Cherubim | YOU & ME - Ein neues halbes Leben | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 307 Seiten

Reihe: You & Me

Cherubim YOU & ME - Ein neues halbes Leben

Liebesroman
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7368-8663-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Liebesroman

E-Book, Deutsch, Band 3, 307 Seiten

Reihe: You & Me

ISBN: 978-3-7368-8663-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Er trat auf mich zu, strich eine Träne aus meinem Gesicht. 'Ich will dir niemals wehtun, aber es ist schwer, weil ich weiß, dass ich keine andere Wahl habe.' Die Zeit läuft. Liam ist nicht aufzuhalten - sein Plan steht. Lisa muss das verhindern und bricht bei ihm ein - in seine Wohnung und in sein Herz. Dabei entdeckt sie die grausame Vergangenheit und eine schreckliche Zukunft. Sie verlieben sich, doch Liam und Lisa dürfen das niemals zulassen - zu schmutzig ist ihre gemeinsame Geschichte. Der Leser wird sich wünschen, die beiden hätten sich zu einer anderen Zeit oder in einer besseren Welt kennengelernt. HERZZERREIßEND - VERFÜHRERISCH - GEHEIMNISVOLL Nach dem Bestseller 'You & Me - Zwei Leben mit dir' und dem Folgeroman 'You & Me - Der Zauber am Ende des Tages' erscheint nun der dritte Teil der erfolgreichen Liebesroman-Reihe. 'You & Me - Ein neues halbes Leben' ist ein MUSS für Romance - Fans! Jeder Band ist in sich abgeschlossen.

