Childs | Julia Hochzeitsband Band 20 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 20, 384 Seiten

Reihe: Julia Hochzeitsband

Childs Julia Hochzeitsband Band 20

Eine Brautjungfer zum Verlieben / Ein Trauzeuge zum Verlieben / Ein Bräutigam zum Verlieben /
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86295-646-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine Brautjungfer zum Verlieben / Ein Trauzeuge zum Verlieben / Ein Bräutigam zum Verlieben /

E-Book, Deutsch, Band 20, 384 Seiten

Reihe: Julia Hochzeitsband

ISBN: 978-3-86295-646-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



EINE BRAUTJUNGFER ZUM VERLIEBEN von CHILDS, LISA
Clayton McClintock ist die Vernunft in Person. Doch dann sieht er bei der Hochzeit seiner Schwester überraschend Abby wieder. Die impulsive Schönheit ist eine hinreißende Brautjungfer - und immer noch die einzige Frau, die stürmische Gefühle in Clayton weckt...
EIN TRAUZEUGE ZUM VERLIEBEN von CHILDS, LISA
Nick Jameson hat seinen Arztkittel nur mit einem Smoking vertauscht, um Trauzeuge bei der Hochzeit seines Freundes zu spielen. Dass er dabei der Schwester der Braut näherkommt, ist ihm gar nicht recht - droht Colleen doch, den Panzer um sein Herz zu durchbrechen ...
EIN BRÄUTIGAM ZUM VERLIEBEN von CHILDS, LISA
Brenna war als Mollys Trauzeugin auserkoren - doch dann läuft die Braut weg. Und stellt damit nicht nur das Leben ihres ehemaligen Zukünftigen, sondern auch das von Brenna auf den Kopf. Denn den verlassenen Bräutigam zu trösten geht ihr näher, als es angebracht wäre ...

Childs Julia Hochzeitsband Band 20 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Genervt holte Clayton McClintock sein Mobiltelefon aus der Tasche und tippte eine Nummer ein. „Ich werde mich verspäten“, erklärte er seiner Verabredung knapp, während er die Tafel mit den Ankunftszeiten am Flughafenterminal beobachtete. Alle Flüge bis auf einen würden pünktlich ankommen. Und natürlich saß sie in dem einzigen verspäteten Flugzeug. Wie konnte es auch anders sein?

Seine Gesprächspartnerin antwortete nicht. Verwundert blickte er aufs Display. Mit der Verbindung war alles in Ordnung.„Ellen? Bist du noch da?“

„Ja“, erwiderte sie in einem Ton, der keinen Zweifel daran ließ, dass ihre Geduld erschöpft war. Ein theatralisches Seufzen, das Clayton unangenehm an seine beiden Schwestern erinnerte, folgte. „Es hat einfach keinen Zweck, Clayton. Andauernd versetzt du mich. Nur ein einziges Mal haben wir uns in den letzten zwei Wochen gesehen.“

Schuldbewusst und auch ein wenig resigniert antwortete er: „Wegen der Hochzeit meiner Schwester ging bei uns alles drunter und drüber.“ Er hatte unzählige Schecks ausstellen müssen und war schließlich dazu verdonnert worden, heute den Chauffeur zu spielen, während alle anderen bereits bei der Probe waren.

Nervös blickte er auf seine Uhr. Wenn Abbys Flugzeug nicht bald landete, würden sie nicht nur die Probe in der Kirche, sondern auch noch das Abendessen bei den Kellys verpassen. Eigentlich hatte er geplant, seine Freundin Ellen nach der Probe abzuholen, damit sie ihn zum Familienessen begleitete. Doch wieder einmal schien es, dass er seine eigenen Pläne zugunsten seiner Familie aufgeben musste.

„Ja, es gab eine Menge zu tun“, räumte Ellen ein. „Und dein Bruder …“

Rory, der mit seinen vierzehn Jahren gerade eine schwierige Phase durchmachte, erinnerte Clayton ständig an sie. Doch sie war natürlich kein Teenager mehr. Menschen wurden älter und vernünftiger – vermutlich traf das sogar auf Abby Hamilton zu.

Und Clayton hoffte inständig, dass auch sein Bruder Rory eines Tages erwachsen werden würde. Natürlich nur, wenn er ihn bis dahin nicht erwürgt hatte.

