E-Book, Deutsch, Band 1826, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Child In dieser heißen Sommernacht ...
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-2054-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1826, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2054-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Brennende Begierde, heiße Wut: Nur eine Frau kann solch widerstreitende Empfindungen in Nathan Battle wecken: seine sexy Ex Amanda. Seit sie zurück ist, steht Nathans Gefühlswelt Kopf. Was kann er nur tun, damit wieder Ruhe in seinem Leben einkehrt und er nicht dauernd von Amandas sinnlichen Kurven träumen muss? Spontan fasst er einen Entschluss: Um sein wildes Verlangen nach Amanda für immer zu befriedigen, wird er noch ein letztes Mal mit ihr schlafen! In einer heißen Sommernacht unter dem Sternenhimmel beginnt er sie zu verführen - mit ungeahnten Folgen ...
Da Maureen Child Zeit ihres Lebens in Südkalifornien gelebt hat, fällt es ihr schwer zu glauben, dass es tatsächlich Herbst und Winter gibt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches hat sie 40 weitere Liebesromane veröffentlicht und findet das Schreiben jeder neuen Romance genauso aufregend wie beim ersten Mal. Ihre liebste Beschäftigung neben dem Schreiben ist das Reisen; bevorzugt mit ihrem Mann und ihren Eltern. Eine lange Autofahrt mit drei Personen, die verschiedene Karten lesen und dem armen Fahrer, Maureens gestresstem Ehemann, die unterschiedlichen Richtungen zurufen, ist unvergleichlich! Aber natürlich bietet das Reisen auch gute Recherchemöglichkeiten für weitere Romances. Wenn Maureen zu Hause ist, kümmert sie sich um den Haushalt, in dem es sehr lebhaft zugeht; es gilt, sich um zwei fast erwachsene Kinder, deren Freunde und einen völlig verwirrten Golden Retriever namens Abbey zu kümmern. Abbey hat Angst vor dem Wind; sie weiß, dass es da draußen ist, kann es aber nicht sehen und weigert sich, das Haus zu verlassen, wenn es stürmisch ist. Also bleibt Maureen nicht anderes übrig, als Abbey an windigen Tagen draußen die Pfote zu halten...
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Amanda Altman ist wieder da.
Die ganze Stadt sprach über nichts anderes, und Sheriff Nathan Battle war schrecklich genervt. Nichts hasste er mehr, als Gegenstand von Klatsch und Tratsch zu sein. Das hatte er bereits einige Jahre zuvor durchgemacht. Dadurch, dass er nach Houston gegangen war, hatte er das Schlimmste vermieden. Dort hatte er die Polizeiakademie besucht und ein paar Jahre gearbeitet.
Aber dann war er wieder in seine Heimatstadt Royal zurückgekehrt, hatte sich ein Heim eingerichtet und war fest entschlossen zu bleiben. Schließlich gehörte er nicht zu den Leuten, die Problemen aus dem Weg gingen. Irgendwann würden die Bewohner von Royal sich schon wieder beruhigen und ein anderes Opfer finden.
So war das in der kleinen texanischen Stadt nun einmal. Es passierte einfach zu wenig, und deshalb wärmte man gern die alten Klatschgeschichten wieder auf.
Selbst hier, in den heiligen Hallen des Texas Cattleman’s Club, konnte Nathan dem Gerede nicht entkommen – oder den genüsslichen Spekulationen. Leider hatte sein bester Freund besonders viel Vergnügen daran.
„Na, Nathan“, fing Chance grinsend an, „hast du Amanda eigentlich schon gesehen?“
Nathan blickte den Mann, der ihm gegenübersaß, düster an. Chance McDaniel hatte den ererbten Besitz zu einer Ferienranch mit Hotel ausgebaut, und Nathan musste zugeben, dass ihm mit McDaniel’s Acres etwas ganz Besonderes gelungen war. „Nein“, stieß er grimmig hervor.
„Du kannst ihr nicht ewig aus dem Weg gehen“, sagte Chance fröhlich und trank einen Schluck von seinem Scotch. Seine grünen Augen funkelten vergnügt. Offenbar machte es ihm großen Spaß, den Freund aufzuziehen.
„Warum nicht? Hat doch bisher ganz gut geklappt.“ Auch Nathan nahm einen Schluck.
