E-Book, Deutsch, Band 0244, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
Clayton / Belisle / Cajio Bianca Exklusiv Band 244
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-3006-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0244, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-3006-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
... UND DADDY MACHT 8 von CAJIO, LINDA
Der leidenschaftliche Kuss, den Michael Holiday ihr im Mondschein gab, soll sich nie wiederholen: Janice weiß nur zu gut, dass der Journalist Kinder nicht mag - und sie hat sechs davon! Da sie sich allein um sie kümmert, hat sie für Abenteuer keine Zeit ...
ALLEIN MIT MEINEM TRAUMMANN von BELISLE, LISETTE
Nur sie und er, eine Farm und ein Leben in Liebe! Urplötzlich ist die süße Jessie mit dem atemberaubend männlichen Ben Harding allein auf 'Stone's End'. Offenbart er ihr nun endlich, dass er unter seiner rauen Schale einen weichen Kern verbirgt?
NICHT SO STÜRMISCH, HANNAH von CLAYTON, DONNA
Der anziehenden Hannah zu widerstehen, fällt Adam Roth unsagbar schwer. Aber der junge Bürgermeister des beschaulichen Little Haven hat mit Großstädterinnen schlechte Erfahrungen gemacht. Also versucht er, nicht auf die Avancen der attraktiven New Yorkerin einzugehen ...
Lisette Belisle schreibt Geschichten über ganz normale Leute, die ganz besondere Taten vollbringen und damit gegen alle Regeln handeln. Aber wie kam sie zum Schreiben? Das Schreiben kam zu ihr. Im Alter von 10 Jahren las Lisette ein Buch über eine Krankenschwester, die aus dem Wunsch heraus handelte, jedem Menschen zu helfen und ihn zu retten. Viele Jahre, viele Bücher, einer Ausbildung zur Krankenschwester und 3 Kinder später, entdeckte sie, dass der Autor sie bereits mit 10 Jahren inspiriert hatte und es an der Zeit war, ihre eigenen Gedanken und Gefühle in einem Buch zusammen zu fassen. Romantische Romane waren eine klare Wahl. In Kanada geboren, wuchs Lisette in New Hampshire auf und lebt heute mit ihrem Ehemann, einem Ingenieur, in New York. Ihr Mann ist ihre größte Unterstützung. Sie haben drei Kinder und fünf Enkelkinder. Familie ist ein immer wiederkehrendes Thema in ihren Büchern. Nicht von ungefähr kommt die Familie für sie selber an Platz Nr.1. Womit beschäftigt sich Lisette Belisle am liebsten? Als ihr Enkel mit 9 Jahren in einem Aufsatz schreiben musste, was seine Großmutter am liebsten tut, schrieb er: 'Sie mag es Bücher zu schreiben, zu reisen und Zeit mit ihrem Enkel zu verbringen.' Das sagt doch alles! Schreiben Sie ihr per Post oder Mail: P.O. Box 1166, Ballston Lake, NY 12019 oder LisetteBel@aol.com
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1. KAPITEL
„Ein Gespenst zieht ins Spukhaus! Ein Gespenst zieht ins Spukhaus!“
Janice Parker setzte eine strenge Miene auf, als ihre neunjährigen Drillinge in die Küche rasten und dabei aus vollem Hals schrien.
„Aufhören!“, rief sie.
Wie gewöhnlich war Cat die Anführerin, und ihre Brüder Chris und C.J. stießen mit ihr zusammen, als sie stehen blieb.
„Catherine, Christopher und Cameron James Parker“, begann Janice ernst. „Ich dulde es nicht, dass ihr schreiend durchs Haus rennt.“
„Aber, Mom! Das Gespenst!“, heulten die drei im Chor.
„Ist das ein Gespenst, Mom?“, fragte Amy mit großen Augen.
„Nein, Honey, in das Haus hinter uns zieht heute kein Gespenst“, sagte Janice zu ihrer Vierjährigen. „Gespenster ziehen nicht in Häuser. Schon gar nicht mit Möbelwagen, okay? Und ihr drei, habt ihr mich verstanden?“
Die drei nickten.
„Bleibt vom Haus weg“, fügte sie vorsichtshalber hinzu. „Sonst erschreckt ihr die armen Leute noch zu Tode. Wie mich …“
Ihre Drillinge grinsten.
„Und jetzt, bevor ich meine Runde mache … habt ihr eure Zimmer aufgeräumt?“
„Ja.“
„Und euer Badezimmer?“
„Ja.“
„Und habt ihr eure Spielsachen aus dem Fernsehzimmer geräumt?“
„Ja, Mom.“
Janice lächelte zufrieden. „Gute Arbeit, Leute. Zur Belohnung dürft ihr im Garten sämtlichen Abfall aufsammeln, bevor David den Rasen mäht. Danach dürft ihr für mich die Wäsche sortieren.“
„Mom …!“
„Was für ein toller Aufschrei“, sagte Janice anerkennend. „Ich würde sagen … 97 von 100 möglichen Punkten, mit nur einem leisen Hauch von Impertinenz.“
„Was ist Impertinenz?“, fragte Cat.
