Bussmann / Tröger | Potsdam MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 208 Seiten

Reihe: MM City

Bussmann / Tröger Potsdam MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps.
3. Auflage 2025
ISBN: 978-3-96685-494-8
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps.

E-Book, Deutsch, 208 Seiten

Reihe: MM City

ISBN: 978-3-96685-494-8
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Anders reisen und dabei das Besondere entdecken Mit den aktuellen Tipps aus den Michael-Müller-Reiseführern gestalten Sie Ihre Reise individuell, nachhaltig und sicher. Erkunden Sie mit Michael Bussmann und Gabriele Tröger mit dem Reiseführer »Potsdam« die »kleine Schwester Berlins«. 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, ist Potsdam als Königs- und Residenzstadt, als Soldaten- und Grenzstadt, als Forschungsstandort und Studentenstadt genauso vielfältig und doch ganz anders als das »dicke B«. 208 Seiten mit 121 Farbfotos zeigen Ihnen alles Sehenswerte zwischen Sanssouci und dem Potsdamer »Brandenburger Tor«. Optimal orientiert sind Sie dank der zehn Karten inklusive herausnehmbarer Faltkarte im Maßstab 1:11.000 und doppelseitiger Karte mit 18 zentral gelegenen Übernachtungsmöglichkeiten von günstig bis luxuriös. Subjektiv, persönlich und wertend – die MM-Bücher mit ihren Restaurant- und Einkaufstipps , ihren Hintergrundgeschichten und Service-Infos sind, was sie schon immer waren: mehr als »nur« Reiseführer. Zahlreiche Features machen die City-Guides übersichtlich und ermöglichen schnelle Orientierung: dank Themenseiten zu Stadtvierteln und Sehenswürdigkeiten, zur Kulinarik, zum Nachtleben und zum Shopping. Weitere hilfreiche Informationen bieten extra Kapitel mit Low-Budget-Tipps, Tipps für Familien und Kids oder kurz kommentierte Listen mit allen Restaurants und Museen auf einen Blick. Sechs ausführlich beschriebene Touren führen Sie durch die ganze Stadt. 13 Ausflüge in die Umgebung runden den Reiseführer ab. Die Touren und Ausflüge führen in alle Winkel der Stadt, wobei auch Viertel abseits der Top-Sehenswürdigkeiten berücksichtigt werden. Mit den Geheimtipps von Michael Bussmann und Gabriele Tröger entdecken Sie Seiten von Potsdam, die garantiert nicht jeder kennt. Ökologisch, regional und nachhaltig wirtschaftende Betriebe sind kenntlich gemacht. Alles akribisch vor Ort recherchiert und für Sie ausprobiert. Die gratis Web-App ergänzt den Reiseführer kongenial und macht die Erkundung Potsdams zu einem Kinderspiel. Potsdam im Überblick Rund um den Alten Markt, dem historischen Herz Potsdams, wird die Dynamik der Stadt sichtbar. Das wiederaufgebaute Stadtschloss und das Palais Barberini lassen sich am besten von der Kuppel der Nikolaikirche überblicken. Zwischen Bassinplatz und Luisenplatz zeigt sich Potsdam von seiner charmanten Seite. Lädchen und Boutiquen laden zum Stöbern ein. Sehenswertes Highlight : Das holländische Viertel. Mit unserem Reiseführer »Potsdam« entdecken Sie alles Sehenswerte spielend leicht. Zudem hat der Reiseführer zahlreiche Shopping-Adressen praktisch und kompakt auf einer Übersichtsseite zusammengefasst. Rund um den Heiligen See liegen noble Villenviertel mit einigen prominenten Bewohnern. Schlösser und Schlösschen sowie Alexandrowka , ein Dorf wie aus einem russischen Märchenbuch, machen diese Tour historisch wertvoll. Der Park Sanssouci ist ein berühmter Publikumsmagnet. Neben dem namengebenden Schloss befinden sich noch zahlreiche weitere sehenswerte preußische Prunkbauten. Babelsberg hat neben den