Christenberry / Kilby / Templeton | Bianca Gold Band 29 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0029, 448 Seiten

Reihe: Bianca Gold

Christenberry / Kilby / Templeton Bianca Gold Band 29


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-3050-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0029, 448 Seiten

Reihe: Bianca Gold

ISBN: 978-3-7337-3050-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



EIN EHEMANN ZUM VERLIEBEN von CHRISTENBERRY, JUDY
Er kümmert sich um ihre Ranch, sie heiratet ihn zum Schein, damit er das Sorgerecht für seine kleine Tochter behält. So hat Suzanne es mit ihrem attraktiven Nachbarn Ryan vereinbart. Dann müssen sie unerwartet vor seiner Ex ein echtes Paar spielen - Küssen inklusive ...
MELISSAS SUCHE NACH DEM GLÜCK von KILBY, JOAN
Die junge, temperamentvolle Australierin Melissa ist auf der Suche nach etwas Bedeutendem - ihrem Mr. Big, der ihr endlich das große Glück beschert! Ein Mann wie der starke Farmer Gregory gefiele ihr schon. Leider ist sie nur die Nanny seiner goldigen Kleinen ...
SO VIEL SEHNSUCHT IM HERZEN von TEMPLETON, KAREN
Sehen die toll aus! Neugierig beobachtet Karleen, wie nebenan der umwerfendste Single-Dad der Welt mit den zwei süßesten Söhnen einzieht, die sie je gesehen hat. Und muss zugeben: Der Anblick der drei weckt Sehnsüchte in ihr, denen sie eigentlich abgeschworen hat ...



Joan Kilby ist in Vancouver, Kanada geboren und verbrachte eine idyllische Kindheit in einer ländlichen Gegend in der Nähe des Ozeans. Die ihre Freizeit verbrachte sie in ihren jungen Jahren meistens auf dem Rücken eines Pferdes, durch Bäume kletternd oder träumend. In ihrer Stadt gab es leider keine Bücherei aber ihre Mutter, eine begeisterte Leserin, nahm sie wöchentlich zu einem Büchermobil mit, in dem Joan sich einen ganzen Arm voller Bücher ausleihen konnte. Als sie acht oder neun Jahre alt war, entschied sie sich dafür Schriftstellerin zu werden und sie füllte unzählige Notizhefte mit Geschichten, Comics oder Gedichten. Trotz dieser Träume wurde sie in den frühen 70ern vom Wandel ihrer Umwelt eingeholt und studierte Biologie an der Universität. Sie machte einen Master in Meeresbiologie nachdem sie einige Jahre die Welt bereist hatte. Erst als Backpacker durch Europa dann segelnd durch den Südpazifik. Sie arbeitete danach 10 Jahre als Umwelt - Biologin in Australien und Kanada für die Regierung, Universitäten und private Beratungsunternehmen. Sie lernte ihren zukünftigen Ehemann kennen, als beide Bewohner einer Wohngemeinschaft in Vancouver waren. Sie lebten dort gut ein Jahr zusammen und bemängelten vor Freunden die fehlende romantische Privatsphäre. Er unternahm im Anschluss eine Reise durch Asien und sie bereiste Nepal und Thailand. Als sie davon zurück kehrten, heirateten sie kurz darauf. Joan liebte ihre Arbeit als Biologin auch wenn sie bei Forschungs - Expeditionen im zugefrorenen Atlantik tauchen oder im Schlamm in Britisch Columbia waten musste, um die Population von Lachsen zu erforschen. Nicht zu erwähnen sind die Ängste, die sie auszustehen hatte, als sie von Giftschlangen umringt war, als sie Flüsse in Australien beobachten musste. Aber währenddessen entdeckte sie die Schriftstellerei wieder, insbesondere das Schreiben von Liebesromanen. Ihr erstes Buch war ein Ringbuch, das sie in neun Monaten mit Inhalt füllte. Auch, wenn sie dafür morgendliche Müdigkeit und ein hyperaktives Kleinkind in Kauf nehmen musste. Sie zweifelte niemals an, dass der Erfolg, eines Tages veröffentlicht zu werden, das wert war. Es brauchte sieben komplette Manuskripte, bevor sie den magischen Anruf eines Verlegers bekam. Jetzt sind ihre Kinder alle in der Schule und Joan Kilby schreibt in Vollzeit. Sie versucht sich regelmäßig Abende und Wochenenden freizuhalten, da sie der Meinung ist, dass eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben sehr wichtig ist. ...
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1. KAPITEL