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Kapitel 3
Lisa   Hannah kannte mein Geheimnis nicht und das war auch gut so. Unbewusst war sie, genau wie Aidan, meine seelische Unterstützung heute Abend. Vor dem Eingang des Maboo wartete ich auf Hannah. Allein traute ich mich nicht, den Club zu betreten – Liam würde den ganzen Abend da sein. Wo blieb sie nur? Wollte sie nicht schon längst hier sein? Zum x-ten Mal warf ich einen Blick auf meine Armbanduhr und schritt ungeduldig auf und ab. Absichtlich vermied ich es durch das Fenster zu spähen. Ich war zu nervös. In ein paar Minuten würde ich ihn sehen, ihm direkt in die Augen blicken. »Lisa!«, hörte ich Hannahs Stimme hinter mir und wandte mich zu ihr um. Endlich! »Du bist ja schon da! Wartest du schon lange?« Sie umarmte mich herzlich und ich war froh, sie zu sehen. Wow! Ich war beeindruckt davon, wie sie sich verändert hatte. Ihre Augen leuchteten regelrecht, sie strahlte eine tiefe Zufriedenheit aus. Jake schien ihr wirklich gutzutun. Aus dem schüchternen, zurückhaltenden, jungen Mädchen war eine selbstbewusste und unglaublich schöne Frau geworden. »Du bist ja völlig durchgefroren! Wieso gehst du nicht hinein?«, fragte sie vorwurfsvoll. »Deine Hände sind eiskalt.« Sie zog mich zum Eingang und öffnete die Tür. Sofort umfing uns Wärme, laute Musik und jede Menge Leute, die feierten. Meine Wangen begannen zu brennen und langsam kehrte ein Gefühl wieder in meine Zehen zurück. Mit klopfendem Herzen folgte ich ihr durch das Getümmel und sah mich vorsichtig nach ihm um. »Schau, dort drüben sind noch zwei Plätze frei«, sagte Hannah und schob mich ans Ende des Tresens. Wie selbstsicher sie geworden war! Jake, dieser Teufelskerl! Was hatte er nur aus meiner Hannah gemacht? Was es auch war, ich war ihm dankbar dafür. Sie sah glücklich aus und das von der Haarspitze bis zum kleinen Zeh. »Guten Abend, die Damen. Ich bin Logan, was darf es sein?« Ich erkannte ihn. Es war der Typ, dem das Maboo wohl gehörte, mit dem Liam das letzte Mal am Hintereingang, geredet hatte. Fragend sah er abwechselnd von Hannah zu mir. »Hallo Logan. Ich brauche etwas, was mich aufwärmt«, begann ich und hoffte, man würde meine Nervosität nicht bemerken. »Dann vielleicht einen Hot Vanilla?«, fragte er. »Hot? Wenn es die innere Kälte vertreibt.« »Bestimmt! Er duftet nach Vanille und Kaffee und bekommt durch kandierte Ananas einen Vitamin-Kick. Der Brandy wärmt dich von innen auf«, erklärte er. »Hört sich lecker an.« »Für mich eine Cola bitte«, sagte Hannah. Er nickte und machte sich an die Arbeit. Am Tresen stand noch ein zweiter Barmann, aber von Liam war weit und breit nichts zu sehen. Enttäuscht stieß ich meinen Atem aus. Somit hatte ich noch etwas Zeit, um mich an den Gedanken zu gewöhnen, ihm heute so nahe zu kommen wie noch nie zuvor. »Geht es dir nicht gut?« Ich sah auf. »Was?« Hannah sah mich sorgenvoll an. »Naja, du bist so still.« »Mit mir ist alles in Ordnung«, versuchte ich sie abzulenken. »Jetzt erzähl schon, wie ist Roger, ähhh ... ich meine Jake so?« Sofort fingen ihre Augen an zu leuchten, als sie von ihm zu erzählen begann. »Ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben noch nie so glücklich, Lisa. Es ist einfach alles so ...« Sie suchte nach den richtigen Worten. »Perfekt?«, bot ich ihr an. »Ja, irgendwie schon. Es ist so anders mit ihm, verstehst du? Ich will damit nicht sagen, dass es mit Matt nicht schön war, aber ...« »Ich weiß, was du meinst«, lächelte ich. »Es ist anders mit ihm und genau so, wie du es dir immer gewünscht hast.« »Ja, mit Jake kann ich sein, wie ich wirklich bin. Er versteht mich voll und ganz. Ich glaube, ich war noch nie einem Menschen so nahe.« Ich freute mich aufrichtig für sie. Sie hatte es verdient, endlich glücklich zu sein. Während sie weiter von Jake schwärmte, brachte Logan die Getränke. Als er Hannah ihre Cola reichte, zwinkerte er ihr zu. »Hast du das gesehen?«, fragte sie mit aufgerissenen Augen, als er zur anderen Seite des Tresens lief. Ich nippte an meinem Hot Vanilla und zuckte mit den Schultern. »Hast du in der letzten Zeit schon mal in den Spiegel geschaut?« »Wieso?« »Du trägst dein Haar ganz anders als früher, du schminkst dich und hast engere Klamotten an. Du bist sexy. Da ist es doch normal, dass Männer dich ansehen und dir zuzwinkern.