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Collins Ein Fall von Liebe


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-96087-469-0
Verlag: dp Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

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Eine Liebe durch die Zeiten
Band 1 der Zeitreise in den Highlands-Reihe
Katharinas Trip nach Schottland verläuft anders als geplant. Eigentlich will sie sich eine schöne Zeit mit ihrer Schwester machen, doch ein Sturz in die sagenumwobenen Fairy Pools in den Highlands reißt die junge Frau durch den Strudel der Zeit in die Vergangenheit.Schottland, 1746. Mitten im Krieg mit den Engländern und dem Aufstand der rebellischen Jakobiter rettet der Highlander Finlay eine geheimnisvolle Frau vor einer Horde Halunken. Kann sich Katharina in der barbarischen Vergangenheit zurechtfinden – ohne ihr Leben auf dem Scheiterhaufen oder ihr Herz an ihren unverschämt attraktiven Retter Finlay zu verlieren?Erste Leserstimmen
„gut recherchierter Zeitreise-Roman, der einen vom ersten Satz an mitreißt“
„Finlay und Katharina sind ein schicksalhaftes Liebespaar!“
„ganz große Gefühle in den Highlands“
„Charaktere, in die man sich Hals über Kopf verliebt“
„Eine Liebesgeschichte für alle Fans der wilden Highlands!“

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1. Wunderschöne Isle of Skye
Obwohl ich es genoss, von einer luxuriösen Limousine von A nach B gebracht zu werden, wünschte ich endlich anzukommen. Der Tag war lang genug gewesen, der Flug zwar mit zwei Stunden kurz, aber nicht weniger nervig als die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Recklinghausen zum Flughafen nach Düsseldorf, aber das hatte ich zumindest selbst zu verantworten. Eigentlich hätte ich von Köln aus fliegen können, wenn ich mich nicht bereit erklärt hätte, die Lieblingsbücher meiner Schwester aus unserem Elternhaus mitzubringen. Tja, in den letzten Jahren, die ich in der Metropole am Rhein zugebracht hatte, hatte ich wohl vergessen, wie beschwerlich alles in Kaffs war, wie jenem in dem ich aufgewachsen war. Dass der Flughafen auch noch umbaute und das reine Chaos herrschte, war nicht vorhersehbar gewesen, und der Ausfall der Steuerbordturbine wurde zum I-Tüpfelchen meiner Reise. Wäre ich ein spiritueller Mensch, hätte ich es als böses Omen betrachtet, so aber überlegte ich, ob es Rückerstattungs-Klauseln gab, die ich in Anspruch nehmen konnte. Das Nachdenken hielt mich während der Fahrt beschäftigt, nicht das Panorama, dem ich mich nur widmete, wenn ich nicht nachdachte. Seufzend riss ich mich vom Anblick des schillernden Nord-Atlantischen-Meeres los. Wir fuhren über eine Brücke, die das schottische Festland mit der Isle of Skye verband, demnach konnte es nicht mehr weit sein. Entschlossen ging ich online alle Artikel durch, die das Reiserecht abdeckten und markierte wichtige Passagen. Mein Laptop rutschte auf meinen Knien hin und her, was zu Fehlmarkierungen führte und mich von meiner Recherche ablenkte. Die Aussicht änderte sich zwar, aber es blieb Natur, an der ich vorbeifuhr. Keine Häuser auf weiter Flur. Stattdessen fuhr die Limousine die millionste Biegung und den Hang wieder hinunter, den wir gerade erst gemeistert hatten. Wieder hoch und wieder runter. Besuchten wir Schneewittchen hinter den sieben Bergen? Natürlich war meine Schwester Vanessa nicht Schneewittchen, und wenn sie mit sieben Zwergen zusammenlebte, würde ich schnurstracks wieder umkehren. Langsam fragte ich mich, in welches Niemandsland sie mich gelockt hatte. Fein, ich hatte Semesterferien und es hielt mich nichts in der Heimat, aber diese Odyssee