Child | Zimmer frei im Paradies | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1497, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Child Zimmer frei im Paradies


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-898-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1497, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86349-898-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Ihre Hochzeit ist geplatzt, und statt Trost und Mitgefühl gibt's nur zusätzliche Arbeit. Caitlyn hat die Nase voll von Männern im Allgemeinen und ihrem zwar äußerst gut aussehenden, aber egozentrischen Chef Jefferson Lyon im Besonderen. Völlig unerwartet für den schwerreichen Mr. Mir-gehört-die-Welt kündigt sie ihren Job und fährt in Urlaub. Das Ferienparadies ''Fantasies'' bietet Sonne, Meer - und eine Überraschung: Ihr Boss ist ihr gefolgt. Seltsam, dass plötzlich alle Zimmer ausgebucht sind! Jetzt muss er auch noch bei Caitlyn übernachten. Was führt Jefferson im Schilde?'



Da Maureen Child Zeit ihres Lebens in Südkalifornien gelebt hat, fällt es ihr schwer zu glauben, dass es tatsächlich Herbst und Winter gibt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches hat sie 40 weitere Liebesromane veröffentlicht und findet das Schreiben jeder neuen Romance genauso aufregend wie beim ersten Mal. Ihre liebste Beschäftigung neben dem Schreiben ist das Reisen; bevorzugt mit ihrem Mann und ihren Eltern. Eine lange Autofahrt mit drei Personen, die verschiedene Karten lesen und dem armen Fahrer, Maureens gestresstem Ehemann, die unterschiedlichen Richtungen zurufen, ist unvergleichlich! Aber natürlich bietet das Reisen auch gute Recherchemöglichkeiten für weitere Romances. Wenn Maureen zu Hause ist, kümmert sie sich um den Haushalt, in dem es sehr lebhaft zugeht; es gilt, sich um zwei fast erwachsene Kinder, deren Freunde und einen völlig verwirrten Golden Retriever namens Abbey zu kümmern. Abbey hat Angst vor dem Wind; sie weiß, dass es da draußen ist, kann es aber nicht sehen und weigert sich, das Haus zu verlassen, wenn es stürmisch ist. Also bleibt Maureen nicht anderes übrig, als Abbey an windigen Tagen draußen die Pfote zu halten...

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1. KAPITEL

Caitlyn Monroe klopfte kurz an und betrat dann die Höhle des Löwen.

Wie jeder gute Löwenbändiger war sie vorbereitet auf das, was sie womöglich erwartete. Ein zorniges angekettetes Tier, das nur darauf lauerte, jemanden zu zerfleischen? Vermutlich. Ein Kätzchen? Eher unwahrscheinlich. Während der drei Jahre, die sie jetzt schon für Jefferson Lyon arbeitete, hatte sie gelernt, dass der Mann eher knurrig und aggressiv als entgegenkommend und charmant war.

Jefferson war es gewohnt, seinen Willen durchzusetzen. Was ihn zu einem erstaunlich erfolgreichen Geschäftsmann und zu einem manchmal äußerst unangenehmen Chef machte.

Aber daran war Caitlyn gewöhnt. Sich Jeffersons Ansprüchen zu stellen war für sie normal. Und nach dem Schock, den sie am Wochenende erlitten hatte, freute sie sich geradezu auf das Normale. Das Alltägliche. Die Routine. Momentan war sie froh, dass sie Jefferson Lyons Attitüden kannte. Sie wusste, was sie zu erwarten hatte – und war sich sicher, dass sie bei ihm keine unliebsame Überraschung erleben würde.

Nein danke, dachte sie. Davon hatte sie Samstagabend reichlich gehabt.

Ihr Chef sah auf, als sie eintrat, und für einen kurzen Moment erlaubte Caitlyn sich, diesen Anblick zu genießen. Jeffersons Gesichtszüge waren kantig und ausdrucksstark, ein Blick aus seinen blauen Augen konnte einen sowohl faszinieren als auch gnadenlos durchbohren. Sein modisch geschnittenes hellbraunes Haar reichte fast bis zu seinem Kragen. Er war ein moderner Pirat, der es in geschäftlichen Belangen an Skrupellosigkeit durchaus mit Blaubart hätte aufnehmen können.

Die meisten seiner Angestellten machten möglichst einen großen Bogen um den Magnaten. Erklangen seine Schritte im Flur, veranlasste das die Leute meist, eiligst in alle Richtungen zu verschwinden. Er stand in dem Ruf, ein harter Mann zu sein. Und nicht immer fair. Dummköpfe konnte er nicht ausstehen, und er erwartete – nein, forderte – Perfektion von jedem.

