Cassirer | Vom Mythus des Staates | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 541, 416 Seiten

Reihe: Philosophische Bibliothek

Cassirer Vom Mythus des Staates


unverändertes eBook der 2. Auflage von 2015
ISBN: 978-3-7873-3347-9
Verlag: Felix Meiner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, Band 541, 416 Seiten

Reihe: Philosophische Bibliothek

ISBN: 978-3-7873-3347-9
Verlag: Felix Meiner
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Thema dieses Buches - des letzten, das Cassirer vor seinem Tode im Manuskript zum Abschluss bringen konnte - ist der Versuch, die Wiederkehr des politischen Totalitarismus, dem er selbst nur durch die Emigration ins Exil entkam, philosophisch zu begreifen, d. h. aus den Ursachen herzuleiten. Das Buch beginnt mit einer Analyse der destruktiven Macht des mythischen Denkens. Untersucht werden seine Struktur, seine Beziehung zur Sprache, sein affektiver Charakter und seine soziale Funktion. Im Anschluss beschreibt Cassirer in einem ideengeschichtlichen Aufriss die Hauptlinien der politischen Theorien von Platon bis zum frühen 19. Jahrhundert, um dann im letzten Teil die Wiedergeburt des Mythos im 20. Jahrhundert zu behandeln. Cassirer schließt, dass der politische Mythos nicht endgültig überwunden, sondern nur gezähmt« werden kann. Dazu kann die Philosophie beitragen, jedoch nicht, indem sie ihn durch rationale Argumente widerlegt, sondern indem sie ihn verstehen und so bekämpfen hilft. Vom Mythus des Staates belegt, dass die in der Philosophie der symbolischen Formen entwickelte »Kritik der Kultur« auch den Rahmen für eine Theorie des Politischen absteckt und dazu nötigt, auf anthropologischer Ebene die Einheit von »animal symbolicum« und »zoon politikon« zu denken.«

Ernst Cassirer wird 1874 in Breslau geboren. Er studiert Jura, Literatur und Philosophie in Berlin, wechselt aber dann nach Marburg und schließt sich der Marburger Schule des Neukantianismus an. 1899 erfolgt die Promotion mit einer Schrift über Descartes bei Paul Natorp. Nach seiner Habilitation 1906 hält Cassirer als Privatdozent Lehrveranstaltungen in Berlin und folgt dann 1919 einem Ruf an die neugegründete Universität in Hamburg. Hier kommt es zu einer außerordentlich fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg, in der der Grundstein für die Entwicklung seines Hauptwerkes Die Philosophie der symbolischen Formen gelegt wird. In diesem dreibändigen Werk (1923-29) wird der Entwurf einer systematischen Philosophie der Kultur unternommen. Dem Begriff der symbolischen Formen, in denen sich menschliches Erleben mit Hilfe z. B. von Sprache, Kunst, Mythen oder Wissenschaft ausdrückt, kommt dabei die Funktion zu, einen geistigen Bedeutungsgehalt mit einem sinnlichen Zeichen zu verknüpfen. Kultur ist in diesem Zusammenhang die Sinnschöpfung des Menschen durch Symbole, was dem Umstand Rechnung trägt, daß es auch primitivere Formen der Welterkenntnis gibt.1933 emigriert Ernst Cassirer über England nach Schweden und nimmt die schwedische Staatsbürgerschaft an. Acht Jahre später übersiedelt er mit seiner Frau und drei Kindern nach Amerika, wo er bis zu seinem Tod 1945 verschiedene Lehrtätigkeiten ausübt.
Cassirer Vom Mythus des Staates jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Inhaltsverzeichnis;1
3;Vorbemerkung des Verlages;6
4;I. Was ist Mythus?;8
4.1;Die Struktur des mythischen Denkens;8
4.2;Mythus und Sprache;26
4.3;Mythus und die Psychologie der Affekte;35
4.4;Die Funktion des Mythus im sozialen Leben des Menschen;53
5;II. Der Kampf gegen den Mythus in der Geschichte der politischenn Theorie;71
5.1;«Logos» und «Mythos» in der frühen griechischen Philosophie;71
5.2;Platons Staat;81
5.3;Der religiöse und metaphysische Hintergrund der mittelalterlichen Staatstheorie;105
5.4;Die Theorie des Gerechtigkeitsstaates in der mittelalterlichen Philosophie;130
5.5;Natur und Gnade in der mittelalterlichen Philosophie;142
5.6;Machiavellis neue Wissenschaft von der Politik;154
5.6.1;Die Machiavelli-Legende;154
5.7;Der Triumph des Machiavellismus und seine Folgen;171
5.7.1;Machiavelli und die Renaissance;171
5.7.2;Der moderne weltliche Staat;177
5.7.3;Religion und Politik;183
5.8;Folgerungen der neuen Theorie des Staates;185
5.8.1;Die Isolierung des Staates und ihre Gefahren;185
5.8.2;Das moralische Problem bei Machiavelli;187
5.8.3;Die Technik der Politik;202
5.8.4;Das mythische Element in Machiavellis politischer Philosophie: Das Glück;206
5.9;Die Renaissance des Stoizismus und der «Naturrechts»-Theorien des Staates;214
5.9.1;Die Theorie des Contrat Social;214
5.10;Die Philosophie der Aufklärung und ihre romantischen Kritiker;232
6;III. Der Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts;247
6.1;Die Vorbereitung: Carlyle;247
6.1.1;Carlyles Vorlesungen über Heldenverehrung;247
6.1.2;Der persönliche Hintergrund von Carlyles Theorie;260
6.1.3;Der metaphysische Hintergrund von Carlyles Theorie und seine Geschichtsauffassung;274
6.2;Von Heldenverehrung zu Rassenverehrung;290
6.2.1;Gobineaus «Essai sur l'inégalité des races humaines»;290
6.2.2;Die Theorie der «totalitären Rasse»;301
6.3;Hegel;323
6.3.1;Der Einfluß der Philosophie Hegels auf die Entwicklung des modernen politischen Denkens;323
6.3.2;Der metaphysische Hintergrund von Hegels politischer Theorie;331
6.3.3;Hegels Staatstheorie;343
6.4;Die Technik der modernen politischen Mythen;361
6.5;Schluß;390
7;Anmerkungen;392
8;Register;412


