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Clopton | Ein Cowgirl für Chase | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 156 Seiten

Clopton Ein Cowgirl für Chase


1. Auflage 2018
ISBN: 978-1-941491-30-0
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 156 Seiten

ISBN: 978-1-941491-30-0
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Amber Rivers aus Houston hat ein Problem: Ein Stalker ist ihr auf den Fersen. Da kommt ihr die Hochzeit ihrer Freundin Sadie in der verschlafenen Kleinstadt Mule Hollow gerade recht, um eine Weile unterzutauchen. Aber sie würde niemals ihr Leben und ihre Arbeit in der Großstadt aufgeben, um sich auf dem Land niederzulassen. Zu dumm nur, dass sie sich so sehr zu dem selbstbewussten Cowboy Chase Hartley hingezogen fühlt.
Sadie bittet Chase, während ihrer Flitterwochen auf Amber aufzupassen, und er stimmt sofort zu. Doch mit seinem ausgeprägten Beschützerinstinkt stößt er bei Amber auf heftigen Widerstand. Bald schon wird ihm klar, dass mehr in dieser Frau steckt, als er ursprünglich angenommen hat, und es fällt ihm immer schwerer, Distanz zu wahren.
Während die beiden versuchen, sich nicht ineinander zu verlieben, hat die Kupplertruppe von Mule Hollow schon längst ein Auge auf sie geworfen. Und dann ist da noch die Bedrohung durch Ambers Stalker ...
'Chase' ist der dritte Teil der New Horizon Ranch-Reihe von Bestsellerautorin Debra Clopton.

1 Ein Cowboy für Maddie
2 Ein Cowgirl für Rafe
3 Ein Cowgirl für Chase
4 Ein Cowgirl für Ty
5 Ein Cowgirl für Dalton
6 Ein Cowgirl für Treb
7 Maddies geheimes baby
8 Ein Cowgirl für Austin

Die Cowboys von Ransom Creek
1 Ihr Cowboy-Held
2 Braut zu mieten
3 Cooper
4 Shane
5 Vance
6 Drake
7 Brice

