Chipman | Spookily Yours | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

Chipman Spookily Yours

Eine Pumpkin-Lovestory | Knisternde paranormale Romance mit Hexen und Dämonen | Für Fans von »Gilmore Girls« und »Vampire Diaries«
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7499-0968-1
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine Pumpkin-Lovestory | Knisternde paranormale Romance mit Hexen und Dämonen | Für Fans von »Gilmore Girls« und »Vampire Diaries«

E-Book, Deutsch, 256 Seiten

ISBN: 978-3-7499-0968-1
Verlag: HarperCollins eBook
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Mein Kater ist ein Dämon

Willow ist eine Hexe - das ist jedoch nichts Ungewöhnliches in dem kleinen Städtchen Pleasant Grove, in dem es vor Magiebegabten nur so wimmelt. Trotzdem spürt sie, dass das einsame Leben hier für sie nicht alles ist. Zwar liebt sie die Arbeit in dem kleinen Café ihrer Schwester, doch für immer sieht sie sich dort nicht.

Als ihr ein sprechender schwarzer Kater über den Weg läuft, der ihr mitteilt, ein verfluchter Dämon zu sein und sie um ihre Hilfe bittet, wittert Willow ihre Chance, mehr Pepp in ihren Alltag zu bringen. Mithilfe von Mondschein, Kräutern und dem richtigen Zauberspruch kann sie Damien wieder in seine menschliche Gestalt verwandeln - und kann ihren Augen nicht trauen, was für ein ansehnliches Exemplar eines Mannes da vor ihr steht.

Kann Willow ihm und seiner Anziehungskraft widerstehen, immerhin ist er doch ein Dämon?

Und wieso und von wem wurde Damien überhaupt erst verwandelt?



Jennifer Chipman stammt ursprünglich aus der Gegend von Portland und lebt jetzt in Orlando mit ihrem Hund Walter und ihrer Katze Max. Sie hat ihre Nase immer in einem Buch und liebt es, in ihrer Freizeit in die Disney Parks zu gehen.

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1
Willow


Mir wurde beigebracht, dass schwarze Katzen Glück bringen. Möglicherweise war das dem Umstand geschuldet, dass ich die Tochter einer Hexe bin, aber immer wenn ich einer begegnete, schien mir das Schicksal wohlgesonnen.

Als ich den einsamen, dunklen Pfad Richtung Dorf entlangschlenderte, nahm ich aus dem Augenwinkel einen schwarzen Blitz wahr.

Auf der Backsteinmauer, die den Pfad säumte, lag eine Katze, und es war ihr zuckender Schwanz, der meine Aufmerksamkeit erhascht hatte. Sie leckte sich die Pfote, als wäre sie völlig frei von Sorgen.

Obwohl ich vermutete, dass dem nicht so war.

»Wenn wir doch alle so ein Glück hätten wie du und den ganzen Tag faul herumliegen könnten«, seufzte ich.

Die kleine Mieze trug kein Halsband, daher vermutete ich, dass sie keinen Besitzer hatte. Ich schüttelte den Kopf über mich selbst, rückte die Tasche zurecht, die an meinem Arm hing, und setzte meinen Weg fort.

Der Boden war bedeckt mit trockenem Laub, das bei jedem meiner Schritte befriedigend raschelte. Die ganze Welt war in leuchtende Farben getaucht, und die Bäume erstrahlten in prächtigen Herbsttönen.

Ich blieb stehen und schaute zurück zur Backsteinmauer, doch die Katze war verschwunden.

Ich liebte diese Jahreszeit, alles daran – wenn es draußen langsam kalt wurde und man die dicken Pullis aus dem Schrank kramen konnte. Es fühlte sich an, als hüllte man sich mit einer Tasse heißem Cider in den Händen in eine warme, kuschelige Decke.

Aber der Herbst in Pleasant Grove war noch besonderer. Es war schon immer ein geheimer Zufluchtsort für Hexen gewesen, ein gemütliches kleines Dorf voller Zirkel, wo Magie auf der Tagesordnung stand. Als es vor langer Zeit gegründet worden war, hatten die Hexen magische Schutzbarrieren errichtet, um es vor der Außenwelt abzuschirmen. Und uns damit die Freiheit geschenkt, ganz wir selbst sein zu können, ohne unser wahres Ich verstecken zu müssen.

