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aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, Band 2, 248 Seiten
Reihe: You & Me
Cherubim YOU & ME - Der Zauber am Ende des Tages
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7368-6353-8
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Liebesroman
E-Book, Deutsch, Band 2, 248 Seiten
Reihe: You & Me
ISBN: 978-3-7368-6353-8
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
'Es ist schwierig, mit Lu befreundet zu sein. Sie ist wie eine Rebellion, stürzt sich in mein Leben und wirbelt alles durcheinander - bringt mich um den Verstand.' Matt fällt aus allen Wolken - ausgerechnet er muss Lucinda Godluc, die verrückte Pummelelfe heiraten. Was sie verbindet - die Hoffnung, was sie trennt - die Vergangenheit. Ist ihre Hoffnung stark genug, um die Vergangenheit zu vergessen?
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Prolog Lu
Mein Herz rast, während ich das Gelächter höre und die vielen Blicke auf mir spüre. Ich bin nackt, stehe mitten in der Umkleide unserer Schwimmhalle und versuche verzweifelt, meine Brüste und Scham mit den Händen zu bedecken. Leise weine ich, während ich in die Gesichter blicke, die mir wie Fratzen von Monstern erscheinen. Tränen strömen mir übers Gesicht, meine Hände zittern und sind zu klein, um alles zu schützen. Verzweifelt drehe ich mich im Kreis und bemerke, wie das Lachen noch lauter wird. Ich will hier weg – so schnell wie möglich. Je mehr ich versuche, mich zu schützen, desto mehr lachen sie, spotten, zeigen mit dem Finger auf mich. Fies waren sie schon immer. Aber dies hier übertrifft alles, was ich bisher aushalten musste. Die Jungs aus meiner Klasse krümmen sich vor Lachen. Die Mädchen, die nie wirklich meine Freundinnen waren, kichern und Lynn, die Beliebteste, verschränkt ihre Arme und sieht mich herablassend an. Ich will sterben – am liebsten hier und jetzt. Dann wäre alles vorbei und ich würde endlich fort sein – fort von diesem Ort, an dem ich sowieso nie sein wollte. Ich bin ihnen völlig ausgeliefert. Verzweifelt suche ich nach einem Kleidungsstück, mit dem ich mich bedecken kann – einem Handtuch oder einem Fetzen Stoff, irgendwas - doch hier ist nichts. Es ist hoffnungslos, die Tür ist versperrt. Direkt davor steht der Junge, dem ich das alles zu verdanken habe - in den ich bis vor ein paar Minuten noch so verknallt gewesen bin. Oh Gott! Mein Herz rast so wild, als würde es gleich zerspringen. Ich schaffe es nicht, ihm in die Augen zu schauen. »Lucinda, weißt du eigentlich, wie fett du bist?«, fragt Lynn und lacht hämisch dabei. Ich kann nichts erwidern, weil mein Mund zu trocken ist. Ich schluchze. Sie hat ja Recht. Ich bin dick, klein und hässlich. Ich habe rotes, kurzes Haar, Sommersprossen und eine Zahnspange. Und weil irgendjemand dort oben dachte, dass ich noch nicht hässlich genug war, hat man mich fast blind wie einen Maulwurf gemacht. Deshalb trage ich eine Brille mit dicken Gläsern und einem breiten Gestell. Lynn ist der Mittelpunkt unserer Klasse. Hübsch, frech und Lieblingsschülerin der Lehrer. Wo sind die eigentlich, wenn man sie mal braucht? »Lasst mich gehen«, flehe ich. Doch das scheint sie alle nicht zu interessieren. Sie lachen weiter und spotten über mich. Ich höre ein Klicken. Oh nein! Wann ist dieser Albtraum zu Ende? Eine Kamera ist auf mich gerichtet. Jemand fotografierte mich. Ich spüre, wie die Kraft in meinen Beinen nachlässt - drohe, zusammenzubrechen. »Das glaubt uns sonst keiner. Lucinda nackt! Die dicke Sau von Hinsdale! Hey, findet ihr nicht auch, dass sie aussieht wie ihr Hausschwein? Wie heißt dieses Vieh noch gleich?