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Weitere Infos & Material


Kapitel Eins
    Der Cowboy erregte ihre Aufmerksamkeit, sobald er auf seinem goldenen Pferd den Hügel überquerte. Das Tier galoppierte mit voller Geschwindigkeit über die Weide, während der Mann tief im Sattel saß. Mann und Pferd bildeten eine Einheit, als sie den Hang hinabpreschten und am Zaun entlangritten. Amber Rivers beobachtete sie und steuerte dabei ihr Auto beinahe in den Straßengraben. Elegant, maskulin … atemberaubend. Sie hatte das Dach ihres Cabrios zurückgeklappt und für einige Momente befand sich ihr Auto beinahe gleichauf mit Pferd und Cowboy. Als der Cowboy sie über seine Schulter hinweg anblickte, konnte sie sich nicht zurückhalten. Sie lachte … und drückte aufs Gaspedal. Der Cowboy grinste und trieb sein Pferd an, um mit ihr Schritt zu halten. Sie musste erneut lachen und fühlte sich belebt von dem Zusammenspiel. Der Wind, der in ihre Wangen biss, gab ihr das Gefühl, direkt neben dem Cowboy zu reiten. Ohne es zu bemerken, verlangsamte sie ihr Tempo, sodass sie noch einige Meter parallel zueinander zurücklegten. Plötzlich ragte weiter vorn auf der Straße der Eingang zur New Horizon Ranch auf. Sie bremste und bog in die Einfahrt. Dort hielt sie an und beobachtete den Cowboy, der sein Pferd gezügelt hatte und nun auf sie zutrabte. Er trug hellbraune Chaps, ein Hemd in tiefem Cranberry-Rot und einen Cowboyhut aus Stroh, den er sich tief in die Augen gezogen hatte. Was für einen Anblick er bot – unter der gleißenden Sonne, die den Reiter auf seinem goldenen Ross wie mit einem Scheinwerfer anzustrahlen schien. Amber stieg aus dem Auto und ging zum Zaun, auf dessen anderer Seite er anhielt. „Hey“, sagte sie. „Das ist ja ein richtiges Rennpferd.“ Er blieb aufrecht im Sattel sitzen, doch seine Lippen formten ein stolzes Lächeln. Ambers Magen machte einen Purzelbaum. „O ja. Nugget schlägt sich nicht schlecht. An dir ist aber auch eine Rennfahrerin verloren gegangen.“ Sie lachte und streckte vorsichtig die Hand aus, um dem Pferd die Stirn zu streicheln. „Du hast mich ertappt. Ich bin eine Möchtegern-Michaela-Schumacher.“ Das brachte ihr ein Lachen und einen anerkennenden Blick von ihm ein. „Ich wette, du würdest dich gut machen. Bist du Amber? Sadies Freundin?“ Sie begegnete seinen stahlgrauen Augen und vergaß für einen Moment alles – selbst, dass sie hier war, um die Trauzeugin bei der Hochzeit ihrer besten Freundin zu sein. „Die bin ich“, sagte sie nach einigen Sekunden. „Und du?“ „Chase Hartley. Ich bin einer der Partner, denen die Ranch gehört. Sadie ist im Haus. Ich will dich nicht weiter aufhalten. Ich weiß, dass sie es kaum erwarten kann, dich zu sehen.“ „Danke. Das Pferd ist eine echte Schönheit. Ich glaube nicht, dass ich jemals ein so stattliches Tier gesehen habe. Ich liebe diese goldene Farbe.“ Als wüsste Nugget, dass die Rede von ihm war, tänzelte er seitwärts, warf den Kopf hoch und stemmte sich gegen das Gebiss in seinem Maul. Chase schmunzelte. „Du wirst ihm noch den Kopf verdrehen. Er bekommt ständig zu hören, dass er hübsch ist, aber stattlich tut seinem Ego bestimmt gut.“ „Dann bin ich froh, dass ich helfen konnte.“ Und du bist auch nicht gerade zu verachten, hätte sie beinahe hinzugefügt, doch sie bremste sich, bevor die Worte ihren Mund verlassen konnten. „Ist die Ranch noch weit von hier?“, fragte sie in dem Entschluss, die Unterhaltung wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Sie war nicht hier, um zu flirten oder auch nur daran zu denken. „Es ist nicht mehr weit und, wie gesagt, Sadie wartet schon im Haus auf dich.“ Er tippte sich an den Hut. „Ich muss zurück an die Arbeit. Schön, dich kennengelernt zu haben, Amber.“ „Gleichfalls. Wir sehen uns später.“ „Ganz bestimmt.“ Er lächelte wieder. Dann, mit einem Druck seiner Knie, galoppierte er auf seinem prächtigen Pferd davon. Amber schaute ihnen nach … aber es war nicht das Pferd, das sie beobachtete. Eigentlich war sie nicht an Dingen interessiert, die irgendetwas mit Cowboys und Landleben zu tun hatten, aber – wow! Einfach wow. „Das war mal ein Cowboy“, murmelte sie und stieg wieder in ihr Auto, um die lange Auffahrt hinter sich zu bringen, die von Stangenzäunen und Eichen gesäumt war. Das Ranch-Haus war ein gewaltiger zweistöckiger Sandsteinbau mit riesigen Fenstern und einer großen Terrasse, die am Seiteneingang begann und sich um das ganze Haus bis zu dessen Rückseite zog. Der Anblick des Gebäudes und ihr unmittelbar