Cherubim | Diamond Lies | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 332 Seiten

Reihe: Gilded Cage

Cherubim Diamond Lies

Eine spannende Forbidden Love Bodyguard Romance
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-96714-263-1
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Eine spannende Forbidden Love Bodyguard Romance

E-Book, Deutsch, Band 1, 332 Seiten

Reihe: Gilded Cage

ISBN: 978-3-96714-263-1
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Liebe, so verboten und gefährlich, dass sie besser nie an die Öffentlichkeit gelangt ... Leni steht dauerhaft im Rampenlicht, und aus jedem kleinen Fehltritt wird sofort ein Skandal gemacht. Dabei möchte die Präsidententochter nur in Ruhe studieren und ein normales Leben führen! Die Ablenkung in Form ihres neuen sexy Bodyguards kommt da gerade recht. Trotz seiner arroganten Art hat sie kein Problem damit, ihn ständig in der Nähe zu haben. Secret-Service-Agent Luke ist nicht glücklich über seinen neuen Auftrag. Wie soll er Leni beschützen, wenn sie von einem Ärger in den nächsten stolpert? Doch obwohl sie sein schlimmster Albtraum ist, mag er sie ... mehr als er sollte. Ihre Gefühle füreinander sind absolut verboten und wären ein gefundenes Fressen für die Presse, doch das ist Leni egal. Dabei ahnt sie nicht, dass diese Beziehung sie und jeden, der ihr nahesteht, das Leben kosten könnte. Denn es gibt jemanden, der Leni unter keinen Umständen teilen möchte ...   Ein spannender und zugleich sexy New-Adult-Roman von Bestseller-Autorin Any Cherubim. Dies ist die überarbeitete Neuauflage von 'White House Princess - Desaster' (2017 erschienen). Band 2 'Diamond Truths' ist JETZT überall erhältlich. ACHTUNG: Es wird es nach vielen Jahren einen langersehnten 3. Band geben, der nochmal alles auf den Kopf stellt!

