E-Book, Deutsch, 119 Seiten
Clopton Ein Cowgirl für Treb
1. Auflage 2018
ISBN: 978-1-941491-77-5
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
E-Book, Deutsch, 119 Seiten
ISBN: 978-1-941491-77-5
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Der ehemalige Special Ops Soldat Treb Carson ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und arbeitet auf der New Horizon Ranch. Nach Afghanistan und dem Tod seines Bruders freut er sich auf glücklichere Zeiten - er ist auf der Suche nach der Liebe und möchte eine Familie gründen. Er hat nicht damit gerechnet, dass Megan Tanner ihn derart bezaubern würde - denn sie ist definitiv die falsche Frau für seine Pläne. Die arbeitswütige neue Tierärztin des Ortes denkt nicht ans Heiraten und hat das ziemlich deutlich gemacht, doch er bekommt sie und den einen Kuss mit ihr nicht aus dem Kopf.
Megan Tanner hat ihre ganz eigenen Gründe, weswegen sie nicht an Happy Ends glaubt, doch nun ist sie in den Heimatort der Kupplerinnen-Clique von Mule Hollow gezogen. Ihren Versuchen zu entkommen ist nicht schwer, schließlich ist Kälbersaison, und das bedeutet, dass sie keine Zeit für irgendetwas anderes als ihre Arbeit und den Aufbau ihrer Tierarztpraxis hat. Doch dann überrascht sie ein heißer Cowboy - ein ehemaliger Soldat - und sie kann nicht leugnen, dass sie den Kuss nicht vergessen kann, bei dem ein Funke übergeschlagen ist.
Treb weiß, warum Megan keine Frau für ihn ist ... doch er kann nicht anders. Jetzt ist er fest entschlossen, herauszufinden, warum Megan sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, sich zu verlieben, und ihr zu beweisen, dass sie ihm vertrauen kann.
Und er hat drei gewisse neugierige Damen auf seiner Seite ... kann die Clique den beiden helfen, ihr Happy End zu finden?
New Horizon Ranch-Mule Hollow
1 Ein Cowboy für Maddie
2 Ein Cowgirl für Rafe
3 Ein Cowgirl für Chase
4 Ein Cowgirl für Ty
5 Ein Cowgirl für Dalton
6 Ein Cowgirl für Treb
7 Maddies geheimes baby
8 Ein Cowgirl für Austin
Die Cowboys von Ransom Creek
1 Ihr Cowboy-Held
2 Braut zu mieten
3 Cooper
4 Shane
5 Vance
6 Drake
7 Brice
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel Zwei
Heiliges Strohfeuer – das war ein heißer Cowboy gewesen. Er war ihr ein wenig auf die Nerven gegangen mit seiner herablassenden Art, doch sie durfte nicht vergessen, dass er ein Cowboy war … offensichtlich war sein Beschützerinstinkt mit ihm durchgegangen. Und sie hatte bei offenem Fenster geschlafen. Nicht wirklich eine gute Idee. Megan dachte den ganzen Weg nach Hause an den heißen Cowboy – und bald wurde ihr bewusst, dass sie nicht einmal nach seinem Namen gefragt hatte. Doch heißer Cowboy genügte ihr. Archie wartete schwanzwedelnd auf der Veranda. Sein Lächeln erhellte ihren Tag wie nichts sonst. Sie schlug die Tür ihres Trucks zu, eilte den Weg zum Haus hinauf und nahm ihn in den Arm. Er stieß ein gedämpftes Wuff aus und schmiegte seinen großen, blonden Kopf an ihre Schulter. „Hast du mich vermisst, mein Großer? Sieht aus, als hättest du das Haus gut für mich bewacht.“ Er wedelte mit dem Schwanz und stieß erneut einen gedämpften Laut aus, bevor er freudig um sie herum hüpfte. Er war zuckersüß, doch wenn sie nicht da war, nahm er seinen Job als Beschützer überaus ernst. „Okay, Großer. Lass uns die anderen füttern gehen.“ Sie hatte Ziegen, einschließlich ihrer alten Daisy Lou, die sie schon seit fünfzehn Jahren hatte, und eine Milchkuh namens Buttercup. Sie tätschelte alle und verteilte ihr Futter, dann eilte sie zurück zum Haus und schaltete die Kaffeemaschine ein, bevor sie schnell duschen ging. Hektisch beschrieb nicht einmal ansatzweise ihr Leben, seit sie den Job angenommen hatte. Sie war heilfroh, dass Susan bald für drei Tage die Woche zurückkommen würde. Ihr und ihrem Baby ging es großartig. Megan freute sich für sie, doch sie hatte diesen Job erst seit vier Wochen und war vollkommen ausgepowert. Ja, sie liebte ihre Arbeit, doch im Augenblick war alles ein bisschen verrückt. Nachdem sie sich geduscht und umgezogen hatte, goss sie sich eine Tasse Kaffee ein und gönnte sich einen Moment, um die morgendliche Ruhe zu genießen. Archie beobachtete sie dabei mit geneigtem Kopf. „Schau mich nicht so an. Es wird bald wieder ruhiger. Die Kälbersaison ist fast vorbei, und das Gröbste haben wir überlebt.