«, fragt Lynn und sieht zu dem Jungen, der als Einziger nicht lacht. »Bertha«, murmelt er und grinst sie an. Das gleiche Grinsen, welches er auch mir schon geschenkt hat. Jetzt finde ich es nicht mehr süß. Es wirkt schmutzig und böse. Hasserfüllt blicke ich ihm entgegen. Wie konnte ich mich nur so in ihm täuschen? Wochenlang hat er mir Freundschaft vorgespielt und ich bin darauf hereingefallen! Er sollte mich toll finden und witzig. Ich wollte so sein wie Lynn. Ich wollte sogar meine Haare wachsen lassen, damit er mich trotz meiner Extrakilos hübsch fand. Ich dachte, er spielt nur in der Schule den coolen Typen und ist privat ein wirklicher Freund. Doch da habe ich mich getäuscht. Jetzt hasse ich ihn dafür, fühle den Schmerz, der sich tief in mich hineinfrisst. Mit aller Kraft versuche ich, mich auf den Beinen zu halten, und gerade als ich glaube, am Ende zu sein, wird die Tür von außen geöffnet und eine erwachsene Stimme scheucht meine Mitschüler aus der Umkleide. Jemand spricht mit mir und ich spüre warme Hände auf meinem Arm. Das Gelächter verstummt schließlich. Es ist jetzt still und ich kann nicht glauben, dass ich tatsächlich alleine bin. Zögerlich rapple ich mich auf, sehe mich um und öffne ein Schließfach nach dem anderen. Verdammter Mist! Wo sind nur meine Sachen? »Lucinda?« Ich blicke auf und sehe in das Gesicht von Mrs. Miller, meiner Sportlehrerin. Sie mag mich nicht sonderlich, aber jetzt erhoffe ich mir, dass sie mir helfen wird. Sie sieht an mir herunter und da bemerke ich ihren abwertenden Blick. Ihre Mundwinkel zucken, als würde sie sich ein Grinsen verkneifen. »Ich suche meine Kleider. Mrs. Miller, bitte helfen Sie mir!« Sie mustert mich von Kopf bis Fuß. Ihre Blicke sind wie kleine Nadeln auf meiner Haut und zeigen mir deutlich, wie erschrocken sie über meinen Anblick ist. Sie stiert auf meinen Bauch. »Wo hast du denn deine Kleider?«, will sie wissen, ohne sich zu rühren. Ein kleines Grinsen huscht über ihre Lippen. Gerade möchte ich etwas sagen, als die Tür erneut aufgeht und weitere Lehrer die Umkleide betreten. Verzweifelt suche ich nach einem Versteck. »Ich kann es nicht glauben, Camile. Wir haben alle gedacht, es sei nur ein Scherz, dass Lucinda nackt ist«, sagt einer der Lehrer. Mein Schluchzen wird lauter und ich spüre, wie erneut Panik über mich hereinbricht, als sämtliche Lehrer sensationslüstern die Umkleide betreten und mich anstarren. Einige kichern hinter vorgehaltener Hand. Mein Geschichtslehrer reißt entsetzt die Augen auf - der Ekel steht ihm ins Gesicht geschrieben. Nein! Ich will, dass es aufhört. Ich kann nicht mehr. Immer mehr Lehrer stehen jetzt in der Umkleide und niemand hilft mir. Ihre Gesichter verschwimmen vor meinen Augen und ich muss die Erniedrigung ertragen. Rückwärts stolpere ich gegen die Wand, die ich kalt an meinem nackten Rücken spüre. Jetzt treten die Lehrer näher und ich bekomme noch mehr Angst. Das Lachen wird noch lauter und plötzlich stehen nicht nur die Lehrer in