5, »Ein Beispiel-Workshop – Phase ›Discover‹«, beginnt der fiktive Workshop. Wir beginnen mit dem Verständnis des Problems. Ich stelle dir hier die ersten Methoden vor. Da Design Thinking grundsätzlich sehr offen...