“ Er bellte und wedelte mit seinem Schwanz. „Okay, du hast Recht. Gerade so überlebt. Ich kann nicht fassen, dass ich am Straßenrand anhalten musste und in meinem Truck geschlafen habe.“ Ihre Mutter würde ausrasten, wenn sie wüsste, dass Megan das getan hatte. Doch so war es nun einmal. Zuvor war Megan am Steuer eingenickt und wäre beinahe in den Straßengraben gefahren. Sie war rangefahren – benommen vor Erschöpfung – und hatte nur eine Stunde schlafen wollen … was bedeutet hätte, dass sie um vier Uhr weiter nach Hause gefahren wäre. Das Letzte, was sie erwartet hatte, war bei Sonnenaufgang von einem sexy Typen auf einem Pferd aufgeweckt zu werden – weswegen sie ihre Glock unter dem Sitz hervorgeholt hatte. Megans Gedanken wanderten zurück zu dem Cowboy, und ein wohliger Schauer lief ihr über den Rücken. Was für ein Typ. Als ob er spürte, dass sie in einen Tagtraum versunken war, begann Archie zu winseln. „Tut mir leid, Kumpel, aber ich kann deinen vorwurfsvollen Blick nicht länger ertragen. Ich muss los.“ Sie nahm Archie noch einmal in die Arme, dann füllte sie ihre Thermostasse mit frischem Kaffee und ging mit ihm nach draußen. Kurz darauf fuhr sie los und dachte über ihre Situation nach. Als sie den Job angenommen hatte, hatte Susan ihr gesagt, dass das Arbeitspensum viel für eine Person sein würde. Susan hatte es drei Jahre lang geschafft und ihr angeboten, sie fest einzustellen oder sogar eine Partnerschaft in Erwägung zu ziehen, wenn ihr der Job gefiel. Sie wusste, dass sie, wenn das Baby erst einmal da war, allein unmöglich alle Ranches um Mule Hollow herum versorgen konnte. Megan dachte darüber nach. Doch letzte Nacht war lang gewesen, und die Nacht davor auch. Und die davor. Und so weiter. Sie brauchte dringend ein bisschen Schlaf, sonst würde sie nicht lange genug leben, um überhaupt die Festanstellung anzunehmen. Am Straßenrand zu schlafen war nicht gerade etwas, das sie grundlos tat. Und letzte Nacht war sie offensichtlich so erschöpft gewesen, dass sie vergessen hatte, ihr Fenster zu schließen. Und den Wecker ihres Handys zu stellen. Die Tatsache, dass sie ihre Waffe unter dem Sitz hervorgeholt hatte, die sie immer dort aufbewahrte, wenn sie allein arbeitete, hätte ihren Großvater stolz gemacht. Doch sie musste sich eingestehen, dass sie den Truck angehalten hatte und sofort eingeschlafen war. Dem Cowboy gegenüber hatte sie das nicht erwähnt. Nicht, nachdem er sie sowieso schon ansah, als hätte sie zwei Köpfe – und zwei ziemlich dumme noch dazu – weil sie das Fenster offen gelassen hatte. Nein, er musste nicht wissen, dass es nicht Absicht gewesen war. Sie würde noch dümmer dastehen, wenn sie zugab, dass sie so überarbeitet war, dass sie am Steuer eingenickt war, bevor sie den Truck angehalten hatte. Was den Cowboy anging wollte sie weiter als die selbstsichere, bewaffnete Frau ohne Furcht auftreten. Bei dem Gedanken hätte sie fast gelacht, denn sie wäre zu gerne diese Frau gewesen. Vielleicht würde sie sie eines Tages auch sein. Doch jetzt musste sie noch diesen Tag überleben, danach würde die Wochenend-Vertretung für zwei Tage übernehmen. Ohne ihn hätte sie den letzten Monat nicht überlebt. Die eine Nacht ungestörten Schlafs wollte sie in vollen Zügen genießen. Doch erst musste sie die nächsten vierundzwanzig Stunden überstehen – und wenn möglich, ohne noch einmal im Truck schlafen zu müssen. „Guten Morgen“, flötete Betty, die Arzthelferin, ein paar Minuten später, als Megan die Praxis durch die Hintertür betrat, und legte einen Stapel Patientenakten auf den Schreibtisch. „Ich hoffe, Sie haben heute Ihre Joggingschuhe an, denn die werden Sie brauchen. Sie sehen furchtbar aus. Schlimme Nacht?