Ich lächelte, als eine in Spinnweben gehüllte Veranda in mein Blickfeld kam; den Rasen davor schmückte eine riesige Spinne. Die Familien im Dorf hatten schon vor Wochen begonnen, ihre Halloweendekoration auszupacken. In unserer Gemeinschaft kam es einem großen Wettbewerb gleich, den wir genauso ernst nahmen wie die Menschen ihre Weihnachtsbeleuchtung.

Der Oktober war mein Lieblingsmonat. Schon als Kind hatte ich mich immer darauf gefreut, gemeinsam mit meiner Familie den Dorffeierlichkeiten beizuwohnen. Es gab nichts Schöneres als die Tage, wenn wir unser Haus für den Halloweenabend schmückten, vor allem wenn dabei ein Topf Kürbissaft auf dem Herd vor sich hin brodelte.

Ich vermisste das.

Der verlockende Duft von Zucker und Gebäck stieg mir in die Nase, noch bevor ich die Hand nach der Tür zur Bäckerei des Dorfes ausstreckte – . Meine Schwester und ich hatten sie vor vielen Jahren gemeinsam eröffnet, und ich konnte bis heute nicht fassen, wie überlaufen sie jeden Morgen war.

Doch noch war es ruhig, Morgentau legte sich auf das Dorf, und erst langsam erwachte die Welt zum Leben.

Das Glöckchen klingelte, als ich die Tür aufstieß, und was auch immer in der Backstube im Ofen war, ließ mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Zuckerkekse waren die Spezialität meiner Schwester, glasiert mit höchster Raffinesse. Alles, was sie machte, war zum Reinsetzen, aber jedes Jahr sehnte ich den Herbst herbei, weil ich genau wusste, dass es dann Kürbisgebäck gab.

Auf dem Weg zur Backstube ließ ich meine Tasche auf einen Stuhl fallen, griff nach meiner Schürze und band mir mein hellbraunes Haar zu einem Pferdeschwanz zusammen.

»Wil!« Lunas blonder Lockenkopf erschien. »Guten Morgen!« Beim Klang ihrer fröhlichen Stimme hellte sich sofort meine Stimmung auf. Diesen Effekt hatte sie schon immer auf mich gehabt.

Wir waren uns wie aus dem Gesicht geschnitten, meine Schwester und ich, mit Ausnahme unserer Haare. Wir hatten die gleiche Stupsnase und die gleichen hellgrünen Augen. Doch während sie das schöne honigblonde Haar unserer Mutter geerbt hatte, hatte ich den Karamellton unseres Vaters bekommen.

»Morgen«, antwortete ich, band mir die Schürze um und atmete tief durch die Nase ein, um den in der Luft liegenden Duft einzusaugen. »Wie war dein Start in den Tag?«

Lunas Herzblut, das sie in die Bäckerei steckte, war der Grund, weshalb die Leute morgens in der Regel vor unserer Tür Schlange standen. Während meine Fähigkeit darin bestand, magische Tränke zu brauen, meisterte Luna die Herstellung von Broten, Muffins und sonstigem Süßgebäck.

»Gut.« Auf ihrem Gesicht breitete sich ein Lächeln aus. »Ich hab dein Lieblingsgebäck gemacht.«

Dachte ich mir doch, dass ich sie gerochen hatte. »Chocolate-Chip-Kürbis-Scones?«

»Bingo.« Mit einer Bewegung ihres Fingers ließ sie ein Scone zu mir herüberschweben.

Als wir noch klein waren, hatten unsere Eltern uns eingebläut, uns nicht allein auf unsere Zauberkräfte zu verlassen. Nicht alle Hexen im Dorf, nicht mal alle in unserem Zirkel, beherrschten Telekinese, doch wir hatten beide Glück gehabt. Unsere Kräfte hatten uns schon aus so mancher Notlage gerettet.

Das noch ofenwarme Scone landete in meiner Hand, und ich biss glücklich hinein. »Hm, lecker«, seufzte ich. »Das hab ich gebraucht. Mein Morgen war bisher … na ja …«

Nur mit Mühe hatte ich es geschafft, mich aus dem Bett zu schälen. Und dann war da noch die Katze. Ich blinzelte.

»Ich habe eine Katze gesehen.« Die Worte purzelten einfach so heraus.

