Cameron | Die Leidenschaft des Dukes - Regency Hearts 3 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 520 Seiten

Reihe: Regency Hearts

Cameron Die Leidenschaft des Dukes - Regency Hearts 3

Roman: Wird diese Lady sein Herz erobern? Eine prickelnde Liebesgeschichte für alle Bridgerton-Fans
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96655-595-1
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman: Wird diese Lady sein Herz erobern? Eine prickelnde Liebesgeschichte für alle Bridgerton-Fans

E-Book, Deutsch, Band 3, 520 Seiten

Reihe: Regency Hearts

ISBN: 978-3-96655-595-1
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Er ist voller Hass - kann ihre Schönheit ihn zähmen: Der Regency-Roman »Die Leidenschaft des Dukes« von Stella Cameron als eBook bei dotbooks. London im Jahre 1823. Die Wut, die in Calum Innes' Herzen brennt, ist heiß wie Feuer - weiß er doch, dass ihm schon im Kindesalter geraubt wurde, was einen Mann zum Gentleman macht: sein Titel, sein Vermögen, seine Ehre. Nun will er Rache nehmen an dem Schurken, der sich heute als Duke of Franchot ausgibt ... und welch besseren Weg gäbe es, ihn vor aller Welt zu demütigen, als seine Braut zu verführen? Doch als Calum vor der anmutigen Lady Philipa steht, spürt er zum ersten Mal in seinem Leben, dass es noch ein anderes Gefühl gibt, das sein Herz schneller schlagen lassen kann ... Aber er hat nicht damit gerechnet, dass sich hinter dem zarten Lächeln der Lady eine Löwin verbirgt, die niemand so einfach erobern kann! »Spannend, witzig und auf köstlichste Weise nicht salonfähig!« Affaire de C?ur Jetzt als eBook kaufen und genießen: der historische Liebesroman »Die Leidenschaft des Dukes« der New-York-Times-Bestsellerautorin Stella Cameron ist ein ebenso romantisches wie prickelndes Regency-Lesevergnügen für alle Fans der »Bridgerton«-Saga. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Die New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin Stella Cameron hat über 70 Liebes- und Spannungsromane geschrieben, die sich allein in ihrer US-amerikanischen Heimat über vierzehn Millionen Mal verkauft haben. Die mehrfach - unter anderem von den »Romance Writers of America« -preisgekrönte Autorin wurde außerdem mit dem »Pacific Northwest Achievement Award« für herausragende schriftstellerische Leistungen ausgezeichnet. Stella Cameron ist Mutter von drei Kindern und lebt heute gemeinsam mit ihrem Mann in Washington. Mehr Informationen über die Autorin finden sich auf ihrer Website www.stellacameron.com und auf Facebook: www.facebook.com/stellacameron Bei dotbooks veröffentlichte Stella Cameron ihre drei Regency-Romane »Verführt von einem Earl«, »Die Geliebte des Viscounts« und »Die Leidenschaft des Dukes« sowie die beiden Hot-Romance-Highlights »Dangerous Pleasure - Gefährliche Küsse« und »Heaven & Hell - Gefährliche Leidenschaft«.
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Kapitel 1


London, 1823

»Seine Durchlaucht, der Herzog von Franchot«, verkündete der Butler am Eingang des bevölkerten Ballsaales in nasalem Ton.

»Endlich ist er da«, sagte Calum Innes so leise, daß nur der Mann, zu dem er sprach, ihn überhaupt verstand. Nie zuvor hatte er mit dem Atmen derartige Mühe gehabt. »Seine Durchlaucht, der Herzog. Der Mann, der mein Leben lebt.«

»Ah«, murmelte Struan, Vicomte Hunsingore, gedankenvoll, legte einen schweren Arm um Calums Schulter und flüsterte: »Was meinst du, möchtest du dieses Leben vielleicht zurück?«

Calum unterzog den blonden Klotz, der die sich teilende Menge in dem in blauem Samt und Gold gehaltenen Saal von Chandos House selbstbewußt durchschritt, einer unauffälligen Musterung. »Das bleibt abzuwarten«, meinte er, obgleich er bis zu diesem Augenblick beinahe sicher gewesen war, daß sein einziges Interesse darin bestand, einmal – nur ein einziges Mal – den Mann zu sehen, der in ihrer beider ersten Lebenstagen an seinen Platz getreten war. »Er ist ein arroganter Schuft«, fügte er giftig hinzu.

