E-Book, Deutsch, Band 2138, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Child Gestrandet mit dem sexy Rancher
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2623-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2138, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2623-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Verwöhnte High-Society-Frauen wie Chloe Hemsworth verabscheut Rancher Liam Morrow von ganzem Herzen! Doch da sie ein Cowgirl-Projekt auf dem Land plant und dafür seinen Rat braucht, trifft er Chloe in Houston - und ist wider Erwarten hingerissen. Als ein mächtiger Sturm aufkommt, retten sie sich in ein verlassenes Gebäude. Und während es draußen blitzt und donnert, prickelt es zwischen ihnen heiß. Wehrlos geben sie dem übermächtigen Verlangen nach. Aber kann es für sie eine gemeinsame Zukunft geben, wenn der Sturm vorbei ist?
Da Maureen Child Zeit ihres Lebens in Südkalifornien gelebt hat, fällt es ihr schwer zu glauben, dass es tatsächlich Herbst und Winter gibt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches hat sie 40 weitere Liebesromane veröffentlicht und findet das Schreiben jeder neuen Romance genauso aufregend wie beim ersten Mal. Ihre liebste Beschäftigung neben dem Schreiben ist das Reisen; bevorzugt mit ihrem Mann und ihren Eltern. Eine lange Autofahrt mit drei Personen, die verschiedene Karten lesen und dem armen Fahrer, Maureens gestresstem Ehemann, die unterschiedlichen Richtungen zurufen, ist unvergleichlich! Aber natürlich bietet das Reisen auch gute Recherchemöglichkeiten für weitere Romances. Wenn Maureen zu Hause ist, kümmert sie sich um den Haushalt, in dem es sehr lebhaft zugeht; es gilt, sich um zwei fast erwachsene Kinder, deren Freunde und einen völlig verwirrten Golden Retriever namens Abbey zu kümmern. Abbey hat Angst vor dem Wind; sie weiß, dass es da draußen ist, kann es aber nicht sehen und weigert sich, das Haus zu verlassen, wenn es stürmisch ist. Also bleibt Maureen nicht anderes übrig, als Abbey an windigen Tagen draußen die Pfote zu halten...
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1. KAPITEL
Liam Morrow hatte wirklich Besseres zu tun, als zu einer Besprechung mit irgendeiner verwöhnten reichen Göre zu fahren, die eine neue Berufung gefunden hatte. Doch es führte kein Weg daran vorbei, und das wusste er. Der Ärger kochte in ihm hoch, und Liam tat sein Bestes, um ihn zu unterdrücken. Es hatte keinen Zweck, sich über etwas aufzuregen, das er nicht ändern konnte. Er war dazu erzogen worden, niemals sein Wort zu brechen. Und er hatte Sterling Perry schon vor langer Zeit sein Wort gegeben.
„Genau das passiert, wenn man jemandem etwas schuldet“, murmelte er vor sich hin.
Immerhin war diese alte Schuld nun bald beglichen. In einem Monat war Liam endlich frei und konnte seine eigene Ranch leiten, statt als Vorarbeiter auf einer der größten Ranches in Texas zu arbeiten.
„Was hast du gesagt?“
Liam sah den Mann an, der neben ihm herging. Mike Hagen war neu auf der Perry Ranch – Teufel, neu in Texas. Aber er lernte schnell, und das war auch gut so, denn er sollte Liams Nachfolge als Vorarbeiter antreten. Mike liebte den Job. Er hatte das Rancherleben im Blut, genau wie Liam, wahrscheinlich hatten sie sich deswegen von Anfang an so gut verstanden. „Ich rede nur mit mir selbst“, sagte Liam und sah zum wolkenbedeckten Himmel auf. „Es ist dieses Meeting in der Stadt, von dem ich dir erzählt habe.“
„Ah.“ Mike nickte wissend.
„Ja. Es gefällt mir nicht, dafür von der Ranch wegzumüssen. Vor allem, wenn es so viel zu tun gibt wie jetzt.“
Mike lachte schnaubend. „Natürlich gefällt es dir nicht, in die Stadt zu müssen. Du arbeitest einfach viel lieber mit Pferden und Rindern als mit Menschen.“
„Da ist was dran.“ Dank Mike würde es ihm zumindest ein wenig leichter fallen, die Perry Ranch zu verlassen. Mike würde sich um das Land, die Tiere und die Männer kümmern, die alles am Laufen hielten. Zwar gefiel es Sterling Perry, dem Besitzer, als Rancher angesehen zu werden, doch er saß stets hinterm Schreibtisch und vertraute darauf, dass seine Angestellten die Arbeit erledigten.