„Komm schon, Josh.“ Suzanne zog den Jungen an der Hand hinter sich her zum Büro des Sheriffs.

Die Tür flog auf, und ein stämmiger Mann stürmte heraus. Offensichtlich hatte er es eilig. Fast hätte er Suzanne über den Haufen gerannt.

„Entschuldigen Sie, Ma’am. Ich habe Sie nicht gesehen.“

Bevor sie etwas sagen konnte, tippte er schon an seinen Hut, und weg war er.

„Mann! Der hatte es aber eilig!“ Suzanne drückte Mandy, die sie auf der Hüfte trug, fester an sich. „Alles in Ordnung, Kleines?“

Das Kind nickte und verbarg das Gesicht in Suzannes rötlich-braunen Haaren.

„Was ist mit dir, Josh? Er hat dich nicht getreten, oder?“

„Nein, Susie.“

Seufzend betrat Suzanne das Büro. „Ich möchte mit Sheriff Cal Baxter sprechen. Ist er da?“

„Ja, das ist er. Das sind doch Mary Lees und Rodgers Kinder, oder? Die Armen. Wen darf ich melden?“

„Suzanne McCoy. Ich bin der Vormund von Josh und Mandy.“

„Freut mich. Ich bin Gladys. Nehmen Sie doch bitte Platz. Ich bin sofort zurück.“

Suzanne setzte sich. Sie ließ Joshs Hand los und klopfte auf den Stuhl neben sich. „Setz dich, Schatz. Du bist doch noch ganz müde.“

Der kleine Junge kletterte auf den Stuhl. Seit Suzanne nach Cactus gekommen war, hatte er noch nicht ein einziges Mal gelächelt. Sie machte sich Sorgen um Josh. Mandy hatte bisher jeden Morgen nach ihrer Mutter gerufen und geweint. Aber die Tränen trockneten schnell wieder. Manchmal nannte sie Suzanne aus Versehen sogar Mom, doch dann erinnerte Josh sie sofort daran, dass es nicht ihre Mom war, sondern Susie. So hatte Mary Lee sie immer genannt.

Gladys kehrte zurück, gefolgt von einem großen Cowboy.

„Guten Morgen, Miss McCoy. Kommen Sie doch bitte in mein Büro. Soll Gladys sich um die Kleinen kümmern?“

„Nein, sie bleiben besser bei mir.“

Nachdem sie vor dem Schreibtisch des Sheriffs Platz genommen hatten, erzählte Suzanne von der Ereignissen des gestrigen Abends.

„Ich hatte Angst vor der Reaktion der Männer, deshalb habe ich gesagt, Sie wären bereits auf dem Weg zur Ranch. Ich weiß, ich hätte Sie wirklich erst anrufen und mich dann an Ihre Anweisungen halten sollen.“ Suzanne senkte die Stimme. „Ich habe leider die Beherrschung verloren.“

Der Sheriff lächelte. „Kein Wunder. Übrigens war eben einer Ihrer Nachbarn hier und hat mir von seinem Verdacht erzählt, dass auf Ihrer Ranch irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich wollte gerade zu Ihnen kommen.“

„Oh, das war ja nett von ihm.“

„Ja.“

„Der alte Mann hat mir gesagt, dass er darüber nachgedacht hat, mit mir zu sprechen.“

„Ich vermute, Sie meinen den alten Al.“

„Ja, ich glaube, sein Name ist Al.“

„Seien Sie nachsichtig mit Al. Er ist schon über achtzig, und die Farm ist sein Zuhause. Bei ihm geht es nicht mehr so schnell.“