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1
Wie jeden Sonntagvormittag schlenderte ich mit meinem Dad über den roten Teppich durch die Eingangshalle des Weißen Hauses. An den prunkvollen Anblick, der mich jedes Mal faszinierte, hatte ich mich immer noch nicht gewöhnt, auch wenn das Weiße Haus schon seit drei Jahren mein Zuhause war. Überall auf dem Anwesen spürte man deutlich den historischen Geist der Vergangenheit, der sich in jedem Gemälde, in den wertvollen Vasen und in allen Geheimnissen der letzten Jahrhunderte widerspiegelte. »Denkst du bitte daran, dass wir nächstes Wochenende den Empfang für den chilenischen Botschafter geben?«, erinnerte mich Dad. »Ist gespeichert.« »Und diesmal hätte ich gern eine friedliche Präsidententochter an meiner Seite.« Ich blieb stehen und seufzte schwerfällig. Die Erinnerung an das letzte Bankett verdüsterte sofort meine Stimmung. »Ich mag es eben nicht, unter dem Tisch begrapscht zu werden, auch wenn es der Sohn eines Kongressabgeordneten ist.« »Ein Wort hätte ausgereicht, um ihn durch unser Personal entfernen zu lassen – ohne öffentlichen Skandal.« »Immerhin weiß niemand, dass ich dafür verantwortlich war, dass ihm die Hose bis zu den Knöcheln heruntergerutscht ist.« Ich kicherte. Ich hatte noch immer das Bild vor Augen, wie Matthew vom Bankett aufstand und vor allen politisch hochrangigen Persönlichkeiten in Unterhose dastand. »Da hast du recht. Wie hast du es nur geschafft, seine Hose so zu öffnen, dass Matthew es nicht bemerkt hat? Sogar die Times hat Fotos von ihm mit heruntergelassener Anzughose veröffentlicht.« »Tja, so was nennt man Berufsgeheimnis und wird nicht verraten, Mr. President.« Wir erreichten die große Flügeltür. Dort wartete meine Limousine mit den Bodyguards, die mich nach Harvard zurückbegleiten würden. »Ach, komm her, Pepper. Die Wochenenden vergehen viel zu schnell. Du fehlst uns.« Dad zog mich in seine Arme, und sofort kitzelte mich sein Aftershave, das er schon seit Jahren benutzte. Ich liebte diesen herben und frischen Duft, der zu ihm passte – der einfach zu ihm gehörte. Auch wenn mein Vater der Präsident der Vereinigten Staaten war, war er immer mein Dad geblieben – der Mann, der mir das Fahrradfahren beigebracht, Gutenachtgeschichten vorgelesen und sich stets Zeit für mich genommen hatte – bis heute. Ich löste mich von ihm. »Du und Mum fehlt mir auch sehr.« Er küsste mich auf die Stirn, strich meine pink gefärbte Haarsträhne hinters Ohr und führte mich hinaus zur Limousine. »Ich verspreche, ein braves Mädchen zu sein.« In seinen Ohren klang es wahrscheinlich wie eine Lüge, aber er brauchte diesen Satz, um mich beruhigt gehen zu lassen. Ich setzte ein süßes Lächeln auf, blinzelte, und schon entspannte er sich. »Wieso habe ich da meine Zweifel?«, neckte er mich grinsend. »Okay, noch eine letzte Umarmung, bitte.« Lachend tat ich ihm den Gefallen. Eine Weile standen wir so da und genossen den seltenen Moment. Mrs. Blum, Dads Assistentin, unterbrach uns und räusperte sich dezent im Hintergrund. »Mr. President, die Minister warten.« Er löste sich von mir. »Ich muss los, Leni, die Pflicht ruft.« Er warf einen Blick zur wartenden Limousine und meinen Bodyguards. »Ärgere die Jungs nicht. Du weißt, sie machen nur ihren Job.« Ich rollte mit den Augen und kam mir vor, als wäre ich wieder sechzehn. »Aber Mr. President, so etwas würde ich niemals tun«, gab ich in gespielter Marilyn-Monroe-Manier von mir. Grinsend schüttelte er den Kopf, als ich mich von ihm abwandte und zur Limousine ging. »Leni Davis«, rief er mich. Ich hielt inne und wusste genau, was er wollte. »Ja, Dad?« Mit dem Zeigefinger winkte er mich zu sich. »Sei ein braves Mädchen und rück ihn raus.« Er streckte mir seine flache Hand entgegen und wartete. Ertappt legte ich seinen exquisiten Montblanc-Kugelschreiber, den ich geschickt aus seiner Anzugjacke entnommen hatte, in seine Handfläche zurück. Er lachte. »Du bist unverbesserlich, Pepper.