Bisher war Caitlyn in der Lage gewesen, dem gerecht zu werden. Mühelos und äußerst patent organisierte sie sein Büro und den Großteil seines Lebens. Als Jefferson Lyons persönliche Assistentin erwartete man von ihr, dass sie sich seiner übermächtigen Persönlichkeit nicht beugte. Bevor sie ihren Job bei Jefferson antrat, hatte er eine Assistentin nach der anderen verschlissen. Doch Caitlyn war das jüngste von fünf Geschwistern und daran gewöhnt, sich Gehör zu verschaffen und sich nichts gefallen zu lassen.

„Was ist?“, fuhr Jefferson sie an und senkte den Blick wieder auf die Papiere, die auf seinem großen Mahagonischreibtisch verteilt waren.

Lage normal, dachte Caitlyn, während ihr Blick durchs Büro schweifte. Diverse Gemälde von Schiffen aus der Lyon Reederei zierten die in Taubenblau gestrichenen Wände. Zwei Ledersofas standen vor dem Kamin und bildeten eine gemütliche Sitzecke, während der Konferenztisch, der sich hinter der Bar am anderen Ende des Zimmers befand, Raum für größere Gesprächsrunden bot. Hinter Jeffersons Schreibtisch gaben die Panoramafenster einen fantastischen Blick auf den Hafen frei.

„Ich wünsche Ihnen auch einen guten Morgen“, entgegnete Caitlyn, die sich von Jeffersons Benehmen nicht aus der Ruhe bringen ließ. Schließlich hatte sie Zeit genug gehabt, sich daran zu gewöhnen.

Als sie die Stelle bei ihm angetreten hatte, war Caitlyn noch so dumm gewesen zu glauben, dass sie als seine Assistentin eine Art Partner für ihn wäre. Dass sie eine Arbeitsbeziehung anstreben würden, die aus mehr bestand, als dass Jefferson ihr Befehle erteilte, die sie unverzüglich auszuführen hatte.

Doch diese Vorstellung hatte sie schnell aufgeben müssen.

Jefferson hatte keine Partner. Er hatte Angestellte. Tausende von Angestellten. Und Caitlyn war eine von ihnen. Trotzdem war es ein guter Job, und sie bewältigte ihn hervorragend. Außerdem wusste sie, dass Jefferson ohne sie aufgeschmissen war, selbst wenn er diese „unbedeutende“ Tatsache erfolgreich ignorierte.

Sie ging durchs Zimmer, legte eine einzelne Seite auf seinen Papierstapel und wartete darauf, dass Jefferson sie nahm und las. „Ihre Anwälte haben die Zahlen für die Morgan Schifffahrtslinie gefaxt. Sie sagen, es wäre ein guter Deal.“

Er sah erneut auf, und sie sah einen Funken Interesse in seinen Augen aufblitzen. „Ich entscheide, was ein guter Deal ist“, erinnerte er sie.

„Natürlich.“ Sie verkniff sich die Frage, warum er sich die Mühe machte, die Meinung seiner Anwälte einzuholen, wenn er sowieso nichts darauf gab. Es würde nichts bringen, und er würde es nicht hören wollen. Jefferson Lyon stellte seine eigenen Regeln auf. Hin und wieder hörte er sich an, was andere zu sagen hatten, aber wenn er nicht mit ihnen übereinstimmte, dann verwarf er alles und machte das, was er für richtig hielt.

Caitlyn tippte mit der Spitze ihres hochhackigen Schuhs auf den weichen ozeanblauen Teppich und schaute an Jefferson vorbei nach draußen aufs Meer. Passagierschiffe wetteiferten mit Containerschiffen im geschäftigen Hafen. Auf mehreren dieser Frachter prangten stilisierte rote Löwen, das Logo der Lyon Reederei. Schlepper lenkten mächtige Schiffe sicher hinaus aufs Meer. Der Straßenverkehr floss über die Vincent-Thomas-Brücke, und das Sonnenlicht wurde vom Ozean reflektiert, sodass das Wasser glitzerte wie Diamanten.

