Chialo | Der Kampf geht weiter | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

Chialo Der Kampf geht weiter

Mein Leben zwischen zwei Welten
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-86774-744-8
Verlag: Murmann Publishers
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mein Leben zwischen zwei Welten

E-Book, Deutsch, 200 Seiten

ISBN: 978-3-86774-744-8
Verlag: Murmann Publishers
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Joe Chialo ist Musikmanager, Familienvater, Christ, Deutscher, Afropäer mit Wurzeln in Tanzania, CDU-Bundesvorstand, Crossover-Metallsänger, Türsteher, Kreativer und: Er will mehr. Er will raus aus den 'Mimimi-geht-nicht'-Verhinderungsschleifen. Er will trotz Widersprüchen Brücken bauen. Chialo geht mit seinen Themen dorthin, wo es wehtut, wo die Veränderungen am schwierigsten sind. In die Kirche. Der Kompass in seinem Leben. Christliche Erziehung, Werte, Menschenbild. Die Moral der Amtskirche wird derzeit in ihren Grundfesten in Frage gestellt. Missbrauch, Korruption und Massenaustritte. NEIN, sagt der Autor. Kirche ist mehr! Es geht um Glaubwürdigkeit! In die CDU. Eine Partei in der Opposition. Auf der Suche nach der Zukunft. Abgewählt aus der Regierungsverantwortung. Frustriert? NEIN, sagt der Autor. CDU ist mehr! Eine Partei, die wieder zwei Fragen in den Mittelpunkt rückt: Wer sind wir und wer wollen wir werden? Nach Afrika. Korrupte Regierungen, Hunger, Armut, Krankheiten, Bürgerkrieg. NEIN, sagt der Autor. Afrika ist mehr! Jung, dynamisch, im Aufbruch, eine kreative Supermacht. Deutschland und Europa brauchen ein neues Mindset für eine beiderseitige Gewinnbeziehung. Chialo ist pragmatisch, mit Tatkraft, Resilienz und Frustresistenz. Er fordert mehr Offenheit für die Chancenvielfalt bei der Bewältigung der großen Themen unserer Zeit. Ganz konkret und jenseits politischer Sonntagsreden

Joe Chialo ist erfolgreicher Musikmanager und Mitglied des Bundesvorstands der CDU. Er versteht sich als Afropäer, also Deutscher und Afrikaner gleichermaßen. Geboren in Bonn als Sohn einer tansanischen Diplomatenfamilie wuchs er in der Nähe von Köln auf und startete von hier aus seine Karriere in der Musikindustrie. Der 52-Jährige betreibt heute ein Joint Venture mit Universal Music in Europa und Afrika, lebt mit seiner Familie in Berlin und engagiert sich für eine Verbesserung der deutsch-afrikanischen Beziehungen auf allen Ebenen.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


»AFRIKA BRAUCHT
UNS NICHT, WIR
BRAUCHEN AFRIKA«

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

es galt immer, in großer Not zu helfen.

Und das war im Ansatz immer gut.

Entwicklungshilfe hatte immer die besten Absichten,

es ging darum, die finanzielle Not in Afrika zu lindern.

Doch die Entwicklungshilfe ist inzwischen zu einer Industrie gewachsen.

Es sind viele, viele Organisationen, die das Beste wollen,

doch aufgrund von Ineffizienz und falschen Voraussetzungen oft nicht das erreichen,

was sie erreichen wollen.

Aus meiner Sicht hat diese Entwicklungshilfeindustrie immer auch etwas Abschätziges

gegenüber einem Kontinent,

der sich im Aufbruch befindet.

Ja, der Kontinent ist komplex – wie jeder Kontinent.

Es gibt Armut und Krieg, aber eben nicht nur.

Daher brauchen wir eigentlich etwas ganz anderes.

!

Deutschland sollte vor allem

die wirtschaftliche Zusammenarbeit

mit Afrika intensivieren –

und zwar partnerschaftlich.?