„Immer geht es nur um deine Familie, Clayton“, sagte Ellen vorwurfsvoll. „Für mich hast du nie Zeit.“

Er wusste nicht, was er darauf erwidern sollte. Sie hatte ja recht. Er hatte nicht einmal Zeit für sich selbst. Seine Arbeit, seine Geschwister und seine Mutter beschäftigten ihn rund um die Uhr. Wie hatte sein Dad das nur geschafft? Clayton hatte die Verantwortung für die Familie bereits vor acht Jahren übernommen, und noch immer verstand er nicht, wie sein Vater alles so scheinbar mühelos bewältigt hatte. Müde rieb er sich die Augen.

„Mir ist schon vor einiger Zeit klar geworden, dass es mit uns beiden nicht klappt, Clayton. Also ruf mich bitte nicht mehr an.“

„Morgen heiratet meine Schwester.“ Damit würde zumindest ein Teil der Verantwortung von seinen Schultern genommen. „Danach wird alles besser.“

„Ja? Nimmt sie denn deine Mutter und deine anderen Geschwister mit? In deinem Leben ist weder Platz für mich noch für irgendeine andere Frau, Clayton. Es tut mir leid.“

Das Telefon klickte, und die Verbindung war unterbrochen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Abgesehen davon, dass er jetzt ohne Partnerin zu der Hochzeit gehen musste, störte das abrupte Ende dieser Beziehung Clayton nicht sonderlich. Er war noch nie längere Zeit mit einer Frau zusammen gewesen und spürte eher ein Gefühl der Erleichterung. An ernsthaften Beziehungen war er nicht interessiert, denn sie stellten für ihn lediglich eine weitere Verpflichtung dar, auf die er gut und gern verzichten konnte.

Hier im Flughafen auf Abby warten zu müssen, war schlimm genug. Es war typisch für sie, erst in der allerletzten Minute anzukommen. Sie war wirklich eine vorbildliche Brautjungfer! Zum Glück hatte Molly ihre langjährige Freundin Brenna gebeten, die Erste Brautjungfer zu sein. Clayton konnte sich nicht vorstellen, dass Abby dieser Aufgabe gewachsen gewesen wäre.

Er ging hinüber ins Flughafencafé und bestellte sich einen Cappuccino. Als er der Kellnerin das Geld dafür gab, ignorierte er ihr charmantes Lächeln und ihr Augenzwinkern. Vielleicht sollte er für eine Weile aufhören, sich mit Frauen zu treffen – er hatte eh nicht vor, sich ernsthaft zu binden. Das überließ er lieber Molly, Colleen und Rory. Ja, es würde ihn nicht einmal stören, wenn auch seine Mutter noch einmal heiratete. Schließlich war es schon acht Jahre her, seitdem sein Vater gestorben war.

Und genauso lange war Abby Hamilton schon fort. Gleich nach dem Begräbnis war sie verschwunden. Nicht einmal ihren Highschool-Abschluss hatte sie noch gemacht. Na ja, mit ihrem eigenen Jahrgang hätte sie die Abschlussprüfung auch gar nicht absolvieren können, denn sie war kurz zuvor von der Schule geflogen. Wenn Clayton es nicht bald schaffte, Rory zur Vernunft zu bringen, würde der jüngste Spross der McClintocks vermutlich eine ähnliche Karriere anstreben.

Was machte sie eigentlich jetzt? Seine Schwestern und seine Mom hatten den Kontakt zu ihr immer aufrechterhalten, doch mit ihm hatten sie nie über Abby gesprochen. Sie wussten, was er von ihr hielt. Als Letztes hatte er gehört, dass sie sich mit Gelegenheitsjobs durchschlug. Es hatte ihn nicht sonderlich erstaunt, denn es war Abby schon immer schwergefallen, sich längere Zeit für eine bestimmte Sache zu interessieren.

„Flug 3459 landet an Gate B4.“

Die Durchsage schreckte ihn so unvermittelt aus seinen Gedanken auf, dass der Kaffee über seine Hand schwappte und er sich die Finger verbrannte. Abby war zurück. Claytons Magen zog sich zusammen. Hatte er zu viel Koffein getrunken? Oder lag es daran, dass Abby Hamilton schon immer nichts als Ärger gemacht hatte? Sie mochte inzwischen älter und vielleicht auch vernünftiger sein, doch er zweifelte stark daran, dass sie sich wirklich verändert hatte.