„Du hast mir nie erzählt, wieso du aus Montana hierhergezogen bist“, sagte Liam.
Mike zuckte die Achseln. „Die Familie meiner Frau wohnt hier in der Gegend, und sie hat sie vermisst. Und jetzt, wo sie schwanger ist, wollte sie ihre Mutter in der Nähe haben. Nachdem mir der Job auf dieser Ranch angeboten worden war, fiel uns die Entscheidung leicht.“
„Es ist schon schön hier“, sagte Liam und ließ den Blick schweifen.
Die Perry Ranch war eigentlich ziemlich protzig, doch vor seinem inneren Auge sah Liam seine eigene Ranch. Letztes Jahr hatte er sie sich endlich kaufen können und seitdem doppelte Arbeit geleistet – einerseits hatte er hier seine Pflichten erfüllt, und andererseits hatte er Herz und Seele in seine Zukunft gesteckt. Er hatte ein Haus bauen lassen, Männer und einen Vorarbeiter angestellt. Nach und nach hatte er das Vieh und die Pferde angeschafft, die den Grundstock seiner Herden bilden sollten.
Nun musste er nur noch einen Monat durchhalten – und währenddessen Besprechungen mit verwöhnten reichen Frauen wie Chloe Hemsworth überstehen. Sterling Perry bestand darauf, dass Liam sich mit der Frau traf; allein die Erinnerung an das Gespräch vor einer Woche verärgerte Liam aufs Neue.
„Sie müssen mit dieser Frau reden“, hatte Sterling ihm an jenem Tag gesagt und mit den Fingerspitzen auf den Schreibtisch getrommelt. „Sie ruft hier fast jeden verdammten Tag an, und ich bin es leid, Nachrichten von ihr zu bekommen. Ich habe ihr gesagt, dass ich die Entscheidung ganz Ihnen überlasse.“
Das überrascht mich nicht, hatte Liam gedacht und, um Geduld bemüht, seinen Stetson in der Hand gehalten. „Ich bin Ihr Vorarbeiter, Sterling. Ich kümmere mich um die Ranch, nicht um Besprechungen mit irgendwelchen Prominenten.“
Sterling verengte die Augen. „Als mein Vorarbeiter kümmern Sie sich um das, was ich Ihnen auftrage. Und bis nächsten Monat bleibt das auch noch so.“
Liam seufzte gereizt und schlug sich mit dem Stetson gegen den Oberschenkel. In ihm brodelte der Frust, doch er unterdrückte ihn. Noch ein Monat, dann wäre er sein eigener Herr und könnte endlich eigene Entscheidungen treffen. „Na schön. Wie soll ich die Sache handhaben?“
Sofort entspannte Sterling sich, und seine Miene wurde freundlich. Dieser Gesichtsausdruck war irreführend. Sterling Perry war vieles, aber sicher nicht freundlich. Er war stur und rücksichtslos, wenn es ums Geschäft ging, und er hatte ein Talent dafür, seine Konkurrenten auf dem falschen Fuß zu erwischen, sodass sie nie die Chance bekamen, ihn zu übertrumpfen. Für ihn war diese Ranch nicht mehr als ein Ort zum Leben, an dem er alle anderen von oben herab behandeln konnte.
„Gehen Sie zu dem Meeting, und hören Sie sie an“, sagte er. „Wenn ihre Idee nicht praktikabel ist, lehnen Sie sie ab. Auf mich wirkt das Ganze recht abwegig, aber Sie wären schließlich nicht dafür verantwortlich. Mike Hagen würde sich darum kümmern, sobald Sie weg sind.“
„Dann schicken Sie doch Mike zu dem Meeting.“
„Er arbeitet noch nicht lange genug auf der Ranch, um einschätzen zu können, was funktionieren kann und was nicht“, sagte Sterling streng. „Und das wissen Sie ganz genau.“ Er nahm einen Stift und einen Stapel Papier zur Hand, dann sah er erneut auf. „Wie gesagt, die Entscheidung liegt letztendlich bei Ihnen. Sie kennen die Ranch am besten.“ Einen wahren Rancher hätte dieser Satz beschämt. Doch nicht so Perry.
Noch ein Monat, dachte Liam an jenem Tag. Danach konnte ihm egal sein, was auf der Perry Ranch geschah. Doch noch während er das dachte, erkannte er, dass es nicht der Wahrheit entsprach.
