E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: CORA Verlag
Celmer Warum ist der Mann bloß so sexy?
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86349-037-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: CORA Verlag
ISBN: 978-3-86349-037-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Breite Schultern, knackiger Po und ein Lächeln zum Dahinschmelzen: Prinz Aaron ist der attraktivste Mann, dem Olivia je begegnet ist. Deshalb fällt es ihr schwer, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Während sie auf Thomas Isle das Mittel gegen eine rätselhafte Pflanzenkrankheit sucht, muss sie immer wieder an die vielsagenden Blicke denken, die Prinz Aaron ihr zuwirft. Wie zufällig berührt er sie, als er ihr das Schloss zeigt. Ob es auch ein Mittel gegen das aufregende Knistern zwischen ihnen gibt? Denn eine heiße Affäre mit dem Prinzen - das kann nicht gut gehen. Oder?
Michelle Celmer wurde in Metro, Detroit geboren. Schon als junges Mädchen entdeckte sie ihre Liebe zum Lesen und Schreiben. Sie schrieb Gedichte, Geschichten und machte selbst dramatische Musik mit ihren Freunden. In der Junior High veröffentlichten sie eine Daily Soap Opera. Ungeachtet all dessen, war ihr Wunsch immer Kosmetikerin zu werden. Unzählige Barbies und auch Freunde wurden Opfer ihrer Versuche mit Schminke und Farbe. Nach drei Monaten an einer Kosmetikerschule hatte sie diese Illusion vollständig verloren. Sie gab die Ausbildung auf und der nächste Schritt war mit 19 zu heiraten und eine Familie zu gründen. Innerhalb von fünf Jahren wurde sie Mutter von drei Kindern. Während der Zeit als 'stay-at-home-mom' fand sie im Lesen diverser Romane Entspannung und immer wieder ertappte sie sich bei dem Gedanken 'Wäre es nicht erfüllend, wenn ich das täte, was die Autoren tun?' Aber eine Stimme in ihr versagte ihr diesen Traum und sie wurde Schneiderin. Aber jedes fertig gestellte Produkt ließ sie unzufriedener werden. Mit der Zeit wurden die Kinder größer und sie fühlte sich komplett ausgebrannt. Etwas fehlte ihr. Ihre kreative Ader blieb in ihrem momentanen Leben ungenutzt und sie entschied sich zu schreiben. Über ein Jahr brauchte sie um ihr erstes Manuskript fertig zu stellen. Das zweite folgte und dann gleich zwei weitere. Aber immer noch fühlte sich irgendetwas nicht richtig an. Die Wende kam als ihr eine Wiederveröffentlichung einer bekannten Autorin in die Hände fiel. Ein Liebesroman. Gedanklich fiel es ihr schwer, sich mit diesem Genre anzufreunden. Aber ungeachtet diesen Gefühls, las sie ihn. Und einen weiteren. Und noch einen. Bis ihr klar wurde, dass sie hier das gefunden hatte, was ihr immer gefehlt hatte. Sie wurde Autorin von Liebesromanen und fand dort ihr Bild. Michelle Celmer lebt mit ihrem Ehemann, ihren drei Kindern, zwei Hunden und Katzen im Südosten von Michigan.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Olivia Montgomery schien nicht nur eine brillante Wissenschaftlerin zu sein, sie war auch noch attraktiv. Zumindest von Weitem wirkte es so. Und sie sah überhaupt nicht so aus, wie Prinz Aaron sie sich vorgestellt hatte. Von seinem Bürofenster aus beobachtete er, wie sie mit offenem Mund und großen Augen ehrfürchtig zum Schloss emporblickte. Wahrscheinlich kam es nicht alle Tage vor, dass eine Frau wie sie gebeten wurde, ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen, um für unbestimmte Zeit in einem Schloss zu verweilen und ihr unermessliches Fachwissen dafür einzusetzen, ein ganzes Königreich vor dem finanziellen Ruin zu bewahren.
Allerdings war das Leben ihres Gastes bisher sowieso eher ungewöhnlich gewesen, wie Aaron gelesen hatte. Die wenigsten Jugendlichen machten wohl ihren Highschool-Abschluss mit fünfzehn, promovierten mit zweiundzwanzig und wurden zwei Jahre später führende Experten der botanischen Genetik. Er hätte schwören können, dass sie kaum älter als achtzehn aussah. Das lag vermutlich an dem langen hellbraunen Pferdeschwanz und dem Rucksack, den sie über der Schulter trug. Aaron sah noch zu, wie sein persönlicher Assistent Derek sie in das Schloss führte. Dann setzte er sich hinter den Schreibtisch, um die beiden zu erwarten. Seltsamerweise war er nervös.
