Clopton | Ein Cowgirl für Ty | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

Clopton Ein Cowgirl für Ty


1. Auflage 2018
ISBN: 978-1-941491-70-6
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 112 Seiten

ISBN: 978-1-941491-70-6
Verlag: Publishdrive
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Beste Freunde fürs Leben ... oder glücklich bis zum Ende ihrer Tage? Wenn die Kupplertruppe von Mule Hollow ihren Willen durchsetzt, werden dieses Jahr zu Weihnachten die Hochzeitsglocken läuten. Sie müssen es nur noch schaffen, Ty Calder und Mia Shaw zusammen unter einen Mistelzweig zu bugsieren. Wird sich Tys geheimer Weihnachtswunsch erfüllen und sein einsames Herz endlich Heilung finden? Teil 4 der New Horizon Ranch-Reihe erzählt seine Geschichte.
Pferdetrainer Ty Calder glaubte, das Richtige zu tun, als er seine beste Freundin Mia Shaw vor vier Jahren gehen ließ, damit sie ihre Rodeoträume verwirklichen konnte. Jetzt ist sie über die Weihnachtstage zurück in Mule Hollow und er ist nicht sicher, ob er sie noch einmal wegschicken kann, ohne ihr seine wahren Gefühle zu offenbaren.
Mia ist nach Hause gekommen, um sich von einer Verletzung zu erholen, die das Ende ihrer Träume von der Meisterschaft bedeuten könnte. Doch in letzter Zeit war sie ohnehin nicht mehr mit ganzem Herzen bei der Sache. Und als sie Ty nach langer Zeit wiedersieht, beginnt sie zu glauben, dass er der Grund dafür sein könnte.
Auch der Kupplertruppe von Mule Hollow fällt auf, dass es zwischen den beiden heftig knistert. Auf einmal sehen sich Mia und Ty dazu gezwungen, Mistelzweigen auszuweichen, um sich nicht dem Kuss zu stellen, nach dem beide sich sehnen, den sie aber gleichzeitig fürchten.
Ty kann nicht glauben, dass Mia ihre Träume so einfach aufgeben würde, denn er weiß mehr als jeder andere, wie viel diese für sie bedeuten. So sehr er sich auch ein Leben mit Mia an seiner Seite wünscht, so wenig will er sich ihr in den Weg stellen - selbst wenn das heißt, sie für immer zu verlieren.

New Horizon Ranch-Mule Hollow
1 Ein Cowboy für Maddie
2 Ein Cowgirl für Rafe
3 Ein Cowgirl für Chase
4 Ein Cowgirl für Ty
5 Ein Cowgirl für Dalton
6 Ein Cowgirl für Treb
7 Maddies geheimes baby
8 Ein Cowgirl für Austin

Die Cowboys von Ransom Creek
1 Ihr Cowboy-Held
2 Braut zu mieten
3 Cooper
4 Shane
5 Vance
6 Drake
7 Brice

