E-Book, Deutsch, 411 Seiten
Reihe: SAP Press
Butsmann / Crumbach / Franke SAP S/4HANA Embedded Analytics
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-8362-8226-0
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Architektur, Funktionen, Anwendung
E-Book, Deutsch, 411 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8226-0
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Sie möchten Ihre Geschäftsdaten einfach und schnell auswerten? Dann lesen Sie, wie Sie das operative Reporting mit SAP S/4HANA Embedded Analytics ganz neu angehen können. Untersuchen Sie Kennzahlen in SAP Fiori, nutzen Sie den analytischen Content, oder erstellen Sie individuelle Berichte auf Basis eigener CDS Views. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen sind Sie der Konkurrenz immer einen Schritt voraus!
Aus dem Inhalt:
- Architektur von SAP S/4HANA Embedded Analytics
- Virtuelles Datenmodell (VDM)
- Core Data Services (CDS)
- SAP Fiori
- SAP Smart Business
- Operatives und multidimensionales Reporting
- Customizing und Erweiterung
- Integration
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort ... 13
Grundlagen ... 17
1. SAP Digital Transformation Framework ... 19
1.1 ... Digitale Transformation ... 19
1.2 ... SAP S/4HANA: der digitale Kern ... 24
1.3 ... Grundprinzipien von SAP S/4HANA ... 28
1.4 ... Betriebswirtschaftliche Anforderungen an ein SAP-S/4HANA-System ... 33
1.5 ... Zusammenfassung ... 37
2. Analytics in der Digital Economy ... 39
2.1 ... SAP S/4HANA Embedded Analytics vs. autonome Analysen ... 39
2.2 ... Transaktionen mit Analytics verknüpfen ... 43
2.3 ... Zusammenfassung ... 49
3. Architektur von SAP S/4HANA Embedded Analytics ... 51
3.1 ... Einführung in die Architektur von SAP S/4HANA ... 51
3.2 ... Das virtuelle Datenmodell (VDM) ... 67
3.3 ... Hierarchien ... 83
3.4 ... Berechtigungen und Datensicherheit ... 87
3.5 ... Die SAP-Fiori-Benutzeroberfläche ... 93
3.6 ... Zusammenfassung ... 100
Analytics ... 101
4. Einfache Auswertungen erstellen ... 103
4.1 ... Insight to Action ... 103
4.2 ... Kennzahlen-Reporting ... 113
4.3 ... Multidimensionales Reporting ... 125
4.4 ... SAP Overview Pages ... 140
4.5 ... Frei entwickelte SAP-Fiori-Oberflächen ... 147
4.6 ... Weitere Funktionen ... 149
4.7 ... Zusammenfassung ... 158
5. Vordefinierte Analytics-Inhalte ... 161
5.1 ... Vordefinierte Inhalte von SAP S/4HANA ... 161
5.2 ... Analytische Inhalte und SAP Best Practices ... 168
5.3 ... Geschäftsbereich-spezifische Best Practices ... 176
5.4 ... SAP Best Practices zur Integration ... 187
5.5 ... Zusammenfassung ... 194
6. Analytics für Power User ... 195
6.1 ... Die Analytics-Specialist-Rolle ... 195
6.2 ... Exploration des virtuellen Datenmodells ... 202
6.3 ... Anlegen und Veröffentlichen von Datenquellen und Abfragen ... 211
6.4 ... Pflege von SAP Smart Business KPIs ... 232
6.5 ... Pflege von Reports ... 256
6.6 ... Definition von Datumsfunktionen ... 263
6.7 ... Anlegen einer SAP-Fiori-Launchpad-Kachel für SAP Analytics Cloud Stories ... 269
6.8 ... Hierarchien pflegen ... 272
6.9 ... Semantische Tags in Bilanz/GuV-Strukturen anlegen ... 280
6.10 ... Zusammenfassung ... 283
7. Analytics für IT-Experten ... 285
7.1 ... Die Rolle des IT-Experten ... 286
7.2 ... CDS Views im virtuellen Datenmodell anlegen und verwenden ... 287
7.3 ... Zusammenfassung ... 302
8. Zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten ... 303
8.1 ... Benutzerdefinierte Business-Objekte ... 303