Ihm war versichert worden, dass Olivia Montgomery die Beste im Forschungsbereich der genetischen Botanik und damit die letzte Hoffnung für die Wirtschaft von Thomas Isle war. Unzählige Experten waren außerstande gewesen, die Krankheit, die das Getreide befallen hatte, zu identifizieren oder gar zu behandeln. Begonnen hatte es auf den Ostfeldern. Von dort aus hatte es sich zusehends ausgebreitet – nicht nur auf den königlichen Anbaugebieten, sondern auch auf den angrenzenden Farmen. Wenn sie der Krankheit nichts entgegensetzen konnten, würde das eine finanzielle Katastrophe für das Königreich bedeuten, dessen Hauptwirtschaftsfaktor nun einmal die Landwirtschaft war. Seine Familie – nein, das ganze Land – vertraute darauf, dass Aaron einen Weg aus der Misere fand. Bei dem Gedanken an den Erfolgsdruck kam ihm sein älterer Bruder Christian in den Sinn. Aaron hatte immer geglaubt, dass Chris nicht gerade erpicht darauf war, eines Tages die Königswürde anzunehmen, das Land zu regieren und Nachkommen in die Welt zu setzen. Doch zu Aarons Überraschung schien Chris nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten seine neue Rolle als Ehemann ausgezeichnet zu gefallen.
Allein bei dem Gedanken, sich für den Rest des Lebens an eine Frau zu binden, bekam Aaron schon eine Gänsehaut. Nicht dass er die Frauen nicht liebte – im Gegenteil, er liebte viel zu viele. Und wenn der Reiz einer neuen Eroberung zu verblassen begann, hielt er sich gern die Möglichkeit offen, sich der Nächsten zuzuwenden.
Seit Chris glücklich verheiratet war, hegte seine Mutter, die Königin, plötzlich ein ausgesprochen lebhaftes Interesse für Aarons Liebesleben. Er hätte nie gedacht, dass es so viele geeignete junge Damen königlicher Abstammung geben könnte – und dass seine Mutter so versessen darauf war, ihn mit jeder Einzelnen bekannt zu machen. Doch irgendwann würde sie feststellen, dass nichts, was sie tat, ihn auch nur einen Zentimeter näher an den Altar bringen würde. Zumindest hoffte er das. Wenn es nach ihm ging, sollte sie sich lieber darauf konzentrieren, seine Schwestern, die Zwillinge Anne und Louisa, unter die Haube zu bringen.
Es vergingen einige Minuten, bevor an der Tür zu Aarons Büro geklopft wurde. Sicher hatte Derek es sich nicht nehmen lassen, ihrem Gast die Verhaltensregeln gegenüber den Mitgliedern der königlichen Familie zu erläutern. Was sie tun und sagen oder besser lassen sollte. Das konnte schon ein bisschen viel auf einmal sein – besonders für jemanden, der zum ersten Mal Mitglieder der königlichen Familie traf. „Herein“, rief er.
Die Tür wurde geöffnet, und Derek trat ein, dicht gefolgt von Miss Montgomery. Aaron stand auf, um sie zu begrüßen. Dabei fiel ihm sofort die Größe seines Gastes auf. Obwohl sie nur konservative Schuhe mit flachen Absätzen trug, war sie fast genauso groß wie Aaron mit einem Meter achtzig. Ihre Figur war unter der lockeren Kakihose und dem Pullover mit Zopfmuster nur schwer einzuschätzen. Trotzdem hatte er den Eindruck, dass sie sehr schlank war. Fast zu schlank, denn alles an ihr wirkte etwas eckig und kantig. Es fehlten nur noch der Laborkittel, ein Kugelschreiberetui in der Brusttasche und zentimeterdicke Brillengläser, um das Klischee der Wissenschaftlerin zu erfüllen. Sie trug weder Make-up noch Schmuck und wirkte etwas unaufregend – wenn auch zweifellos weiblich. Auf eine schlichte Weise attraktiv. Niedlich und mädchenhaft. Obwohl sie mit fünfundzwanzig ohne Frage schon eine Frau war.
„Eure Hoheit“, sagte Derek. „Darf ich Ihnen Miss Olivia Montgomery aus den Vereinigten Staaten vorstellen?“ Er wandte sich an ihren Gast. „Miss Montgomery, darf ich Sie mit Prinz Aaron Felix Gastel Alexander von Thomas Isle bekannt machen?“
Miss Montgomery streckte spontan die Hand aus, erkannte jedoch den Fehler, zog sie wieder zurück und machte stattdessen einen unbeholfenen und etwas wackeligen Knicks. Dabei färbten sich ihre Wangen auf bezaubernde Weise rot. „Es ist mir eine Ehre, hier zu sein, Sir, ich meine – Eure Hoheit.“
Ihre Stimme war sanfter, als er erwartet hatte. Tief und etwas rauchig – man konnte fast sagen: sexy. Aaron hatte schon immer eine Schwäche für den amerikanischen Akzent gehabt.