Und deshalb müssen wir

die Entwicklungshilfe

in ihrer jetzigen Form abschaffen.?

Sie ist teuer.?Sie ist ineffizient.?

Und sie erreicht nicht das,

was sie erreichen will.

Was wir brauchen, ist ein Perspektivwechsel.

Denn nicht Afrika braucht Europa.

!

Europa braucht Afrika.

Der afrikanische Kontinent ist jung,

das Durchschnittsalter liegt zwischen 20 und 25.

Die Bevölkerung wächst so schnell wie keine andere

auf der Welt.

Schon heute leben 1,4 Milliarden Menschen auf dem Kontinent. 2030 könnten es 1,7 Milliarden sein.

Dann gäbe es mehr Afrikaner als Chinesen.

Nicht zuletzt erleben wir derzeit einen Bauboom.

Prognosen gehen davon aus,

dass in den nächsten zehn Jahren in Afrika mehr gebaut wird als in den vergangenen hundert Jahren

in Europa.

Sechs der zehn am schnellsten wachsenden

Volkswirtschaften weltweit

befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent –

und auch die Konsumausgaben steigen, derzeit

um fast vier Prozent.

Im Jahr 2021 waren es bereits über 1,93 Billionen Dollar.

Wir erleben eine enorme Dynamik,

ein neues Selbstbewusstsein – und eine Lust am Erfolg!

In vielen Branchen wie Technologie, Medizin oder

Landwirtschaft gibt es eine neue Elite,

top ausgebildet, oft im Ausland,

und sehr selbstbewusst,

was ihr Können und ihr Potenzial angeht.

Diese neue Generation,

die Erfahrungen in westlichen Industrieländern

gesammelt hat,

kommt jetzt zurück, packt an, engagiert sich,

gründet Unternehmen.

Und das ist der Gamechanger.

Viele Menschen in afrikanischen Ländern

sind längst in die Zukunft aufgebrochen –

vor allem, weil die Chancen der Digitalisierung

erkannt wurden.

Die Zahl der Start-ups schießt auf dem Kontinent

in die Höhe. Längst fließen hohe Summen an

Risikokapital nach Afrika.

Und die Frage ist:

Warum ist Deutschland so zurückhaltend?

Dabei liegt es auf der Hand: Wenn die Hälfte

der Bevölkerung jünger als 20 Jahre ist,

heißt das: In den kommenden Jahren wird es

immer mehr Menschen im erwerbsfähigen Alter

geben, die die Wirtschaft voranbringen.

Damit ist Afrika der einzige Kontinent auf der Welt

mit einer sogenannten »demografischen Dividende«.

!

Und diese jungen Menschen sind mutig,

lernbereit und es zieht sie in die Städte.

War es früher noch erklärtes Ziel,

Landwirtschaft zu betreiben und

sich sein Essen selbst anzubauen,

geht es den jungen Menschen immer mehr

um die eigene Wertschöpfung,

getrieben vom Willen,

Teil des Wirtschaftssystems zu werden.

Afrika ist ein Kontinent des Aufbruchs und Wandels.

Und ein extrem junger Kontinent bedeutet auch:

!

das ist ein riesiger potenzieller Markt

für Start-ups und moderne Computertechnologien,

für Medizin und Biotechnologie,

ein riesiger Markt für Kultur,

für Mode, für Musik und Film.

Ein Markt für digitale Produkte, für Software,

für Apps – für Zukunft.

Denn was viele in Deutschland nicht wissen:

Afrika legt gerade einen Innovationssprung hin,

es werden Entwicklungsstufen einfach übersprungen. Direkt vom Brief zur WhatsApp – ohne den Umweg

über Fax oder Mail.

Auch was die Bezahlung per Smartphone angeht,

ist der Kontinent weit vorne.

Bereits heute gibt es mehr Mobile Money Accounts

als traditionelle Bankkonten. Die Hälfte aller

Mobile-User nutzt für Geldtransfers ihr Handy.