Die Lyon Reederei hatte ihren Sitz im kalifornischen San Pedro, direkt in einem der geschäftigsten Häfen des Landes. Von hier aus konnte Jefferson sich ansehen, wie seine Schiffe im Hafen ein- und ausliefen. Er konnte die alltägliche Arbeit in den Werften beobachten, die schweren Kräne, die Hafenarbeiter, die die Schiffe be- und entluden, den stetigen Betrieb, der ihn zu einem der reichsten Männer der Welt machte.

Aber Jefferson war nicht der Typ, der sich auf seinem Bürostuhl umdrehte und die schöne Aussicht genoss. Stattdessen verbrachte er den Großteil seiner Zeit mit dem Rücken zum Fenster, den Blick auf irgendwelche Papiere gerichtet.

„Gibt’s noch was?“, fragte er, als Caitlyn nicht ging.

Sie schaute auf und verspürte den gleichen Schock wie immer, wenn er sie mit diesen stahlblauen Augen ansah. Plötzlich erinnerte sie sich an die Unterhaltung, die sie am Samstagabend mit ihrem inzwischen Exverlobten Peter geführt hatte.

„Du willst mich gar nicht heiraten, Caitlyn“, hatte Peter gesagt und den Kopf geschüttelt, während er die Brieftasche herausholte. Er zog einen Zwanziger heraus und warf ihn auf den Tisch, um die Drinks zu bezahlen. „Du bist gar nicht in mich verliebt.“

Caitlyn sah ihn an, als hätte er auf einmal zwei Köpfe bekommen. „Hallo? Trage ich deinen Ring?“ Sie wedelte mit der Hand vor seiner Nase herum, falls er den Ring mit dem Zwei-Karat-Stein vergessen haben sollte, den er ihr vor sechs Monaten geschenkt hatte. „Was glaubst du denn, wen ich heiraten will?“

Peter holte tief Luft. „Ist das nicht offensichtlich? Jedes Mal, wenn wir zusammen sind, redest du nur von Jefferson Lyon. Was er getan hat, was er gesagt hat, was er vorhat.“

Tat sie das wirklich? Das war ihr gar nicht bewusst gewesen. Aber selbst wenn es so wäre, na und?

„Du redest doch auch von deinem Chef“, erinnerte Caitlyn ihn wütend. „Das nennt man Unterhaltung.“

„Nein, es ist keine Unterhaltung. Es geht um ihn. Lyon.“

„Was ist mit ihm?“

„Du bist in ihn verliebt.“

„Was?“ Caitlyns Stimme überschlug sich fast. „Du bist verrückt.“

„Ich glaube nicht“, meinte Peter. „Und ich werde keine Frau heiraten, die offensichtlich einen anderen will.“

„In Ordnung“, sagte Caitlyn, zog den Diamanten von ihrem Finger und legte ihn auf den Tisch. „Hier. Du willst mich nicht heiraten? Okay, dann nimm deinen Ring. Aber versuche nicht, mir die Schuld zuzuschieben, Peter.“

„Du begreifst es nicht, oder?“, erwiderte er und schüttelte wieder den Kopf. „Du erkennst nicht einmal, was du für diesen Typen empfindest.“

„Er ist mein Chef. Das ist alles.“

„Ja?“ Peter rutschte von der Bank, stellte sich neben den Tisch und schaute Caitlyn an. „Dann glaube weiter daran, Caitlyn. Aber du solltest wissen, dass Lyon in dir niemals etwas anderes als seine Assistentin sehen wird. Er betrachtet dich als einen Teil seiner Büroeinrichtung. Weiter nichts.“

Das machte Caitlyn sprachlos. Sie war von dieser Situation völlig überrumpelt worden. Dabei hatte sie Peter nur von Jeffersons Plänen erzählt, ein Kreuzfahrtschiff zu kaufen. Und wegen ihrer bevorstehenden Hochzeit würde sie nicht mit Jefferson geschäftlich nach Portugal reisen können, um dieses Schiff anzuschauen. Auf einmal hatte sich Peters Verhalten komplett verändert, und völlig unvermittelt hatte er die Hochzeit abgesagt, die sie seit sechs Monaten vorbereiteten.

In einem Monat hätte es so weit sein sollen, die Einladungen waren seit Langem verschickt, die ersten Geschenke trafen bereits ein, und an das Restaurant in Laguna hatten sie eine nicht unerhebliche Anzahlung entrichtet. Aber wie es aussah, konnte sie all das jetzt absagen.

Wie zum Teufel kam Peter darauf, dass sie in ihren Chef verliebt sein könnte? Du lieber Himmel,...



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