„Die Ehre ist ganz meinerseits“, erwiderte er und streckte ihr die Hand entgegen, die sie nach kurzem Zögern ergriff und schüttelte. Ihre Hände waren zierlich und zartgliedrig und ihre Finger erstaunlich kräftig, stellte er fest, als sie seine umschlossen. Ihre Haut fühlte sich warm und weich an, und ihre kurzen Fingernägel waren sorgfältig manikürt.
Er bemerkte die faszinierende Farbe ihrer Augen – sie waren weder richtig braun noch grün. Sie wirkten so groß und neugierig, dass sie beinah den größten Teil ihres Gesichtes auszumachen schienen. Überhaupt war alles an ihr sehr ausgeprägt und gleichzeitig überraschend. Doch sie hätte nicht weiter von dem Typ Frau entfernt sein können, auf den Aaron normalerweise stand. Er mochte Frauen, die klein und an den entsprechenden Stellen weich waren – und je schöner sie waren, desto besser. Sie brauchten auch nicht besonders intelligent zu sein, denn ihm lag nicht viel daran, mit ihnen lange Gespräche zu führen. Je weniger Verstand sie hatten, desto weniger lief er Gefahr, sich in sie zu verlieben. Es reichte ihm völlig aus, wenn sie auf einem Golfplatz, in einer Squashhalle oder mit einem Paar Langlaufskiern zurechtkamen. Wenn sie darüber hinaus noch segeln konnten, umso besser. Hatten sie außerdem noch Erfahrungen im Felsklettern, war Aaron fast schon im siebten Himmel.
Irgendwie kam ihm Miss Montgomery allerdings nicht besonders athletisch vor.
„Ich bin in meinem Büro, wenn Sie mich brauchen sollten, Sir“, bemerkte Derek, verließ den Raum und zog die Tür hinter sich zu. Aaron hätte schwören können, dass Miss Montgomery zusammenzuckte, als das Schloss leise einrastete.
Er deutete auf den Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Schreibtischs. „Miss Montgomery, machen Sie es sich doch bequem.“
Sie stellte den Rucksack neben sich auf dem Boden ab und setzte sich unbeholfen auf die äußerste Kante des Polstersessels. Erst faltete sie die Hände, dann löste sie sie wieder. Schließlich schob sie die Finger unter die Oberschenkel, was den Eindruck erweckte, dass sie sich äußerst unbehaglich fühlte.
„Es tut mir leid, dass ich mich verspätet habe“, sagte sie.
Er setzte sich auf die Tischkante. „Ich habe gehört, dass Sie auf dem Weg hierher schlechtes Wetter hatten.“
Sie nickte. „Es ist ein ziemlich holpriger Flug gewesen. Und ich bin auch nicht gerade versessen aufs Fliegen. Ich denke sogar darüber nach, auf dem Seeweg wieder nach Hause zu fahren.“
„Kann ich Ihnen etwas zu trinken anbieten, Miss Montgomery?“
„Nein, vielen Dank. Und bitte nennen Sie mich Liv. Das machen alle.“
„In Ordnung, Liv. Wir werden viel Zeit miteinander verbringen, also nennen Sie mich Aaron.“
Sie zögerte, bevor sie schließlich fragte: „Ist das denn erlaubt?“
Er lächelte. „Ich versichere Ihnen, dass es völlig akzeptabel ist.“
Als sie nickte, fiel ihm auf, wie lang und schlank ihr Hals war. Ein Hals, der geradezu darum bettelte, gestreichelt und liebkost zu werden. Doch irgendwie glaubte er nicht, dass sie der Typ Frau war, der sich so eine Behandlung gefallen lassen würde. Dafür wirkte sie viel zu schüchtern und zurückhaltend. Zweifellos könnte er ihr noch die eine oder andere Sache beibringen. Nicht, dass er das vorhatte. Oder auch nur das Verlangen danach verspürte. Also, vielleicht ein bisschen, aber nur aus reiner Neugierde.
„Meine Familie bittet um Entschuldigung, dass keiner von ihnen hier sein kann, um Sie willkommen zu heißen“, erzählte er ihr. „Sie sind in England, um sich mit dem Herzspezialisten meines Vaters zu treffen. Am Freitag sind sie wieder zurück.“
„Ich freue mich schon darauf, sie kennenzulernen“, entgegnete Liv, wobei sie eher skeptisch als begeistert klang. Dabei hatte sie keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Es war durchaus möglich, dass ihr Besuch zu einem der am meisten erwarteten und geschätzten in der Geschichte des...




