Collins / Carlisle / Bryant | Romana Extra Band 115 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 115, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

Collins / Carlisle / Bryant Romana Extra Band 115


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0031-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 115, 448 Seiten

Reihe: Romana Extra

ISBN: 978-3-7515-0031-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



LIEBESTRÄUME AN DER SMARAGDKÜSTE von SABINE STRICK
Sanft wiegt sich die Jacht auf den Wellen vor Sardiniens Smaragdküste. Der attraktive Schauspieler Luca küsst sie, und Keyla wünscht sich sehnlichst, dass der Abend nie enden möge. Doch am nächsten Morgen erfährt sie etwas über Luca, das sie am Boden zerstört zurücklässt ...
EINE MILLION GRÜNDE, DICH ZU LIEBEN von NIOBIA BRYANT
Gegensätze ziehen sich an - das spürt Chance in jeder leidenschaftlichen Minute mit der faszinierenden Anwältin Ngozi. Als es jedoch darum geht, die Millionenklage gegen seine Ex fallenzulassen oder Ngozi zu verlieren, trifft er eine fatale Entscheidung ...
GEHEIMNIS UNTER DER HEISSEN SONNE GRIECHENLANDS von DANI COLLINS
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EIN HERZ IN GEFAHR von SUSAN CARLISLE
Die bezaubernde Sally ist seine Traumfrau! Dennoch muss Feuerwehrmann Ross ihre Beziehung beenden, um seine Beförderung nicht zu riskieren. Erst als die Sanitäterin bei einem gemeinsamen Einsatz in Gefahr gerät, begreift er, dass er einen viel zu hohen Preis gezahlt hat ...



Dani Collins verliebte sich in der High School nicht nur in ihren späteren Ehemann Doug, sondern auch in ihren ersten Liebesroman! Sie erinnert sich heute immer noch an den atemberaubend schönen Kuss der Helden. Damals wurde ihr klar, dass sie selbst diese Art von Büchern schreiben möchte. Mit 21 verfasste sie ihren ersten Roman und übte trotz verschiedener Bürojobs seither unerbittlich. Sie probierte sich an verschiedenen Genres, kehrte aber immer wieder zu ihrer Leidenschaft, den Liebesromanen, zurück. Oft dient ihr als Inspiration ihre eigene Überzeugung, dass man sein Happy End findet, wenn man bereit ist, sich voll und ganz reinzuhängen. Sie selbst hatte damit Glück, mit ihrem Mann lebt sie heute am idyllischen Christina Lake in Kanada. Ab und an gelingt es Doug, seine Frau von einer Schreibpause zu überzeugen. Das gemütliche Dachbodenbüro wird meist verlassen, um ihre zwei erwachsenen Kinder zu besuchen.

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1. KAPITEL

Im Hafen von Porto Cervo lagen die Jachten aufgereiht wie kostbare Diamanten an einer Kette. Vor der Kulisse flacher Berge blitzten Chrom und Lack in der Sonne. Dazwischen glitzerte das glasklare türkisgrüne Meer, dem Sardiniens Costa Smeralda ihren Namen verdankte.

Keyla Shepard lief mit wehendem Haar die Promenade von Porto Cervo entlang und fühlte sich zum ersten Mal seit Wochen leicht und unbeschwert. Sie konnte nicht sagen, was sie am meisten genoss: die begehrlichen Blicke der Männer, die sich auf sie hefteten, das Panorama oder das berauschende Gefühl, in diesem Ort der Schönen und Reichen zu leben.

Als sie über das Wasser blickte, zog eine besonders schnittige dunkelblaue Motorjacht ihre Aufmerksamkeit auf sich. Die hatte am Vortag noch nicht dort gelegen. Wer wohl der Besitzer war? Ein Filmstar, ein Scheich oder ein Industrieller?

Sie war so in den Anblick vertieft, dass sie beim Weiterlaufen gegen einen Tisch vor einem Café stieß und aufschrie.

„Vorsicht, Keyla“, hörte sie eine amüsierte Frauenstimme. „Lass meine Möbel stehen.“

Buon giorno, Chiara“, sagte sie verlegen zur Cafébesitzerin, die sie anlächelte. „Entschuldige. Ich konnte die Augen nicht von dieser Jacht lassen, die ist einfach prachtvoll. Die lag gestern Abend noch nicht hier, oder?“

„Nein, erst seit heute Morgen“, bestätigte Chiara und wischte den Tisch mit einem feuchten Lappen ab. „Die muss einem dieser Filmleute gehören.“

„Was für Filmleute?“

„An der Costa Smeralda wird ein Film gedreht. Das Team wird heute eintreffen und in einem der Hotels hier in Porto Cervo wohnen, erzählt man. Die Jacht gehört bestimmt dem Produzenten oder dem Regisseur oder einem der Stars.“

„Ach so.“ Keyla warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. „Entschuldige mich, ich muss das Geschäft öffnen, Jane kommt heute etwas später.“

„Bestell ihr schöne Grüße, ich schaue in den nächsten Tagen mal vorbei, wenn die neuen Kleider aus Mailand eingetroffen sind.“

„Sage ich ihr.“

Keyla setzte ihren Weg fort bis zum nahe gelegenen kleinen Einkaufszentrum, in dem sich die Boutique ihrer Cousine Jane Forlani befand.

