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Clopton | Ein Cowgirl für Dalton | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 137 Seiten

Clopton Ein Cowgirl für Dalton


1. Auflage 2018
ISBN: 978-1-941491-76-8
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 137 Seiten

ISBN: 978-1-941491-76-8
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Dalton Borne ist ein Cowboy, der seine Vergangenheit tief in seinem Inneren verborgen hält. Er hat zugesehen, wie seine Partner auf der New Horizon Ranch die Liebe gefunden haben. Er freut sich für sie und ist manchmal sogar ein wenig neidisch. Doch seine Vergangenheit hindert ihn daran zu glauben, dass er eine Zukunft verdient hat, die auch für ihn Liebe bereithält. Doch dann rettet er in einer stürmischen Nacht die hochschwangere Rae Anne Tyson vor den Fluten und hilft ihr, ihr Baby am Straßenrand zur Welt zu bringen. Plötzlich steht Daltons Leben Kopf, und ganz gleich, was er zu verdienen oder nicht zu verdienen glaubt - er kann Rae Anne nicht im Stich lassen.

New Horizon Ranch-Mule Hollow

1 Ein Cowboy für Maddie
2 Ein Cowgirl für Rafe
3 Ein Cowgirl für Chase
4 Ein Cowgirl für Ty
5 Ein Cowgirl für Dalton
6 Ein Cowgirl für Treb
7 Maddies geheimes baby
8 Ein Cowgirl für Austin

Die Cowboys von Ransom Creek
1 Ihr Cowboy-Held
2 Braut zu mieten
3 Cooper
4 Shane
5 Vance
6 Drake
7 Brice