weltbekannten Filmstudios noch viel mehr zu bieten. Flanieren Sie durch exquisiete Wohngegenden, entspannen Sie im Park und erkunden Sie die beschaulichen Ecken rund um den Weberplatz . Neben den Highlights finden Sie mit unserem Buch Plätze und Orte, die garantiert nicht jeder kennt. Die walddreiche Insel Wannsee verlockt zu einem Seitensprung auf Berliner Boden. Diese Tour bewältigen Sie am besten mit einem Fahrrad. Es warten zauberhafte Parks mit romantischen Bauten auf Sie, zudem Historisches, wie das Haus der Wannsee-Konferenz und die Liebermann-Villa. 13 Ausflüge ins Umland , etwa in die Döberitzer Heide, Nattwerder, Glindow und Beelitz runden den Reiseführer »Potsdam« ab. Unschlagbares Bundle Die mmtravel® App zum City-Guide Potsdam ist gratis mit dabei, denn Buch und App gehören für uns einfach zusammen. Nutzen Sie den inkludierten Freischaltcode zum kostenlosen Download und laden Sie den kompletten Inhalt des Reiseführers mit Online-Karten und GPS-Funktion auf Ihr Smartphone oder Tablet – damit erleben Sie Potsdam dank multimedialer Führung wie mit keinem anderen Reiseführer. Drei Fakten über Potsdam, die Sie wahrscheinlich noch nicht kannten:Auch Potsdam hat ein Brandenburger Tor.In Potsdam und Umgebung wird Wein angebaut.In Potsdam ließ Ferdninand Graf von Zeppelin Luftschiffe bauen.
Bussmann / Tröger Potsdam MM-City Reiseführer Michael Müller Verlag jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Unterwegs in Potsdam
Potsdams historisches Herz
Tour 1
Willkommen im umstrittensten Stadtteil Potsdams! Die einen wünschen sich ein würdevoll-historisches Zentrum zurück. Die anderen fürchten sich vor der unaufhörlich fortschreitenden Disneylandisierung der Altstadt.
Neuer Markt, schön-stiller Barockplatz
Nikolaikirche, nicht verpassen: den Aufstieg zur Aussichtsplattform
Palais Barberini, hochkarätige Kunst mit Schwerpunkt auf Impressionismus
Stadtschloss, hier darf man nicht nur reingehen, sondern sollte sogar
Wiederauferstandene Altstadt
Rund um den Alten Markt
Wohl kein Viertel der Stadt hat in den vergangenen Jahren so sein Gesicht verändert wie das Eck um den Alten Markt. Friedrich der Große hatte den Platz einst nach dem Vorbild einer römischen Piazza anlegen lassen. Dann kamen Krieg und Zerstörung, Abriss und Wiederaufbau. „Zurück zu den Wurzeln“ heißt die Devise seit dem Mauerfall. Aus der Ödnis zu DDR-Zeiten wurde wieder ein Ort, der staunen lässt.
Rund um den Alten Markt versammelt sich auch so ziemlich alles, um das Potsdam in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten diskutiert und gestritten hat. Das Stadtschloss ist wieder da. Das Palais Barberini wurde rekonstruiert - seitdem bekommt Potsdam wieder einen regen Strom an Kunst-Nerds aus der nahen Hauptstadt und ganz Deutschland ab. Die Fachhochschule aus den 1970er-Jahren wurde abgerissen, zum Unmut derer, die in dem Nebeneinander aus DDR-Bauten und (pseudo-)barockem Protz eine spannende Melange sahen. Ein neues Wohn- und Geschäftsviertel ist auf dem ehemaligen Hochschulareal im Entstehen. Ein Häuserblock ist bereits fertig, die Eckgebäude sind nach historischen Vorbildern gestaltet (Fertigstellung aller Blöcke nicht vor 2026). Etwas weiter wurde der Turm der Garnisonkirche wieder aufgebaut (Fertigstellung voraussichtlich 2025) - so mancher wünscht sich, dass nun auch das Kirchenschiff folgt. Die Liste der Neu- und Wiederaufbauprojekte ließe sich fortsetzen. Die „Disneylandisierung der Potsdamer Innenstadt“, wie Kritiker meinen, ist noch längst nicht abgeschlossen. Sei es, wie es will: Potsdam-Touristen erwartet rund um den Alten Markt viel Spannendes. Und eine enorme Diskrepanz: Zwischen klassizistischer Pracht und klassischem Bauzaun liegen oft nur ein paar Meter.