Als Jane von ihrem Dilemma hörte, bot sie ihr spontan an, sie für den Rest der Saison als Verkäuferin einzustellen und bei ihr zu wohnen. Janes italienischer Ehemann hatte in den nächsten Monaten die meiste Zeit beruflich auf dem Festland zu tun, und so gab es Platz für sie, und Jane freute sich über Gesellschaft.

Nachdem Keyla die Boutique betreten hatte, musste sie sich erst mal umziehen. Jane legte Wert auf ein elegantes Outfit und lieh ihr bereitwillig Kleider aus der letzten Saison, die sie nicht hatte verkaufen können, denn die Garderobe, die Keyla nach Sardinien mitgebracht hatte, war eher sportlich.

Keyla fühlte sich stets ein wenig verkleidet in den zarten Kreationen aus fließenden Stoffen, aber das Bild, das der Spiegel zurückwarf, gefiel ihr. Hochgewachsen und schlank, wie sie war, wirkte sie in dem figurumschmeichelnden Seidenkleid nicht so schlaksig wie in ihren geliebten Jeans mit T-Shirt. Und auch die leuchtenden Farben standen ihr. Schon nach einer Woche an der Costa Smeralda gewann sie allmählich ihre Fröhlichkeit zurück, und ihre grünbraunen Augen strahlten zum ersten Mal seit Monaten wieder.

Das melodiöse Klingeln der sich öffnenden Tür kündigte die ersten Kunden an und riss sie aus der Betrachtung ihres Spiegelbilds. Eine Frauenstimme schnatterte auf Italienisch in einem Tempo, in dem Keyla kaum etwas verstand. Ihr Italienisch war alles andere als fließend, doch zum Glück sprachen in diesem mondänen Ferienort fast alle Gäste gut Englisch. Sie eilte in den Verkaufsraum, in dem eine blondierte Frau in den Dreißigern mit energischen Bewegungen die Bügel verschob, auf denen die Kleider hingen. Ein lässig gekleideter dunkelhaariger Mann stand ein wenig gelangweilt daneben.

Buon giorno – kann ich Ihnen helfen?“, fragte Keyla und setzte ein gewinnendes Lächeln auf.

„Ich sehe mich erst mal um“, wies die Blonde sie in kühlem Ton ab, ohne sie eines Blickes zu würdigen.

Ihr Begleiter dagegen lächelte sie an, anfangs höflich, dann mit zunehmendem Interesse. Er musterte sie von oben bis unten, und als er bei ihren Füßen anlangte, wurde sein Lächeln zu einem Grinsen. Mit Schrecken wurde Keyla bewusst, dass sie in der Eile vergessen hatte, Schuhe anzuziehen.

„Oh Gott, entschuldigen Sie mich“, murmelte sie.

„Ich bitte Sie, das macht doch nichts. Barfuß laufen soll viel gesünder sein.“

Er lachte sie an, und nun klopfte ihr Herz nicht mehr wegen der Peinlichkeit, sondern wegen dieses umwerfend charmanten Lächelns, bei dem ebenmäßige weiße Zähne zwischen seinen Lippen schimmerten. Seine blitzenden dunklen Augen waren von winzigen Lachfältchen umgeben, obwohl er höchstens Anfang dreißig sein mochte, und er trug einen Dreitagebart.

„Sehen Sie sich ruhig um.“ Hastig floh Keyla in den privaten Raum der Boutique und schlüpfte in hochhackige Pumps, die zu ihrem Kleid passten. Was für ein Mann! Es gab in diesem Ort etliche, die attraktiv waren, aber noch nie hatte sie spontan so ein Kribbeln verspürt, wenn einer sie ansah. Nach dem, was ihr passiert war, hatte sie jedoch vorerst genug von Männern und hatte sich geschworen, auf keinen mehr hereinzufallen.