war nicht besser, als weitere drei Wochen mit meinem Ex Felix in unserer engen WG aushalten zu müssen. Unmut kribbelte in meinem Magen und ich griff nach meiner Tasche, im Begriff Vanessa anzurufen und zu fragen, in welchem verschlafenen Nest man mich absetzen würde, als ein Häuschen an mir vorbeiglitt. Ein altes Fachwerkhaus übersät mit Margeriten, Hortensien, Nelken und Blumen, die ich nicht benennen konnte, in allen möglichen Farben. Wie süß. Leider wurde es wieder von Rasen abgelöst, aber dahinter ragte plötzlich eine riesige Burg-Anlage aus dem Grün. Grau, trutzig und verwunschen. Natürlich war ich von meiner Schwester vorgewarnt worden, aber irgendwie hatte wohl niemand in der Familie so recht geglaubt, dass an ihren Geschichten etwas dran war. Plötzlich ging es ihr gut? Sie hatte angeblich den Mann ihrer Träume getroffen, der sie binnen einer Woche geheiratet und auf sein Schloss in die Highlands entführt hatte? Also bitte, die Zeit für Märchen war längst vorüber! Schön, ich war also eine Zynikerin, die ihrer großen Schwester generell kein Wort glaubte. Schon gar nicht, wenn es sich um unsterbliche Liebe, Seelenverwandtschaft und ähnlichem Schmu handelte. Die Sache zwischen Mann und Frau war simpel: Es ging um Sex. Männer interessierten sich nur so lange für einen, wie sie einen benutzen konnten, nett waren sie nur, bis sie einen eingefangen hatten. Und wir Frauen? Wir redeten uns ein, verliebt zu sein, um uns nicht eingestehen zu müssen, dass wir uns demütigen ließen. Traurig, aber wahr. Felix hatte mir die Augen geöffnet, aber letztlich waren meine Beziehungen davor auch nicht anders verlaufen, mit dem Unterschied, dass dieses Mal ich es war, die ging. Ich hatte genug von seiner Ignoranz, von seinem Paschagehabe und seinen Forderungen. Und, ja, geliebt hatte ich ihn nie richtig. Wir kamen näher und aus riesig wurde phänomenal: Dunvegan Castle. Eine richtige Burg, nicht zu fassen. Die gesamte Länge der Vorderfront war gekiest, dann schloss sich eine gepflegte Rasenfläche an. Das Gemäuer wirkte alt, der Putz hatte Risse, aber die dutzend Fenster funkelten im Sonnenlicht. Zwei Türme flankierten die Ecken und man sah, dass es hinten drei weitere Türme gab. Standarten wehten im Wind. Das Eingangstor wirkte übermächtig und passte nicht in meine Vorstellung einer Burg, denn es war keine Zugbrücke oder etwas ähnliches, sondern eine zweiflüglige Tür, hoch, breit und aus dickem Holz. So ganz verinnerlicht hatte ich die neuen Lebensumstände meiner Schwester noch nicht, als der Chauffeur mir die Tür öffnete und mir die Hand hinhielt, um mir beim Aussteigen zu helfen. Ich war fünfundzwanzig und nicht halbtot, aber ausweichen konnte ich der Geste nicht. Meine Tasche wurde mir ungefragt abgenommen und in Richtung Eingangsstufen bugsiert. Meine Schwester kam mir dort bereits entgegen. „Katharina!“ Sie strahlte, was mich urplötzlich stehenbleiben und blinzeln ließ. Sah aus wie Vanessa, klang wie Vanessa, konnte aber unmöglich … Sie umarmte mich. „Wie schön, dass du mich endlich besuchen kommst!“ Also gut, sie klang doch nicht wie meine Schwester. Vanessa schob mich von sich, um mich zu mustern. „War ein langer Tag, was? Hast du die Fahrt genossen? Ich hoffe, du hast nicht die Minibar im Auto leergetrunken und erleichterst gleich deinen Magen in der Halle.“ Nicht lustig, trotzdem lachte sie auf. Wie unheimlich. Tatsächlich konnte ich mich nicht entsinnen, wann ich sie zuletzt lachen gesehen hätte. „Komm rein. Ich zeige dir dein Zimmer. Ich warne dich, es ist so groß wie deine gesamte WG!