„Verstehe. Aber er hat gesagt, dass ich unbedingt ein paar Leute für die Farm brauche. Ich selbst habe keine Ahnung von der Rancharbeit.“

„Am besten sprechen Sie mit Ryan Walker. Er ist der Nachbar, der mir von seinem Verdacht berichtet hat. Der Mann kennt sich aus. Und dass er nebenan wohnt, macht die Sache einfacher. Sie könnten natürlich auch bei der Job-Agentur nachfragen, aber ich glaube, die Mühe können Sie sich sparen.“

„Und Sie schnappen sich diese Cowboys?“

„Ich werde nach ihnen Ausschau halten. Und mein Vertreter auch. Aber ich fürchte, sie haben den Staat schon verlassen. Ich werde mal mit Al darüber sprechen, was sie vorhatten.“

„Danke, Sheriff.“

Als die Kinder und sie wieder auf dem Bürgersteig standen, überlegte Suzanne ihren nächsten Schritt. Sie fand die Agentur für Vermittlung von Farmarbeitern, allerdings öffnete das Büro erst um neun Uhr. Da entdeckte sie den Lemon Drop Shop auf der anderen Seite des Marktplatzes. Ein kurzer Blick auf Josh, und die Entscheidung war gefallen.

„Josh, was hältst du von einer Limonade und einem Snack, während wir darauf warten, dass die Agentur öffnet?“

Der Junge wurde etwas munterer. Zwar zuckte er nur gleichgültig mit den Schultern, folgte Suzanne dann aber brav. Im Laden stellte Suzanne fest, dass es gefüllte Blätterteigrollen und süße Brötchen gab. Sie wählte für alle aus und ging zum Bezahlen an die Kasse.

„Hallo. Sie sind doch der Vormund von Mary Lees und Rodgers Kindern, nicht wahr?“

Suzanne blickte überrascht auf. „Ja, bin ich. Entschuldigen Sie, aber ich weiß nicht …“

„Natürlich nicht. Ich bin Katherine Dawson. Alle nennen mich Katie. Suchen Sie sich doch schon einen Tisch aus. Ich bringe Ihnen gleich Ihre Bestellung.“

„Das ist sehr nett. Danke.“

„Darf ich mich ein paar Minuten zu Ihnen setzen?“, fragte Katie, als sie mit den Getränken und den Brötchen kam.

Suzanne nickte und stellte sich vor. „Ich bin von Dallas hierhergezogen, um mich um die Kinder zu kümmern.“

„Oh, schön. Dann bleiben Sie also. Wir hatten schon Angst, Sie würden die Kinder mit nach Dallas nehmen.“

Suzanne schüttelte den Kopf. „Vielleicht wäre es besser. Ich habe keine Ahnung vom Leben auf einer Ranch und …“ Sie machte eine kurze Pause und erzählte dann, was am vergangenen Abend passiert war.

„Oh nein! Wie fürchterlich!“

„Was ist denn passiert, Katie?“, fragte eine ältere Frau, die sich mit einer Freundin dem Tisch näherte.

„Oh, guten Morgen, Mabel. Morgen, Florence. Kennt ihr schon Suzanne McCoy?“ Sie sah Suzanne an. „Haben Sie etwas dagegen, wenn sich die beiden Damen zu uns setzen?“

„Nein, natürlich nicht.“ Suzanne stimmte zu, obwohl sie eigentlich keine Lust hatte, jedem ihre Geschichte zu erzählen.

Katie übernahm es, die Ladies zu informieren. Schließlich fragte sie Suzanne: „Was gedenken Sie zu tun?“

„Der Sheriff meint …“

„Er ist mein Sohn“, schob Mabel Baxter stolz ein.

„Ach ja? Also, er hat versprochen, nach den Cowboys zu suchen, bezweifelt aber, dass sie noch in der Gegend sind.“

„Und jetzt?“, fragte Florence.

