Calaverno | Schule der Leidenschaft - Séparée-Edition: Band 2 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: Séparée-Edition

Calaverno Schule der Leidenschaft - Séparée-Edition: Band 2

Erotischer Roman
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95885-218-1
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Erotischer Roman

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: Séparée-Edition

ISBN: 978-3-95885-218-1
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



''Schling deine Beine um mich', wies er sie an. Sie gehorchte widerspruchslos in einem Zustand der Verzauberung, angezogen von seinem harten Körper, der unwiderstehlichen Neugier.' Angelina und Fabrizio lieben das Leben und die Lust, die sie einander immer wieder schenken - doch der beste Sex schützt nicht vor den Unbillen des wahren Lebens. Als die beiden ihre Jobs und Ersparnisse verlieren, landen sie unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Doch dann erbt Angelina ein Haus auf dem Land. Fabrizio und sie beschließen, dort noch einmal ganz neu anzufangen und eine Kochschule der besonderen Art zu eröffnen. Die Schüler der 'cucina erotica' genießen verführerische Düfte und saftige Genüsse - und zu diesen gesellen sich bald Lektionen in der Kunst der Leidenschaft ... Empfohlen von der Zeitschrift Séparée: Erotisch, leidenschaftlich und eine Verführung für alle Sinne mit exklusivem Vorwort in der Séparée-Edition! Séparée entstand aus dem ganz persönlichen Bedürfnis der Herausgeberinnen nach einem Erotikmagazin für weibliche Ansprüche. Séparée bietet sinnlichen Fotostrecken, inspirierenden Ideen, aufschlussreichen Interviews und lustvollen Beiträgen eine wunderbare Plattform, auf der das Thema Erotik und Sexualität mit Charme und Esprit beleuchtet wird. Natürlich sind auch Männer herzlich eingeladen, Séparée zu lesen - und das eine oder andere über Frauen zu erfahren, das sie schon immer wissen wollten. Jetzt als eBook: 'Schule der Leidenschaft' von Susanna Calaverno in der Séparée-Edition. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag.

Susanna Calaverno, geboren an einem kalten Wintermorgen und aufgewachsen in einer turbulenten, weiblich dominierten Großfamilie, sammelte bereits in jungen Jahren Auslanderfahrungen in Spanien und Nordafrika. Ihr Studium der Völkerkunde und Anthropologie schloss sie mit einer Magisterarbeit über die Initiationsrituale indonesischer Eingeborenenstämme ab - und wandte sich dann mit der erotischen Literatur ihr eigentliches Metier. Susanna Calaverno wohnt mit ihrer Familie seit vielen Jahren in einem alten Bauernhaus in der Nähe des Bodensees. Bei venusbooks erschienen bereits ihre Romane 'Verborgene Blüten', 'Hungrig auf Lust', 'Fantasien aus Samt und Seide' und 'Schule der Leidenschaft' sowie ihre Phantasiensammlung 'Feurige Küsse'. Weitere Titel sind in Vorbereitung.
Calaverno Schule der Leidenschaft - Séparée-Edition: Band 2 jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Die Kassiererin warf ihrem letzten Kunden einen bewundernden Blick nach. Unbewusst leckte sie sich die Lippen, während sie versuchte, ihn sich nackt vorzustellen. Diese schlanken Hüften, der ausnehmend hübsche kleine Hintern! Seine kräftigen Arme hoben die sperrigen Tüten voller Lebensmittel scheinbar mühelos. Als er vorhin die Geldscheine auf die Ablage gezählt hatte, waren ihr seine Hände aufgefallen: schön geformte Hände mit den sensiblen Fingern eines Pianisten – oder Taschendiebs. Aber gleichgültig, was er mit ihnen beruflich anfangen mochte: allein der Gedanke, von ihnen gestreichelt zu werden, ließ sie erschauern.

Widerwillig, ihn aus den Augen zu verlieren, wandte sie sich dem nächsten Kunden zu.

Das Objekt ihrer Bewunderung schlenderte geistesabwesend in die brütende Hitze hinaus, um ein paar Blocks weiter in einem der neuen, überaus teuren Apartmenthäuser zu verschwinden.

Dieses besaß sogar eine Concierge, die in einem winzigen Glaskasten neben der Eingangstür saß und an einem Pullover für eines ihrer zahlreichen Enkelkinder strickte.

Auch sie sah dem jungen Mann nach, allerdings eher besorgt als bewundernd. Es war nicht Fabrizio Mauros Art, sie bloß automatisch zu grüßen!