„Aber sicher!“ Chance war kurz davor, laut loszuprusten. „In den letzten Wochen warst du deshalb ja auch die Ruhe selbst!“
„Sehr witzig!“
„Allerdings.“ Jetzt konnte Chance sich das Lachen nicht mehr verkneifen. Als er sich wieder beruhigt hatte, fragte er: „Wo holst du dir eigentlich jetzt deinen Kaffee? Ich meine, wo du den Royal Diner nicht mehr betreten kannst?“
„Bei der Tankstelle.“
„Was? Dir muss es ja wirklich dreckig gehen, wenn du Charlies Brühe trinkst. Vielleicht ist es an der Zeit, dass du lernst, dir selbst Kaffee zu kochen.“
„Und vielleicht ist es an der Zeit, dass du endlich die Klappe hältst!“, fuhr Nathan den Freund gereizt an. Warum war Amanda auch nach Royal zurückgekommen? Sie hatte sein ganzes Leben durcheinandergebracht. Normalerweise begann er den Tag mit einem guten Frühstück im Royal Diner, wobei Amandas Schwester Pam immer schon den frisch gebrühten Kaffee für ihn bereithielt. Aber seit Amanda wieder zurück war, musste er sich mit Charlies schlechtem Kaffee und irgendwelchen abgepackten süßen Teilchen zufriedengeben.
„Nun sei doch mal ehrlich, Nate“, fuhr Chance ruhig fort. „Auf die Dauer kannst du Amanda nicht aus dem Weg gehen. Sie soll entschlossen sein hierzubleiben. Margie Santos hat gesagt, dass sie sich sogar nach einem eigenen Haus umsieht.“
Das war auch Nathan schon zu Ohren gekommen. Wie auch nicht, wenn jeder im Umkreis von zehn Meilen scharf darauf war, ihn auf Amanda Altman anzusprechen. Margie war nicht nur die schlimmste Klatschtante, sondern auch die erfolgreichste Maklerin der Stadt. Also stimmte wohl, was Chance sagte. Amanda hatte die Absicht, in Royal zu bleiben.
Und das bedeutete, dass er sich damit abfinden musste und sie nicht länger ignorieren konnte. Zu ärgerlich, wo er doch gerade über sie hinweggekommen war, es zumindest geschafft hatte, nur noch selten an sie zu denken. Vor Jahren war das noch ganz anders gewesen. Während ihrer leidenschaftlichen Affäre war sie ihm Tag und Nacht im Kopf herumgegangen. Verständlich, wenn man bedachte, dass sie damals sogar verlobt gewesen waren.
Die Zeiten ändern sich eben. Er starrte in sein Glas. „Lass uns über was anderes sprechen.“
„Okay.“ Während Chance ihm erzählte, was in der letzten Zeit auf der Ranch passiert war, ließ Nathan den Blick durch den großen Raum wandern. Immer wenn er hier im Texas Cattleman’s Club war, dem TCC, wie der Club allgemein genannt wurde, hatte er den Eindruck, die Zeit sei stehen geblieben. Obwohl seit Kurzem auch Frauen Zutritt hatten, hatte sich nicht viel geändert.
Die Tradition war überall spürbar – in den mit Holz getäfelten Wänden, den schweren Ledersesseln und den Bildern, die allesamt Jagdszenen darstellten. Lediglich der große TV-Flachbildschirm war in den letzten Jahren hinzugekommen. Auch jetzt lief das Sportprogramm, wenn auch ohne Ton, denn Sport war den Texanern sehr wichtig.
Es herrschte eine wohltuende Stille, die nur vom Rascheln der Zeitungen und dem Klingen der Gläser unterbrochen wurde. Kurz war ein helles Frauenlachen zu hören, und Nathan grinste unwillkürlich, als er sah, wie Beau Hacket zusammenzuckte. Beau war fast sechzig, schob einen Bauch vor sich her und konnte sich nicht damit abfinden, dass neuerdings auch Frauen als Mitglieder aufgenommen wurden. Für ihn gehörten Frauen in die Küche und hatten in dem ehrwürdigen Herrenclub nichts zu suchen. Empört sah er sich um, als wollte er sagen: Habt ihr das gehört? Das geht doch nicht!
Keiner sagte ein Wort, aber Nathan konnte an vielen verklemmten Mienen ablesen, dass besonders die alte Garde mit dieser Neuregelung nicht einverstanden war.
„Hört sich an, als hätte Abigail viel zu lachen“, meinte Chance leise.