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel Eins
    Sintflutartiger Regen ergoss sich gnadenlos über die Landschaft. Dalton Borne bremste seinen Truck auf Schrittgeschwindigkeit ab und kroch die überflutete Straße entlang. Wasser schoss schneller die Windschutzscheibe hinunter, als die Scheibenwischer es wegwischen konnten, und er blinzelte durch die beschlagene Scheibe, als ob ihm das helfen würde, gut genug zu sehen, um abschätzen zu können, wo die Straße endete und der Fluss anfing. Das Wasser stand mindestens dreißig Zentimeter hoch. Ein Stück weiter hatte die Straße ein Gefälle, sodass das Wasser am Ende noch tiefer sein und schneller fließen würde. Auch wenn er wusste, dass es keine gute Idee war weiterzufahren, wenn die Straße sich in einen reißenden Fluss verwandelt hatte, hielt er nicht an. Das Wasser war zwar schnell angestiegen, doch er war sich sicher gewesen, es noch schaffen zu können, bevor der Fluss über das Ufer trat. Er hatte sich getäuscht. Er musste an ein anderes Mal, als es so geregnet hatte, denken, und die Erinnerungen an jene schicksalhafte Nacht lasteten schwer auf seinen Schultern. Er umfasste das Lenkrad fester und spannte sich automatisch an. Er schüttelte den Kopf und versuchte, sich auf seine Atmung zu konzentrieren, um gegen die Erinnerungen an ein Ereignis anzukämpfen, das er nicht ändern konnte. Erinnerungen, die, auch wenn drei Jahre vergangen waren, ihn in Zeiten wie dieser immer noch hart trafen. Es fiel ihm schwer, sich auf das zu konzentrieren, was um ihn herum vor sich ging … er musste umkehren. Überschwemmungen waren etwas, das man in Texas nicht ignorierte. Nachdem er vorsichtig auf das Bremspedal getreten und den Truck zum Stehen gebracht hatte, überdachte er die Situation, während sein Herz so laut in seinen Ohren pochte wie der Sturm, der draußen tobte. Auch wenn er die Warnzeichen ignorieren wollte, legte er den Rückwärtsgang ein und begann, vorsichtig rückwärts zu fahren. Von der Straße abzukommen konnte er in diesem Moment wirklich nicht gebrauchen. Nachdem es ihm gelungen war, den Truck zu wenden, fuhr er denselben Weg zurück, auf dem er gekommen war, und konnte es nicht erwarten, diesem Unwetter zu entkommen. Er musste raus, bevor die Erinnerungen ihn zu tief herunterzogen. Ein rotes Licht, das auf der linken Seite der Straße aufblitzte, erregte seine Aufmerksamkeit. Dalton richtete sich in seinem Sitz auf und starrte zwischen den Wischern hindurch. Sein Herz blieb fast stehen, als er begriff, was er sah. Rücklichter. „Oh Mann“, murmelte er. Das waren Rücklichter da draußen in der Dunkelheit. Er hielt an und zog die Handbremse an. „Das sieht nicht gut aus.“ Es gab nur einen Ort, an dem das Auto sein konnte – und das war ein kleiner Streifen Bäume am Ufer des Flusses. Jemand war durch die Flut von der Straße gespült worden. Wie durch ein Wunder war der Wagen jedoch von den Bäumen aufgehalten worden, bevor die Strömung ihn ins tiefere Wasser hatte treiben können. Er musste hin. Und er hatte keine Zeit zu verlieren. Dort, wo der Wagen festsaß, konnte der Wasserdruck ihn womöglich losreißen, denn das Wasser stieg schnell an. Er holte sein Handy aus dem Holster an seinem Gürtel und tippte eine Nummer – kein Signal. Der Sturm hatte das bisschen Empfang, das man hier draußen hatte, gestört. Er hatte ein paar Meilen weiter einen Zaun an der Grundstücksgrenze der Ranch repariert, als der Sturm losgebrochen war. Die New Horizon Ranch war groß, und er und seine vier Partner hatten alle Hände voll zu tun, damit alles reibungslos lief. Er war mehr als dankbar, dass er hier draußen gearbeitet hatte, denn sonst wären die Chancen gering gewesen, dass wer auch immer dort im Wagen saß gefunden worden wäre. Er hatte auf die harte Tour gelernt, dass es nicht immer eine zweite Chance und eine Rettung gab … Schnell schaltete er seine Warnblinkanlage ein, nahm die Taschenlampe vom Beifahrersitz und öffnete die Tür. Dort, wo er den Truck angehalten hatte, war das Wasser nur ein paar Zentimeter tief, doch es regnete immer noch wie aus Kübeln. Zum Glück reichte das Wasser nicht bis an den Rand seiner Stiefel, doch er wusste, dass selbst zwei, drei Zentimeter Wasser auf der Straße reichten, um ein Auto oder sogar einen Truck von der Straße zu spülen. Genau das war mit dem Fahrzeug geschehen, das jetzt zwischen den Bäumen hing. Der Fahrer musste das nicht gewusst haben. Sein Hut bot wenig Schutz vor dem Regen, und das Wasser lief ihm über das Gesicht, als er eine Rolle Seil aus dem Werkzeugkasten auf der