8.2 ... Benutzerdefinierte Felder und Logik ... 311
8.3 ... Zusammenfassung ... 320
Lösungen ... 321
9. Integration mit den Data-Warehousing-Lösungen ... 323
9.1 ... Braucht man zusätzlich zu SAP S/4HANA Embedded Analytics noch ein Data Warehouse? ... 324
9.2 ... Datenmanagement für SAP S/4HANA ... 327
9.3 ... SAP BW/4HANA ... 330
9.4 ... SQL-basiertes Data Warehousing mit SAP HANA 2.0 ... 345
9.5 ... Big Data Warehousing ... 348
9.6 ... Zusammenfassung ... 351
10. Integration mit den Business-Intelligence-Lösungen ... 353
10.1 ... Braucht man zusätzlich zu SAP SAP S/4HANA Embedded Analytics noch andere Business-Intelligence-Lösungen? ... 353
10.2 ... SAP Analytics Suite ... 354
10.3 ... SAP Analytics Cloud ... 364
10.4 ... Zusammenfassung ... 372
11. Predictive Analytics und Machine Learning ... 373
11.1 ... Einführung in Predictive Analytics und Machine Learning ... 373
11.2 ... Machine Learning: Lösungsarchitektur ... 377
11.3 ... Anwendungsfälle für Machine Learning in SAP S/4HANA ... 379
11.4 ... SAP S/4HANA Embedded Machine Learning ... 382
11.5 ... Zusammenfassung ... 395
Anhang ... 397
A ... Ausblick ... 397
B ... Die Autoren ... 401
Index ... 403
1 SAP Digital Transformation Framework
Bevor wir uns mit den Details unserer Lösung an sich beschäftigen, beginnen wir zunächst mit einigen grundlegenden Definitionen im Zusammenhang mit dem Begriff SAP S/4HANA.
Es ist wichtig, zu verstehen, in welchem betriebswirtschaftlichen Kontext und in welchem technischen Umfeld bzw. welcher Infrastruktur SAP S/4HANA Embedded Analytics zu sehen ist. Und natürlich sollte klar werden, warum all dies gerade jetzt eine so große Bedeutung hat – und das nicht nur im Kontext von SAP S/4HANA.
Der Prozess der Digitalisierung ist nicht nur ein Trend, er beschreibt auch die Zukunft des wirtschaftlichen Zusammenlebens. Dieses Kapitel beschäftigt sich damit, wie diese Zukunft aussehen wird und welche Folgen das für jeden hat, der daran teilnimmt. SAP hat sich sehr ausgiebig damit beschäftigt und sogar ihre Strategie darauf ausgerichtet, dieser unaufhaltsamen Entwicklung eine Lösung mit SAP S/4HANA, dem digitalen Kern (Digital Core), zu geben. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie SAP existierende Technologien dazu nutzt, diesen digitalen Kern zu entwickeln, und in welchem Zusammenhang er mit den analytischen Anforderungen und Gewohnheiten seiner Nutzer steht.
1.1 Digitale Transformation
Der Begriff der digitalen Transformation umgibt uns ständig: Jeder hat schon davon gehört, manche munkeln, dass ein Betrieb nur dann überleben wird, wenn er sich dieser Transformation umfassend widmet, und jeder Einzelne wird davon betroffen sein. Doch was steht hinter diesem Begriff? Was macht Digitalisierung angeblich so zwingend notwendig für uns? Welche Motivation steckt dahinter, welche Prozesse sind davon betroffen, und was ist notwendig, um diese digitale Transformation zu vollziehen? Es ist wohl eine Tatsache, dass so ziemlich jeder Leser dieses Buches in erheblichem Maße davon betroffen ist – die einen vielleicht weniger als andere. Ebenso ist es eine Tatsache, dass es sich bei diesem Phänomen um einen unaufhaltsam fortschreitenden Prozess handelt. In den folgenden Abschnitten werden wir beschreiben, warum die digitale Transformation unausweichlich für jedes Unternehmen und jedes moderne Individuum ist, wozu sie in der Lage ist und wie SAP diesen Prozess unterstützt.