« Die alte, typische Röte stieg ihr ins Gesicht, was mich schmunzeln ließ. »Das ... das ...«, stotterte sie. »... ist nichts, wofür du dich rechtfertigen müsstest. Du bist verliebt und dein Freund hat das alles aus dir herausgeholt. Dornröschen wurde endlich wachgeküsst.« Ein kleines Lächeln erschien auf ihren Lippen. »Ja, so ungefähr fühle ich mich. Jake und ich ...« Während sie begeistert von ihrer Beziehung zu Jake sprach, schweiften meine Gedanken wieder zu Liam. Bisher war meine Rechnung nicht aufgegangen. Vielleicht arbeitete er heute nicht oder überhaupt nicht mehr hier? Ich musste das so schnell wie möglich herausfinden. Normalerweise war ich nicht so zimperlich, aber in dieser Sache stand ich mir wirklich selbst im Weg. Aber jetzt widmete ich mich meiner Freundin. Hannah und ich hatten uns eine Weile nicht gesehen, weil sie damit beschäftigt war, ihre neue Liebe zu genießen. Ich hatte für Stella ein paar Extraschichten im Café übernommen, mein Studium vernachlässigt, weil ich nebenher einen Typ stalkte. Aber davon wusste Hannah ja nichts. Der Hot Vanilla schmeckte lecker. Schnell hatte ich das Glas geleert und spürte schon, wie der Brandy mich von innen aufwärmte. Ich sollte langsamer trinken. Ich konnte zwar einiges vertragen, doch das letzte Mal endete mein Schwips fast in einer Katastrophe. Andererseits wäre ich dann mutiger und könnte Logan über Liam ausfragen. Noch hatte ich nicht herausgefunden, wo er wohnte, und falls er wirklich nicht mehr im Maboo arbeiten sollte, könnte es schwer werden, das herauszufinden. Wenn ich Logan nach ihm fragen würde, würde er wahrscheinlich glauben, ich wäre eine aus Liams Harem. Ich war bestimmt nicht die Einzige, die gerne die Telefonnummer oder Adresse von Liam haben wollte. Hm, wie könnte ich sonst an diese Information kommen? Vielleicht führte Liams Chef Buch über seine Mitarbeiter, dann bräuchte ich nur Zugang zum Büro. »... Lisa?« Hannah fuchtelte mit ihrer Hand vor meinem Gesicht. Erschrocken sah ich zu ihr auf und wich zurück. »Was?« Sie schüttelte den Kopf. »Du scheinst meilenweit fort zu sein. Du hörst mir ja gar nicht zu. Was ist denn los? Du kannst es mir ruhig sagen, wenn ich aufhören soll von Jake und mir zu erzählen!« »Was? Nein, wieso?« »Ich erzähle dir von meinem Glück und du ... du scheinst überhaupt nicht zuzuhören.« »Entschuldige ...«, beruhigte ich sie. »Möchtest du woanders hingehen? Wir können Aidan eine Nachricht schreiben und ihm sagen, wo wir sind«, schlug Hannah vor. In ein anders Lokal? Scheiße! Ich war schon völlig verwirrt. Wahrscheinlich war es das Beste, wenn ich Liam für ein paar Stunden vergaß. Ich sollte mich meiner Freundin widmen, so, wie sie es verdient hatte. »Ja, vielleicht ist das gar keine schlechte Idee«, sagte ich und lächelte einverstanden. Ich gab Logan zu verstehen, dass wir zahlen wollten, und winkte ihn zu uns. »Moment! Ich komme sofort«, sagte er und verschwand durch eine kleine Tür. »Und wie geht es Nancy? Hast du sie seit unserem letzten Desaster mal wieder gesehen?« Ein Grinsen legte sich auf Hannahs Lippen und auch ich musste lächeln, als ich an die Vernissage dachte. »Sie hat mir ein paar Mal auf den Anrufbeantworter gesprochen, aber bisher hatte ich noch keine Zeit, sie zurückzurufen. Einmal hat sie mich im Café besucht und wir haben zusammen meine Pause verbracht. Aber das ist jetzt auch schon eine Weile her, seitdem habe ich sie nicht mehr ...« Plötzlich jubelten und applaudierten die Leute. Verwundert sahen Hannah und ich auf. Ein paar junge Frauen kreischten. Als ich den Grund dafür entdeckte, stockte mir der Atem. Ich war nicht fähig weiterzusprechen. Da stand er, band sich eine schwarze Schürze um und begrüßte einige Gäste am Tresen. Er sah umwerfend aus. Eigentlich mochte ich Männer mit einem Drei-Tage-Bart nicht besonders, aber Liam wirkte damit unglaublich sexy. Sein Lächeln nahm sein ganzes Gesicht ein und bildete um seine Augen kleine Fältchen. Ein Schauer fuhr mir den Rücken hinunter und mein Mund war plötzlich staubtrocken. Ich konnte nicht anders als ihn anzustarren. Ich vergaß alles um mich herum, sah nur ihn, wie er lächelte, und doch wusste ich, dass es eine Fassade, eine Maske sein musste, die er täglich aufsetzte – genau wie ich. »Ist dir schlecht oder so? Du bist ganz bleich!«, fragte Hannah besorgt und griff mir unter den Arm, was...



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