„Aufgabe Nummer drei – schlagt es im Wörterbuch nach: I-M-P-E-R-T-I-N-E-N-Z. Ich hab euch alle lieb. Und jetzt ab!“
Mürrisch zogen die Drillinge ab. Seufzend wandte Janice sich wieder dem Frühstücksgeschirr zu und stapelte es in den Geschirrspüler. Klein Amy half ihr.
„Wenigstens sind keine Steuererklärungen fällig“, murmelte sie und war froh, dass für sie als Steuerberaterin mal wieder die ruhige Jahreszeit angebrochen war.
„Ich hasse Steuererklärungen“, verkündete Amy.
„Ich auch. Aber sie helfen uns, die Hypothek …“
„Für unser Haus abzubezahlen“, ergänzte Amy die Antwort, die sie jedes Mal zu hören bekam.
„Mom, kannst du Jen und mich ins Einkaufszentrum fahren?“
Janice drehte sich um und musterte ihre Älteste. Das Make-up der fünfzehnjährigen Heather war dezent, das Haar hing ihr in hübschen braunen Wellen um die schmalen Schultern, und ihre Kleidung war zwar modisch weit, aber selbst Janices Mutter hätte nicht mehr als ein kurzes „Hmm“ daran auszusetzen gehabt.
„Ja, das kann ich wohl, aber …“
Aus dem Garten drang ein ohrenbetäubendes Geheul herein. Janice rannte hinaus. Die Drillinge waren nirgendwo in Sicht, obwohl das Geheul immer schriller wurde. Sie ahnte, was los war.
Sie eilte zum Zaun zwischen ihrem Grundstück und dem des hinteren Nachbarn. Amy folgte ihr. Janice quetschte sich durch die schmale Lücke in den Brettern, wobei sich zwei Knöpfe ihrer Bluse öffneten. Sie kämpfte sich durch das Unterholz im hinteren Teil des Nachbargartens, bis sie den grasbewachsenen Hügel hinter dem Haus erreichte. Janice befreite Amy aus den Fängen einer wuchernden Blaurebe und nahm sie auf den Arm.
Das schreckliche Trio, wie ihr ältester Sohn David seine Geschwister nannte, umkreiste einen ungläubig dreinblickenden Mann und bezichtigte ihn, ein Gespenst zu sein.
Janice setzte die bewährte Trillerpfeife an den Mund und blies mit aller Kraft hinein.
Erschreckt wich der Mann zurück. Die Drillinge, die genau wussten, dass sie auf frischer Tat ertappt worden und Leugnen sinnlos war, setzten sich auf die Erde.
„Wirklich eindrucksvoll, Kinder“, sagte sie. „Aber ihr braucht gar nicht so unschuldsvoll zu tun.“
„Aber, Mom!“, sangen die drei Chor.
„Kein Aber. Ihr entschuldigt euch jetzt bei Mr …“ Sie drehte sich zu dem Mann um.
Etwas Unsichtbares traf sie wie ein Schlag und raubte ihr den Atem. Ihr Nachbar war groß, mit welligem braunen Haar und markanten Gesichtszügen. Das Grün seiner Augen war einzigartig, und für die langen Wimpern hätte eine Frau manches gegeben, für die breiten Schultern, den flachen Bauch und die schmalen Hüften mancher Mann. Und doch hatte er etwas Unnahbares an sich.
Er starrte sie an, so fasziniert von ihr wie sie von ihm. Sie verstand nicht, was in ihr vorging, aber was immer es war, es war fast übermächtig.
„Mommy? Ist er das Gespenst?“, fragte Amy in die Stille hinein.
Janice räusperte sich. Erst jetzt wurde ihr bewusst, wie sie aussah. Hastig setzte sie Amy ab und knöpfte sich die Bluse zu. „Nein, Amy, er ist nur ein Mann.“ Sie sah ihn an. „Ich muss mich für meine Kinder entschuldigen. Normalerweise benehmen sie sich …“
„Sie sind ihre Mutter?“, fragte er und zeigte auf Amy und die Drillinge.
„Ja.“ Lächelnd zupfte sie einen Zweig aus ihrem Haar. „Sie können es ebenso gut jetzt schon erfahren. Ich habe zu Hause noch zwei …“
„Noch zwei!“, rief er entgeistert. „Sie haben sechs Kinder!“
Die Kinder kicherten.
„Sie haben sechs Kinder“, wiederholte der Mann.