Luna zog eine Augenbraue hoch. »Süße, in Pleasant Grove gibt es fast so viele Katzen wie Hexen. Nicht umsonst sind sie die gängigsten Vertrauenstiere.«

Vertrauenstiere waren in unserem Dorf kein Geheimnis und die Verbindung zwischen ihnen und ihrem Menschen unglaublich stark. Sie waren mehr als Haustiere – sie waren Teil der Familie.

Die Verbindung ging über eine einfache -Beziehung hinaus.

Ich hatte auch mal ein Vertrauenstier gehabt – meinen Kater Binx –, ein großer grauer Flauschball. In dem Augenblick, als er mir in meine sechsjährigen Arme gelegt wurde, hatte ich es mehr oder weniger . Er verstand mich, konnte mir tief in die Seele schauen. Unsere Verbindung war einzigartig. Er war mein Vertrauenstier, mein Lebensgenosse und das Geschöpf meines Herzens.

Aber zweiundzwanzig Jahre war für jede Katze ein stolzes Alter.

Im vergangenen Sommer hatten wir in unserem Garten ein kleines Grab ausgehoben, und Luna hatte per Hand den kleinen Grabstein graviert.

Jetzt war mein Haus leer – still.

Doch das war nicht alles. »Diese Begegnung war … anders.« Ich zuckte mit den Schultern.

»Willow.« Lunas Stimme war sanft – einfühlsam. »Ich weiß, dass Binx dir fehlt. Aber vielleicht ist es an der Zeit.«

Nach vorn zu schauen.

Zu akzeptieren, dass ich ein neues Tier finden musste, um die Leere in meinem Herzen zu füllen. Meinen Tränken mangelte es in letzter Zeit an dem gewissen Etwas. Als fehlte eine Zutat.

Zum Glück konnte ich noch immer einen phänomenal guten Mocha machen, schließlich war ich für das der Bäckerei angegliederte Café zuständig.

Ich nahm einen tiefen Atemzug. »Ich weiß.«

Binx hatte ein gutes Leben gehabt. Es war Zeit, seine Seele in die Nachwelt gehen zu lassen, ins Jenseits. Dieses Recht hatte er sich verdient.

Aber meiner Einsamkeit tat das keinen Abbruch. Meine Schwester war vor sechs Monaten aus dem Haus unserer Eltern ausgezogen, dem Haus, in dem wir aufgewachsen waren, und seitdem lebte ich allein in dem knarzenden alten viktorianischen Gebäude. Immerzu sagte ich, es müsste mal auf Vordermann gebracht werden, nur hatte ich bisher nicht den Mut aufgebracht, die Zwillinge mit der Renovierung zu beauftragen. Wäre ich keine Hexe, hätte ich geschworen, dass in dem Haus Geister ihr Unwesen trieben. Vielleicht taten sie das auch.

»Ich habe darüber nachgedacht, mal beim Tierheim vorbeizugehen. Nur um mal zu schauen.«

Ob ich zu einem der Tiere eine Verbindung spürte. Ob eine der Katzen mich wählte. Schon seit Monaten drückte ich mich davor. Wovor hatte ich Angst? Dass keine von ihnen eine Verbindung zu mir hätte – oder dass doch?

Seufzend schüttelte ich den Kopf. »Ich muss einfach aus diesem Stimmungstief raus.«

Luna tunkte ihren Finger in die Schüssel mit dem Frosting. »Zum Glück steht das Kürbisfest vor der Tür. Und Halloween! Das hat dich noch immer aufgemuntert.« Sie steckte sich den Finger in den Mund und leckte das Frosting ab. »Braucht mehr Vanille«, sagte sie naserümpfend.

»Ja, aber …«

Ich hatte keine gute Ausrede, daher begnügte ich mich damit, Kaffee aufzusetzen.

Meine Schwester verschränkte die Arme vor der Brust und sah mich eindringlich an. »Arbeitet Eryne heute nicht im Café? Warum nimmst du dir den Tag nicht frei? Geh, und schau einfach. Und hab vielleicht auch mal ein bisschen . Du tust ja gerade so, als wäre dein Seelengefährte gestorben.«

»Hey!« Ich runzelte die Stirn. Nein, was das anging, herrschte in meinem Leben schon tote Hose. Wann hatte ich das...



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