Am liebsten wäre sie in diesem Raum geblieben, bis die beiden die Boutique wieder verlassen hatten, aber das konnte sie nicht mit ihrem beruflichen Gewissen vereinbaren. Jane bezahlte sie nicht dafür, dass sie sich vor potenziellen Kunden versteckte, und noch dazu war es kindisch. Mit sechsundzwanzig sollte sie genug Reife haben, sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen, nur weil ein Mann optisch ansprechend aussah. Sie konnte ihn ja ignorieren, denn offensichtlich begleitete er lediglich die Dame beim Shoppen.

Sobald Keyla jedoch in den Verkaufsraum zurückging, heftete sich ihr Blick wie von selbst auf den attraktiven Mann, der über das Display seines Smartphones wischte und beim Lesen kopfschüttelnd die Lippen schürzte.

Als sie sich von der Betrachtung seiner sinnlichen Lippen losriss, um auf die Kundin zuzugehen, knickte sie mit den hohen Schuhen um und konnte sich gerade noch an einem Kleiderständer festhalten. Das Blut schoss ihr ins Gesicht. Der Mann, der trotz seiner sportlichen Kleidung gewandt und selbstsicher wirkte, musste sie für einen Tölpel halten. Sicher würde er nun wieder grinsen.

Vorsichtig suchte sie seinen Blick und stellte erleichtert fest, dass er ihr Stolpern gar nicht bemerkt hatte. Oder taktvoll genug war, es stillschweigend zu übergehen, indem er so tat, als wäre er auf das Display konzentriert.

Die Blonde hingegen schnaubte verächtlich und hob ein Kleid in die Höhe. „Ich werde das anprobieren. Was meinst du, Luca? Luca!“

Er steckte das Handy weg und nickte.

Keyla sah sofort, dass das Kleid an den Hüften zu eng sein würde. „Vielleicht nehmen Sie es auch noch in Größe zweiundvierzig mit in die Kabine“, schlug sie vor.

Ein giftiger Blick aus grauen Augen traf sie. „Ich habe doch nicht Größe zweiundvierzig!“

Die Frau drehte sich auf dem Absatz um, warf die Haare in den Nacken und stolzierte auf eine der Umkleidekabinen zu.

Keyla sah ihren Begleiter, den sie Luca genannt hatte, entschuldigend an, doch der zwinkerte ihr beruhigend zu. Sie fühlte sich auf einmal merkwürdig wackelig auf den Beinen, beschloss aber, dass es an den hohen Absätzen liegen musste und nicht am Funkeln in seinen Augen, die von geradezu unverschämt langen Wimpern umgeben waren.

„Wir haben auch Herrenmode“, hörte sie sich sagen und atmete auf, als er sich folgsam von ihr entfernte und mehr aus Höflichkeit als aus echtem Interesse Hemden, Hosen und Krawatten betrachtete.

„Dieses Kleid ist total verschnitten!“, tönte es empört aus der Kabine. „Bringen Sie mir die zweiundvierzig!“

Luca wandte sich halb zu ihr um und warf ihr ein verschmitztes Lächeln zu, das sein Gesicht erhellte und seine Augen zum Strahlen brachte. Die Luft zwischen ihnen schien auf einmal elektrisch aufgeladen, und Keyla spürte, wie ein Prickeln von ihrem Haaransatz über ihren Rücken lief. So wohlig das Gefühl auch war, es irritierte sie mehr, als dass sie es genoss. Hastig ging sie zum Kleiderständer, griff nach dem Kleid in Größe zweiundvierzig und reichte es ihrer Kundin in die Kabine hinein.

„Die Größen fallen bei diesem Designer sehr klein aus, Signora“, sagte sie beschwichtigend.

Luca näherte sich langsam. „Akzeptiere es einfach, Sofia. Ich verspreche auch, niemandem zu sagen, dass du jetzt eine Zweiundvierzig brauchst.“ Er schien sich nur mühsam ein Lachen zu verkneifen.

„Untersteh dich!“, zischte die Frau aus der Kabine.

„Du hast eine tolle Figur, da ist es doch egal, welche Zahl auf dem Etikett steht“, bemerkte er versöhnlich.

Er wurde Keyla immer sympathischer, auch wenn es sie wurmte, dass er die Figur der arroganten Sofia lobte. Aber ja, Männer standen nun mal auf Kurven, und da hatte sie selbst leider nicht allzu viel zu bieten. Unwillkürlich nahm sie eine etwas geradere Haltung an und streckte die Brust heraus.

„Woher kommen Sie?“, erkundigte er sich. „England, vermute ich nach Ihrem Akzent?“

Keyla nickte und lauschte fasziniert seiner wohlklingenden dunklen Stimme, die sie einhüllte wie eine Umarmung. „Und Sie? Bestimmt vom italienischen Festland?“

Sein Lächeln wurde zu...



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