E-Book, Deutsch, Band 1642, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Child Ein neuer Anfang in Hollywood
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86349-454-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1642, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-86349-454-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Eine Ehe? Nichts als ein cleverer Geschäftsabschluss für Devlin, denkt Valerie seufzend. Der einflussreiche Boss von Hudson Pictures scheint sie nur geheiratet zu haben, um die Beziehungen ihres Vaters zu nutzen. Aber Valerie hat sich mehr erträumt - und nutzt ihre Chance, als Devlin sie zurück will! Sie beginnt um ihre Beziehung zu kämpfen. Dieses Mal wird sie jedoch nicht die brave Ehefrau spielen, sondern dafür sorgen, dass Dev ihre Wünsche erfüllt. Und dazu gehören für Valerie viel Romantik, sinnliche Leidenschaft und überhaupt: die große Liebe ...
Da Maureen Child Zeit ihres Lebens in Südkalifornien gelebt hat, fällt es ihr schwer zu glauben, dass es tatsächlich Herbst und Winter gibt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches hat sie 40 weitere Liebesromane veröffentlicht und findet das Schreiben jeder neuen Romance genauso aufregend wie beim ersten Mal. Ihre liebste Beschäftigung neben dem Schreiben ist das Reisen; bevorzugt mit ihrem Mann und ihren Eltern. Eine lange Autofahrt mit drei Personen, die verschiedene Karten lesen und dem armen Fahrer, Maureens gestresstem Ehemann, die unterschiedlichen Richtungen zurufen, ist unvergleichlich! Aber natürlich bietet das Reisen auch gute Recherchemöglichkeiten für weitere Romances. Wenn Maureen zu Hause ist, kümmert sie sich um den Haushalt, in dem es sehr lebhaft zugeht; es gilt, sich um zwei fast erwachsene Kinder, deren Freunde und einen völlig verwirrten Golden Retriever namens Abbey zu kümmern. Abbey hat Angst vor dem Wind; sie weiß, dass es da draußen ist, kann es aber nicht sehen und weigert sich, das Haus zu verlassen, wenn es stürmisch ist. Also bleibt Maureen nicht anderes übrig, als Abbey an windigen Tagen draußen die Pfote zu halten...
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1. KAPITEL
Aus dem Vorzimmer drang ein Aufschrei des Entzückens. Devlin Hudson fuhr erschrocken zusammen.
Das war schon das vierte Mal an diesem Morgen. Die vierte Sekretärin, die einen Blumenstrauß, ein Plüschtier, eine Pralinenschachtel oder sonstigen Schnickschnack geschenkt bekam.
„Den Valentinstag sollte man verbieten“, murmelte er vor sich hin.
„Da spricht der König der Romantiker.“
Erbost blickte er seine Assistentin Megan Carey an. Die blonde Frau, die so etwa Mitte fünfzig war, schüttelte den Kopf und warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu.
„Bitte erspar mir deine Kommentare.“ Er kannte Megan lange genug und wusste, dass es das Beste war, derartige Gespräche sofort abzuwürgen. Sonst nahm ihr Redeschwall kein Ende.
„Ich sage doch gar nichts.“
„Das wäre das erste Mal“, entgegnete er kopfschüttelnd.
Dev gab sich keinen Illusionen hin. Sicher, er war der Älteste unter den Hudson-Geschwistern und hatte eine wichtige Stellung im Unternehmen. Ein böser Blick von ihm genügte, um unter den Schauspielern und ihren Agenten Angst und Schrecken zu verbreiten. Aber all das beeindruckte Megan Carey, die sein Büro – und damit sein ganzes Leben – leitete, leider überhaupt nicht. Sie nahm sich einfach das Recht, jeden seiner Gedanken, jede seiner Ideen zu kommentieren und oft aufs Schärfste zu kritisieren.
„Morgen ist nun mal Valentinstag“, stellte sie fest. Es ging schon wieder los.
„Du liebe Güte, morgen erst“, stöhnte er auf. „Das heißt, es geht noch einen ganzen Tag lang mit dieser Schenkerei weiter.“
„Oh Mann“, kommentierte Megan, „dir fehlt wirklich jeder Sinn für Romantik.“
„Hast du nichts zu tun?“, konterte er und sah sie mit einem Blick an, mit dem er sonst eigentlich nur Regisseure, die ihr Budget überzogen hatten, in ihre Schranken wies.
„Glaub mir“, erwiderte sie aufseufzend, „mit dir über dieses Thema zu sprechen … ist Beschäftigung genug.“
„Na schön“, entgegnete er resigniert. „Dann raus damit. Sag mir, was du auf dem Herzen hast, damit ich mich anschließend wieder in Ruhe meinen Pflichten widmen kann.“
„Na gut. Dann werde ich’s dir erklären.“
Als ob er sie davon hätte abhalten können.
Sie legte einen Stapel Memo-Zettel auf seinen Schreibtisch und stemmte dann die Hände in die Hüften. „Wie bereits erwähnt – morgen ist Valentinstag. Jeder Ehemann mit nur einem Funken Verstand würde diese Gelegenheit wahrnehmen, um seiner Frau Blumen zu schenken. Oder Pralinen. Oder beides.“
Mit konzentriertem Blick sah sich Dev die Memos an und tat so, als wäre Megan gar nicht da. Als hegte er die stille Hoffnung, sie würde einfach verschwinden, wenn er sie ignorierte. Aber natürlich half das nicht.