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Weitere Infos & Material


Kapitel Zwei
    „Mir den Hintern gerettet?“, blaffte Mia, obwohl sie am liebsten im Erdboden versunken wäre. Sie hasste es, zuzugeben, dass sie sich mit diesem Pferd übernommen hatte, und dank ihrer Knieverletzung war das der Fall. Dieses verrückte Tier hatte ihr den ganzen Vormittag Schwierigkeiten bereitet, doch es war ihr gelungen, es zu bändigen. Dann war ihr das widerspenstige Biest ausgerechnet hier vor dem Auktionsstall vollständig durchgegangen. Und genau in dem Moment war Ty aufgetaucht und hatte alles mit angesehen. Warum hätte es nicht irgendjemand anders sein können als ausgerechnet Ty Calder? „Also, willst du ihn verkaufen?“ „Mein Onkel möchte es.“ Musste es, um genau zu sein, aber das würde sie Ty nicht auf die Nase binden. Es sah verdammt süß aus, als er seine Brauen unter dem Cowboyhut zusammenzog und sie mit seinen taubengrauen Augen fixierte. Sie hatte ihn schon immer attraktiv gefunden und mit den Jahren hatte er sich noch mehr gemacht. „So wie dieser Wallach sich aufführt, wird er dir kaum etwas einbringen, vorausgesetzt, du wirst ihn überhaupt los.“ „Woher willst du das wissen?“ „Weil kein normaler Mensch sein Geld in so ein durchgeknalltes Pferd investieren würde. Er ist unzuverlässig und gefährlich. Das weißt du, Mia. Es gibt keine Garantie dafür, dass sich sein Charakter noch ändern wird.“ Innerlich stöhnte sie entnervt. „Er hat einen sehr guten Stammbaum und das zählt“, widersprach sie schwach. Sie wusste genau, dass Ty recht hatte, und doch hatte sie zu dieser Auktion kommen müssen, um es wenigstens zu versuchen. „Meinetwegen hat er einen guten Stammbaum. Aber solange er so wild und ungestüm bleibt, wird niemand, der bei klarem Verstand ist, ihn auch nur anrühren wollen. Definitiv nicht für den Preis, den dein Onkel für ihn bezahlt hat.“ Ihr Onkel hatte absolut kein Gefühl für Pferde. Und, was noch schlimmer war, auch nicht für die Viehwirtschaft. Er war sozusagen in diese Branche hineingerutscht, als ihre Eltern bei einem Autounfall verunglückt waren und er sich danach um sie gekümmert hatte. Sie war zwölf gewesen, mit gebrochenem Herzen und vollkommen verloren. Er hatte sein Leben in Waco hinter sich gelassen und eine Welt betreten, von der er nichts verstand, nur damit sie im Haus ihrer Eltern bleiben konnte. „Warte mal. Woher weißt du, was er für ihn bezahlt hat? Warst du dabei?“ „Ja.“ Sie verzog das Gesicht. „Er hat Sindbad als Rodeopferd für mich gekauft. Er wollte mir nie verraten, wie viel es ihn gekostet hat, aber er dachte, dieses Tier“, sie deutete auf den eigensinnigen Wallach, „würde mir bei den Meisterschaften eine echte Chance auf den Titel verschaffen.“ Jetzt verzog Ty das Gesicht. Er kannte sich mit Pferden aus und wusste, genau wie sie, dass so etwas mit diesem Tier unmöglich war. Dieses Pferd war vollkommen verrückt und musste erst einmal trainiert werden, bevor sie überhaupt daran denken konnte, damit auf einem nationalen Turnier anzutreten. Und das würde viel Zeit brauchen. „Ich verstehe“, sagte Ty, fast entschuldigend. „Ich hatte überlegt, selbst für ihn zu bieten, aber schon die Anfangsgebote waren viel zu hoch.“ Diesmal entfuhr ihr ein lautes Stöhnen. „Du kennst Onkel Huey. Er hat sich so bemüht, ein guter Rancher zu werden, aber es ist einfach nicht sein Ding. Trotzdem wollte er, dass ich meine Träume verfolge, und er hat immer versucht …“ Sie ließ ihre Worte ausklingen, während sie diesen Gedanken nachhing. „Wir wollten alle, dass du deine Träume verfolgst, und das tust du ja auch sehr erfolgreich. Aber zu denken, dass dieses Pferd dir dabei helfen könnte, war einfach naiv von ihm. Und ihn auf diese Art loswerden zu wollen ist auch nicht gerade eine super Idee, Mia. Sindbads Ruf eilt ihm voraus und alle wissen, dass er eine tickende Zeitbombe war. Immer noch ist“, ergänzte er mit einem Blick auf das Pferd. Toll. Einfach toll. Das Gewicht auf Mias Schultern wurde noch schwerer. „Mia, mein Herz rast immer noch, wenn ich daran denke, dass du beinahe unter die Hufe dieses Wallachs geraten wärst. Warum bist du überhaupt hier, mit deinem verletzten Knie?“ Mia starrte ihn an. „Ich bin hier, weil ich gestern Abend bei meiner Rückkehr gesehen habe, wie Onkel Huey Sindbad in eine Box bringen wollte und nur durch ein Wunder nicht dabei getötet wurde. Er sagte, dass er ihn verkaufen will. Also habe ich Sindbad heute Morgen verladen und bin zur Auktion gefahren.