„Ich brauche dringend Leute, die mir auf der Ranch helfen.“

„Sprechen Sie mit Ryan Walker.“ Mabel unterstrich ihre Worte mit einem energischen Kopfnicken.

„Das hat Ihr Sohn auch vorgeschlagen.“

„Er hat recht. Ryan ist ein begnadeter Rancher“, stimmte Florence zu. Plötzlich hellte sich ihr Gesicht auf. Sie blickte erst Mabel, dann Suzanne an. „Sagen Sie, meine Liebe. Sind Sie … in festen Händen?“

Suzanne starrte die Frau verständnislos an. Der plötzliche Themenwechsel überraschte sie. Schließlich antwortete sie: „Nein. Aber was die Ranch betrifft …“

„Ja, ja. Wissen Sie, mir ist gerade ein Gedanke gekommen. Ryan braucht einen Babysitter.“ Suzanne sah Florence verwundert an.

„Tatsächlich?“

„Ja. Beth ist … wie alt ist Beth jetzt, Katie?“

„Sie ist gerade drei geworden. Ihrer Mutter hat das Leben auf der Ranch nicht gefallen. Sie hat sich mit einem Städter aus dem Staub gemacht. Damals war Beth sechs Monate alt. Seitdem kümmert Ryan sich allein um seine Tochter, was natürlich nicht immer ganz einfach ist. Ihm fehlt oft ein zuverlässiger Babysitter.“

„Und Sie glauben, wenn ich ihm anbiete, auf Beth aufzupassen, dann hilft er mir auf der Ranch?“ Suzanne war skeptisch.

„Es wäre besser, Sie würden ihn heiraten“, stellte Mabel ganz pragmatisch fest.

Suzanne starrte die Frau an, als wäre sie verrückt geworden.

Katie beeilte sich zu sagen: „Das war nicht ernst gemeint. Aber Sie sollten tatsächlich mit Ryan sprechen. Außerdem haben Sie eine gute Wasserversorgung auf Ihrem Stück Land. Ryan könnte sich vielleicht auf einen Deal einlassen. Anteil an den Wasserrechten für ein paar Cowboys.“

Suzanne nickte und ließ das Thema fallen. Sie drängte die Kinder, ihre Brötchen aufzuessen, damit sie endlich die Job-Vermittlung aufsuchen konnten. Als sie den Laden verließ, sah sie die beiden älteren Damen in die entgegengesetzte Richtung verschwinden.

Der Vermittler war keine Hilfe. Auch er riet Suzanne, sich an Ryan Walker zu wenden. Sie dankte ihm und fuhr mit den Kindern nach Hause.

Den Rest des Tages dachte Suzanne über den Ratschlag nach, den sie in der Stadt bekommen hatte, und beschloss darauf, Ryan nach Sonnenuntergang aufzusuchen. Al würde in der Zeit auf die Kinder aufpassen.

Suzanne warf einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel. Sie trug ein elegantes Kostüm in der Hoffnung, Ryan Walker mit ihrer Professionalität zu beeindrucken. Die langen rotbraunen Haare hatte sie im Nacken zu einem Knoten gesteckt. Sie wollte einen kühlen und ruhigen Eindruck vermitteln. Immerhin traf sie mit dem besten Rancher im Land zusammen.

Sie holte tief Luft und vergewisserte sich noch einmal, dass Al und die Kinder versorgt waren. „Ich bin bald zurück“, versprach sie und gab sich betont fröhlich.

„Wirklich?“ Josh machte ein finsteres Gesicht.

„Ich gehe nur zu unserem Nachbarn, Josh. Ich bin bald zurück.“ Das hatten die Eltern der Kinder auch gesagt. Und sie waren nicht zurückgekehrt. Mit Tränen in den Augen wandte Josh sich ab. Er traute Suzannes Versprechen nicht. Al lenkte den Jungen ab und gab Suzanne ein Zeichen zu gehen.

Suzanne fuhr in die Richtung, die Al ihr beschrieben...



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