der Kabine, sondern ganz Hinsdale! Sogar meine Eltern und Mrs. Reabut, die Verkäuferin aus unserer Bäckerei. Die Wände verschwinden und aus der Umkleide wird der große Platz vor dem Rathaus. Alle lachen laut, kommen langsam auf mich zu. Ihre Stimmen hallen plötzlich in meinen Ohren und sie strecken ihre Hände nach mir aus, als wollten sie nach mir greifen. Oh Gott! *** Schweißgebadet schrecke ich hoch. Mein Atem geht schnell und ich brauche ein paar Sekunden, um zu realisieren, dass es wieder nur der Traum war. Es ist schon ein paar Monate her, dass ich diesen blöden Traum das letzte Mal hatte. Nur sehr langsam verblassen die Bilder in meinem Kopf und zurück bleiben ein brummender Schmerz und die Erleichterung, endlich aufgewacht zu sein. Ich verdränge die Bilder schnell und versuche, nicht mehr daran zu denken. Neben mir vernehme ich ein leises Schnarchen. Wo bin ich? Und wer zur Hölle ist dieser Typ?! Ich sitze nackt in einem fremden Bett, neben mir liegt ein Kerl und ich muss mich anstrengen, um mich zu erinnern, was in der letzten Nacht geschehen ist. Ich blicke ihn an. Sein Gesicht hat er tief in die Kissen vergraben und sein Haar ist verstrubbelt. Eigentlich total niedlich. Er hat mir gefallen und er wirkte irgendwie verloren, wie er so einsam an der Bar saß. Ich habe eine Schwäche für einsame, schräge Kerle. Und dieser hier ist ein ganz besonderes Exemplar - typischer Anzugträger, aber irgendwie völlig deplatziert. Sein Oberkörper hebt und senkt sich gleichmäßig. Plötzlich spüre ich wieder seine heißen Küsse auf meiner Haut, seine Berührungen an meiner empfindlichsten Stelle. Mannomann! Die letzte Nacht war wirklich ... heiß! Es kribbelt verräterisch in meinem Schoß und eine Welle der Lust erfasst mich. Kurz überlege ich, ob heute Morgen eine zweite Runde möglich wäre. »Reiß dich zusammen, Lu!«, ermahne ich mich im Stillen. »Du wirst dich jetzt brav anziehen und dann verschwinden.« Es muss noch ganz früh sein. Erinnerungsfetzen von der Auseinandersetzung, die ich mit meinen Eltern hatte, bevor ich einfach abgehauen bin und in dieser Bar landete, blitzen auf. Meine Kopfschmerzen werden schlimmer, je mehr ich darüber nachdenke. Leise stehe ich auf, sammle meine Klamotten ein, die verstreut überall auf dem Boden liegen, und schließe die Badezimmertür hinter mir. Ich werfe einen Blick in den Spiegel und erschrecke. Mein Gott! Die Reste der Wimperntusche haben sich wie dunkle Schatten um meine Augen gelegt und meine Haare stehen wild vom Kopf ab. Ich wasche und kämme mich und finde sogar noch eine verpackte Einweg-Zahnbürste. Als ich angezogen und einigermaßen wach bin, riskiere ich einen Blick zu dem Typen. Ob er noch schläft? Eine Gänsehaut bildet sich, wenn ich nur daran denke, wie er mich heute Nacht genommen hat. Ich schmunzle, weil er sich als Leo vorgestellt hat. Er hat mich gestern angeschwindelt, da bin ich mir sicher. Aber jetzt will ich wissen, wie er wirklich heißt. Kurzerhand beschließe ich, seine Sachen nach einer Visitenkarte zu durchsuchen. Meistens haben die Anzugträger welche in ihrer Brieftasche. Ich schleiche zu seiner Hose, die neben dem Bett auf dem Boden liegt, und durchsuche sie. Mir klopft ein wenig das Herz. Wenn er jetzt aufwachen würde, würde er mich für eine Diebin halten. Er bewegt sich, ich halte in meiner...