1.1.1 Die Notwendigkeit der digitalen Transformation
Doch was verstehen wir unter Digitalisierung, und warum können wir ihr selbst als Individuen nicht entgehen? Digitalisierung (engl. ursprünglich Digitization) befasste sich mit der Umsetzung jeglicher Information in ein digitales Format. Das Speichern von Informationen wie Briefen, Formularen, Protokollen und Dokumentationen aller Art erlaubte es jedem, diese Informationen einfacher zu erreichen und mit anderen zu teilen. Dieser erste Schritt der Digitalisierung umfasste aber nur die Erzeugung zumeist unstrukturierter Daten. Wenn sich aber Daten aus diesen Strukturen und Formaten ergeben, die von anderen Prozessen einfach zu verarbeiten sind, entsteht ein durchgängiger, mehrstufiger, digitalisierter Geschäftsprozess.
Ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) wie das von SAP, verfügt über solche integrierten Prozesse, wie z. B. Order to Cash (Auftragsabwicklung vom Eingang bis zur Bezahlung) oder Procure to Pay (Bestellungsabwicklung). Die Benutzer sind Teil dieser Prozesse, sei es durch reine Prozessüberwachung und Datenanalyse oder gar durch die Eingabe von Daten innerhalb der transaktionalen Schritte.
Systeme wie dieses verändern die Welt und haben uns abhängig davon gemacht, unsere Geschäftsprozesse auf diese Art durchzuführen. Integrierte ERP-Systeme gehören zum Status quo, die Art der Abarbeitung von Prozessen und die Geschwindigkeit der Datenhaltung sind der neue Maßstab dafür, wie Unternehmen zu führen sind.
Obwohl es natürlich immer noch möglich wäre, Geschäftsprozesse auf traditionelle Art zu führen, unterstützen diese ERP-Systeme in nie da gewesener Form auch komplexe und globale Prozesse. Tatsächlich sind sie mit anderen die wahren Antriebsfedern der viel beschriebenen Globalisierung. Es ist selbstverständlich, Materialen und Rohstoffe aus aller Welt zu besorgen, die Produktion erfolgt dort, wo sie am meisten Sinn macht bzw. am günstigsten ist, und die Kunden sitzen weltweit verstreut und sind doch in direkter Kommunikation mit uns verbunden, als hätten sie neben uns Platz genommen. Technologien unterstützen dabei, Geschäftsprozesse zu optimieren, und erlauben es denen, die dieses Spiel beherrschen, ihre globalen Geschäfte besser zu führen als andere und den Wettbewerb im globalen Kontext zu dominieren. Tatsächlich haben einige Unternehmen ihre Reise in die Digitalisierung bereits vor vielen Jahren begonnen, was sich heute auszahlt.
Im wachsenden globalen Angebot von Waren und Dienstleistungen in dieser von ERP-Systemen dominierten Welt wird Geschwindigkeit ein essenzieller Faktor. Allein die Systemarchitektur vieler existierender Systemlandschaften hält mit dieser Entwicklung nicht mehr Schritt bzw. stößt an ihre Grenzen.
Neue Technologien versprechen, mit den Herausforderungen des Digitalisierungsprozesses besser umgehen zu können bzw. die Prozesse sogar noch verbessern zu können. Wer hätte noch vor Kurzem gedacht, dass es heute möglich ist, mit einem Kunden online in Kontakt zu sein, seine Anfragen und Aussagen mit vergleichbaren Daten aus sozialen Medien wie Facebook zu vergleichen, gleichzeitig Produktions- und Logistikkapazitäten abzufragen, um dem Kunden zeitnah ein individuelles und verlässliches Angebot machen zu können – und das womöglich noch innerhalb des kurzen Verkaufsgesprächs oder in einem Chat?