“ „Und ob. Aber ist schon okay. Hab schon gesehen, dass der Parkplatz voll ist. Was gibt’s?“ „Ich sag Ihnen, das Telefon hat nicht einen Moment stillgestanden, seit ich die Praxis aufgeschlossen habe. Daran ist der Mond schuld. Der treibt sie alle raus.“ Megan lachte. „Daran liegt es also? Na dann, lassen Sie den Kaffee in Strömen fließen. Ich habe das Gefühl, dass ich jede Menge brauchen werde.“ „Mach ich, und zum Mittag hole ich Ihnen was von Sam’s Diner zu essen, damit Sie was in den Bauch bekommen. Sie sehen aus, als hätten Sie letzte Nacht kein Auge zugetan, und gegessen haben Sie wahrscheinlich auch nichts.“ Betty war eine Glucke. Sie nahm ihren Job ernst und sorgte immer dafür, dass Megan etwas aß – zumindest mittags. „Wie kommt es, dass Sie mich nach so kurzer Zeit so gut kennen?“ Betty lachte. „Sie sind genau wie Susan. Sie wollen jedes Tier da draußen retten, selbst wenn sie dabei draufgehen. Gott, ihr Mädchen bleibt nicht immer jung. Sie müssen sich zumindest Zeit nehmen, was zu essen. Zum Glück hat das Baby Susan zur Vernunft gebracht. Vielleicht brauchen Sie auch einen Mann, ein Haus und Familie, um alles aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Leben geht es um mehr als nur um Arbeit.“ „Ich habe nicht vor, mich zu Tode zu arbeiten. Ich will nur gute Arbeit leisten.“ „Das tun Sie. Das tun Sie. Jetzt essen Sie zumindest den hier, bis ich Ihnen den ersten Patienten bringe.“ Sie drückte ihr einen Müsliriegel in die Hand und zog eine Braue hoch. „Und denken Sie nicht einmal daran, den in Ihrem Schreibtisch verschwinden zu lassen.“ „Danke Mama“, lachte Megan, packte den Riegel aus und biss hinein, während Betty ins Wartezimmer eilte. Danach schien die Zeit im Fluge zu vergehen, während sie Hunde, Katzen und sogar Ziegen behandelte – sie liebte Ziegen. Die niedlichen kleinen Racker brachten sie immer zum Lachen. Später behandelte sie ein paar Pferde und sogar einen Igel. Gegen vier Uhr war das Wartezimmer endlich leer, und Megan ließ sich auf ihren Schreibtischstuhl sinken, um sich ein paar Minuten auszuruhen. Wie Susan das drei Jahre lang allein geschafft hatte konnte sie nicht nachvollziehen. Betty kam ins Zimmer. „Ich störe nur ungern, aber draußen auf der New Horizon Ranch haben sie einen Notfall mit einer ihrer preisgekrönten Kühe.“ Sofort wurde Megan bewusst, dass das die Ranch war, auf deren Land sie heute Morgen aufgewacht war. Sofort schlug ihr Puls schneller beim Gedanken daran, womöglich den heißen Cowboy wiederzusehen. Ihrer Mutter würde das gefallen. „Sind Sie in Ordnung?“ Betty sah sie argwöhnisch an. „Mir geht’s gut, warum?“ „Sie sind ganz rot im Gesicht. Haben Sie Fieber? Ihre Wangen sind rosiger als die Fassade vom Heavenly Inspirations Friseursalon im Ort.“ Die war leuchtend pink. Das zweistöckige Gebäude leuchtete derart, dass man es meilenweit sehen konnte. Megan wischte sich über die Wangen. Sie waren heiß, doch sie wusste, dass sie nicht krank war. Sie war nur … Im Ernst? Sie hatte gerade an einen heißen Cowboy gedacht! Ein paar Minuten später, nachdem sie kurz die Ausrüstung im Truck kontrolliert hatte, für den Fall, dass sie einem Kälbchen zur Welt helfen musste, fuhr sie los. Mit ein bisschen Glück würde es nicht lange dauern. Doch es konnte genauso gut wieder eine lange Nacht werden. Der Cowboy hatte sich den ganzen Tag über immer wieder in ihre Gedanken geschlichen. Und sie konnte einfach nicht ergründen, warum er schon vor Sonnenuntergang unterwegs gewesen...