Struan lächelte vergnügt und fuhr mit den Rücken seiner Finger leicht über Calums perfekt sitzenden schwarzen Frack, als hätte er dort eine winzige Fluse oder ähnliches entdeckt. »Aber sei besser vorsichtig«, sagte er ebenfalls so leise, daß nur Calum ihn verstand. »Es heißt, daß er ziemlich gefährlich ist, und außerdem kannst du nicht beschwören, daß das, was du angeblich herausgefunden hast, auch stimmt.«

»Ich bin mir ganz sicher.«

»Du hast keinerlei Beweis.«

Calum reckte entschlossen das Kinn. »Aber den werde ich bekommen. Sieh ihn dir nur an. Marschiert geradewegs auf den Prinzen zu, als hätte der nur auf seine Ankunft gewartet.«

»Es scheint Esterhazy nichts weiter auszumachen«, stellte Struan fest, während er den juwelenbehangenen österreichischen Botschafter betrachtete. »Ich würde sagen, dies ist nicht die erste Begegnung der beiden. Zweifellos haben sie vieles gemein – zwei große Männer unter sich …«

»Ich weiß nicht, was daran lustig sein soll«, bemerkte Calum steif. »Der Kerl kommt wie ein aufgeblasener Gockel hier hereinstolziert – und ich hasse ihn.«

»Du willst ihn hassen«, verbesserte Struan ihn. »Aber ich bezweifle, daß du die aufreizende Lady Philipa hassen willst. Wirklich nicht übel, was meinst du? Volles Haar, ein verführerischer Blick, ein voller Mund. Brüste wie die ihren sind mehr, als die meisten Männer je in den Händen hatten, wenn ich es so ausdrücken darf.«

»Für einen ehemaligen Priester kennst du dich mit weiblichen Formen überraschend gut aus.«

»Richtig – ich bin ein ehemaliger Priester, wobei die Betonung auf ehemalig liegt. Vergessen wir nicht, daß ich bereits seit längerer Zeit keiner mehr bin.« Struans dunkle Augen blitzten fröhlich auf. »Immerhin habe ich meine fleischlichen Schwächen Gott und der Welt gegenüber eingeräumt. Und wann gestehst du endlich deine Schwächen in dieser Richtung ein, mein Freund?«

Calum wandte den Blick von den klugen, attraktiven Zügen des Freundes ab und konzentrierte sich statt dessen auf den Mann, der als der Herzog von Franchot galt, und auf die üppige Blondine an seinem Arm. »Eingebildeter Fatzke«, äußerte er bezogen auf den Herzog übellaunig.

»Also bitte.« Struan sah ihn an. »Jetzt weich nicht der wesentlich bedeutenderen Frage aus. Was hältst du von seiner hübschen Zukünftigen?«

»Aufdringlich«, stellte Calum böse fest. »Viel zu grell geschminkt.« Trotzdem betrachtete er die Frau weiterhin. Am liebsten hätte er gesagt, sie wäre ihm völlig egal. Doch das hätte nicht gestimmt.

»Mag sein«, pflichtete Struan ihm unbekümmert bei. »Aber das Bett eines Mannes wird von ihr sicher mehr als angenehm gewärmt. Und wenn ihre Schenkel so weiß und rund wie ihre Brüste sind, dann kann man sich vorstellen, welche Freuden das Schiff eines Mannes in ihrem Hafen findet.«

»Als Priester hast du mir besser gefallen«, sagte Calum barsch, obgleich er nicht verleugnen konnte, daß sich auch zwischen seinen Beinen etwas tat.

Franchot trat Prinz Esterhazy gegenüber als der Gleichrangige auf, als der er sich betrachtete. Während er sprach, blickte er sich um, nickte den Männern, deren Blicken er begegnete, gelangweilt zu und unterzog die umstehenden Damen einer unverhohlen dreisten Musterung.

Das Orchester spielte auf, und von allen Seiten strömten elegante Tänzer aufs Parkett. Federn wogten und juwelenbesetzte Turbane schimmerten im hellen Licht. Seide und Satin und schwerer Brokat wogten durcheinander. Jede der reich geschmückten Schönheiten wurde von einem eleganten, adeligen Herrn am Arm geführt.

»Nun, da du ihn gesehen hast«, sagte Struan, den Blick in Richtung Tanzfläche gewandt, »können wir jetzt sicher endlich gehen.«

»Sofort«, versprach Calum, während er weiter den Gegenstand seines Interesses beobachtete. »Sie betet ihn eindeutig an, ohne daß er ihr auch nur die geringste Beachtung schenkt.«

»Er benimmt sich wie ein Mann, der die Frucht gekostet hat und weiß, daß er sie jederzeit erneut genießen kann.«

Calum runzelte die Stirn.

»Ah, ja! Das stört dich.« Struan sah ihn fragend an. »Du denkst, daß sich der Mann noch etwas angeeignet hat, das eigentlich dir gehören sollte, stimmt’s?«

Calum antwortete nicht.