Normalerweise nahm er sich immer die Zeit, mit ihr ein paar belanglose Worte zu wechseln. Ihr ein Kompliment für ein neues Kleidungsstück zu machen oder für die Schnelligkeit, mit der sie die Nadeln durch komplizierte Muster führte. Sie hoffte, dass er sich nicht mit seiner Freundin gestritten hatte. Es war so ein nettes Paar. Signora Angelina erinnerte sie immer an die Engel auf den alten Weihnachtskarten. Mit ihrem fein gelockten hellblonden Haar und der sahnig weißen Haut entsprach sie nicht dem gängigen Schönheitsideal, aber die Concierge fand sie wunderschön.

»Dieser Mistkerl! Nicht einmal achthundert Euro hat er mir für die Anlage gegeben.«

Der sonst so verführerische Mund in Fabrizios klassisch geformtem Gesicht verriet seine Wut. Die Lippen waren zu einem festen Strich zusammengepresst und die Augenbrauen ärgerlich zusammengezogen. Während er mit einem Fußtritt die Wohnungstür hinter sich laut ins Schloss fallen ließ, balancierte er die zwei Papiertüten vor seinem flachen Bauch.

Angelina blickte von den Blättern des kleinen Zitronenbäumchens auf, die sie gerade sorgfältig mit einem Wattebausch und Spiritus von der hoffentlich letzten Generation Wollläuse befreite. Die Pflanze war ein Erbstück ihres Vormieters, der sie achtlos auf der Terrasse stehen gelassen hatte, bevor sie sie liebevoll »adoptiert« hatte. »Die kleine Läusefarm«, wie Fabrizio sie nannte, erforderte ein solches Maß an Aufmerksamkeit und Pflege, die es verständlich machte, dass sein Vorbesitzer sich seiner entledigt hatte.

»Achthundert sind doch ganz ordentlich«, sagte sie besänftigend und stellte die Spiritusflasche ab. Sein unglückliches Gesicht gab ihr einen Stich.

Eine Dose in seiner Tüte geriet ins Rutschen, fiel hinunter und rollte über das nackte Parkett bis zum Panoramafenster mit dem Ausblick auf die Türme des Mailänder Doms. Heute war die Sicht ausnahmsweise gestochen klar, aber beide verschwendeten keinen Blick auf das Bild, das die Miete ihres Apartments glatt verdoppelt hatte.

»Sie war noch keine zwei Jahre alt ...« Wehmütig schaute er zu der leeren Stelle an der Wand, vor der noch heute Morgen ihre Stereoanlage gestanden hatte.

»Eigentlich uralt. Du hättest sowieso bald eine neue gebraucht«, versuchte sie ihn zu trösten und folgte ihm in die Küche.

Fabrizios Schritte hallten ungewohnt, während er mit seiner Last durch den Flur stapfte. Automatisch bückte Angelina sich, hob die glänzende Dose auf und betrachtete sie stirnrunzelnd. War Pâté de foie nicht ein wenig zu extravagant in ihrer Situation?

Die Wohnung hatte den Punkt überschritten, an dem man die minimalistische Möblierung noch zur persönlichen Note erklären konnte. Der kostbare Seidenteppich aus Ghom, die handsignierten Drucke, die Sessel von Colani und Eames, selbst die schweren Seidengardinen waren im Lauf der letzten Wochen in den unauffälligen Transportern der Gebrauchtwarenhändler verschwunden.

War es wirklich erst zwei Monate her, dass sie und Fabrizio mehr schockiert als erschrocken die zerbrechlichen Gläser zwischen ihren Fingern gedreht und sich bemüht hatten, die unglaublichen Worte in ihrer Bedeutung zu begreifen?

Normalerweise sprach der Dottore laut. Vielleicht lag es daran, dass sie seinen widerwillig herausgepressten Worten keinen Glauben schenkten. Fabrizio hatte sogar gelacht und gut gelaunt gemeint: »Halten Sie uns nicht zum Narren, Dottore! Was haben Sie jetzt wieder vor, Sie alter Fuchs?«

Doch der hatte ihm einen halb mitleidigen, halb verächtlichen Blick zugeworfen, den Kopf geschüttelt und fast ärgerlich wiederholt, was er eben verkündet hatte.

Die Firma war pleite. Sie war komplett pleite. So pleite, dass der Dottore, wie er sich so gerne zu nennen pflegte, unter die Fittiche der ungeliebten Verwandten seiner Frau flüchten musste, um dort Schutz vor den Anwälten der Gläubiger zu suchen.

Er wäre sich natürlich bewusst, wie unangenehm die Situation für sie wäre, aber auch er wäre ein Opfer der Umstände. Es sei einfach nicht vorherzusehen gewesen, dass diese unglaublichen Möglichkeiten in Südamerika sich als Luftblase entpuppen würden.