Heutige Systeme, die aktuell verfügbare Technologien zur Speicherung, Kommunikation und Verarbeitung von Prozessen aufweisen, die es sogar erlauben, vollständig kundenindividuell und automatisiert zu produzieren (Stichworte hier sind Lot Size of One oder Customer Segment of One), zeigen, was heutzutage möglich ist, und geben einen Ausblick darauf, was in Zukunft noch möglich sein wird. So kommt für die Kunden der Appetit sprichwörtlich beim Essen, was für Kundenbindung oder die Akquise neuer Kunden bedeutet, sich entweder auf diese Weise einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen oder hinter der Konkurrenz herzuhinken, wenn man nicht auf diesen Zug aufspringen will.
Unter diesen Umständen ist die Machbarkeit primär an den Grad der Automation von Prozessen geknüpft, wobei insbesondere Unternehmen, deren Produkte eine geringe Einzelmarge haben, den meisten Druck verspüren dürften. In jedem Fall erlauben stark automatisierte und hochintegrierte Prozesse auch neue Geschäftsmodelle, neue Vertriebskanäle, einen hohen Grad an Autonomie in der Verwendung und durch all dies auch höhere Margen, da Kunden offensichtlich dieses Mehr an Individualisierung der von ihnen gekauften Produkte zu schätzen wissen.
Ein paar bekannte Produktbeispiele solcher Individualisierung sind die Konfiguration von Autos (mit der Wahl des Aussehens, der Ausstattung und z. B. Serviceangeboten), von Schuhen (Wahl der Materialien und Designs bis hin zur komplett individuellen Gestaltung) oder die individuelle Beschriftung und farbliche Füllung von Packungen mit Süßigkeiten (das Beispiel wären hier M&Ms). Alle diese Prozesse nutzen die dahinterliegende automatisierte Liefer- und Produktionskette bzw. die damit verbundenen Margenpotenziale im Kontext dessen, was wir mit Industrie 4.0 bezeichnen.
1.1.2 Was bedeutet die Digitalisierung für Ihr Unternehmen?
Bevor wir uns der Beantwortung dieser Frage widmen, möchten wir Sie als unsere Leser dazu auffordern, einmal darüber nachzudenken, was Digitalisierung eigentlich für Sie persönlich bedeutet. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen bisher noch nicht realisiert haben, in welch intensivem Maß sie Teil dieses Digitalisierungsprozesses geworden sind, wobei dieser Prozess natürlich oft schleichend vor sich gegangen ist.
Auf die Frage, womit wir am ehesten die Veränderung unseres Lebens mit der Digitalisierung zusammenbringen, wird die Verbreitung des Smartphones wahrscheinlich die am häufigsten genannte Antwort sein. Aber warum ist das so?
Als mobile Kommunikation schwer zugänglich und schlicht sehr teuer war, galt die Unabhängigkeit von Festnetztelefonen als eine Art Statussymbol. Die Freiheit, ein Telefonat zu führen, wann immer man dies wollte, stellte ein Privileg oder gar einen Wettbewerbsvorteil dar. Leider wurden die vermeintlichen Vorteile im Rahmen des Siegeszugs der mobilen Kommunikation in der Wahrnehmung schnell von ihren Nachteilen überholt. Es brauchte ein Weilchen, bis wir bemerkten, dass sich unterschwellig unsere Erwartungshaltung hin zu einer ständigen Erreichbarkeit von Menschen und Services verändert hat. Ebenso veränderte sich unsere Arbeitsweise. Angefangen mit Textnachrichten, waren wir in der Lage, einfach Mitteilungen zu versenden, ohne den Kontakt zum Empfänger zu haben, und ein weiterer virtueller Nachrichteneingang füllte sich in Echtzeit. Endgeräte wie ein Blackberry erlaubten uns plötzlich, überall unsere E-Mails zu bearbeiten, und hielten uns mittels blinkender LEDs konstant in Atem.
Der konsequenteste Schritt war allerdings die Kombination all dessen in Verbindung mit allerlei weiteren Fähigkeiten, die mittlerweile längst Teil unseres Alltags geworden sind: ein Internetbrowser,...