»Seltsam«, fuhr Struan leise fort. »Ich hätte gedacht, daß sich ein Mann wie Franchot eine elegantere Person zur Herzogin erwählt. Eine Frau mit einer gewissen subtilen Eleganz.«

»Sie besitzt nicht die geringste Eleganz«, kam Calums düstere Erwiderung. »Aber schließlich hat er sie sich auch nicht ausgesucht.«

»Nein, nein, natürlich nicht. Was rede ich denn da? Die Verlobung wurde ja bereits bei der Geburt von der Lady arrangiert. Wie ich hörte, bringt sie eine ansehnliche Mitgift mit.«

»Riesig, mein Freund«, warf ein schmächtiges Männlein mit lächerlicher Hühnerbrust, das in der Nähe stand, ein und wandte sein gepudertes, mit Rouge geschminktes Gesicht den beiden jungen Männern zu. »Kennen wir uns nicht? Mein Name ist Wokingham. Ich bin sicher, daß ich mich von irgendwoher an Sie erinnere.«

»Hunsingore«, sagte Struan, ohne auch nur die Miene zu verziehen. »Ich bezweifle, daß wir uns schon einmal begegnet sind. Unser Familiensitz liegt in Kirkcaldy.«

»Schottland!« rief der Mann aus und spitzte seinen rot geschminkten Mund. »Dann müssen Sie Stonehavens Junge sein.«

»Stonehavens Bruder. Mein Bruder Arran hat das Erbe angetreten, als unser Vater vor einigen Jahren starb.«

»Ah, verzeihen Sie. Die Zeit vergeht doch wie im Flug. Sie sind also an Lady Philipa Chauncey interessiert?«

Struan bedachte Calum mit einem kurzen, warnenden Blick. »Ich war einfach neugierig. Schließlich gilt die bevorstehende Verbindung zwischen zwei derart alten Familien als das Ereignis des Jahres, wenn ich so sagen darf.«

»Eher für Franchot als für das Mädchen, denke ich«, antwortete Wokingham. »Immerhin ist allgemein bekannt, daß durch die Hochzeit der Cornwallsche Grundbesitz des alten Chauncey an Franchot fallen wird.«

»Und Sie meinen, das sei wichtig?« Calum spürte, daß er es mit einem Angeber zu tun hatte, der sich gerne als Autorität auf dem Gebiet des gesellschaftlichen Klatsches brüstete.

»Wichtig?« Wokingham richtete sich kerzengerade auf und brach in schallendes Gelächter aus. »Ich dachte, das weiß nun wirklich jeder.«

Statt zu sagen, daß er niemand war, bat Calum lediglich: »Bitte frischen Sie doch meine Erinnerung auf.«

»Franchot braucht den Hafen, um all den herrlichen Zinn von seinen Ländereien in Cornwall abtransportieren zu können, wußten Sie das etwa nicht?« Wokingham heuchelte Langeweile, aber seine Schweinsaugen glitzerten. »Und der Hafen liegt innerhalb von Chaunceys Grund. Das alles war kein Problem, solange die Franchots die Chaunceyschen Güter vor Invasoren geschützt haben. Dafür bekamen sie das Wegerecht über Chaunceys Land und das Recht, den Hafen zu nutzen, wie es ihnen gefiel. Heutzutage braucht niemand mehr besonderen Schutz vor Eindringlingen, so daß das ehemalige Abkommen hinfällig geworden ist. Aber der Vater des jetzigen Herzogs war so clever, dafür zu sorgen, daß sein freier Zugang zum Hafen nicht in irgendwelche Hände fällt – gierige Hände, die ihm nichts schuldig sind.«

Calum erwartete, daß Wokingham weitersprach – aber vergebens; also ergriff er das Wort: »Sie meinen, Lady Philipas Vater hat sein gesamtes Land seiner Tochter als Mitgift vermacht?«

Wieder brach Wokingham in fröhliches Gelächter aus. »Himmel, nein! Seine Güter in Yorkshire gibt der alte Chauncey ganz bestimmt nicht aus der Hand. Aber das Land in Cornwall hat er der Kleinen zugesagt, was bedeutet, daß es am Tag ihrer Hochzeit mit Franchot an den Herzog fällt. Wahrscheinlich würde er einen Weg finden, die Hochzeit trotz der Abmachung zu umgehen – hinge nicht seine Zukunft von dem Hafen ab.«

»Mir scheint, er kann mit der Abmachung durchaus zufrieden sein«, mischte sich Struan wieder ein. »Schließlich ist sie ein durchaus bemerkenswertes Geschöpf.«

Wokingham zog erstaunt die Brauen hoch. »Finden Sie?«

»Allerdings.« Struan nickte in Richtung Franchots und seiner Begleiterin. »Eine Frau wie sie fällt entschieden nicht nur ihm alleine auf.«

Wokingham folgte Struans Blick und setzte ein wissendes Grinsen auf. »Sie denken, daß … Oh, nein, mein Lieber, nein! Mit dieser Dame ist Franchot nicht verlobt. Wissen Sie denn nicht, daß diese Dame die Witwe des alten Hoarville ist? Sollte älteren Herren, die immer...



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