bevorstehendes Wiedersehen mit Sadie erfüllten Amber mit Erleichterung. Der Hof wurde von großen Eichen überschattet, die in den Sommermonaten Schutz vor der unbarmherzigen texanischen Sonne versprachen. Für Amber war das Haupthaus der New Horizon Ranch ein willkommener Anblick. Und für einige Wochen würde es ihr Schutz bieten, ihr Zufluchtsort sein. Nachdem sie ihren kleinen Sportwagen auf dem Hof geparkt hatte, glitt sie vom Fahrersitz und schloss die Tür hinter sich. Sie streckte sich, da sie beinahe vier Stunden und mit nur wenigen Pausen gefahren war. Sadies plötzliche Hochzeit war für Amber zu einem perfekten Zeitpunkt gekommen. Sie hatte für eine Weile verschwinden müssen. Durch ihre Arbeit beim Hilfetelefon für Frauen war sie oft stressigen Situationen ausgesetzt. Und manchmal, so wie jetzt – und trotz all ihrer Bemühungen, anonym zu bleiben –, geriet sie selbst in Schwierigkeiten. Sie konnte es kaum erwarten, ihre beste Freundin zu sehen und zu umarmen, nicht nur um sich selbst besser zu fühlen, sondern vor allem auch aus Freude über Sadies neu gefundenes Glück. Aber dies war Sadies Moment, es war ihre Feier. Amber würde ihre eigenen Probleme auf Eis legen und sich in den nächsten Tagen nur auf Sadie konzentrieren und nicht auf das Durcheinander, in das sie sich selbst gebracht hatte – daheim in einem Vorort von Houston. Sie lehnte sich ins Auto und griff nach ihrer Handtasche und ihrem Handy, das sie ins äußere Fach fallen ließ, während sie den gefliesten Steinweg entlanglief. Sie war beinahe an der Terrasse angekommen, als eine der Doppelglastüren aufflog und Sadie nach draußen eilte. „Da bist du ja!“, rief die langbeinige, rothaarige Schönheit und schloss Amber fest in ihre Arme, wobei sie sich hin und her wiegte und Amber beinahe die Luft abdrückte. Lachend gab Amber die Umarmung ebenso überschwänglich zurück. Sie hatte das mehr gebraucht, als Sadie ahnen konnte. „Es ist so schön, dich zu sehen.“ „Dich auch, Süße.“ Sadie löste sich von ihr, ließ aber einen Arm um Ambers Schultern liegen. „Komm rein. Ich habe Eistee und ein paar Kekse. Ich muss zugeben, dass ich in der Küche zwar langsam besser werde, aber immer noch keine Sterneköchin bin. Nicht mal annähernd.“ Die bloße Vorstellung, dass sich ihre Freundin auch nur in der Nähe einer Küche aufhielt, brachte Amber erneut zum Lachen. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass du hier als Köchin angestellt worden bist. Und dass es dir gefällt.“ Sadie verzog das Gesicht zu einer komischen Miene der Verwirrung. „Da sagst du was. Mich hat es auch überrascht. Aber glaub mir, ich habe noch viel zu lernen. Gott sei Dank gibt es Kochshows!“ Sadie ließ ihren Arm fallen und führte sie in die Küche. Amber folgte ihr in den wunderschönen Raum. Amber und Sadie hatten beide einige teure Küchen gesehen, daher erkannte sie sofort, dass der Vorbesitzer keine Kosten gescheut hatte. Die Küche war mit Arbeitsplatten aus Granit ausgestattet, Walnussvitrinen mit aufwändigen Schnitzereien - und der geflieste Boden war einfach traumhaft. „Wow.“ „Du sagst es. Hast du schon jemals so schöne Holzarbeiten an einer Vitrine gesehen? CC, dem die Ranch gehörte, hatte einen teuren Geschmack.“ „Ach, nee, wirklich?“, neckte Amber. „Erinnert mich irgendwie an deine Mutter.“ „Das stimmt. Mein eigenes Heim wird ein bisschen bescheidener als diese Vorzeigeküche. Es wird ganz sicher toll, aber nicht so beeindruckend wie das hier. Rafe und ich wollen, dass unser Haus gemütlich und einladend ist und sehr familienfreundlich. Ich habe nicht vor, etwas Extravagantes zu machen. Ich kann es kaum erwarten, es dir zu zeigen.“ Amber stellte ihre Tasche auf einem Barhocker ab. Dann lehnte sie sich an die Theke und sah zu, wie ihre Freundin zwei Gläser mit Eis und kaltem Tee füllte. „Du siehst glücklich aus, Sadie. Ich fand schon am Telefon, dass du so klangst, aber du strahlst ja regelrecht.“ Sadie errötete. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so glücklich sein könnte.“ Sie reichte Amber ein kaltes Glas und führte sie an den Tisch. Nachdem sie sich auf den Stühlen niedergelassen hatten, seufzte Sadie. „Manchmal kann sich der schlimmste Tag deines Lebens in deinen besten verwandeln. Und genau das ist mir passiert, als ich Rafe begegnet bin.“ Es war nur eine Woche vor Sadies erster geplanter Hochzeit gewesen, als sie ihren Lump von einem Verlobten mit einer anderen Frau erwischt hatte. Schon...



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