Cassirer, Ernst
Ernst Cassirer wird 1874 in Breslau geboren. Er studiert Jura, Literatur und Philosophie in Berlin, wechselt aber dann nach Marburg und schließt sich der Marburger Schule des Neukantianismus an. 1899 erfolgt die Promotion mit einer Schrift über Descartes bei Paul Natorp. Nach seiner Habilitation 1906 hält Cassirer als Privatdozent Lehrveranstaltungen in Berlin und folgt dann 1919 einem Ruf an die neugegründete Universität in Hamburg. Hier kommt es zu einer außerordentlich fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg, in der der Grundstein für die Entwicklung seines Hauptwerkes Die Philosophie der symbolischen Formen gelegt wird. In diesem dreibändigen Werk (1923-29) wird der Entwurf einer systematischen Philosophie der Kultur unternommen. Dem Begriff der symbolischen Formen, in denen sich menschliches Erleben mit Hilfe z. B. von Sprache, Kunst, Mythen oder Wissenschaft ausdrückt, kommt dabei die Funktion zu, einen geistigen Bedeutungsgehalt mit einem sinnlichen Zeichen zu verknüpfen. Kultur ist in diesem Zusammenhang die Sinnschöpfung des Menschen durch Symbole, was dem Umstand Rechnung trägt, daß es auch primitivere Formen der Welterkenntnis gibt.
1933 emigriert Ernst Cassirer über England nach Schweden und nimmt die schwedische Staatsbürgerschaft an. Acht Jahre später übersiedelt er mit seiner Frau und drei Kindern nach Amerika, wo er bis zu seinem Tod 1945 verschiedene Lehrtätigkeiten ausübt.

Ernst Cassirer wird 1874 in Breslau geboren. Er studiert Jura, Literatur und Philosophie in Berlin, wechselt aber dann nach Marburg und schließt sich der Marburger Schule des Neukantianismus an. 1899 erfolgt die Promotion mit einer Schrift über Descartes bei Paul Natorp. Nach seiner Habilitation 1906 hält Cassirer als Privatdozent Lehrveranstaltungen in Berlin und folgt dann 1919 einem Ruf an die neugegründete Universität in Hamburg. Hier kommt es zu einer außerordentlich fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg, in der der Grundstein für die Ent-wicklung seines Hauptwerkes Die Philosophie der symbolischen Formen gelegt wird. In diesem dreibändigen Werk (1923-29) wird der Entwurf einer systematischen Philosophie der Kultur unternommen. Dem Begriff der symbolischen Formen, in denen sich menschliches Erleben mit Hilfe z. B. von Sprache, Kunst, Mythen oder Wissenschaft ausdrückt, kommt dabei die Funktion zu, einen geistigen Bedeutungsgehalt mit einem sinnlichen Zeichen zu verknüpfen. Kultur ist in diesem Zusammenhang die Sinnschöpfung des Menschen durch Symbole, was dem Umstand Rechnung trägt, daß es auch primitivere Formen der Welterkenntnis gibt. 1933 emigriert Ernst Cassirer über England nach Schweden und nimmt die schwedische Staatsbürgerschaft an. Acht Jahre später übersiedelt er mit seiner Frau und drei Kindern nach Amerika, wo er bis zu seinem Tod 1945 verschiedene Lehrtätigkeiten ausübt.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.