Sein eigener Vater war hier früher ebenfalls Vorarbeiter gewesen, und Liam war praktisch auf dieser Ranch aufgewachsen. Sie würde ihm stets etwas bedeuten. Er würde also im besten Interesse der Ranch handeln, um deren Zukunft zu sichern, auch wenn er bereits seine eigene Ranch plante.
„Na schön. Ich werde mich in Houston mit ihr treffen“, sagte Liam und erwiderte den Blick seines Chefs. „Ich gebe ihr eine halbe Stunde Zeit. Mehr nicht.“
Sterling zuckte die Achseln. „Das überlasse ich ganz Ihnen.“ Dann wandte er sich wieder dem Papierkram zu, und Liam folgte dem Wink.
Er verließ das Büro und schloss hinter sich die Tür. Das Meeting mit Chloe Hemsworth hatte für ihn keine sonderlich hohe Priorität; er war mit anderen Dingen beschäftigt. Es waren nicht nur zwei Stuten kurz vorm Abfohlen, sondern es sollte auch bald der Tierarzt vorbeikommen, um die Rinder zu impfen – ganz zu schweigen davon, dass Liam seinen Nachfolger einarbeiten musste. „Wie zur Hölle soll ich mir da Zeit für ein Meeting mit irgendeinem Partygirl nehmen, das eindeutig ein Hobby braucht?“, murmelte er vor sich hin.
„So ist sie nicht.“
Liam blieb stehen und drehte sich um. Am Fuß der Prunktreppe erblickte er Esme Sterling. Sie kam lächelnd auf ihn zu. Esme war groß und hatte langes blondes Haar, blaue Augen, denen nie etwas entging, und ein herzliches Lächeln. Liams Erfahrung nach war sie die einzige reiche Frau der High Society, die nicht absolut nutzlos war. Und sie war eine Freundin.
„Ich habe dich gar nicht gesehen“, sagte Liam, erleichtert darüber, dass er sich nur gedanklich über ihren Vater ausgelassen hatte.
„Ich weiß.“ Schulterzuckend schob sie die Hände in die Taschen ihrer hellgrauen Stoffhose. „Ich habe schon vor langer Zeit gelernt, dass man eine Menge interessanter Dinge erfährt, wenn die Leute nicht bemerken, dass sie Gesellschaft haben.“
Liam grinste. „Du bist ja gewieft.“
„Ich bevorzuge den Ausdruck ‚unauffällig‘“, sagte Esme. „Sieh mal, Liam, ich weiß, dass mein Vater einen gern … herausfordert.“ Liam schnaubte. Als PR-Beraterin für Perry Holdings verbrachte Esme die meiste Zeit damit, die Aktionen ihres Vaters zu begründen und den Ruf der Familienfirma zu schützen. „Aber in diesem Fall hat er einen guten Grund dazu. Ich weiß, dass du nicht mit Chloe reden willst, aber sie ist nicht so, wie du denkst.“
Er sah Esme skeptisch an. „Sie ist also nicht die Tochter eines Mannes mit mehr Geld als Verstand?“
„Das habe ich nicht gesagt“, gab Esme zu. „Aber Chloe ist so viel mehr als das. Sie arbeitet wirklich hart dafür, sich ein eigenes Leben aufzubauen. Dafür solltest doch gerade du Verständnis haben.“ Das hatte er, und es störte ihn. Doch es änderte nichts daran, dass wohlhabende Frauen sich seiner Erfahrung nach eigentlich nur um ihre Haare sorgten und darum, bei den richtigen Partys gesehen zu werden. „Sie ist wirklich nett und sehr ehrgeizig“, sagte Esme und hielt kurz inne. „Genau wie du.“
„Ehrgeizig?“ Liam war immer noch nicht überzeugt. Er und Esme waren schon sehr lange Freunde, er nahm die Beschreibung also nicht persönlich. Aber er betrachtete sie auch nicht als zutreffend.
„Ich bitte dich.“ Sie wedelte mit einer Hand, als wolle sie seine Zweifel fortwischen. „Du wusstest schon immer genau, was du wolltest, und du scheust keine Mühen, um es auch zu bekommen.“
Nun gut, vielleicht traf die Beschreibung doch zu. „Okay, da kann ich nicht widersprechen. Aber ich verstehe immer noch nicht, was das mit Chloe zu tun hat.“
„Sie will auch ihren eigenen Weg gehen. Chloe ist eine Freundin, Liam. Sie bittet doch nur darum, dass man sich ihren Vorschlag anhört.“
„Sie will ein Camp für kleine Mädchen eröffnen. Auf der...