Spaziergang
Länge ca. 2 km, Dauer ca. 1:40 Std., ? Karte.
Wir beginnen unseren Spaziergang am Alten Markt, dem heute wieder schönsten Platz der Stadt. Auf Fotos aus den 1950er-Jahren sieht er noch wie ein Gebiss des Grauens aus: das Schloss in Ruinen, die Nikolaikirche und das Alte Rathaus ebenso. Noch leerer wurde der Alte Markt, als das Stadtschloss 1960 abgerissen wurde. Der Platz mutierte zu einer öden, weiten Fläche, über die der Wind pfiff, wie geschaffen für Großkundgebungen. Heute, nach den Rekonstruktionen, kann man dem Alten Markt eine gewisse Grandezza wahrlich nicht absprechen. Urbane Lebendigkeit will sich aber nicht einstellen. Trotz der vielen Touristen, die hier auf- und abmarschieren. Schauen wir uns um.
Rund um den Alten Markt
Dominiert wird der Platz von der Nikolaikirche mit ihrer mächtigen Kuppel. Unterhalb der Kuppel gibt es eine Aussichtsplattform. Gen Süden blickt man von dort auf Stuck und Gold rund um den Alten Markt, gen Norden auf eine Baustelle, gen Osten auf renovierte Modularbauten aus sozialistischer Zeit.
Vor der Kirche steht seit Mitte des 18. Jh. ein 25 m hoher, von barbusigen Sphingen bewachter Obelisk, den der Bildhauer Benjamin Giese ursprünglich mit den Bildmedaillons preußischer Kurfürsten und Könige verziert hatte. Zu DDR-Zeiten wurde der Obelisk wegen Baufälligkeit bis auf den Sockel abgetragen und mit Marmor aus der Sowjetunion und Jugoslawien wieder aufgebaut. Seitdem schmücken ihn keine preußischen Herrscher mehr, sondern die Reliefs berühmter preußischer Architekten. Die Figuren an den Ecken stellen antike Redner dar.
Der Bau rechts neben der Nikolaikirche mit dem vergoldeten Atlas auf dem Dach ist das Alte Rathaus, heute ein Teil des Potsdam Museums. An der Südostseite, zur Alten Fahrt hin, folgt das Palais Barberini, der Promi unter den Potsdamer Palästen. Im Inneren wird hochkarätige Kunst gezeigt.
Seinen würdigen Abschluss erhält der Alte Markt gen Süden durch das lachsrosafarbene Stadtschloss, dessen Rekonstruktion 150 Mio. Euro kostete. Im Schloss hat heute der Landtag seinen Sitz. An der Westseite des Schlosses, zur Friedrich-Ebert-Straße hin, erblickt man den goldenen Schriftzug „Ceci n’est pas un château“. Man kann diesen Satz, der von der Potsdamer Restauratorin Annette Paul stammt, auf unterschiedliche Weise lesen, die simpelste ist: „Das ist kein Schloss (mehr), sondern der Sitz einer demokratisch legitimierten republikanischen Institution.“ Davor steht die Ringerkolonnade, eine Kolonnade mit korinthischen Säulen. Sie war einst doppelt so lang, nur zwei der einst zwölf namengebenden Ringerskulpturen sind noch zu sehen.
Potsdam im Kasten
Sterne gucken
Westlich der Nikolaikirche stand bis 2018 ein dreigeschossiger Bau der DDR-Moderne, der zuletzt die Fachbereiche Sozial- und Informationswesen der Fachhochschule Potsdam beherbergte. Das FH-Gebäude verschwand zwar. Gerettet aber wurde sein Fassadenschmuck, wabenartig miteinander vernetzte Sterne aus weiß lackiertem Aluminium, einem Origami-Kunstwerk ähnlich. Die Gegner des FH-Abrisses wählten die Sterne zum Zeichen des Protests gegen die politische Kultur in der Stadt. Selbst auf Stofftaschen wurden sie gedruckt. Heute lassen sich alte FH-Sterne an verschiedenen Orten in der Stadt entdecken. Zum Beispiel in der Bibliothek auf dem FH-Campus an der Kiepenheuerallee. Oder an dem abgerockten Gebäude der Bibliothek konte? :x? t an der Ecke Hermann-Elflein-Straße/Gutenbergstraße (der Stern hängt hofseitig zur Gutenbergstraße hin). Viel Spaß beim Sternegucken!