“ Klar. Vanessa hakte sich bei mir unter und zog mich die Stufen hoch und durch das riesige Portal. Die Eingangshalle war beeindruckend, neben mannshohen Fenstern hingen Teppiche an den Wänden. Zwei erzählten, ähnlich wie aufwendige Gemälde, eine Geschichte von einer Schlacht und das Gebilde über dem Kamin war wohl ein Wappen. Die Farbe war verblichen und das Material mitgenommen. Es musste uralt sein, wie auch der Rest der ausgestellten Dinge. Hellebarden flankierten den Kamin, Kelche und ein Kandelaber standen auf dem Sims und trugen ebenfalls Insignien. Sie ließ mir keine Zeit, mir alles genau anzusehen, sondern zog mich weiter, durch den Saal, der sich anschloss, zu einem monströsen Relikt eines Fahrstuhls – neben einer nicht minder beeindruckenden Treppe, die ich tausendmal lieber emporgestiegen wäre, als dieses Höllenteil zu nutzen, das aus einem Drahtkäfig bestand. „Wir können auch die Treppen nehmen, aber es sind unzählige Stufen.“ Und wenn schon! „Bei dem Teil wüsste ich nicht, welche Angst zuerst zuschlüge: Klaustrophobie, Cremnophobie, Karagulophobie oder Stenophobie.“ Vanessa schnaubte. „Fachchinesisch? Glaubst du, das beeindruckt mich?“ „Angst vor engen Räumen, Abgründen, sich lächerlich zu machen und vor Enge an sich. Und ja, ich wollte etwas aufschneiden, schließlich hältst du mich für einen Dummkopf.“ Dabei war ich es, die studierte, während Vanessa nur eine Ausbildung absolviert hatte und nicht mal eine herausfordernde, wenn man mich fragte. Hotelfachfrau war doch nichts weiter als eine nette Umschreibung für Mädchen für alles. Sie hätte besser mal was Nützliches gelernt, Steuerfachangestellte oder PTA. „Nein, nur für faul.“ Wie immer nahm sie kein Blatt vor den Mund. „Wie läuft dein Studium?“ Und stocherte in der Wunde herum. „Gut. Hervorragend. Könnte nicht besser laufen!“ Ich drehte ihr den Rücken zu und nahm die Treppe, abhängen konnte ich meine Schwester, den ollen Terrier, aber nicht. „Ach wirklich? Zuletzt hieß es, dass du das Semester wiederholen musst.“ Das war keine aktuelle Information, Vanessa war nie up to date. „Reite doch nicht darauf herum.“ Vanessa seufzte. „Lassen wir das. Du sollst dich hier erholen und amüsieren.“ Und ablenken, aber das brauchte ich nicht laut auszusprechen. „Wie geht es Mama?“, fragte Vanessa nach exakt drei Stufen. „Wie üblich.“ „Hm. Ich dachte, sie käme mit.“ Was ich ihr schnell ausgeredet hatte. Die beiden agierten zusammen wie ein altes Ehepaar und Vanessa vergaß, dass sie nur meine Schwester war und niemand, der mir Ratschläge zu erteilen hatte. „Na, vielleicht ein andermal.“ Sie klang enttäuscht, ließ es sich aber nicht ansehen. „Ich habe extra ein Zimmer bereitstellen lassen, das sich nicht am A… der Welt befindet. Ich verlaufe mich hier immer noch und das wollte ich dir ersparen.“ „Danke.“ Vanessa bog ab und nahm die erste Tür. In einem Hotel wäre es wohl das Zimmer, das man lieber nicht haben wollte, direkt an der Treppe war es bestimmt nicht gerade ruhig. Die Aufmachung war ebenso wie alles Bisherige steinalt. Holzvertäfelung an den Wänden plus geweißte Steinmauern, ein riesiges Himmelbett, komplett aus schwerem Gehölz, dazu noch ein großer Kamin. „Wow, ich begann schon, dich zu beneiden.“ Unnötigerweise, denn alles in allem fehlte es hier an Komfort. „Ich weiß, es ist einfach, aber alle moderneren Zimmer sind so abgelegen, dass man sich verläuft.“ Ihr Kopf ruckte nach rechts. „Drüben im Südtrakt. Von hier findest du schneller zu den Salons und Speisesälen.“ Plural, was mir natürlich auffiel. „Wie viele davon gibt es?“ Vanessa winkte ab. „Unzählige.“ Sie verdrehte die Augen. „Hast du dich mal...



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