« »Ich weiß«, gab ich zu. Die Sache mit dem Montblanc war so ein Ding zwischen uns. Schon seit einigen Jahren machte ich mir einen Spaß daraus, alltägliche Gegenstände aus Taschen verschwinden zu lassen. Ich war gut darin und amüsierte mich köstlich, wenn Mum mal wieder nach ihrer wertvollen Halskette oder unser Personal nach irgendwelchen Wertgegenständen, die es zuhauf im Weißen Haus gab, suchte. Als Kind war ich von Magiern und Zauberkünstlern fasziniert gewesen, hatte YouTube-Videos geschaut und jeden Tag geübt, bis ich meine Familie und Freunde völlig verblüfft hatte. Mittlerweile war die Sache mit dem Kugelschreiber meines Vaters zu einem Ritual geworden. Bei jeder Verabschiedung stahl ich ihm seinen heißgeliebten Montblanc. Ich sah meinem Dad nach, während er den Stift in seine Innentasche steckte, triumphierend mit seinen Augenbrauen zuckte und zusammen mit seinem Stab im Weißen Haus verschwand. Seufzend wandte ich mich dem Wagen und den vier Jungs zu, die mich nach Harvard begleiten würden. Ziemlich anhängliche Typen, die mir früher mit ihren stoischen Blicken und undurchdringlichen Zügen Angst eingejagt hatten. Schwarze Anzüge, dunkle Sonnenbrillen, breit wie Kleiderschränke – das waren die Kerle vom Secret Service. Inzwischen hatte ich mich an sie gewöhnt und wusste, wie ich mit ihnen umzugehen hatte. Nicky, meine beste Freundin und Zimmergenossin, liebte es, wenn ich aus den unterkühlten und coolen Typen verwirrte, ängstliche Häschen machte. Nur Steven McLane, der Leiter meines Bewacher-Teams, ließ sich von mir nicht aus der Ruhe bringen. Nicky war heimlich in ihn verliebt und himmelte ihn regelrecht an, doch der gute Steven hatte nur Augen für mich – seinen Job. Neben ihm waren für meine Sicherheit noch Jeff, Richie und … Fehlte nicht einer? Ich senkte meine Sonnenbrille und schaute mich um. »Hat Ferris keine Lust mehr oder wurde er wegen seiner Paranoia gefeuert?« Ferris war der Schlimmste von allen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte man die Harvard-Professoren mitsamt den historischen Gebäuden nach Washington verlegen lassen. Hinter jedem Grashalm und Baum hatte er einen Terroristen vermutet. »Ferris hat sich versetzen lassen. Es kommt Ersatz für ihn, Ms. Davis«, gab Steven sachlich von sich. Schuldbewusst hielt ich inne. »Ich hoffe nicht meinetwegen, oder?« Statt mein schlechtes Gewissen zu vertreiben, schmunzelte er und schwieg. Oh Mann, das war Antwort genug. War ich wirklich so ein Monster? Ich hatte mich am Freitag nur unter die Besucher mischen und durch die Gänge des Weißen Hauses schlendern wollen, aber Ferris, die Nervensäge, hatte mich wie üblich nicht aus den Augen gelassen. Er hatte sofort seinen Kollegen meinen genauen Standort durchgeben wollen. Dank meiner geschickten Finger hatte ich unbemerkt das Spiralkabel hinter seinem Ohr mit einer Rasierklinge durchgeschnitten. Ich musste jetzt noch grinsen, wenn ich an sein verdutztes Gesicht dachte. Er war deswegen völlig ausgeflippt und hatte sich wohl auch deshalb versetzen lassen. Das Einzige, was ich zu meiner Verteidigung sagen konnte, war, dass ich mich nicht so fürchterlich ernst nahm und es niemals böse meinte. Als Tochter des Präsidenten war man eben eingeschränkt und musste Mittel und Wege finden, um sich den Alltag irgendwie erträglich zu machen. Seufzend stieg ich ein und ließ mich zum Flughafen chauffieren. Kaum verließen wir die Sicherheitsschranken des Weißen Hauses, wurde der Wagen von Blitzlichtgewitter verfolgt, und einige Journalisten rannten uns hinterher. Ich war es mittlerweile gewöhnt, dass mein Gesicht in vielen der Klatsch- und Tratsch-Blätter mit den verrücktesten Geschichten abgelichtet wurde. Okay, manches entsprach der Wahrheit, aber nur selten. Weit genug von den Presseleuten entfernt, zog ich eine Fratze. Ein Redakteur hätte für solch ein Foto ein Vermögen hingeblättert. Ich kicherte in mich hinein, dann setzte ich noch einen obendrauf und streckte meinen schwarz lackierten Mittelfinger aus. Das war meine kleine persönliche Rache, und jedes Mal genoss ich es. »Dass die nie müde werden, Fotos von mir zu machen …« Ich stöhnte genervt und lehnte mich in das weiche Leder zurück. »Sie sind eben eine der meistfotografierten Personen«, antwortete Steven, schaute zu mir nach hinten und warf mir ein Lächeln zu. »Ja, leider.« Die Straßen von Washington flogen an uns vorbei, und ich erinnerte mich an die Zeit vor der Präsidentschaft meines Vaters. Wenn ich daran zurückdachte, lächelte ich, weil wir alle glücklich und zufrieden gewesen waren. Bilder von fröhlicheren Tagen flackerten auf, und manchmal, so wie jetzt, wurde ich wehmütig. Mein Dad war der zielstrebigste und ehrlichste Mensch, den ich kannte, und der tollste Dad der Welt. Er war ein Held – mein Held. Zu ihm schaute ich auf und wünschte, ich wäre so mutig und tapfer wie er. Was er und ich gemeinsam hatten, konnte man nicht an Äußerlichkeiten festmachen. Ich sah ihm überhaupt nicht ähnlich,...



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