“ „Und wärst selbst beinahe dabei umgekommen.“ Sie verengte die Augen. „Ty Calder, du weißt sehr wohl, dass ich mit einem Pferd umgehen kann. Ich bin keine Anfängerin.“ „Unter normalen Bedingungen, ja. Dieses Pferd ist aber nicht normal.“ Er runzelte die Stirn und blickte sie skeptisch an. „Wie hast du ihn überhaupt in den Anhänger bekommen?“ Bei dieser Beleidung blieb ihr der Mund offen stehen. „Ich kann nicht glauben, dass du mir diese Frage stellst!“ Wenigstens sah er ein wenig beschämt aus. „Ich weiß ja, dass du mit einem normalen Pferd umgehen kannst. Aber dieses hier ist nicht normal“, wiederholte er stur. So kamen sie nicht weiter. „Weißt du was, vergiss es. Ich habe zu tun.“ Sie setzte sich in Bewegung, doch er ergriff ihren Arm. „Warte doch. Ich wollte dich nicht beleidigen. Wie wäre es, wenn ich ihn für ein paar Tage mit zu mir nehme und mit ihm arbeite? Vielleicht kaufe ich ihn dir sogar ab –“ „Nein. Ich will nicht, dass du ein Pferd kaufst, von dem du offenbar so wenig hältst.“ „Hey, wie gesagt, ich wollte anfangs sogar selbst für Sindbad bieten, bevor sie die Gebote so hochgeschraubt hatten und Huey eingestiegen ist. Gib mir zwei Wochen, um ihn wenigstens etwas zu beruhigen. Es wäre eine gute Herausforderung für mich. Und dann lässt du mir das erste Gebot, bevor du ihn zur Auktion bringst.“ Sie musterte ihn. „Gibt es in der Weihnachtswoche noch eine Auktion?“ „Eine große sogar.“ Sie wollte ablehnen, doch sie wusste, dass Ty in Bezug auf Pferde immer noch der Beste war. Und sie hatte diese Knieverletzung. Ty besaß eine seltene Begabung und wenn sie ihrem Onkel wirklich helfen und für Sindbad den höchsten Preis erzielen wollte, dann konnte sie nur Ja sagen. „Sicher, dass du dafür Zeit hast?“ „Für dich und deinen Onkel nehme ich mir die Zeit.“ Ihr Magen zog sich zusammen. So viel zu ihrem Plan, Ty aus dem Weg zu gehen, während sie daheim war. „Wenn du sicher bist, dann stimme ich in Onkel Hueys Namen zu.“ Der Hauch eines Lächelns umspielte seine Lippen. Nach einem Augenblick nickte er. „Dann lass ihn uns einladen und zu meiner Ranch bringen.“ Sie hatte nicht erwartet, dass ihr Vormittag so verlaufen würde. Allerdings war ihre gesamte Heimreise bisher nicht so verlaufen, wie sie es erwartet hatte.     Ty wusste, dass es selbst ihm nicht gelingen würde, dieses Pferd in nur zwei Wochen in Form zu bringen. Aber er hatte genug Zuversicht in seine Fähigkeiten, dass er glaubte, den Wallach wenigstens ein bisschen fügsamer machen zu können. Was bedeutete, dass er für Mia sicherer wäre und immerhin besser zu handhaben als jetzt. Auf dem Rückweg zur Ranch versuchte Ty, die Tatsache zu erfassen, dass Mia wirklich wieder da war. Und dass sie verletzt war. Sie hatten noch keine Zeit gehabt, darüber zu sprechen, und er fragte sich, warum sie diese Kniebandage trug und wie lange sie den Turnieren fernbleiben musste. Sein Leben hatte sich verändert, seit Mia weggegangen war, und er hatte seine Gefühle für sie tief in seinem Inneren begraben. Mit der Zeit hatte er sich mehr und mehr von ihr distanziert und dafür seine Arbeit als Vorwand benutzt. Das war nötig gewesen, denn jedes Mal, wenn er mit ihr telefonierte, hatte er gefürchtet, ihr seine Gefühle zu offenbaren. Doch in letzter Zeit waren seine Gedanken immer wieder um sie gekreist. Sie bogen in die Zufahrt zur Ranch ein und Ty konzentrierte sich auf seine nächsten Schritte. Zuerst musste er das Pferd in eine Box bringen. Mia rangierte ihren Wagen mit dem langen Anhänger rückwärts auf den Platz, den er ihr zuwies. Er beobachtete, wie sie aus dem Truck stieg, und sein Herz verkrampfte sich, als sich ihr Gesicht kurz vor Schmerz verzog. „Ich mach das schon“, sagte er und ging zum Anhänger, um vorsichtig das temperamentvolle Tier auszuladen. Es dauerte ein paar Minuten, doch schließlich ließ der Wallach sich in eine Box führen. Ty war erleichtert, dass Mia ihm diesmal nicht in die Quere gekommen war. „Was nun?“, fragte sie, sobald sie beide vor dem stabilen Tor zur Box standen, aus der Sindbad sie beäugte. „Jetzt lassen wir ihm den Rest des Tages Zeit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Ich fange morgen an, mit ihm zu arbeiten. Du kannst gern wiederkommen und dabei zusehen. Oder ein bisschen mithelfen. Aber ich brauche die volle Kontrolle.“ „Ich werde da sein. Und ich habe doch schon gesagt, dass ich ihn dir für zwei...



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