Janice runzelte die Stirn. „Ja.“
„Sie können unmöglich sechs Kinder haben.“
„So?“
„Nein.“
Verblüfft sah Janice ihn an. „Nun ja, falls es nicht meine Kinder sind, so hat man vergessen, mir das zu sagen.“
„Nein … Ich meine …“ Der Mann schüttelte den Kopf. „Es tut mir leid. Ich rede Unsinn.“ Er streckte die Hand aus. „Ich bin Michael Holiday.“
Der Name kam ihr irgendwie bekannt vor. „Ich bin Janice Parker. Herzlich willkommen.“
Sie ergriff seine Hand und spürte sofort ein Kribbeln. Was um alles in der Welt war mit ihr los?
Noch schlimmer war, dass er ihre Hand nicht schüttelte, sondern sie einfach festhielt. Janice entzog sie ihm nicht. Nach einer Weile gab er sie frei.
„Diese drei sind Chris, Catherine, kurz Cat, und Cameron James, kurz C.J.“, sagte sie rasch, um ihre Verlegenheit zu tarnen. „Und ja, es sind Drillinge.“
Michael Holiday lächelte.
„Und das hier …“ Sie tätschelte ihrer Jüngsten die Schulter. „… ist Klein Amy.“
„Ich bin vier“, ergänzte Amy stolz.
„Aha.“ Er sah schon gefasster aus. „Vier ist ganz gut.“
Amys Augen leuchteten.
„Gebt Mr Holiday die Hand, Kinder“, sagte Janice.
Die Drillinge zögerten. Nur Amy trat vor und schüttelte ihm ernst die Hand.
„Mir ist es egal, ob Sie ein Gespenst sind“, sagte sie. „Ich finde Sie nett.“
„Danke. Das freut mich.“ Er lächelte Amy zu. „Du bist auch nett.“
Amy strahlte. Janice verbarg ihr Lächeln hinter vorgehaltener Hand.
Die Vierjährige drehte sich zu den Drillingen um und streckte die Zunge heraus. „Ich habe keine Angst, aber ihr! Ich habe keine Angst, aber ihr!“
„Sei still, du Baby“, knurrten die drei, bevor sie ihren Mut zusammennahmen und Michael ebenfalls die Hand schüttelten.
„Meint ihr nicht, ihr solltet euch entschuldigen?“, fragte Janice streng.
„Entschuldigung“, sagten die drei im Chor.
„Zurück an die Arbeit, Leute“, befahl sie. „Und nehmt Amy mit.“
Die vier rannten davon.
Janice sah den Mann an, und sofort stockte ihr wieder der Atem. Sicher, er sah attraktiv aus, aber warum reagierte sie so heftig? Sie war kein Teenager mehr.
„Ich versichere Ihnen, meine Kinder werden Sie nicht mehr belästigen. Normalerweise sind sie recht brav, aber manchmal kommen sie auf eigenartige Ideen.“
„Darauf, dass ich ein Gespenst bin, zum Beispiel. Wieso eigentlich?“
„Das Haus steht seit einem Jahr leer. Seit Mr Hobarth gestorben ist. Nicht im Haus, aber seitdem behaupten sämtliche Kinder, dass das Haus verhext ist. Mr Hobarth war nicht gerade freundlich zu ihnen.“ Sie zeigte auf den wild wuchernden Garten. „Das Grundstück sieht verwunschen aus, nicht sehr einladend. Die Kinder finden, dass nur ein Gespenst hier wohnen würde. Bitte sagen Sie Ihrer Frau …“
„Ich bin nicht verheiratet“, unterbrach er.
Janice schluckte. „Nun ja … Ich werde dafür sorgen, dass Sie nicht mehr behelligt werden.“
„Mom …!“, rief jemand. „Jen wartet! Ich muss los!“
„Die betörende Stimme meiner Ältesten, Heather“, erklärte Janice lächelnd. „Ich habe ihr versprochen, sie ins Einkaufszentrum zu fahren. Falls meine Kinder Sie noch einmal belästigen, sagen Sie es mir. Und nochmals willkommen.“
Sie gab ihm nicht die Hand, sondern ging einfach davon.
Sicher ist sicher, dachte sie.
Michael zeigte den Möbelpackern, wohin sie die letzten Kartons stellen sollten. Immer wieder sah er zu den Kindern hinüber, die mit ihren Fahrrädern auf dem Bürgersteig standen. Sie kamen ihm vor wie Geier, die auf ihre Chance warteten. Es war Mai und ein lauer Abend, aber schon nach acht. Wussten die Eltern, was ihre Sprösslinge trieben?
Die Parker-Drillinge waren offenbar die Anführer.
Wie hatte er sich nur so in der Venus von nebenan täuschen...




