Castor | Atlan 16: Juwelen der Sterne (Blauband) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 16, 432 Seiten

Reihe: Atlan-Blauband

Castor Atlan 16: Juwelen der Sterne (Blauband)

Die Arkon-Trilogie
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8453-3315-1
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Die Arkon-Trilogie

E-Book, Deutsch, Band 16, 432 Seiten

Reihe: Atlan-Blauband

ISBN: 978-3-8453-3315-1
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Im 21. Jahrhundert: Als Imperator des gigantischen Arkon-Imperiums kämpft Atlan, der beste Freund Perry Rhodans, gegen den Niedergang seines Volkes und gegen zahlreiche Feinde von außen. Nachdem der Arkonide fast zehntausend Jahre als Beschützer und 'Förderer' der Menschheit auf der Erde verbracht hat, ist sein neues Amt nicht nur eine Rückkehr in die alte Heimat, sondern zugleich eine gigantische Verantwortung. Arkon, im Zentrum des Kugelsternhaufens M 13 gelegen, ist Herrscher über ein riesiges politisches Gebilde. Zehntausende von Planeten, Hunderttausende von Stützpunkten und Raumschiffen sowie Billionen von Wesen aus allen nur erdenklichen Lebensformen. Eine Verantwortung, die Atlan und seine Freunde fast zu erdrücken droht. Intrigen am Hof von Arkon machen ihm ebenso Probleme wie die fanatischen Tekteronii. Diese aktivieren geheimnisvolle Waffen aus grauer Vergangenheit und schicken sie gegen Arkon. Nur Atlan selbst kann dagegen aktiv werden: Er besitzt einen Zellaktivator, den ihm die Superintelligenz ES verliehen hat - und offensichtlich ist ES in all diesen uralten Ereignisse verwickelt. Zu den Geheimnissen gehören auch die mysteriösen Juwelen der Sterne. Bereits vor über einer Million Jahren spielten sie eine Rolle. Und jetzt bedrohen die erneut die Milchstraße...

Egal, ob es neue Triebwerke, Sonnensysteme oder multidimensionale Verwicklungen zu ersinnen gilt, Rainer Castor ist zur Stelle. Der Autor ist der Techniker im PERRY RHODAN-Team. Er ist es, der mit immer neuen technologischen Wundern die Leser verzaubert. Er ist es, der für die Stimmigkeit des PERRY RHODAN-Kosmos bürgt. Rainer Castor wurde 1961 in Andernach am Rhein geboren. Er ist ausgebildeter Baustoffprüfer, ein Studium des Bauingenieurwesens brach er nach einigen Semestern ab. Vorübergehend war er Zeitsoldat, mittlerweile ist er aber anerkannter Kriegsdienstverweigerer. Schon seit über dreißig Jahren widmet sich Rainer Castor seiner Leidenschaft, der Schriftstellerei. Als Leser schätzt Castor Frank Herbert ('Der Wüstenplanet'), mit Abstrichen Robert A. Heinlein, aus dem PR-Umfeld sind es K. H. Scheer, Peter Terrid und Hans Kneifel. Einen eindeutigen Favoriten hat er jedoch nicht. Mitte der achtziger Jahre schloss Rainer Castor erstmals Bekanntschaft mit Hans Kneifel. Der Routinier Kneifel erkannte die Begabung Castors und machte ihn zu seinem Mitarbeiter. Wer die Vorworte zu den ATLAN-Zeitabenteuern aufmerksam gelesen hat, dem werden die lobenden Worte nicht entgangen sein, die Kneifel der unermüdlichen Datenrecherche und den sorgfältigen Berechnungen Castors gewidmet hat. Durch die Zusammenarbeit mit Hans Kneifel fand Castor auch zu seiner Lieblingsfigur. Der unsterbliche Atlan und die Kultur der Arkoniden mit ihrer Spannung zwischen Hightech und Feudalismus ließen ihn nicht mehr los. 'Science Fiction hat den großen Vorteil, letztlich alles einbeziehen zu können, vom Krimi über die Liebesgeschichte bis hin zu Aspekten, die beispielsweise in ferner Vergangenheit spielen', fasst Rainer Castor sein Faible für dieses Genre zusammen. Mit dem PERRY RHODAN-Taschenbuch 'Für Arkons Ehre' debütierte er 1996. Drei Jahre später folgte mit dem PERRY RHODAN-Doppelband 1973/1974 sein Einstand bei der Heftserie. Er ist Autor der Arkon-Trilogie (ATLAN-Bücher 14 bis 16), wirkte maßgeblich bei der Datenrecherche und als Autor am TRAVERSAN-Minizyklus mit und bearbeitet mit Hingabe die Jugendabenteuer des Arkoniden (die ATLAN-Bücher 17 und folgende). Darüber hinaus liefert er wöchentlich den PERRY RHODAN-Kommentar (in Heft 2558 erschien sein sechshundertster!) - und greift Exposéautor Uwe Anton bei der laufenden PERRY RHODAN-Serie hilfreich unter die Arme ... Das Besondere an der Serie ist für ihn, dass sie zu einem 'eigenen Phänomen' geworden ist: 'Je länger die PERRY RHODAN-Serie lief und läuft, desto mehr stellt das durchaus eine eigene Faszination dar, unabhängig von den jeweiligen Inhalten.' Rainer Castors schriftstellerische Arbeit beschränkt sich übrigens nicht nur auf PERRY RHODAN. 1997 erschien beim Züricher Haffmanns Verlag sein historischer Roman 'Der Blutvogt'. Der NDR urteilte darüber: 'ein Beweis, dass auch in Deutschland ähnlich packend historische Romane wie ?Der Medicus? geschrieben werden können'. Diese Veröffentlichung - als Heyne-Taschenbuch mittlerweile in der vierten Auflage - bescherte Castor auch erste 'literarische Anerkennung': Im August 1998 war er Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung im Nordkolleg Rendsburg beim 'Sommerseminar für hochbegabten schriftstellerischen Nachwuchs'.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1.