Ladefläche holte und über seine Schulter schwang … nur für den Fall, dass er es brauchte. Da sonst niemand da war, um zu helfen, und er nicht wusste, was er vorfinden würde, band er das Ende des Seils an eine der Laschen der Ladefläche, bevor er sich langsam vortastete. Das Wasser strömte schnell, doch zumindest im Moment konnte er noch hindurchwaten. Es waren die letzten drei Meter zum Wagen, auf denen das Wasser tiefer und die Strömung schneller sein würde. Er erreichte den Rand des Abhangs und trat in das knietiefe Wasser. Seine Stiefel sanken im Schlamm ein, und er konzentrierte sich auf seine Balance und ging weiter. Im Auto konnte er keine Bewegungen sehen. Das machte ihm Sorgen. Wenn er jemanden vom Wagen zu seinem Truck tragen müsste, betete er, dass das Wasser nicht schneller ansteigen würde. Es würde auch so schon schwer genug werden, zurück zum Wagen zu kommen. Als er das Heck des Wagens erreichte, hatte das Wasser den unteren Rand der Türen erreicht. Er kletterte um das Auto herum. Zum Glück war der Wagen oberhalb einer Senke steckengeblieben. Die Motorhaube steckte im Schlamm und zwischen den Bäumen fest, doch es war genug Platz, um zur Fahrertür zu kommen. Sein Herz setzte einen Schlag lang aus, als er eine Frau über das Lenkrad gebeugt sah. Er klopfte ans Fenster, und sie hob den Kopf und sah ihn an. Selbst im fahlen Licht des Armaturenbretts konnte er sehen, wie blass sie war. Ihre Augen waren weit aufgerissen. Er öffnete die Tür. „Ma’am, sind Sie verletzt?“ Er beugte sich vor, um auf Augenhöhe mit ihr zu sein, und erstarrte. Bitte nicht … Sein Blick wanderte von ihrem blassen Gesicht zu ihrer Körpermitte. „Ma’am, sind Sie schwanger?“ „Ja“, keuchte sie, dann schnitt sie eine Grimasse und presste die Hand auf ihren runden Bauch. „Und ich habe Wehen. Schon … eine ganze Weile.“ Sie presste die Worte durch zusammengebissene Zähne heraus. Bevor Dalton die Situation, in die er gerade hineingewatet war, ganz verstehen konnte, hörte er die Stimme eines kleinen Kindes vom Rücksitz. „Bist du unser Engel, der gekommen ist, um uns zu retten?“ Dalton bückte sich und blickte in den Wagen. Wasser ergoss sich von der Krempe seines Huts über die arme Frau, die erschrocken aufschrie. Dann sah er den kleinen Jungen, der in seinem Kindersitz angeschnallt auf der Rückbank saß. Er musste zwei oder drei Jahre alt sein. Dalton ließ sich nicht oft aus der Ruhe bringen, doch jetzt überrollte ihn eine Welle der Übelkeit. Das Wasser stieg weiter an und fing an, in das Auto zu schwappen – und dazu eine Frau in den Wehen und ein Kleinkind auf dem Rücksitz. Und um allem noch die Krone aufzusetzen hatte der Wind aufgefrischt und fühlte sich an, als wäre ein Tornado in der Nähe. Er holte tief Luft und konzentrierte sich. Diese beiden – nein, diese drei korrigierte er sich, als er an das Kind dachte, das bald kommen würde – zählten auf ihn. Und er konnte sie nicht im Stich lassen. Versagen war keine Option.     Rae Anne Tyson kämpfte gegen die Panik an, die sie so fest im Griff hatte wie die Wehe, die sie gerade fast zerrissen hatte. Die letzten Minuten hatte sie gebetet, dass Gott ihnen Hilfe schicken möge. Dass er ihre Fehlentscheidungen ignorieren und um ihrer Kinder willen schützend die Hand über sie halten möge. Sie hatte sich und ihre Kinder wirklich in ein gehöriges Schlamassel gebracht – eines, bei dem es um Leben und Tod ging. Damit hatte sie nicht gerechnet. Doch wenn sie ein bisschen besser geplant hätte, hätte sie die Situation leicht vermeiden können. Sie hätte zumindest vor fünfunddreißig Meilen im letzten größeren Ort anhalten können, als der Regen schlimmer geworden war. Zumindest hätte sie dann die Katastrophe verhindern können, ihr Kind im Auto zur Welt bringen zu müssen oder im Wasser zu versinken. Was für eine Mutter war sie, ihre Babys in eine solche Lage zu bringen? Sie blickte in die besorgten grünen Augen des Cowboys, der ihre einzige Hoffnung war, und wurde von einem Gefühl der Dankbarkeit überwältigt. „Bitte, helfen Sie Joey. Bringen Sie ihn in Sicherheit.“ Sie hätte sich vor Schmerzen gekrümmt, wenn das Lenkrad nicht im Weg gewesen wäre. Stattdessen klammerte sie sich daran fest und biss die Zähne zusammen, um nicht zu schreien, wie sie es schon die letzten paar Wehen hindurch getan hatte. Sie durfte Joey keine Angst machen. „Wie dicht sind die Wehen, Ma’am?“ Seine tiefe Stimme drang beruhigend durch den Nebel der Schmerzen hindurch, und sie wandte ihm den Kopf zu. „Fünf Minuten...



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