Das war der Punkt, an dem Angelina aufging, welcher Fehler es gewesen war, ihm zu vertrauen. Beide hatten sie vor einigen Jahren ihre Stellen bei der Bank zugunsten der äußerst lukrativen Möglichkeiten in dieser neuen Consulting-Firma aufgegeben.

»Und was ist mit unseren Anteilen?«, hörte sie sich mit tonloser Stimme fragen.

Der Dottore hob in einer hilflosen Geste beide Hände. Sein protziger Löwenkopfring funkelte in der Nachmittagssonne, während er wortreich sein Bedauern darüber ausdrückte, dass ihre Anteile sich leider genauso in Luft aufgelöst hatten wie anscheinend das ganze weit verzweigte Unternehmen.

In hilfloser Verzweiflung hätte Fabrizio sich beinahe auf den kleinen Mann in seinem teuren Seidenanzug gestürzt, aber Angelina hatte ihn zurückgehalten.

Man gewöhnt sich schnell an einen aufwendigen Lebensstil. Fabrizios Leidenschaft für seinen Ferrari, Angelinas Hang zur Alta Moda und ihre gemeinsame Vorliebe für Erlesenes und Exklusives hatten ihr Konto stets schneller geleert, als das Geld nachfließen konnte.

Als der Strom versiegte, begannen prompt die Probleme.

Der Verkauf des Ferrari brachte ihnen nur für kurze Zeit Erleichterung. Das Apartment war unverschämt teuer, aber im Augenblick schien der Wohnungsmarkt wie leer gefegt. Stück für Stück hatten sie zu Geld gemacht, was die hyänenhaften Händler mit gierig glitzernden Augen fixiert hatten.

»Wenn nicht bald etwas geschieht, dann werden wir bald unter den Brücken landen«, verkündete Fabrizio düster und stellte die Tüten auf der Anrichte neben der Spüle ab. »Oder wir ziehen zu meiner Mutter. Ich weiß nicht, was schlimmer ist.«

Angelina schwieg, gab ihm aber im Stillen Recht. Seine Mutter war eine herrschsüchtige Matrone mit der Fähigkeit, sämtliche positive Energie ihrer Umgebung aufzusaugen wie ein kosmisches schwarzes Loch. Allein die Vorstellung, mit ihr unter einem Dach leben zu müssen, ließ sie schaudern.

Es gab aber noch eine andere Möglichkeit.

»Vielleicht antwortet Onkel Ugo doch noch. Er war immer sehr nett zu mir. Es sieht ihm gar nicht ähnlich, dass er nicht reagiert.«

Angelinas Onkel führte eine kleine Locanda in einer abgelegenen Gegend, ein Gasthaus. Bis sie alt genug war, um die Ferien lieber mit Gleichaltrigen in der Stadt zu verbringen, war sie von ihren Eltern gerne dorthin abgeschoben worden. In den letzten Jahren hatten sie keine Zeit gehabt, ihn zu besuchen, deshalb hatte Fabrizio ihn nie kennen gelernt, aber zu Weihnachten und zu den Geburtstagen waren regelmäßig Päckchen und Briefe ausgetauscht worden.

Vor einer Woche hatte sie ihm geschrieben und angefragt, ob sie für einige Zeit bei ihm wohnen könnten. Nur so lange, bis sie etwas Passendes in der Umgebung gefunden hätten.

Sie hatten sich sowieso entschieden, Mailand den Rücken zu kehren. Die unschöne Affäre war hier in den entsprechenden Kreisen zu gut bekannt. Und obwohl niemand sie beide für den Konkurs der Firma verantwortlich machen konnte schließlich waren sie selbst Geschädigte –, würde man doch um solche Pechvögel wie sie einen Bogen schlagen.

»Dann sollte er sich beeilen«, murrte Fabrizio und begann, die Papiertüten auszupacken.

»Himmel, heute ist der Herr aber schlecht gelaunt. Kann ich irgendetwas tun, um Ihre Stimmung zu verbessern, Maestro?«

Er drehte sich so hastig um, dass einige Tomaten mit einem dumpfen Plopp in der Spüle landeten, und musterte sie mit schmalen Augen von Kopf bis Fuß.

Bewusst langsam zog Angelina ihren hauchdünnen Seidenkimono über den Brüsten zusammen und lenkte damit erfolgreich seine Aufmerksamkeit auf den tiefen Spalt, in dem ihre zarte Haut wie kostbarer Samt schimmerte.

»Vielleicht, Signora«, knurrte er und zog sie näher an sich heran. Durch die dünne Seide spürte sie die Hitze, die sein muskulöser Körper abstrahlte. Trotz der frühen Vormittagsstunde war die Luft in der Stadt schon wieder unangenehm schwül. Vermutlich war er von Kopf bis Fuß mit einem feinen Schweißfilm überzogen. Sie schluckte mühsam und biss sich auf die...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.