Aus: ENZYKLOPAEDIA TERRANIA, Persönlichkeiten des Solaren Imperiums – Ihr Einfluss auf die Geschichte; Sonderband Personalarchiv, Mikroarchiv, Gedächtnisspeicher NATHAN, Zugangsberechtigung mit Sonderkode

MERCANT, Allan Donald: Solarmarschall, Chef der Solaren Abwehr; Halbmutant (schwache telepathische Gabe, vorausschauendes Ahnen). * 10. Juli 1916 in New York, Terra.

Auffallend analytischer Verstand, Jugend geprägt durch Prohibition und Weltwirtschaftskrise nach Schwarzem Freitag. Nach Beendigung College 1937 Eintritt in die Armee, zunächst Infanterie, mehrjährige Bemühungen um Versetzung in den militärischen Geheimdienst. Erst 1941 Versetzung zum Office of Strategic Services (OSS) nach Befürwortung durch M.s Vorgesetzten Colonel Frank Pounder (Vater von Lesly K., ist 1971 als Drei-Sterne-General Befehlshaber des Nevada-Space-Ports, Chef des Raumforschungskommandos und Leiter des STARDUST-Projekts). 1942: Grundausbildung in geheimdienstlicher Tätigkeit, erste Erkundungseinsätze in Europa; Berichte über Konzentrationslager werden als übertrieben abgetan. Zu dieser Zeit Durchbruch seiner telepathischen und suggestiven Fähigkeiten, die M. verheimlicht. 1944: Abzug aus dem europäischen Einsatzgebiet; Arbeit unter William B. Donovan (Roosevelt-Vertrauter und Leiter des OSS) an Konzeption für Nachfolgeorganisationen. 1945: M. wird zum Manhattan Project abgestellt, dort Begegnungen mit Edward Teller, Robert Oppenheimer, Clifford Monterny sr. (Vater von C. Monterny – »Overhead«), Benjamin Sloane (Vater von Anne Sloane). 1947: M. wird zum neugegründeten National Security Council (NSC) versetzt, das OSS aufgelöst (in Nachfolge gegründet: Central Intelligence Agency [CIA], dem NSC als oberste Geheimdienstbehörde der USA unterstellt) …

… 1963: M. entdeckt das Komplott gegen John F. Kennedy, an dem neben Hoover auch weitere FBI- und CIA-Leute beteiligt sind; Hoover will M. u.a. wegen Landesverrats anklagen. Es kommt zur Konfrontation: M. tötet Hoover durch starke Suggestivimpulse (tödlicher Schlaganfall infolge Überlastung des vegetativen Nervensystems), M. selbst erleidet bei der Anstrengung leichte Gehirnblutungen und büßt einen Teil seiner Fähigkeiten ein. Als der Anschlag auf Kennedy am 22. November 1963 stattfindet, greifen M.s Vorbereitungen; an Kennedys Seite tritt erstmals Norma Jean Baker (Marilyn Monroe) auf, die ihrem Freund nach dem Tod seiner Frau tröstend zur Seite stand und ihre eigenen Depressionen überwand. Kennedy hält in Dallas eine flammende Rede – und gewinnt noch mehr Sympathien in der Bevölkerung. Hoovers Nachfolger (eine Autopsie ergab keine Hinweise auf Fremdeinwirkung) wird Colonel Paul Kaats, später auch Chef der Sonderabteilung »Innere Abwehr« …