„Jede Frau freut sich doch, wenn sie an diesem besonderen Tag von ihrem Mann eine kleine Aufmerksamkeit …“
„Valerie und ich leben getrennt, falls du das vergessen hast“, wandte er ein. Er verspürte nicht das geringste Bedürfnis, mit seiner Assistentin über diese Themen zu diskutieren – über seine Ehe, über seine Frau. Und schon gar nicht über die Tatsache, dass sie ihn verlassen hatte.
Aber es war zu spät, Megan hatte das Thema angeschnitten, und nun setzte es sich in seinem Kopf fest.
Dev konnte immer noch nicht glauben, dass seine Frau ihm den Laufpass gegeben hatte. Um Himmels willen, warum hat sie mich verlassen?, fragte er sich wohl zum tausendsten Mal. Sie waren doch gut miteinander ausgekommen. Sie durfte seine Kreditkarten benutzen, hätte jedes Geschäft auf dem Rodeo Drive leerkaufen können. Genug Zeit zum Shoppen hatte sie auch. Sie hatten ja in seiner Suite im Herrenhaus der Hudsons gewohnt, deshalb brauchte sie sich nicht einmal selbst um das Personal zu kümmern. Sie brauchte sich wirklich um nichts zu sorgen, sie brauchte nur mit ihm zusammenzuleben.
Doch das war ihr offenbar nicht genug gewesen.
Jetzt saß er allein da. Und seine Frau wohnte in einem luxuriösen Apartment in Beverly Hills. Oft wurde sie fotografiert, wie sie shoppen ging oder in einem angesagten Restaurant zu Abend aß. Wer weiß, dachte Dev, vielleicht trifft sie sich sogar mit irgendwelchen Männern.
Aufgebracht zerknüllte er die Zettel in seiner Hand. Seine Frau und andere Kerle … das ging schon mal gar nicht. Doch eins war ihm klar: Falls es so war – verhindern konnte er es nicht.
„Richtig, du und deine Frau, ihr lebt getrennt“, erwiderte Megan. „Aber eben nur getrennt. Ihr seid ja nicht geschieden. Also …“
„Hör zu, Megan“, stieß er hervor, „wenn dir dein Job lieb ist, lässt du dieses Thema. Und zwar sofort.“
„Mach keine Witze. Ohne mich wärst du rettungslos verloren, das weißt du genau.“
„Falls er dir wirklich kündigt, Megan“, ertönte plötzlich eine dunkle Stimme von der Tür her, „stelle ich dich sofort ein. Zum doppelten Gehalt.“
Dev sah seinen Bruder Max an. „Wenn du sie mir abnimmst, zahle ich dir noch ein hübsches Sümmchen obendrauf.“
Verärgert musterte Megan die beiden. „Ich sollte wirklich kündigen – nur um euch zu beweisen, dass ich unentbehrlich bin. Aber das bringe ich nicht übers Herz. Ich könnte nicht mit ansehen, wie die ganze Firma den Bach runtergeht.“
Erhobenen Hauptes verließ sie das Zimmer und schloss die Tür hinter sich.
Dev lehnte sich in seinem Ledersessel zurück. „Warum kündige ich ihr nicht einfach?“
Max ließ sich im Besuchersessel nieder. „Weil sie seit dreißig Jahren hier arbeitet und uns schon kannte, als wir noch Kinder waren. Und weil sie uns wahrscheinlich umbringen würde, wenn wir auch nur den Versuch starten würden, sie loszuwerden.“
„Wo du recht hast, hast du recht.“ Kopfschüttelnd ließ Dev seinen Blick durch das Büro schweifen. An den Wänden hingen gerahmte Filmplakate, durch das Fenster hatte man einen Blick auf das Studiogelände von Hudson Pictures.
Ja, das war seine Welt. Hier arbeitete er, hier tat er genau das, was ihn glücklich machte.
Aber warum, verflixt noch mal, war er dann nicht glücklich?
„Womit hat sie dich denn eben genervt?“
„Ach, sie meint, ich sollte Valerie Blumen zum Valentinstag schicken.“
„Ist doch gar keine schlechte Idee“, meinte Max. „Ich habe für Dana gerade einen großen Rosenstrauß und feinste belgische Pralinen bestellt. Warum solltest du Val nichts zukommen lassen?“
„Bist du verrückt geworden?“ Dev sprang von seinem Bürosessel hoch und ging unruhig auf und ab. „Du machst bei diesem Valentinstag-Blödsinn mit und kaufst was für deine Verlobte, na schön, meinetwegen. Aber bei mir ist das etwas anderes. Val hat mich verlassen. Schon vergessen?“
„Besonders überraschend kam das aber nicht.“
„Was willst du damit sagen?“
„Ach, komm schon, Dev. Sie war verrückt nach dir … und du hast sie wie Luft behandelt.“
Dev blieb stehen und sah seinen jüngeren Bruder verärgert an. „Mein Eheleben geht dich einen feuchten Dreck an.“
Max zuckte mit den Schultern. „Ich meine ja nur … du kümmerst dich ständig um weinerliche Regisseure und aufmüpfige Schauspieler. Wenn du nur ein Zehntel dieser Zeit deiner Frau gewidmet hättest, würdest du jetzt nicht alleine dastehen. Denk mal drüber nach.“
„Oh, vielen Dank für diese weisen Worte. Seit du frisch verliebt bist, bist du ganz besonders nervig.“
„Ja, ich gebe zu, ich bin wirklich verliebt“, erwiderte Max lächelnd. „Ich bin so froh und...