Es gibt Mobile-Payment-Plattformen,

die schnelle Finanztransfers auch

in entlegenste Gebiete ermöglichen und damit

die Kaufkraft gerade der ländlichen Regionen stärken.

Die Nutzerzahlen solcher Plattformen haben längst

zweistellige Millionenhöhen erreicht.

Es sind die digitalen Finanzdienstleistungen,

die FinTechs, die den Weg in eine Zukunft

im Wohlstand bahnen.

2060 werden mehr als eine Milliarde Menschen

!

in Afrika zur neuen Mittelschicht gehören.

Also zu der Schicht, die der Motor

jeder Volkswirtschaft ist.

Um ihre Ziele zu erreichen, gehen sie in junge,

agile Unternehmen, die ständig wachsen.

Es gibt schon jetzt Hunderte von Unternehmen

in Afrika mit Milliardenumsätzen.

Dazu gehören Paketdienste, die inländische und

grenzüberschreitende Paketsendungen

mithilfe von künstlicher Intelligenz

revolutioniert haben,

dazu gehören Zahlungsplattformen,

die kleinen und mittelständischen Unternehmen

E-Commerce ermöglichen.

Und neben FinTechs sind in Afrika inzwischen

auch Start-ups gegründet worden,

die sich für ertragreichere Ernten,

die Überbrückung schwieriger Logistikketten

sowie eine bessere Gesundheitsversorgung einsetzen.

Noch wichtiger aber ist:

Diese Unternehmen wachsen schneller und

haben oft eine bessere Umsatzrendite

als Konzerne im internationalen Vergleich.

Wir sprechen hier von dynamischen und

extrem erfolgreichen Start-ups,

die sich hervorragend auch in Deutschland

auf Start-up-Messen präsentieren könnten –

sind sie doch Leuchttürme eines

rasant wachsenden Markts.

Und nicht wenige gehen davon aus,

dass der freie Handel und offene Grenzen

die afrikanischen Gesellschaften

in eine neue Zeit katapultieren.

Das schreit förmlich nach einer Start-up-Offensive,

!

nach einer stärkeren Vernetzung

von Deutschland und Afrika.

Sowohl politisch als auch unternehmerisch

ist Afrika für uns, für Deutschland und Europa,

nicht mehr wegzudenken.

Und das sollten wir endlich begreifen.

Nach Lage der Dinge wird man auf dem afrikanischen Kontinent nicht auf Deutschland warten.

Vielmehr beginnen afrikanische Länder

inzwischen, sich ihre Partner selbst auszusuchen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass China

das längst begriffen hat.

China ist seit Jahren der größte Investor

und Handelspartner in Afrika.

Viele Gelder fließen in den Aufbau

der Infrastruktur und in die Entwicklung

von Industrie und Handelszentren.

Dadurch genießt China in Afrika

große Sympathien.

Aber auch Russland bemüht sich

– schon lange vor dem Ukraine-Konflikt –

um Kooperationen mit afrikanischen Staaten,

vor allem auch auf militärischer

und sicherheitspolitischer Ebene.

Das zeigt sich in Mali, wo Russland

immer mehr die Rolle übernimmt,

die Deutschland und Frankreich

bis dato eingenommen hatten,

und die nun immer weiter zurückgedrängt werden....


Joe Chialo ist erfolgreicher Musikmanager und Mitglied des Bundesvorstands der CDU. Er versteht sich als Afropäer, also Deutscher und Afrikaner gleichermaßen. Geboren in Bonn als Sohn einer tansanischen Diplomatenfamilie wuchs er in der Nähe von Köln auf und startete von hier aus seine Karriere in der Musikindustrie. Der 52-Jährige betreibt heute ein Joint Venture mit Universal Music in Europa und Afrika, lebt mit seiner Familie in Berlin und engagiert sich für eine Verbesserung der deutsch-afrikanischen Beziehungen auf allen Ebenen.



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