Terra, Terrania City; Administrator des Solaren Imperiums, Stab der Solaren Abwehr: 7. April 2048, acht Uhr morgens Terrania-Zeit

Wie immer, wenn sich Allan D. Mercant, der Chef der SolAb, auf der Erde und in Terrania befand, betrat er auch an diesem Morgen das Gebäude zum gewohnten Zeitpunkt mit einer Pünktlichkeit, die inzwischen bei seinen Mitarbeitern und Assistenten Mittelpunkt zahlreicher mehr oder weniger geistreicher Witze war. Irgendjemand hatte sogar den Spruch in Umlauf gebracht: »Die Uhr kommt!«

In Abhängigkeit von der galaktopolitischen Lage war dieses pünktliche Erscheinen zwar die einzige Konstante in Mercants Tagesablauf, aber diese war sprichwörtlich geworden. Während der kleine Mann mit dem blonden Haarkranz seinem Büro entgegenschritt, durchzogen ironische Gedanken seinen Kopf: Irgendwann werde ich mich mal verspäten, und dann kommt sicher ein Übereifriger auf die famose Idee, sämtliche Uhren im Gebäude zurückzustellen.

Im Vorzimmer wurde er schon von John Marshall, dem Chef des Mutantenkorps, erwartet. Sie tauschten wortlos einen Händedruck und nickten einander zu. Nachdem vom Servo Kaffee gebracht und die gesonderte Abschirmung des Büros aktiviert worden war, kam der Solarmarschall gleich auf den Punkt, indem er mit rauer Stimme sagte:

»Die Nachrichten aus dem Tai Ark’Tussan sind weiterhin mehr als beunruhigend. Aber die Anweisung des Ersten Administrators ist bindend; seit seinem erneuten Besuch auf Wanderer haben wir uns zurückzuhalten. Gefällt mir zwar nicht, aber das ist ein anderes Thema. Neben den bekannten Problemen auf galaktopolitischer Ebene bereiten mir aber einige andere Dinge Sorgen; sie hängen mit den verstärkten Aktivitäten unseres arkonidischen Freundes, aber auch mit Ihrem Korps zusammen, John. Deshalb ohne Umschweife die Frage: Haben Sie Ihre Leute eigentlich noch im Griff?«

John Marshalls Gesicht zeigte ein zartes Lächeln, während er mit den Fingern einen Giebel formte. »Klare Antwort: ja. Bestimmt jedoch nicht so, wie es Ihnen vielleicht vorschwebt, Allan. Sie hören mal wieder das Gras wachsen?«

»Ist mein Job.« Mercant sah sein Gegenüber scharf an und zählte an den Fingern auf: »Kitai Ishibashi ist inzwischen Leibarzt des Imperators – bei den Arkoniden recht euphemistisch Bauchaufschneider tituliert. Laury Marten ist bevorzugt an der Seite dieses Historikers anzutreffen, und über Tatjana Michalowna wollen wir gar nicht reden – lässt sich zuerst von der Korpsarbeit beurlauben und tritt dann an Atlans Seite wieder in Erscheinung, höflich formuliert. Mir scheint, da ist der arkonidische Einfluss unterdessen recht groß.«

»Atlans Einfluss, wenn überhaupt. Sie wissen am besten, dass es uns, sollte er straucheln oder gar stolpern, schnell an den Kragen geht. Im Vergleich zum Großen Imperium bleiben wir auf absehbare Zeit ein Leichtgewicht, selbst wenn der Fünfzig-Jahre-Plan, nach dem Luna zu einer Raumschiffsschmiede nach dem Vorbild von Arkon Drei ausgebaut wird, gegen Ende des Jahrhunderts erfolgreich abgeschlossen ist. Daran ändern selbst Tatkraft und Chuzpe der Menschen wenig; pure Masse kann beste Klasse erdrücken. Wenn meine Leute alles dafür tun, dass Atlan möglichst lange auf dem Kristallthron sitzen bleibt, gesund und munter, wohlgemerkt, ist es nur gut für die Menschheit insgesamt.«