Suchend blickte er über die anderen Menschen hinweg, die ebenfalls auf verspätete Fluggäste warteten. Die ersten Ankömmlinge wurden lautstark und herzlich begrüßt. Irgendwie zweifelte er daran, dass Abby sich darüber freuen würde, ihn zu sehen. Niemand hatte ihr gesagt, dass er ihr Chauffeur sein würde.

Neugierig betrachtete er die herankommenden Passagiere. Wo war sie nur? Es war inzwischen völlig aussichtslos, dass sie es noch zur Probe in der Kirche schaffen würden. Er konnte froh sein, wenn sie nicht auch noch das Abendessen verpassten.

Sie hatte sich also kein bisschen verändert. Endlich erblickte er sie hinter einer Gruppe von Nachzüglern. Erst als die anderen in Richtung Gepäckband gingen, konnte er sie genauer ansehen, denn sie war kaum größer als einen Meter fünfzig. Als sie näher kam, musterte er ihr Gesicht, das von einer wilden Lockenmähne umrahmt war. Ihre Augen waren noch immer leuchtend blau, und ihre Wimpern unglaublich lang.

Claytons Blick wanderte an ihrem Körper hinunter, der in einem weißen Top und ausgewaschenen engen Jeans steckte. Wieder zog sein Magen sich zusammen. Abby würde auch diesmal für Ärger sorgen – vielleicht sogar für noch größeren Ärger als damals.

Plötzlich bemerkte er, dass sie jemanden an der Hand hielt. Neben ihr ging ein kleines Mädchen, das etwa fünf Jahre alt war. Mit ihren blonden Locken und den strahlend blauen Augen war sie ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten.

Niemand hatte ihm gesagt, dass Abby Hamilton ein Kind hatte.

Abby sah sich suchend um. Anscheinend hielt sie nach Molly oder Colleen oder auch Brenna Ausschau. Doch dann erblickte sie Clayton. Verlegen rieb er sich die schokoladenbraunen Augen. Mit seinen dreißig Jahren sah er dem Jungen, der er vor acht Jahren gewesen war, zwar noch sehr ähnlich, doch inzwischen war er zum Mann geworden. Sein Gesicht war kantiger, und sein schwarzes Poloshirt spannte sich über seinen muskulösen Oberkörper.

Abby holte tief Luft und verdrehte die Augen. „Oh nein!“

„Was ist denn, Mommy?“, fragte das kleine Mädchen, wobei es an ihrem Ärmel zog.

Abby war wie angewurzelt stehen geblieben. Sie wollte nicht in Claytons Richtung gehen. Offensichtlich hatte niemand ihm von Lara erzählt. Einerseits freute Abby sich über die Zuverlässigkeit ihrer Freundinnen, doch andererseits hätte es sie gar nicht so sehr gestört, wenn eine von ihnen ihr Versprechen, niemandem in Cloverville von ihrer Tochter zu erzählen, gebrochen hätte. Warum hatte sie damals überhaupt von ihnen verlangt, Stillschweigen darüber zu bewahren? Sie schämte sich nicht dafür, eine alleinerziehende Mutter zu sein. Doch ein Teil von ihr war noch immer achtzehn und hatte Angst vor der Missbilligung der Stadtbewohner. Und niemand in Cloverville hatte sie mehr missbilligt als Clayton McClintock.

Hätte sie statt ihres legeren Outfits doch nur eines ihrer maßgeschneiderten Bürokostüme getragen. Doch jetzt war es zu spät, die Garderobe zu wechseln. Und wohl auch zu spät, Claytons Meinung von ihr zu ändern.

Mit einigen wenigen großen Schritten war er bei ihr. „Abby.“

Nur mit Mühe gelang es ihr, ihn freundlich anzulächeln. „Clayton.“

„Es ist lange her“, sagte er, während er sie unverwandt anstarrte.

Nicht lange genug. Anscheinend war er genauso wenig daran interessiert, sie hier zu haben, wie sie sich wünschte, zurück zu sein.

Dann blickte er zu Lara hinunter, und sein Gesichtsausdruck wurde weicher. „Und wer ist diese hübsche junge Dame?“

„Meine Tochter.“

...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.