Nathan grinste. „Abigail hat immer viel zu lachen.“
Abigail Langley Price war mit Brad Price verheiratet und das erste weibliche Mitglied des Clubs. Diese Mitgliedschaft hatte sie gegen starken Widerstand, wenn auch mit Nathans Unterstützung, durchgesetzt, und Nathan bewunderte sie dafür noch immer.
„Findest du es merkwürdig, dass wir jetzt schon so viele weibliche Mitglieder haben?“ Fragend sah Chance den Freund an.
„Nein.“ Nathan leerte das Glas und stellte es auf den blank polierten Holztisch. „Im Gegenteil. Ich halte das für total normal.“
„Ich eigentlich auch. Aber Männer wie Beau sind nicht gerade glücklich darüber.“
„Männer wie Beau haben immer was zu meckern. Aber er wird sich schon daran gewöhnen.“ Und ironisch lächelnd fügte Nathan hinzu: „Die Zeiten ändern sich eben.“
„Das kann man wohl sagen. Wenn ich daran denke, worüber wir heute Abend abstimmen müssen.“ Besorgt schüttelte Chance den Kopf.
„Du meinst die Kinderbetreuung?“ Darüber wurde schon seit Tagen geredet. Seit Abigail und andere Frauen Mitglieder des TCC waren, brachten auch sie ihre Vorstellungen und Wünsche ein.
„Ja. Das wird den konservativen Mitgliedern gar nicht gefallen.“
„Fürchte ich auch“, stimmte Nathan ihm zu. „Obwohl so eine Einrichtung für Kinder sinnvoll ist, während die Eltern im Club sind. Wir hätten schon längst daran denken sollen.“
„Vollkommen richtig. Da wird Beau nur leider anderer Meinung sein“, gab Chance zu bedenken.
„Beau ist immer anderer Meinung.“ Nathan lachte leise. Als Sheriff hatte er häufig mit Beau zu tun, der sich über alles und jeden beschwerte.
„Stimmt.“ In diesem Augenblick schlug die Uhr über dem gewaltigen Kamin, und Chance stand seufzend auf. „Es wird Zeit. Die Versammlung fängt gleich an.“
„Ja, leider.“ Auch Nathan erhob sich. „Ich fürchte, es wird hoch hergehen.“
Und so war es auch. Nach einer Stunde hitziger Diskussionen hatten die Gemüter sich immer noch nicht beruhigt. Beau Hacket hatte sogar Unterstützung für seine steinzeitliche Einstellung gefunden. Sam Gordon, dem zusammen mit seinem Zwillingsbruder Josh das Bauunternehmen Gordon Construction gehörte, wehrte sich genauso hartnäckig wie Beau gegen die geplanten Neuerungen.
„Kommt mir das nur so vor“, flüsterte Nathan seinem Freund Alex Santiago zu, „oder denkt Sam Gordon immer mehr wie Beau Hacket?“
„Nein“, gab Alex leise zurück. „Das Gefühl haben andere auch. Selbst sein Bruder scheint überrascht zu sein, wie sehr sich Sam in die Sache verbissen hat.“
Obgleich Alex noch nicht lange in Royal lebte, hatte er sich bereits gut integriert und eine Menge Freunde gewonnen. Als Finanzberater und erfolgreicher Investor hatte er viel Geld verdient, und manchmal fragte sich Nathan, warum sich jemand wie Alex ausgerechnet in einer kleinen Stadt wie Royal niedergelassen hatte. Aber wahrscheinlich wunderten die Einwohner sich auch, warum Nathan Battle in die Stadt zurückgekommen war, um hier Sheriff zu werden. Obgleich er es gar nicht nötig hatte zu arbeiten, da ihm die Hälfte der Battlelands Ranch gehörte.
Mit einem schnellen Blick vergewisserte sich Nathan, dass die Anzahl der Anwesenden ausreichte, um zu einer gültigen Abstimmung zu kommen. Der frühere Rodeostar Ryan Grant war das erste Mal dabei und schien nicht so ganz ernst zu nehmen, was hier ablief. Dave Firestone, dessen Land an die Battlelands Ranch grenzte, hatte sich weit zurückgelehnt und betrachtete das Ganze wie ein Tennismatch. Beau war purpurrot vor Erregung und schrie jeden nieder, der nicht seiner Meinung war. Chance saß neben Shannon Morrison, die aussah, als würde sie jeden Augenblick aufspringen und Beau Hacket überdeutlich die Meinung sagen. Offensichtlich war sie entsetzt über seine altmodischen Ansichten.
Gil...