Marshalls Augen verengten sich. »Aber das ist nicht des Pudels Kern, oder?«

»Sie kennen mich zu gut«, murmelte der SolAb-Chef und wiegte den Kopf. »Wie kann es sein, dass es im Großen Imperium plötzlich nur so von Parabegabten wimmelt?«

Der Chef des Mutantenkorps lachte leise. »War das eine rhetorische Frage? Gerade Ihnen und Ihren Leuten sind die Fakten doch bestens vertraut. Von plötzlichem Wimmeln kann deshalb weniger die Rede sein, nur die Aufmerksamkeit ist verstärkt auf sie gerichtet. Dass Parafähigkeiten an sich weniger ungewöhnlich sind, als es uns lieb sein kann, darauf hat schon Crest hingewiesen. Er betonte wiederholt, dass ganze Völker von Telepathen, Telekineten und Besitzern anderer Paragaben zum Großen Imperium gehören! In den letzten siebzig Jahren hatten wir es mit Individualverformern, Ilts, Mooffs und Báalols zu tun, schon vergessen? Wo ist Ihr Problem, Atlan? Dass die Einzigartigkeit unseres Korps einen Knacks bekommen hat? Dass wir Kräften gegenüberstehen, die nicht nur auf technischem Gebiet mehr als gleichrangig sind? Das alles wussten wir doch schon, als wir uns aus dem Solsystem hinauswagten und unsere vorwitzigen Nasen in den rauen Wind der Galaktopolitik steckten.«

»Ich wäre der falsche Mann auf meinem Posten, mein Lieber, wenn ich nicht sämtliche Aspekte, die unter Umständen für uns zu einer Bedrohung heranwachsen könnten, im Auge behielte.«

Marshall trank einen Schluck und stellte die Kaffeetasse ab. Sein Blick wurde versonnen, ehe er den Finger hob und in dozierendem Ton erklärte:

»Bezogen auf die Gesamtheit der uns inzwischen bekannten Völker und Einzelwesen, bleibt der prozentuale Anteil Parabegabter eigentlich ein zu vernachlässigender Faktor. In absoluten Zahlen gesehen, übersteigt das Kontingent selbstverständlich unsere Mutanten bei weitem. Ich gebe zu, dass diese Relationen beunruhigen können, zumal Atlan ja verstärkt auf diese Kräfte setzt. Zu Recht, wie ich finde! Von den Gijahthrakos einmal abgesehen, ist ein markantes Kennzeichen der galaktischen Parabegabten, dass sie, im Gegensatz zu uns terranischen Mutanten, die sich durch extrem starke Einzelfähigkeiten auszeichnen, über Kräfte verfügen, die in Reichweite und Wirkung ziemlich begrenzt sind, dafür aber ein breiteres Spektrum abdecken. Um ein Bild zu gebrauchen: Als Peaks in einem Diagramm aufgetragen, weisen unsere Kräfte zwar eine hohe Amplitude auf, bilden jedoch nur sehr schmale Zacken; bei den anderen reicht die Amplitude nur wenig über den Level des statistischen Mittels hinaus, formt aber sehr breite Wellenbäuche, die viele Einzelfähigkeiten abdecken. Kommt es nun zur Blockbildung mit entsprechender Potenzierung, schaukelt sich das Ganze auf und erreicht eine neue Dimension. Aber das ist ja nichts Neues, weil uns ebenfalls möglich. Der eigentliche Unterschied ergibt sich aus der Tatsache, dass wir einige Dutzend sind, während beispielsweise die Zhy-Famii nach Hunderten oder Tausenden zählen, sofern sie einen solchen Block bilden.«

Er seufzte. »Weiterhin gilt: Die Blockbildung von Bewusstseinen und den mit ihnen verknüpften Parakräften führt nicht einfach zur bloßen Aufsummierung, sondern wirkt sich so aus, dass das Ganze mehr als die Summe der Teile ist. Als Vergleich verwenden wir das Verhältnis von Radius zum Volumen einer Kugel, welche bekanntlich in der dritten Potenz zueinander stehen. Drei Bewusstseine, die zum kollektiven Bewusstsein zueinanderfinden, werden demnach hinsichtlich ihres Gesamtpotentials, aber auch mit Blick auf die zueinander parallel...



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