Entlang der Breiten Straße
Früher verband die Kolonnade das Stadtschloss mit dem Marstall auf der anderen Seite der Straßenbahnschienen. In dem imposanten Gebäuderiegel - länger als ein Fußballplatz, aber nicht mal so breit wie ein Tennisplatz - ist heute das Filmmuseum untergebracht.
Wir umrunden den Marstall mit seinen zwei prächtigen Portalen samt wiehernden Pferden entlang der Breiten Straße. Auf der Rückseite des Marstalls, bei der Statue von General Steuben, biegen wir nach links in den Neuen Markt ein. Apropos Steuben. Friedrich Wilhelm von Steuben (1730-1794) war ein preußischer Offizier. Als seine Homosexualität bekannt wurde, flüchtete er nach Amerika und machte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg Karriere. Er sprach bestes Denglisch, angeblich mit „oll korrekt“ statt mit „all correct“ zeichnete er seine Papiere ab - Kurzform: „o.k.“.
Neuer Markt
Gebäude in Potsdam-Gelb, Prinzessinnenrosa und Mintgrün. Historische Straßenlaternen, die das Kopfsteinpflaster bescheinen. Der Neue Markt ist eine der charmantesten Ecken der Stadt. Gleich rechter Hand steht dort das Kabinetthaus (Hausnr. 1). Hier tagte einst das königlich-preußische Kabinett, daher der Name. Zuvor schon, genau genommen 1770, wurde darin der spätere König Friedrich Wilhelm III. geboren.
Die Häuser am Platz sind größtenteils Originale. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs verschonten den Neuen Markt, der bereits seit 1722 so heißt. Heute sind hier Wissenschaft und Forschung zu Hause: Am Neuen Markt sitzen u. a. das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, das Moses Mendelssohn Zentrum und das Einstein Forum.
In der Mitte des Platzes steht die ehemalige städtische Ratswaage, die noch zu DDR-Zeiten in Betrieb war. Heute befindet sich darin ein italienisches Restaurant namens Waage. In der historischen Gaststätte zur Ratswaage in der Nachbarschaft hingegen serviert heute das Kochzimmer sternegekrönte Küche - also nicht den falschen Tisch im falschen Lokal buchen (mehr dazu ? Essen & Trinken).
Ein Durchgang - über dem Portal eine Quadriga mit Kutschern und Stallburschen - führt vom Neuen Markt in den Hof des Kutschstall-Ensembles mit dem Brandenburg Museum. Verlässt man den Hof auf der gegenüberliegenden Seite, gelangt man ins Kreativ Quartier Potsdam, einen nagelneuen Ort für die Potsdamer Kreativwirtschaft. Zum Zeitpunkt der letzten Recherche wurde hier noch mächtig gebaut, bis zu Ihrem Besuch sollten die ersten Gebäude schon eröffnet haben. Die...


Tröger, Gabriele
Jahrgang 1972. Studium der Germanistik und Turkologie in Bamberg, dazwischen längere Aufenthalte in der Türkei. Als freie Journalistin pendelte sie zehn Jahre zwischen dem hektischen Istanbul, dem altehrwürdigen Prag und dem erholsamen Fichtelgebirge hin und her. Heute lebt sie in Berlin. Mehr über die Autorin erfährt man auf dem Reiseblog hierdadort.de.

Bussmann, Michael
Jahrgang 1967, geboren in Esslingen. Germanistik-, Journalistik- und Politologiestudium in Bamberg, nebenher Dokumentarfilmarbeiten. Seit 1998 recherchiert und schreibt er überwiegend für den Michael Müller Verlag, ehemals von der goldenen Stadt Prag aus, heute von Deutschlands einziger Metropole: Berlin. Mehr über den Autor erfährt man auf dem Reiseblog hierdadort.de.



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